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Digitale Bildverarbeitung

Angewandt auf Mehrwegtransportverpackungen aus Kunststoff

Digitale Bildverarbeitung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hubert Papst
  • Abgabedatum: Juni 1999
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Automatisierte Anlagen- und Prozeßtechnik Wels - AAPT Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7069-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7069-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7069-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Papst, Hubert Juni 1999: Digitale Bildverarbeitung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualitätssicherung, Prozesskontrolle, Trays, Kamera, Beleuchtung

Diplomarbeit von Hubert Papst

Zusammenfassung:

Digitale Bildverarbeitung ist angesichts steigender Qualitätsanforderungen in der Produktionsindustrie und deren Dokumentation zu einer Schlüsseltechnologie geworden.

Diese Diplomarbeit gibt eine Übersicht über den Einsatz von digitalen Bildverarbeitungssystemen für Mehrwegtransportbehälter aus Kunststoff. Im einzelnen unterteilt sich die Arbeit in drei Teilbereiche:

- Erklärung der theoretischen Grundlagen - Zählung von Mehrwegtransportbehältern für Molkereiprodukte (MOPRO-TRAYS) - Kontrolle der Geschlossenheit von Obst und Gemüseboxen Bei den MOPRO-TRAYS handelt es sich um ein neues Produkt, das herkömmliche Einwegverpackungen, wie Karton ersetzen soll. Diese Trays werden nach jedem Umlauf zurückgenommen, gezählt und gereinigt. Die Zählung der Trays ist dabei für die Abrechnung mit dem Kunden erforderlich.

Ein Bildverarbeitungssystem bietet sich aus folgenden Gründen für diese Aufgabe an:

- Unterscheidung der vier Traytypen möglich - Schnelligkeit bei der Zählung - Spätere Einbindung in eine vollautomatische Anlage möglich - Verschleißfreie Sensoren (CCD-Kameras) Bei den Obst und Gemüsekisten handelt es sich wiederum um einen Transportbehälter aus Kunststoff. Um beim Transport der leeren Kisten Transportkapazitäten zu sparen, werden diese zusammengeklappt. Vor dem Wiederbefüllen der Kiste wird diese automatisch aufgerichtet. Die Kontrolle auf korrekte Geschlossenheit erfolgt wiederum mit einem digitalen Bildverarbeitungssystem, das nicht korrekt geschlossene Boxen erkennt, zählt und ausschleußt.

