Bachelor + Master Publishing
765 Bachelorarbeiten, 508 Masterarbeiten, 10.071 Diplomarbeiten

Analyse der Berichterstattung ausgesuchter Printmedien über die Dopingfälle Krabbe und Baumann

Analyse der Berichterstattung ausgesuchter Printmedien über die Dopingfälle Krabbe und Baumann
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kai Dahlke
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 191 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6852-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6852-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6852-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dahlke, Kai Juni 2002: Analyse der Berichterstattung ausgesuchter Printmedien über die Dopingfälle Krabbe und Baumann, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Doping, Leichathletik, Inhaltsanalyse

Diplomarbeit von Kai Dahlke

Einleitung:

Der Sport begleitet mein Leben schon seit meiner Kindheit. In meinem persönlichen Umfeld gab und gibt es viele Freunde und Bekannte, die eine sportliche Laufbahn eingeschlagen haben. Zwangsläufig hat das Thema Doping häufig für Gesprächsstoff gesorgt. Die Problematik des Dopings im Hochleistungssport fasziniert mich schon seit geraumer Zeit. Deshalb und aufgrund meiner Herkunft aus den Neuen Bundesländern, verfolgte ich mit großem Interesse die Diskussionen und die Berichterstattung über das systematische Staatsdoping in der ehemaligen DDR. Die weitverbreitete Meinung, dass die sportlichen Erfolge der ‚Ost-Athleten’ ausschließlich auf Dopingmissbrauch beruhen würden, war mir zu einfach und widersprach meinen Überzeugungen. Gerichtsverhandlungen und Verurteilungen von DDR-Trainern und -Ärzten zu Beginn der 90-er Jahre (Vgl. Seppert/ Schück, 1999, S. 389 ff.) und die sehr einseitige Berichterstattung in den Medien, empfand ich teilweise als verspätete Abrechnung der ehemals sportlich Unterlegenden. Allerdings hat sich diese Meinung im Laufe meiner Recherchen für die vorliegende Arbeit geändert.

Seine körperliche Leistungsfähigkeit durch verbotene, zum Teil gesundheitsschädigende Substanzen zu erhöhen, ist eine Entscheidung, die jeder Athlet für sich selbst treffen und verantworten sollte. Wird ihm diese Entscheidung von Funktionären oder Trainern abgenommen, der Athlet also ohne sein Wissen gedopt, oder ihm das Doping zwingend vorgeschrieben, ist dies eine kriminelle Handlung, die hart bestraft werden muss.

Seit ich an der Sporthochschule den Schwerpunkt Medien und Kommunikation studiere, interessiert mich nicht mehr nur die Thematik des Dopings, sondern auch die Art und Weise der Doping-Berichterstattung. Die Aneignung von Begrifflichkeiten, von Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten innerhalb der Medien, verschaffte mir eine fundierte kognitive Basis. Seitdem ist es mir möglich, die Doping-Berichterstattung nicht mehr nur aus der Sicht des Sportlers sondern auch aus der Sicht der Medien zu betrachten. Stark verdeutlicht wurde mir der Einfluss der Journalisten auf die öffentliche Meinung. Sie bestimmen mit ihrer Nachrichtenauswahl und ihrer persönlichen Meinung die Sichtweise der Rezipienten maßgeblich.

Sportler, die gerade noch nationale Helden und Lieblinge waren, werden von den Medien nach positiven Dopingkontrollen zu ausgestoßenen Betrügern und Verbrechern gemacht.

Diese Form der Berichterstattung möchte ich anhand von zwei Beispielen untersuchen, die sowohl national als auch international zu einem gewaltigen Medien-Echo führten. Das betrifft die Doping-Vergehen der Trainingsgruppe um die mehrfache Sprint-Weltmeisterin Katrin Krabbe im Jahr 1992 und den Doping-Fall des Olympia-Siegers von Barcelona über 5000 Meter Dieter Baumann im Oktober 1999.

