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Politische Kommunikation im Internet

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2002

Politische Kommunikation im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Britta Schemel
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 7,1 MB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6856-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6856-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6856-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schemel, Britta August 2002: Politische Kommunikation im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Politisches Costumer Relationship Management (CRM), E-Business-Modelle, Online-Angebot, SPD, CDU

Diplomarbeit von Britta Schemel

Problemstellung:

„Das Zauberwort, mit dem Politiker seit jeher Wahlen und Wähler für sich gewinnen wollen, heißt Zukunftsfähigkeit. Und womit wäre diese eindrucksvoller unter Beweis zu stellen als durch den virtuosen Umgang mit dem Medium, das trotz Börsenchrash und Start-up-Pleiten noch immer für Fortschritt steht: dem Internet.“ „Online“ sein, heißt heutzutage „in“ sein. Das Internet - das sogenannte „Netz der Netze“ hat sich mittlerweile einen festen Platz in der politischen Kommunikation erobert. Die im Bundestag vertretenen Parteien betreiben aufwändige Homepages mit eigenen Online-Redaktionen. Klar ist, dass das Internet nicht nur den Abstand zwischen Politikern und Bürgern, sondern auch den politischen Prozeß, sowie die Art und Weise wie Politik gemacht wird, stark beeinflussen kann. Das eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten und ebenso aktuelle, wie langfristige Herausforderungen an die Parteien.

Vorausgesetzt, sie verstehen auch diese Chancen und das Kommunikationspotential des Internet für sich zu nutzen, um den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu begegnen. Denn die Parteibindungen werden lockerer, die Wähler wankelmütiger und die Einflüsse auf die Wahlentscheidung kurzfristiger. Mit der Zahl der unentschlossenen „Last-Minute-Wähler“ steigt die Bedeutung der politischen Kommunikation im modernen Wahlkampf.

In jedem Fall verändert das Internet nicht nur zunehmend unsere Lebens- und Arbeitswelt, sondern auch das Feld der Politik. Zwar wird Politik und politische Kommunikation im Internet nicht neu erfunden, aber sie wird in den nächsten Jahren immer mehr im Internet und über das Internet stattfinden. Oft spielen dabei nicht nur rein technisch-basierten Möglichkeiten des Netzes eine Rolle - Schnelligkeit, Dezentralität, direkte Ansprache und gezielte Kontaktaufnahme - sondern oft stammen die Inspirationen aus der elektronischen Wirtschaft.

Durch das Internet bekommt die Politik neue Impulse verliehen und die Parteien in Deutschland müssen sich den neuen Aufgaben stellen. Ob und wie ihnen dies zur Bundestagswahl 2002 gelingt, war das Forschungsinteresse von Britta Schemel in ihrer Diplomarbeit „Politische Kommunikation im Internet – Im Vorfeld der Bundestagswahl 2002”. Darin wurde analysiert, auf welche Weise die Parteien das Internet zur politischen Wahlkampfkommunikation einsetzten und für sich nutzten. Die zentrale These lautet: Das Internet fungiert als Anlass und Instrument der Parteienmodernisierung. Anhand des Customer-Relationship-Management-Systems werden die Online-Angebote der Parteien untersucht.

