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Interkulturelles Management als strategischer Erfolgsfaktor für multinationale Unternehmen in der VR China

Interkulturelles Management als strategischer Erfolgsfaktor für multinationale Unternehmen in der VR China
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andre Schulz
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7093-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7093-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7093-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schulz, Andre Juni 2003: Interkulturelles Management als strategischer Erfolgsfaktor für multinationale Unternehmen in der VR China, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: interkulturell, Kultur, China, strategisches Management, multinationale Unternehmen

Diplomarbeit von Andre Schulz

Zusammenfassung:

Die vorliegende Diplomarbeit leistet die Verknüpfung der Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des interkulturellen Managements mit der praktischen Bedeutung und Anwendbarkeit für multinationale Unternehmen in der VR China. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Ursachen der interkulturellen Managementprobleme in der VR China zu untersuchen und auf der Basis der durchgeführten Analyse der real existierenden interkulturellen Problemfelder Schlussfolgerungen zu ziehen, wie interkulturelles Management erfolgreich in das strategische Management von multinationalen Unternehmen integriert werden kann.

Im Rahmen dieser Arbeit erfolgt somit der qualitative Nachweis, dass interkulturelles Management einen strategischen Erfolgsfaktor für die in der VR China tätigen multinationalen Unternehmen darstellt, dessen Nutzenstiftung in der Unternehmenspraxis häufig unterschätzt oder überhaupt nicht berücksichtigt wird. Die vorliegende Arbeit verdeutlicht, dass die Unternehmensführung von im chinesischen Kulturkreis tätigen multinationalen Unternehmen ihre aus rein subjektiver betriebswirtschaftlicher Sicht gesetzten Ziele mit einer höheren Wahrscheinlichkeit erreicht, wenn sie eine generelle kulturbezogene Sensitivität entwickelt.

Es ist demzufolge das Ziel dieser Arbeit, Sensibilität für die Berücksichtigung der kulturellen Diversität zu schaffen, und darauf aufbauend ein in sich geschlossenes, ideal-typisches Denk- und Strukturmodell für interkulturelles Management in der sino-ausländischen Zusammenarbeit zu entwickeln, welches den multinationalen Unternehmen den Umgang mit den in der VR China zum Teil sehr komplexen Kulturdifferenzen erleichtert. Somit analysiert die vorliegende Arbeit die Frage, inwiefern durch interkulturelles Management Kulturunterschiede nicht als Barriere angesehen, sondern vielmehr als Ressource für multinationale Unternehmen in der VR China genutzt werden können. Die grundsätzlichen argumentativen Schritte, welche die Basis der skizzierten Zielsetzung bilden, werden im Folgenden kurz dargestellt.

Im Anschluss an die problemorientierte Einführung wird im zweiten Kapitel der wissenschaftstheoretische Standpunkt der Untersuchung erörtert, wobei insbesondere die äußerst kontrovers geführten Diskussionen über die Charakterisierung des Kulturbegriffs und die Relevanz von Kultur für das Management im Vordergrund stehen. Auf der Basis der weltweit existierenden Kulturdifferenzen wird anschließend gezeigt, dass die Position des Kulturismus die Argumentationsbasis für interkulturelles Management darstellt.

Das dritte Kapitel stellt einen Transfer zwischen dem theoretischen Fundament des Kulturphänomens und den kulturellen Gegebenheiten in der VR China her. Nach der Erörterung der Erfolgs- und Konfliktpotenziale des chinesischen Marktes werden die Determinanten der kulturellen Diversität erläutert, wobei die sozio-kulturellen Hintergründe chinesischer, deutscher und japanischer Manager gegenübergestellt und die für das Management relevanten Kulturdifferenzen herausgearbeitet werden.

Im Rahmen der Analyse der interkulturellen Managementprobleme in der VR China werden im vierten Kapitel zwei unterschiedliche Perspektiven eingenommen. Durch den Vergleich der interkulturellen Handlungsfelder in der sino-deutschen und der sino-japanischen Zusammenarbeit können sowohl verschiedene Probleme als auch Ansätze der Problembehebung identifiziert werden.

Auf der Basis dieses praktischen interkulturellen Vergleichs erfolgt im fünften Kapitel die Entwicklung eines optimierten Modells, welches als Synthese aus Kultur und Management die in der Praxis diagnostizierten interkulturellen Defizite auflöst und Handlungsempfehlungen für ein kulturbewusstes Management in der sino-ausländischen Zusammenarbeit gibt. Abschließend wird kritisch reflektiert, wie der Nutzen des interkulturelles Managements als Bestandteil des strategischen Management qualitativ zu bestimmen ist und inwiefern demzufolge für multinationale Unternehmen eine Notwendigkeit besteht, interkulturelles Management zu implementieren. Diese Reflexion wird im Fazit aufgegriffen, um daran anschließend zukünftige Perspektiven des interkulturelles Managements aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