Beide Systeme werden mittlerweile im täglichen Betrieb eingesetzt, und erfüllen die an sie gestellten Anforderungen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung / Aufgabenstellung 9
2. Grundlagen der digitalen Bildverarbeitung 11
2.1 Aufbau eines Bildverarbeitungssystems 11
2.2 Vorgehensmodell bei Bildverarbeitungsaufgaben 12
2.3 Beleuchtungstechnik 13
2.3.1 Beleuchtungsmittel 13
2.3.2 Beleuchtungsverhältnisse 14
2.4 Optische Grundlagen 16
2.4.1 Abbildungsgesetze 18
2.4.2 Typische Aufnahmesituationen 19
2.4.3 Besondere Objektivtypen 19
2.5 CCD Sensor 21
2.6 Bildübertragung 22
2.7 Bildvorverarbeitung 24
2.7.1 Punktoperationen 24
2.7.2 Lokale Operationen 28
2.8 Segmentierung 31
2.8.1 Allgemeines 31
2.8.2 Binärsegmentierung 32
2.8.3 Bereichsbinarisierung 33
2.8.4 Konturverfolgung 33
2.8.5 Kantenorientierte Methoden 34
2.8.6 Template Matching 36
2.9 Objektmerkmale 38
2.9.1 Geometrische Merkmale 38
2.9.2 Formbeschreibende Merkmale 40
3. Zählung von Trays 41
3.1 Einleitung 41
3.2 Problembeschreibung 43
3.2.1 Stapelmöglichkeiten 44
3.2.2 Mögliche Kombinationen von Trays 45
3.2.3 Beleuchtungssituation 45
3.2.4 Auswahl der Kamera und des Objektives 47
3.3 Programmierung Trayzählung 50
3.3.1 Bildaufnahme 50
3.3.2 Bildvorverarbeitung 51
3.3.3 Setzen von einem oder mehreren Arbeitsbereichen 52
3.3.4 Erzeugung von Objekten (Trays) und Berechnung der Objekteigenschaften 54
3.3.5 Entscheidung über die Korrektheit der vorhandenen Objektdaten 55
3.4 Bedienung des Programmes 57
3.4.1 Erklärung der einzelnen Bedienelemente 58
3.4.2 Bedienungsanleitung 61
3.5 Zeitbedarf des Programmes 64
3.6 Aufgetretene Probleme und deren Lösung 65
3.6.1 Unterste Trays mit Schatten 65
3.6.2 Schiefer Stapel 66
3.6.3 Schattenverlängerung 67
3.6.4 Datenaustausch mit DDE (Dynamik Data Exchange) 68
4. Geschlossenheitskontrolle 70
4.1 Einleitung 70
4.2 Problembeschreibung 71
4.3 Beleuchtungssituation 71
4.4 Auswahl der Kamera 72
4.5 Anforderungen an das Bildverarbeitungssystem 73
4.6 Programmierung nach Lösungsansatz 1 74
4.6.1 Bildaufnahme 74
4.6.2 Bildvorverarbeitung 75
4.6.3 Liniendetektion und Auswertung 75
4.7 Allgemeines zur ersten Programmvariante 79
4.8 Programmierung nach Lösungsansatz 2 80
4.8.1 Bildaufnahme und Bildvorverarbeitung 80
4.8.2 Kantendetektion 80
4.8.3 Auswertung der Außenkante 81
4.9 Lösungsvariante auswählen (Vergleich der beiden Varianten) 82
4.10 Programmbedienung 82
5. Zusammenfassung / Ausblick 84

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.9.1.1 Umschreibendes Rechteck Jedes segmentierte Objekt kann von einem Rechteck umschlossen werden. Daraus ergeben sich die folgenden einfachen Merkmale: • Ursprungskoordinaten Die Koordinaten der linken oberen Ecke des umschreibenden Rechtecks entsprechen der x-Koordinate des am weitesten links liegenden Objektpunktes und der y-Koordinate des am weitesten oben liegenden Objektpunktes. • Dimensionen Die Breite oder x-Dimension des umschreibenden Rechtecks entspricht der Differenz der x-Koordinaten des am weitesten rechts und des am weitesten links liegenden Objektpunktes. Entsprechend ist die Höhe oder y-Dimension die Differenz der yKoordinaten des am weitesten oben und des am weitesten unten liegenden Punktes. • Ratio Unter der Ratio versteht man das Verhältnis von Höhe zu Breite des umschreibenden Rechtecks. • Fläche Die Fläche ist eine der am einfachsten zu ermittelnden Eigenschaften eines segmentierten Objektes. Sie entspricht der Anzahl der Pixel innerhalb der Objektkontur. Bei binär segmentierten Objekten muß man dabei allerdings zwei Definitionen unterscheiden: Geschlossene Fläche Die geschlossene Fläche umfaßt alle Punkte, die sich innerhalb der Objektkontur befinden, auch wenn diese gemäß der Binärschwelle nicht zum Objekt gehören würden. Fläche ohne Löcher In diesem Fall werden alle Bereiche, die nach der Binärschwelle nicht zum Objekt gehören, aus der Berechnung ausgenommen. [...]

