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Bürgerschaftliches Engagement

Ein Überblick und Möglichkeiten für Staat und Gesellschaft

Bürgerschaftliches Engagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uwe Kanzleiter
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6653-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6653-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6653-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kanzleiter, Uwe Juli 2002: Bürgerschaftliches Engagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ehrenamt, Bürgerbüro, Lokale Agenda 21, Ehrenamtliches Engagement

Diplomarbeit von Uwe Kanzleiter

Einleitung:

Bürgerbeteiligung hat Hochkonjunktur. Schlagworte wie Bürgerliches Engagement, Freiwilligenarbeit, Bürgerbüro oder Bürgerservice finden sich gehäuft in den Medien, der 5. Dezember 2001 wurde zum Tag des Ehrenamtes bestimmt.

Selbst die Politik, sonst um Ausreden und Ausflüchte nicht verlegen, schreit vor dem Hintergrund sozialer Probleme in den Gemeinden nach Hilfe von Außen, Ehrenamt und Bürgerliches Engagement finden zunehmend Bedeutung in sozialpolitischen Planungen.

Auch in anderen Bereichen, zum Beispiel in der Stadtentwicklung und gar in der Wirtschaftsförderung wird verstärkt auf die Mitarbeit engagierter Bürger gesetzt.

Etwa 34 % der Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in Verbänden, Vereine, Initiativen und Projekten.

Bürgeraktivierung und –Beteiligung geschieht heute jedoch im Vergleich zu früher unter anderen Vorzeichen. Das Bild der „Ehrenamtlichen“ hat sich verändert, über Sinn und Zweck wird nachgefragt, das Ziel der Helfer ist oftmals eigene Befriedigung und persönliches Selbstverständnis, die Hilfe an sich mehr oder weniger nur „Nebenprodukt“.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, über die Begrifflichkeiten und Systematik der Thematik „Bürgerschaftliches Engagement“ einen Überblick zu verschaffen. Gestreift wird der geschichtliche Aspekt, rechtliche Grundlagen sowie mögliche Betätigungsfelder. Schwerpunkte der Arbeit sind eine Beschreibung und Darstellung der freiwilligen Helfer sowie deren Motivation und Motive Im abschließenden Kapitel werden die Chancen, aber auch mögliche Risiken, die das bürgerliche Engagement für Staat und Gesellschaft bedeuten können, kurz dargestellt.

Die Arbeit endet mit Forderungen an die Adresse von Kommunen und staatlichen Organisation, welche im wesentlichen die Verantwortung für förderliche Rahmenbedingungen eines funktionierenden bürgerschaftlichen Engagements tragen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
1. Bürgerliches Engagement
1.1 Geschichtlicher Hintergrund 8
1.2 Begrifflichkeiten/Definition 12
1.3 Abgrenzung zur Professionalität 17
1.4 Wer engagiert sich? 20
1.4.1 Vorrausetzungen 18
1.4.2 Tätigkeitsbereiche 25
1.4.3 Personenkreis 53
1.4.4 Motivation und Motive 57
1.4.5 Organisationsformen 61
1.4.6 Zugangswege 64
1.4.7 Zeitlicher Aufwand 65
1.5 Rechtliche Situation 69
2. Chancen und Risiken
2.1 Risiken des bürgerschaftlichen Engagements 78
2.2 Chancen 81
2.3 Forderungen 83
2.4 Beispiele 86
2.4.1 Lokale Agenda 21 86
2.4.2 Aktivierender Staat 89
2.4.3 Bürgerhaushalt 89
2.4.4 Bürgerbüro 90
3. Fazit
4. Literatur