Danksagung I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Problemorientierte Einführung 1
1.1 Ausgangspunkt und Relevanz der Arbeit 1
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 3
2. Das Phänomen Kultur im Lichte der Theorie 7
2.1 Charakterisierung von Kultur 7
2.2 Relevanz der Kultur für das Management nationaler Unternehmen 11
2.3 Existenz von Kulturunterschieden in multinationalen Unternehmen 15
2.4 Bedeutung und Zielsetzung des interkulturellen Managements 18
3. Chancen und Risiken der Unternehmenstätigkeit in der VR China 21
3.1 Mögliche Internationalisierungsstrategien für den Markt der VR China 21
3.2 Erfolgspotenziale im chinesischen Markt 28
3.3 Konfliktpotenziale im chinesischen Markt 32
3.4 Determinanten der kulturellen Diversität 35
3.4.1 Sozio-kultureller Hintergrund chinesischer Manager 35
3.4.2 Sozio-kultureller Hintergrund deutscher Manager 38
3.4.3 Sozio-kultureller Hintergrund japanischer Manager 41
3.5 Implikationen für die sino-ausländische Zusammenarbeit 43
4. Interkulturelle Managementprobleme als reales Phänomen in der Praxis 45
4.1 Interkulturelle Managementprobleme in der sino-deutschen Zusammenarbeit 45
4.2 Interkulturelle Managementprobleme in der sino-japanischen Zusammenarbeit 51
4.3 Implikationen für die Theorie des interkulturellen Managements 55
5. Interkulturelles Management in der VR China als Synthese von Kultur und Management 58
5.1 Kulturanalyse als möglicher Lösungsansatz interkultureller Managementprobleme 58
5.1.1 Kulturbewusstes Umweltmanagement 59
5.1.2 Kulturbewusstes Personalmanagement 62
5.1.3 Kulturbewusstes Kommunikationsmanagement 69
5.1.4 Kulturbewusstes Organisationsmanagement 72
5.2 Einbindung des interkulturellen Managements in das strategische Management multinationaler Unternehmen 76
6. Fazit und Ausblick 83
Literaturverzeichnis 88
Ehrenwörtliche Erklärung 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im chinesischen Wirtschaftsprozess kommt es vermehrt zu einem Aufeinandertreffen der chinesischen mit der deutschen Kultur, weshalb in der Praxis zunehmend interkulturelle Problemfelder entstehen.247 Im Jahre 2001 betrugen die realisierten deutschen Direktinvestitionen in der VR China 1,3 Mrd. US$ und stellten somit das höchste Investitionsvolumen aller EU-Länder dar, wobei jedoch die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr lediglich 0,8 Prozent betrug.248 Im Vergleich zu den aufgezeigten chinesischen Wachstumsraten überrascht zunächst diese relative Zurückhaltung deutscher Unternehmen in Bezug auf Direktinvestitionen. Somit ist zu fragen, ob eventuell kulturelle Ursachen für die relativ zögerliche Erschließung des chinesischen Marktes durch deutsche MNU existieren. Eine Analyse der Geschäftsberichte der Unternehmen aus dem DAX 30 belegt die kontinuierlich steigende Attraktivität des chinesischen Marktes für MNU aus Deutschland und liefert somit einen Nachweis für die steigende Bedeutung des interkulturellen Know-hows.249 Da die publizierten Geschäftsberichte jedoch keine detaillierten Informationen über interkulturelle Problemfelder enthalten, werden im Folgenden empirische Untersuchungen betrachtet, die sich mit dem interkulturellen Konfliktpotenzial in der Praxis deutscher MNU in der VR China beschäftigt haben.250 Im Rahmen der folgenden Analyse wird die praktische Relevanz von Hofstedes theoretischen Kulturdimensionen überprüft. Hofstedes im IBM-Konzern durchgeführte Untersuchung gilt als die umfassendste Studie in der kulturvergleichenden [...]

Es ist deutlich geworden, dass den strategischen Vorzügen einer Unternehmenstätigkeit auf dem chinesischen Markt große interkulturelle Konfliktpotenziale gegenüber stehen, aus denen Friktionen resultieren, die den entsprechenden Einsatz eines sensiblen IM erfordern.245 In der VR China können MNU ihre Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse nicht mehr allein auf der Basis des Kulturverständnisses des Stammlandes treffen, sondern müssen dabei die aufgezeigten kulturimmanenten Faktoren des chinesischen Kulturkreises mit einbeziehen.246 Im Anschluss an die Erläuterung des theoretischen Fundaments des IM und der kulturimmanenten Faktoren der betrachteten Kulturen werden im Folgenden interkulturelle Managementprobleme anhand von real existierenden interkulturellen Problemfeldern in der VR China veranschaulicht und die dabei in der sinodeutschen Zusammenarbeit identifizierten Problemfelder denen in der sinojapanischen Zusammenarbeit gegenübergestellt. [...]

Neben der in beiden Ländern vorhandenen „low-trust-culture“ erschweren auch noch im 21. Jahrhundert komplexe historische Zusammenhänge die Kooperation beider Länder.240 Von den zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit spielt insbesondere der chinesisch-japanische Krieg (1930-1945) in den heutigen politischen Diskussionen noch eine Rolle, da sich die derzeitige japanische Regierung weiterhin weigert, die Brutalität des japanischen Militärs aus dieser Zeit einzugestehen und die entsprechende Verantwortung dafür zu übernehmen.241 Um die politischen Vorbehalte jedoch nicht vollständig auf die notwendige wirtschaftliche Zusammenarbeit zu übertragen, gilt in beiden Ländern „the separation of politics and economics“242, weil sowohl die japanische Regierung mit ihrer export-orientierten High-Tech-Industrie als auch die chinesische Regierung mit ihrem enormen Marktpotenzial und Rohstoffvorkommen wissen, dass sie beide durch wirtschaftliche Zusammenarbeit einen relativ großen Nutzengewinn erzielen können.243 Trotzdem gilt es speziell für in der VR China tätige japanische Manager, sich dieser sehr emotionalen Komponente zwischen diesen beiden Ländern bewusst zu sein. [...]

Arbeit zitieren:
Schulz, Andre Juni 2003: Interkulturelles Management als strategischer Erfolgsfaktor für multinationale Unternehmen in der VR China, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
interkulturell, Kultur, China, strategisches Management, multinationale Unternehmen

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