Da bereits in der Umgebung des Objektes die Korrelation deutlich ansteigt, ist es nicht unbedingt nötig, das gesamte Bild Punkt für Punkt abzusuchen, man könnte das Template in größeren Sprüngen bewegen, und bräuchte dann nur in der Umgebung von Gebieten hoher Korrelation eine punktweise Suche durchzuführen. Unterabtastung Diese Methode zur Verkleinerung des Rechenaufwandes bedient sich eines ähnlichen Algorithmus wie die oben beschriebene Pyramidensuche. Hier wird zwar das Template Punkt für Punkt über das Bild geschoben, jedoch wird nicht jeder Punkt des Template verwendet, sondern nur jeder zweite, dritte oder auch vierte Punkt. Es ist durchaus möglich, beide Möglichkeiten gleichzeitig zu benutzen. Optimierung der Punktepositionen Es kann passieren, daß bei der Unterabtastung die Punkte beliebig schlecht liegen können, beispielsweise auf einer Kante, was den Korrelationsvorgang bis auf ein Pixel von der Position abhängig machen kann. Mit einem auf diese Weise unterabgetasteten Template ist dann praktisch keine Pyramidensuche mehr möglich. Dieses Problem läßt sich beheben, indem man die Positionen der verwendeten Punkte nach entsprechenden Kriterien optimiert. Für diese Optimierung kommen verschiedene Verfahren in Frage, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann. Abkürzung der Rechnung Es gibt noch eine wesentlich einfachere Methode zur Beschleunigung, die allen oben genannten Verfahren zu Gute kommt. Sie besteht darin, die Rechnung abzubrechen, sobald ein Mißerfolg der Matchings (Vergleichen) offensichtlich wird. Im allgemeinen gibt es sehr viel mehr Stellen im Bild, an denen das Matching erfolglos bleibt, als solche, an denen tatsächlich etwas gefunden wird. Eine Möglichkeit dazu ist, daß man für das Matching eine gewisse Mindestqualität verlangt. Wird nun diese Schwelle unterschritten, dann bricht man das Matching ab. Allgemeines über Template Matching Die obigen Ausführungen lassen das Template Matching als außerordentlich empfindliches und aufwendiges Verfahren erscheinen. Jedoch kann es bei entsprechender Konfiguration ausgesprochen leistungsfähig sein. Es ermöglicht auch die Segmentierung nicht visuell zusammenhängender Objekte. Dies ist mit der Konturverfolgung nicht möglich. Ein weiterer Vorteil ist die ausgesprochene Flexibilität des Template Matchings gegenüber anderen Verfahren. [...]

Segmentierung auf der Basis von im Bild detektierten Kantenstücken ist eine sehr verbreitete Segmentierungsmethode, die vor allem im Bereich der Vermessung von großer Bedeutung ist. Jedoch sind komplizierte Algorithmen notwendig, um aus einem verwirrenden Gewimmel von Kantenstücken sinnvolle Kanten zu formen. In der industriellen Bildbearbeitung ist man meist in einer glücklicheren Lage als z.B. in der Medizin oder bei der Satellitenbildauswertung. Hier stellt sich nämlich nicht die Frage, ob da irgend etwas ist, sondern wie etwas beschaffen ist, von dessen Existenz man bereits weiß. Das heißt, daß in etwa bekannt ist, wo sich die gesuchte Kante befinden muß, es geht also nur noch um die genaue Lokalisierung. Die Suche nach Kanten mit einem Kantenmodell erfolgt normalerweise auf Suchlinien in einer bestimmten Richtung. Die Kriterien für die Detektierung einer Kante ergeben sich aus dem Grauwertprofil entlang dieser Suchlinie. In einem typischen Kantenmodell unterscheidet man drei Parameter: • • • Richtung: Man unterscheidet ansteigende und abfallende Kanten. Von einer abfallenden Kante spricht man, wenn das Grauwertprofil von hell nach dunkel verläuft, im umgekehrten Fall hat man eine ansteigende Kante vor sich. Kantenhöhe: Zur Detektierung einer gültigen Kante fordert man, daß eine bestimmte Mindestdifferenz der Grauwerte entlang der Suchlinie auftritt. Dies bezeichnet man als die Kantenhöhe. Kantenlänge: Die Kantenlänge gibt an, auf welcher Strecke die durch die Kantenhöhe festgelegte Mindestdifferenz der Grauwerte auftreten muß. [...]

Arbeit zitieren:
Papst, Hubert Juni 1999: Digitale Bildverarbeitung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualitätssicherung, Prozesskontrolle, Trays, Kamera, Beleuchtung

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