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Entwicklung einer Konzeption zur Mitarbeiterbindung

Unter besonderer Berücksichtigung immaterieller Anreizsysteme

Entwicklung einer Konzeption zur Mitarbeiterbindung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Simone Pantel, geb. Limbach
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 836,3 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Sankt Augustin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6697-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6697-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6697-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pantel, geb. Limbach, Simone Dezember 2002: Entwicklung einer Konzeption zur Mitarbeiterbindung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: High Potentials, Fluktuation, Employer of choice, Anreize, internes Personalmarketing

Diplomarbeit von Simone Pantel, geb. Limbach

Einleitung:

Die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie eine derzeit hohe Arbeitslosenzahl, die im November diesen Jahres 4,026 Mio. betrug, lassen nicht vermuten, dass in Deutschland ein Mangel hochqualifizierter Fachkräfte vorherrscht. Dieses Defizit wird sich aufgrund der gegenwärtig sinkenden Geburtenrate sowie der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren nicht ändern. Der Trend bewirkt ein sinkendes Angebot an Arbeitskräften, was zu einer weiteren Verknappung hochqualifizierter Fachkräfte führt. Diese Entwicklung zwingt die Unternehmen zum Einsatz spezieller Instrumenten, um die gewünschten Arbeitskräfte zu rekrutieren. Zusätzlich wird der Einsatz von Instrumenten erforderlich, die bereits beschäftigte, hochqualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Der Bereich der Personalrekrutierung, das externe Personalmarketing, wird im Rahmen dieser Arbeit nicht näher betrachtet. Die Arbeit beschränkt sich auf das Problem der Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter, deren Identifikation im Unternehmen vorausgesetzt wird.

Die Begrenzung erfolgt, da es sich bei diesen Mitarbeitern, den sogenannten High Potentials, um die Potenzialträger des Unternehmens handelt. Eine Abwanderung dieser Gruppe hat für das Unternehmen nachteilige Konsequenzen, da die Unternehmensentwicklung und der Unternehmenserfolg in hohem Maße von diesen Mitarbeitern abhängen. Des weiteren ist das Unternehmen auf High Potentials angewiesen, weil zunehmend höher qualifizierte Mitarbeiter benötigt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig aufrecht zu erhalten. Diese Erfordernis ist die Konsequenz der gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiter aufgrund von Dezentralisierung und Internationalisierung der Unternehmensaktivitäten.

Ein weiterer entscheidender Faktor High Potentials langfristig an das Unternehmen zu binden, sind die durch ungewollte Fluktuation entstehenden Kosten. Diese setzen sich aus Kosten für Leerlaufzeit, in der die Stelle nicht besetzt ist, Rekrutierungskosten, erneut anfallende Kosten für Personalentwicklung, Einarbeitungskosten sowie Kosten, welche durch den Verlust von Spezialistenwissen entstehen, zusammen.

Die Dringlichkeit zur Anwendung von Bindungskonzepten für High Potentials zeigt eine Studie von Kienbaum, in der herausgefunden wurde, dass die durchschnittliche Verweildauer dieser Gruppe im Unternehmen bei 2,5 Jahren liegt. Dieser kurze Zeitraum ist darauf zurückzuführen, dass High Potentials trotz schlechter wirtschaftlicher Lage in vielen Fällen die Möglichkeiten haben, sich für das attraktivste Unternehmen zu entscheiden. Wird der momentane Arbeitgeber nicht als solcher identifiziert, besteht die Gefahr, dass High Potentials das Unternehmen wechseln.

Diese Gründe belegen, dass es für zukunftsorientierte Unternehmen zwingend erforderlich ist, ein Konzept zu entwickeln, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu binden. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Wirkung zeitverzögert auftritt. Daher setzt die Erzielung des gewünschten Ergebnisses voraus, dass das Unternehmen möglichst frühzeitig ein Konzept entwickelt und implementiert.

Die Bedeutsamkeit der Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter verdeutlicht ebenfalls der von McKinsey geprägte Begriff des „War for Talents“. Er besagt, dass durch die Verknappung dieser Zielgruppe ein regelrechter „Kampf“ zwischen den Unternehmen ausgebrochen ist, um die besten Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Diese Situation zeigt, dass ein effizientes Konzept zur Mitarbeiterbindung notwendig ist, um Mitarbeiter, die als High Potentials identifiziert wurden, nicht an die Konkurrenz zu verlieren.