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung 1
1.1 Zum Aufbau der Arbeit 3
1.2 Der aktuelle Forschungsstand 4
1.3 Zur Ausgangslage 6
1.3.1 Die Modernisierungsthese 6
1.3.2 Die Veränderungen der Medien 7
1.3.3 Der Wandel der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen 9
2 Politische Kommunikation und Parteien im Zeichen des Internet 10
2.1 Politische Kommunikation - Begriffsbestimmung 11
2.2 Die Rolle der Parteien in der politischen Kommunikation 13
2.2.1 Die Grundsätze der Verfassung 14
2.2.2 Regelung des Parteiengesetzes 15
2.3 Die Rolle der Bürger in der politischen Kommunikation 16
2.4 Die Rolle der Medien in der politischen Kommunikation 16
2.5 Fehlleistungen der Medien und Anforderungen an die Parteien 17
2.6 Zwischenfazit 19
2.7 Das Internet als neues Medium in der politischen Kommunikation 20
2.7.1 Das technische Potential des Internet 21
2.7.2 Das politische Potential des Internet 22
2.7.3 Das Stimmenpotential der Deutschen im Internet 24
2.8 Online-Kommunikation 26
2.8.1 Internet als Motor für politische Kommunikation 26
2.8.2 Veränderung politischer Kommunikationsströme 27
2.8.3 Kosten und Nutzen politischer Online-Kommunikation 29
2.8.3.1 E-Business-Modelle in der Politik 29
2.8.3.2 Politisches „Customer Relationship Management“ (CRM) in Deutschland 30
2.8.3.3 Politische Akteure und ihre „Geschäftsmodelle“ 33
2.9 Zwischenfazit 33
3 Die Bundestagsparteien im Internet seit 1995 34
3.1 Entstehung und Entwicklung virtueller Parteizentralen 34
3.2 Online-Angebote zur Bundestagswahl 1998 37
3.3 Zwischenfazit 39
3.4 Entwicklung der Thesen 40
3.4.1 Erste Arbeitsthese 40
3.4.2 Zweite Arbeitsthese 40
3.4.3 Dritte Arbeitsthese 41
3.4.4 Arbeitsfragen 41
3.4.5 Zentrale These 41
4 Typologische Analyse der Online-Angebote von SPD und CDU zur Bundestagswahl 2002 42
4.1 Entwicklung des Forschungsdesigns 42
4.1.1 Materialbasis 42
4.1.2 Methodisches Vorgehen 44
4.1.2.1 Zur Aufbereitung 45
4.1.2.2 Zur Auswertung 45
4.2 Ausgangslage des Online-Campaigning 46
4.2.1 Aufgaben der Agenturen 47
4.2.2 Maßnahmen und Ziele 48
4.3 Online-Angebote von SPD und CDU - Wahlkampf im Netz 48
4.3.1 Externe Plattformen der SPD 50
4.3.2 Interne Plattformen derSPD 51
4.3.3 Externe Plattformen der CDU 51
4.3.4 Interne Plattformen der CDU 52
4.4 Typologische Auswertung der leitfadenorientierten Experteninterviews 52
4.5 Zwischenfazit 60
4.6 Kritische Betrachtung der Online-Angebote von SPD und CDU 61
4.7 Schlussbetrachtung und Ausblick 80
Literaturverzeichnis
Anhang
Glossar

Automatisiert erstellter Textauszug:

Am Ende sollen die Online-Angebote der Parteien stehen, mit deren Präsenz sich die Kampagnen- und Kommunikationsfähigkeit von SPD und CDU wohl nachhaltig für den Bürger als „Kunden“ der Politik verbessert sollen. Denn was im Vorfeld der Bundestagswahl 2002 aufgebaut wird, sind nicht nur Wahlkampfinstrumente im internen und externen Onlinebereich. Vielmehr entstehen in beiden Großparteien flexible Organisationen mit vielfältigen Informations- und Interaktionsmöglichkeiten, wie sie in modernen, vielfältigen und gesellschaftspolitisch dynamischen Volksparteien unverzichtbar sind. Dies konnte den Online-Angeboten von SPD und CDU im Kapitel 4.3. sowie auch der typologischen Auswertung der leitfadenorientierten Experteninterviews im vorangegangenen Kapitel entnommen werden. Es entstehen neue politische Plattformen. Außerdem entwickeln sich im Bundestagswahlkampf 2002 neue Mitmachformen der Mitgliederparteien. Im nächsten Kapitel werden die Online-Parteienangebote zur Bundestagswahl beschreiben. [...]