Der Fall der Sprinterinnen Katrin Krabbe, Grit Breuer und Silke Möller wird in der vorliegenden Arbeit als Einheit behandelt, da ihnen allen das gleiche Vergehen vorgeworfen wurde. Im weiteren Verlauf wird auf die Nennung der Namen Möller und Breuer weitestgehend verzichtet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
1.1 Idee und Interesse 7
1.2 Wissenschaftliche Relevanz und Forschungsstand 8
1.3 Gesamtüberblick über die Arbeit 11
2. Einordnung des Themas in die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 13
2.1 Die Laswell-Formel 13
2.2 Kommunikatorforschung 14
2.3 Medienforschung 14
2.4 Rezipientenforschung 15
2.5 Wirkungsforschung 16
2.6 Aussagenforschung 16
2.7 Zusammenfassung 17
3. Doping 18
3.1 Definition des Begriffes Doping 18
3.2 Geschichte des Dopings 20
3.2.1 Doping in der Antike und anderen frühen Kulturen 20
3.2.2 Doping bis 1945 21
3.2.3 Doping von 1945 bis 1988 22
3.2.4 Doping nach 1988 23
3.2.5 Dopingfälle in der Leichtathletik aus dem Jahr 1999 25
3.3 Klassifizierung der verbotenen Wirkstoffgruppen und Methoden 27
3.3.1 Übersicht 27
3.3.2 Stimulantien und Narkotika 27
3.3.3 Anabole Steroide 29
3.3.4 Diuretika 31
3.3.5 Peptidhormone 31
3.4 Verbotene Methoden 34
3.4.1 Blutdoping 34
3.4.2 Physikalische, chemische und pharmakologische Manipulationen 34
3.4.3 Künstliche Sauerstoffträger und Plasmaexpander 35
3.5 Mit Einschränkung zugelassene Wirkstoffgruppen 36
3.5.1 Alkohol und Cannabinoide 36
3.5.2 Beta-Blocker 36
3.5.3 Lokalanästhetika und Cortikosteroide 37
3.6 Zusammenfassung 37
4. Die Leichtathletik 39
4.1 Geschichte der Leichtathletik 39
4.1.1 Die Leichtathletik in der griechischen Antike und im antiken Rom 39
4.1.2 Die Leichtathletik in der Zeit von 500 - 1700 43
4.1.3 Leichtathletik bei den Philanthropen und Friedrich Ludwig Jahn 45
4.1.4 Die deutsche Leichtathletik bis 1945 46
4.1.5 Die Leichtathletik im geteilten Deutschland 49
4.1.6 Die deutsche Leichtathletik nach 1989 52
4.2 Organisation und Struktur der deutschen Leichtathletik 53
4.2.1 Die Geschichte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes 53
4.2.2 Der DLV in der Bundesrepublik Deutschland 54
4.2.3 Organisation der Leichtathletik in der DDR und DVfL 55
4.2.4 Der DLV nach 1989 56
4.2.5 Die Struktur der deutschen Leichtathletik 57
4.3 Zusammenfassung 58
5. Hypothesen 60
6. Untersuchungsdesign 63
6.1 Die untersuchten Dopingfälle 63
6.1.1 Der Fall Krabbe 63
6.1.2 Der Fall Baumann 66
6.2 Die empirische Inhaltsanalyse 70
6.3 Die Untersuchungsobjekte 73
6.3.1 Leichtathletik 74
6.3.2 Die Welt 77
6.3.3 Frankfurter Allgemeine Zeitung 79
6.3.4 Stuttgarter Zeitung 83
6.4 Der Untersuchungszeitraum 85
6.4.1 Methode zur Datenreduzierung 85
6.4.2 Zeitleiste Krabbe 85
6.4.3 Zeitleiste Baumann 86