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Sensibilität der Bevölkerung für das sich nach Auffassung der Bürger ausbreitende Klima sozialer Kälte ist ausgesprochen hoch. Eine deutliche Mehrheit der Befragten hält diese Entwicklung für bedrohlich. Die alten Netzwerke, z.B. nachbarschaftliche Hilfe, funktionieren zwar teilweise noch, erreichen aber weite Teile der Bevölkerung offensichtlich nicht mehr, so z.B. viele Jugendliche und vielfach auch Menschen im hohen Alter. Nur noch ein Drittel aller Befragten stimmten „voll und ganz“ der Feststellung zu, dass der Zusammenhalt zwischen den Nachbarn in ihrer Wohngegend „ausgezeichnet“ sei. Mit bürgerschaftlichem Engagement, so die Ergebnisse der Studie, verbinden die Menschen daher spontan zunächst vor allem sozialpolitische Aufgaben, beispielsweise in der Altenund Jugendarbeit, bei der Schaffung kinderfreundlicher Verhältnisse in der Gemeinde und zur Verwirklichung von mehr menschlichem Miteinander zwischen den Generationen. Die Akzeptanz neuer Formen Bürgerschaftlichen Engagements erwies sich als ausgesprochen hoch. 38 Prozent aller befragten Bürgerinnen und Bürger zeigten grundsätzlich Engagementbereitschaft für gemeinwesenorientierte Projekte, so z.B. für das Bürgerbüro „Bürger im Kontakt“, wo freiwillige Dienstleistungen von Bürgern für Bürger vermittelt werden, z.B. Besuchdienste, kleine Reparaturen, Hausaufgabenhilfe usw. Diese Bereitschaft betrifft alle Altersgruppen. Jugendliche wollen sich in ebenso hohem Maße engagieren wie Angehörige anderer Altersgruppen. Mehr als jeder Dritte der Fünfzehn- bis Zwanzigjährigen kann sich vorstellen, bei der Begegnung der Generationen, z.B. in der geplanten Begegnungsstätte im neuen Altenzentrum, aktiv mitzuwirken. Besonders überraschend ist die Tatsache, dass die Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung Bürgerschaftlichen Engagements von Landesund Kommunalpolitik weniger rein finanzielle Zuwendungen erwarten als vielmehr personelle Hilfe und “Schulung“ für die neuen Aufgaben. Offensichtlich erwarten die Bürger von der Politik eine neue, demokratischere Form des Miteinander von Bürger, Land und Gemeinde und sind bereit, ihren Teil dazu beizutragen. Das bis hierher dargestellte verdeutlicht auch aus Sicht einer Stadt oder Kommune als Leistungsträger im Sozialen Bereich die veränderten 24 [...]

Unterstützung der haupt- und nebenamtlichen Kräfte verliert und den ihr zuerkannt bekommt. darüber nachgedacht werden, wie Ehrenamtliche mehr als bisher an der Verantwortung für ihre Tätigkeit beteiligt werden können. Außerdem ist zuklären, wo und wie ihnen über die bis jetzt gegebenen rechtlichen Möglichkeiten hinaus in den jeweiligen Gremien ein Stimmrecht eingeräumt bleiben. Hörrmanns Forderungen werden in wesentlichen Punkten durch die zuvor schon erwähnte „Geislingen-Studie5“ belegt. Im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württemberg wurden die gesellschaftlichen Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement in einer Gemeinde am Beispiel der badenwürttembergischen Stadt Geislingen untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse hat Jörg Ueltzhöffer (in Wendt, S.121 ff.) zusammengefasst: werden kann. Die Begleitung und Förderung der Ehrenamtlichen muss eine wesentliche Aufgabe der Hauptamtlichen [...]

direktem Weg in der Tätigkeit erfüllt werden, entwickeln sie destruktive Kraft. Wem sein Lohn vorenthalten wird, der holt ihn sich verdeckt. Wird der persönliche Nutzen offen gelegt, können im Gegenzug auch die entsprechenden Erwartungen der Institution4 benannt werden: • • • • die Bereitschaft, einen begrenzten Teil von Lebenszeit einzubringen und darüber klare Vereinbarungen zu treffen, die vorliegenden persönlichen Kompetenzen eigenverantwortlich einzubringen, zu klären und zu erweitern, in ein soziales Feld einzutreten und dabei auch über die unmittelbare Tätigkeit hinaus Mitverantwortung zu übernehmen, den personalen Anteil in der eigenen Tätigkeit zu bearbeiten und persönliche Bedürfnisse in ihrer Rückwirkung auf die Klienten zu reflektieren. 2. Das Mitspracherecht fördern: den Es ist dringend eines notwendig, Hilfsdienstes Es muss dass zur [...]

Arbeit zitieren:
Kanzleiter, Uwe Juli 2002: Bürgerschaftliches Engagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ehrenamt, Bürgerbüro, Lokale Agenda 21, Ehrenamtliches Engagement

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