Das erforderliche Konzept sollte sowohl materielle als auch immaterielle Bestandteile umfassen. Kernthema dieser Arbeit werden die immateriellen Anreize sein. Es erfolgt eine Beschränkung auf diese Anreizart, da deren Bedeutung im Laufe der letzten Jahre in besonderem Maße zugenommen hat.

Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur Bindung von High Potentials. Dazu wird zunächst die Fluktuation als Konsequenz unzureichender Mitarbeiterbindung erläutert. Im darauf folgenden Gliederungspunkt sind die immateriellen Anreize als Bindungsinstrumente Betrachtungsgegenstand. Neben einzelner Begriffsdefinitionen behandelt dieses Kapitel die Einflussfaktoren der Mitarbeiterbindung, erklärt die Wirkungsweise der Anreize, beschreibt die Auswirkungen des Wertewandels auf die Anreizarten und charakterisiert verschiedene immaterielle Anreize. Im Anschluss erfolgt eine Analyse der Erwartungen, die High Potentials an den idealen Arbeitgeber stellen. Das folgende Kapitel befasst sich auf Grundlage der zuvor gewonnenen Erkenntnisse mit der Entwicklung des eigentlichen Konzepts. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Darstellung der Entwicklung von Unternehmen zum Wunscharbeitgeber von High Potentials.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Die Relevanz der Mitarbeiterbindung von High Potentials für Unternehmen 1
2. Fluktuation als Folge unzureichender Mitarbeiterbindung 4
2.1 Erhebung von Fluktuationsdaten 5
2.2 Kündigungsgründe 6
2.2.1 Arbeitsunzufriedenheit 7
2.2.2 Fehlendes Commitment 7
3. Immaterielle Anreize zur Erhöhung der Mitarbeiterbindung 9
3.1 Begriff der Mitarbeiterbindung 9
3.1.1 Wirkungsweise eines Anreizsystems 11
3.1.1.1 Bedeutung des limbischen Systems 14
3.1.1.2 Wirkung der Anreize auf das limbische System 18
3.1.2 High Potentials - Potenzialträger des Unternehmens 20
3.2 Einflussfaktoren der Mitarbeiterbindung 22
3.2.1 Arbeitszufriedenheit 22
3.2.2 Commitment 24
3.3 Veränderter Stellenwert der Anreizarten nach dem Wertewandel 26
3.4 Immaterielle Anreize als Bindungsinstrumente 28
3.4.1 Arbeitgeberimage 29
3.4.2 Organisationsstruktur 34
3.4.3 Führungsqualität 38
3.4.4 Personalentwicklung 41
3.4.4.1 Personalentwicklung „On-the-job“ 43
3.4.4.2 Personalentwicklung „Off-the-job“ 46
3.4.5 Internationale Tätigkeit 48
3.4.6 Arbeitszeitregelung 49
3.4.7 Arbeitsinhalte 51
3.4.8 Persönliches Arbeitsumfeld 53
4. High Potentials als Zielgruppe von Bindungsmaßnahmen 55
4.1 Arbeitsmarktsituation für High Potentials 56
4.2 Erwartungen von High Potentials 58
4.3 Anreize zur Bindung von High Potentials 63
5. Konzept zur Bindung der High Potentials 67
5.1 Instrumente zur Fluktuationsforschung 67
5.2 Erforderliche Anreize zur Bindung von High Potentials 71
5.2.1 Aufbau eines positiven Arbeitgeberimage 72
5.2.2 Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten durch Organisationsstruktur und Führungsstil 75
5.2.3 Durchführung von Personalentwicklungsmaß-nahmen 77
5.2.4 Angebot von Auslandsaufenthalten 78
5.2.5 Optimierung der Arbeitszeitregelung 79
5.2.6 Bedarfsgerechte Abstimmung der Arbeitsinhalte 81
5.2.7 Schaffung eines positiven Betriebsklimas 82
5.2.8 Arbeitsplatzsicherheit 83
5.2.9 Ausweitung der materiellen Anreize 84
5.2.10 Zusammenfassende Darstellung der Anreize 86
5.3 Instrumente zur Erfolgskontrolle 87
6. Unternehmen auf dem Weg zum „Employer of Choice“ 89
Literaturverzeichnis 91
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Stellvertretung Die Stellvertretung wird häufig im Rahmen der Nachfolgeplanung aber auch in der Assistentenausbildung eingesetzt. Das Ziel dieser Maßnahme liegt in der Übertragung bestimmter Aufgaben, so dass sich Nachfolger und Assistent in bestimmte Bereiche einarbeiten können, während sie unmittelbar Feedback vom derzeitigen Stelleninhaber erhalten.174 Fallstudien Fallstudien simulieren betriebliche Problemsituationen, für die in einer Gruppe mögliche Lösungsalternativen erarbeitet werden sollen. Diese Methode verbessert das kritisch-konstruktive Denken, die Problemlösungs- und Urteilsfähigkeit sowie das Entscheidungsvermögen. Außerdem ergeben sich positive Auswirkungen auf die Führungs- und Sozialkompetenz.175 Rollenspiele Dieses Personalentwicklungsinstrument wird eingesetzt, um Verhaltensänderungen bei den Mitarbeitern zu erzielen.176 Dazu erhalten die Teilnehmer Informationen über eine nachzuspielende Situation sowie eine Rollenanweisung, die den nachzuspielenden Charakter beschreibt. Während des Rollenspiels versetzt sich der Teilnehmer in seine Rolle und die entsprechende Situation hinein. Das gezeigte Verhalten sowie die getroffenen Entscheidungen werden beobachtet und im Anschluss gemeinsam analysiert. Durch die Übernahme verschiedener Rollen und die abschließende Analyse, hat der Mitarbeiter die Möglichkeit andere Standpunkte besser nachzuvollziehen und dementsprechend sein Verhalten zu ändern. Dies kann insbesondere in Konfliktsituationen hilfreich sein.177 Corporate Universities Corporate Universities sind Bildungseinrichtungen des Unternehmens, die sich [...]