6.5 Zusammenfassung 88
7. Ergebnispräsentation 91
7.1 Der Fall Krabbe 91
7.1.1 Verteilung der Artikel auf Untersuchungsobjekte und -zeiträume 91
7.1.2 Platzierung der Artikel 92
7.1.3 Anzahl der Wörter 92
7.1.4 Besonderheiten im Layout 93
7.1.5 Zusammenfassung der Kapitel 7.1.1 bis 7.1.4 94
7.1.6 Anzahl und Größe der Fotos 94
7.1.7 Art der Aufnahmen 95
7.1.8 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Fotos 96
7.1.9 Zusammenfassung der Kapitel 7.1.6 bis 7.1.8 98
7.1.10 Journalistische Stilformen 98
7.1.11 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Artikel 99
7.1.12 Erster und zweiter Themenschwerpunkt der Berichterstattung 101
7.1.13 Bewertung der Themenschwerpunkte 103
7.1.14 Zusammenfassung der Kapitel 7.1.10 bis 7.1.13 104
7.2 Der Fall Baumann 105
7.2.1 Verteilung der Artikel auf Untersuchungsobjekte und -zeiträume 105
7.2.2 Platzierung der Artikel 107
7.2.3 Anzahl der Wörter 107
7.2.4 Besonderheiten im Layout 108
7.2.5 Zusammenfassung und Interpretation der Kapitel 7.2.1 bis 7.2.4 108
7.2.6 Anzahl und Größe der Fotos 109
7.2.7 Art der Aufnahmen 109
7.2.8 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Fotos 110
7.2.9 Zusammenfassung der Kapitel 7.2.6 bis 7.2.8 111
7.2.10 Journalistische Stilformen 112
7.2.11 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Artikel 113
7.2.12 Erster und zweiter Themenschwerpunkt der Berichterstattung 115
7.2.13 Bewertung der Themenschwerpunkte 117
7.2.14 Zusammenfassung der Kapitel 7.2.10 bis 7.2.13 118
7.3 Vergleich und Interpretation der Ergebnisse 118
7.3.1 Vergleich und Analyse der Variablen V07 bis V09 118
7.3.2 Vergleich und Analyse der Variablen V10 bis V14 120
7.3.3 Vergleich und Analyse der Variablen V15 bis V21 121
7.4 Ergebnisdarstellung bezogen aus die Untersuchungsobjekte 124
7.4.1 Verteilung und Platzierung der Artikel 124
7.4.2 Anzahl der Wörter 126
7.4.3 Besonderheiten im Layout 129
7.4.4 Zusammenfassung und Interpretation der Kapitel 7.4.1 bis 7.4.3 130
7.4.5 Anzahl und Größe der Fotos 131
7.4.6 Art der Fotoaufnahmen 134
7.4.7 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Fotos 136
7.4.8 Zusammenfassung und Interpretation der Kapitel 7.4.5 bis 7.4.7 140
7.4.9 Verwendete journalistische Stilformen 141
7.4.10 Haupt- und Nebenhandlungsträger der Artikel 146
7.4.11 Erster und zweiter Themenschwerpunkt der Artikel 152
7.4.12 Bewertung der Themenschwerpunkte 158
7.4.13 Zusammenfassung und Interpretation der Kapitel 7.4.9 bis 7.4.12 162
8. Hypothesen-Diskussion 165
9. Fazit 167
9.1 Fazit der Ergebnisse 167
9.2 Fazit der Ergebnis-Interpretation 170
9.3 Ausblick 172
10. Anhang 174
Literaturverzeichnis 174
Tabellenverzeichnis 179
Abbildungsverzeichnis 180
Abkürzungsverzeichnis 181
Codebuch 183
Codeblatt 190