60 gewinnen, aber „ohne das Internet wird man sie auf jeden Fall verlieren“, lautet die CDUAnsicht. In den herkömmlichen Medien wird vielfach über das „Online-Campaigning der Parteien“ berichtet und kritisch analysiert. Stefan Scholz vertritt den Standpunkt: „Und diese Berichterstattung ist eigentlich noch wichtiger, als der Online-Wahlkampf selber.“ Das bedeutet, die Wahl 2002 wird noch nicht im Internet gewonnen. „Aber, wenn man die Wahl gewinnen will, muss man sie auch im Internet gewinnen“, so die SPD. Das Internet befinde sich in einem Übergang und die Wahl werde 2006 schon stark über das Netz dominiert sein. „Aber nicht in dem Sinne, dass das Netz das Fernsehen ablöst, sondern die Integration von verschiedenen Dingen dann soweit vorangeschritten sein wird, dass die interaktiven Aspekte so stark sein werden, dass man auch einen Wahlkampf von dort aus denken muss.“ 4.5. Zwischenfazit [...]

6. Herausforderungen und Perspektiven des professionellen Online-Campaigning Welche Herausforderungen und sich entwickelnde Perspektiven in den kommenden Jahren anstehen und ob die Parteien mit ihrer Online-Präsenz eine Internet-Wahlkampf-Infrastruktur auch für kommende Wahlkämpfe aufbauen wollen, darüber können nur Vermutungen aufgestellt werden. Der SPD-Experte antwortete: „Ich glaube, dass man die Kernstrukturen, die sich jetzt in der Kampagne herausbilden, auf Dauer braucht.“ Das sind eine bestimmte Arbeitsweise und eine bestimmte Kooperationsform mit externen Dienstleistern. Es gehe besonders darum, „die Informationen zu managen.“ Parteienmanagement wird zukünftig wichtiger sein, als die Informationen selbst. Die Frage eine Kampagne auch aus dem Netz heraus zu denken oder vom Netz zu denken werde eine größere Rolle für 2006 spielen. So könne es sein, „ dass dies auch sehr stark von dort aus definiert wird. Das heißt, da findet Know-How-Aufbau und auch ein Veränderungsprozess statt.“ Die Entwicklung für die SPD könne so wieder positiv sein, „weil wir eine Partei sind, die sehr stark über Mitgliederstrukturen Größe und Stärke gewonnen hat.“ Eventuell könne der Verlust wieder kompensiert werden. Für diese Veränderung in den Organisationsprozessen musste auch professionelle Begleitung geholt werden, weil sich das nach SPD-Einschätzung nicht dadurch ändere, ... „dass es ein Vorstand beschließt.“ Strategische Beratung für die politische Online-Kampagne, ist so mit einer Produktwerbung für eine Marke zu vergleichen. Die Parteien würden auch in der Kampagne Berater benötigen, „die nicht von der Agentur sind, sich aber im Netz sehr gut auskennen, die Rat geben und das Kooperationsmanagement mit uns machen. Weil es so viele Anbieter für Informationen gibt, konzentrieren sich diese Leute darauf, was man mit bestimmten Anbietern zusammen machen kann und wie wir daraus Win-Win-Situationen schaffen können“, erklärt Kajo Wasserhövel. 7. Internet-Wahlkampf 2002 – Status quo und Erwartungen Kann man beim diesjährigen Wahlkampf bereits von einem Internet-Wahlkampf sprechen oder ist das Internet nur ein Ergänzungsmedium? Nur ein Ergänzungsmedium sei das Internet mit Sicherheit nicht mehr, so die Großparteien. Ein internetdominanter Wahlkampf sei es 2002 aber auch noch nicht. Allein mit dem Internet lasse sich 2002 die Bundestagswahl nicht [...]

Arbeit zitieren:
Schemel, Britta August 2002: Politische Kommunikation im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Politisches Costumer Relationship Management (CRM), E-Business-Modelle, Online-Angebot, SPD, CDU

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