Außerdem fließen in die Überlegungen die Entwicklungswünsche der betroffenen Mitarbeiter ein, bevor letztendlich die Entwicklungsmaßnahmen im Rahmen der Laufbahnentwicklung festgelegt werden.168 Die Laufbahnentwicklung wird in der Karriereplanung generalisiert. Die Karriereplanung umfasst mögliche Entwicklungswege, um bestimmte Positionen im Unternehmen zu erreichen. Sie zeigt somit mögliche berufliche Perspektiven auf.169 Lebenszyklusorientierte PE Diese Art der Personalentwicklung orientiert sich am Lebenszyklus der Organisationsmitglieder. Sie erstreckt sich über den Zeitraum, der mit der Auswahl des Mitarbeiters beginnt und mit dessen Ausscheiden endet. Die eingesetzten Maßnahmen orientieren sich an Veränderungen im Lebenslauf des Mitarbeiters. So werden beispielsweise in der Mitte des Lebens Standortbestimmungen durchgeführt, die dem Mitarbeiter aufzeigen, was er bisher erreicht hat und welche weiteren Schritte für das zukünftige Berufsleben vorgesehen sind.170 [...]

Kontrollmöglichkeiten.161 Das führt dazu, dass der Mitarbeiter eine größere Autonomie und aufgrund der Verantwortungsübernahme eine höhere Qualifikation erhält.162 Job Enlargement Job Enlargement dehnt das Tätigkeitsfeld quantitativ aus. Die hinzugefügten Aufgaben gleichen qualitativ den bisherigen. Durch diese Erweiterung erhält der Mitarbeiter die Möglichkeit Kernkompetenzen aufzubauen.163 Demzufolge liegt, im Gegensatz zum Job Enrichment, eine horizontale Erweiterung des Arbeitsinhalts vor. Job Rotation Eine Job Rotation charakterisiert einen Arbeitsplatztausch. Dabei übernimmt ein Mitarbeiter den Arbeitsplatz eines anderen, der meist in der gleichen Hierarchieebene angesiedelt ist. Durch die Tätigkeit in einem neuen Aufgabengebiet erweitert der Mitarbeiter sein Wissen und seine Erfahrungen, was eine Steigerung seiner Qualifikationen und Einsatzmöglichkeiten bewirkt.164 Junior Executive Boards Diese Personalentwicklungsmaßnahme wird in den USA insbesondere für High Potentials aus dem mittleren Management angewendet. Im Rahmen dieser Maßnahme arbeiten ca. zehn Personen aus dieser Gruppe für mindestens sechs Monate im Vorstandsbereich. Innerhalb dieser Zeit analysieren die Manager bestimmte Probleme im Unternehmen und entwerfen Lösungsansätze. Aufgrund dieser Tätigkeit sammeln sie wertvolle Erfahrungen und haben die Chance sich bei guter Leistung für höhere Aufgaben zu qualifizieren.165 [...]

Arbeit zitieren:
Pantel, geb. Limbach, Simone Dezember 2002: Entwicklung einer Konzeption zur Mitarbeiterbindung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
High Potentials, Fluktuation, Employer of choice, Anreize, internes Personalmarketing

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