Automatisiert erstellter Textauszug:

7.2.14 Zusammenfassung der Kapitel 7.2.10 bis 7.2.13 In 61 Artikeln war der nachrichtliche Bericht das journalistische Stilmittel. Nur sechsmal wurde die Glosse verwendet. Insgesamt wurde festgestellt, dass die informierenden Stilmittel häufiger auftraten, als die meinungsäußernden. In über der Hälfte der 202 Artikel war Dieter Baumann Haupthandlungsträger. Jeweils 24-mal waren Juristen und Mediziner die Hauptpersonen, Trainer waren es nur zweimal. 126 Untersuchungs-einheiten verfügten über einen Nebenhandlungsträger. 36-mal waren dies Funktionäre, Manager oder Sponsoren. Trainer stellten nur dreimal die Nebenperson dar. In knapp 30 Prozent der 202 Untersuchungseinheiten bildeten juristische Gesichtspunkte den ersten Themenschwerpunkt. Über ein Fünftel der Artikel berichtete über die Umstände und Vorgänge des Dopingfalls Baumann. Moralische und wirtschaftliche Aspekte waren am seltensten das Hauptthema. In 126 Fällen war ein zweiter Themenschwerpunkt vorhanden. In dessen Rahmen wurde am häufigsten über juristische Gesichtspunkte berichtet. Medizinische und wirtschaftliche Gesichtspunkte wurden jeweils fünfmal nebensächlich thematisiert. Rund zwei Drittel aller Untersuchungseinheiten enthielten keinerlei Bewertung. Wenn eine Beurteilung vorgenommen wurde, so war diese deutlich überwiegend negativ. Dies galt für die Bewertung des ersten und zweiten Themenschwerpunktes gleichermaßen. [...]

Zweiter Themenschwerpunkt der Berichterstattung In 126 der 202 Baumann-Artikel war ein zweiter Themenschwerpunkt festzustellen. Das entspricht einem Anteil von 62,4 Prozent83. Am häufigsten (39 Fälle) wird in den Untersuchungseinheiten nebensächlich über juristische Gesichtspunkte berichtet. Jeweils 17-mal bildeten sportliche Gesichtspunkte und Auswirkungen des Dopingfalls auf den Sport und Ermittlungen der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder des Verbandes den zweiten Themenschwerpunkt. Einmal weniger waren moralische Gesichtspunkte das Nebenthema. In 13 Untersuchungseinheiten wurden nebensächlich die Umstände und Vorgänge des Dopingfalls beschrieben. Medizinische und wirtschaftliche Gesichtspunkte bildeten fünfmal, Meinungen und Reaktionen des Publikums oder der Betroffenen viermal den zweiten Themenschwerpunkt. Der Kategorie ‘Sonstige’ wurden zehn Artikel zugeordnet. Die prozentualen Werte sind Tabelle 24 zu entnehmen. [...]

7.2.12 Erster und zweiter Themenschwerpunkt der Berichterstattung In 60 von den 202 analysierten Artikeln, die den Fall Baumann thematisierten, bildeten juristische Gesichtspunkte den ersten Schwerpunkt. Das entspricht einem Anteil von 29,7 Prozent. In 44 Untersuchungseinheiten (21,8 Prozent) wurden hauptsächlich die Umstände und Vorgänge des Dopingfalls beschrieben. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, der Polizei oder des Verbandes waren 28-mal (13,9 Prozent) das Hauptthema. Über Meinungen und Reaktionen der Öffentlichkeit oder der Betroffenen wurde in 19 Untersuchungseinheiten (9,4 Prozent) berichtet. 16-mal (7,9 Prozent) bildeten sportliche Gesichtspunkte und Auswirkungen des Dopingfalls auf den Sport den ersten Themenschwerpunkt. In einem Artikel (7,4 Prozent) weniger waren medizinische Gesichtspunkte das Hauptthema. Siebenmal (3,5 Prozent) wurde hauptsächlich über moralische und sechsmal (3 Prozent) über wirtschaftliche Gesichtpunkte berichtet. Sieben Untersuchungseinheiten (3,5 Prozent) konnten keinem Themengebiet eindeutig zugeordnet werden. Die Werte sind in Abbildung 10 dargestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Dahlke, Kai Juni 2002: Analyse der Berichterstattung ausgesuchter Printmedien über die Dopingfälle Krabbe und Baumann, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Doping, Leichathletik, Inhaltsanalyse

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren