Interkulturelles Marketing
Kultur als zentrale Determinante des internationalen Marketing-Mix
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Doris Lindner
- Abgabedatum: April 2002
- Umfang: 135 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Neu-Ulm Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6267-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6267-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6267-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lindner, Doris April 2002: Interkulturelles Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Globalisierung, Standardisierung oder Differenzierung, Globales Marketing, kulturelle Erklärungsansätze, Internationales Marketing
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Diplomarbeit von Doris Lindner
Problemstellung:
„Was die Wirtschaft angeht, so ist sie verflochten.“1 Dieser Ausspruch von Kurt Tucholsky ist in der heutigen Zeit aktueller denn je. Schlagwörter wie „Globalisierung“, „global village“ und „global marketing“ begegnen uns immer häufiger. In der Tat waren die letzten Jahrzehnte durch eine ausgesprochene Dynamik der Außenhandelsverflechtung sowie durch Veränderungen in der Weltpolitik geprägt. Da auf nationalen Märkten nur noch ein geringer Wachstum zu erwarten war, fokussierten die Unternehmen verschiedenster Branchen die Weltmärkte. Durch politische Veränderungen im ehemaligen Ostblock und auch durch die Schaffung von Wirtschaftsräumen und Freihandelszonen (z.B. europäischer Binnenmarkt) wurde die Basis für den Welthandel geschaffen. Die Verbraucherbedürfnisse, das Konsumentenverhalten und der Lifestyle haben sich durch die neuen Informations- und Kommunikationsmittel (z.B. Internet) angenähert und führten zu einer starken Homogenität der Produkte und Dienstleistungen auf den Weltmärkten. Die sog. „Einheitskonsumenten“ wurden mit globalen Marketingstrategien umworben. Auf Besonderheiten lokaler Märkte wurde nur widerwillig eingegangen, um so nicht Wettbewerbsvorteile zu verlieren. Doch der aus der „going international“-Tendenz resultierende Konkurrenzdruck zwang „...die Beteiligten zu einem stärkeren Bewusstsein um die Relevanz kultureller Einflüsse ...“. Global Player erkannten, dass viele verschiedene kulturelle Faktoren den Konsumenten beeinflussen und dass er diese in seiner Kaufentscheidung widerspiegelt. Durch diese Entwicklung hat das interkulturelle Marketing (IM) eine sehr entscheidende Rolle im zukünftigen Welthandel übernommen, denn die Welt ist nicht das globale Dorf, zu dem sie oft gemacht wird. Sie ist vielmehr ein Mosaik vieler Kulturen. Die Grundphilosophie des IM beinhaltet die Berücksichtigung der nationalen Unterschiede, aber genauso die Nutzung nationaler Gemeinsamkeiten. Das internationale Marketing bedingt somit das IM, da durch diese Art der Marktbearbeitung in fremde Kulturen eingedrungen wird.
Inhaltsverzeichnis:
| ORIENTIERUNG | ||
| 1. | Problemstellung | 1 |
| 2. | Vorgehensweise und Zielsetzung | 2 |
| I. | THEORETISCHE GRUNDLAGEN | |
| 1. | Globalisierung | 5 |
| 1.1 | Die Bedeutung der Internationalisierung | 6 |
| 1.2 | Internationale Marktbearbeitungsstrategien | 9 |
| 2. | Internationales Marketing | 11 |
| 2.1 | Die Individualität des internationalen Marketings | 12 |
| 2.2 | Globales Marketing - der einzig richtige Weg? | 14 |
| 3. | Der Begriff „Kultur“ | 16 |
| 3.1 | Kultur ist erlernbar | 17 |
| 3.2 | Kultur ist dynamisch | 19 |
| II. | GLOBALES MARKETING | |
| 1. | Der internationale Marketing-Mix | 21 |
| 2. | Standardisierungspotenziale und -problematik der Marketinginstrumente | 22 |
| 2.1 | Die internationale Produktpolitik | 23 |
| 2.2 | Die internationale Preispolitik | 26 |
| 2.3 | Die internationale Distributionspolitik | 27 |
| 2.4 | Die internationale Kommunikationspolitik | 28 |
| 3. | Rahmenbedingungen des internationalen Marketings | 31 |
| III. | KULTUR | |
| 1. | Kulturelle Erklärungsansätze | 34 |
| 1.1 | Das 5-Dimensionen-Modell von Hofstede | 34 |
| 1.2 | Kulturansatz nach Hall | 39 |
| 2. | Kulturelle Grundlagen | 43 |
| 2.1 | Kommunikation | 44 |
| 2.1.1 | Sprache | 45 |
| 2.1.2 | Nonverbaler Informationsaustausch | 47 |
| 2.2 | Weltanschauungen | 48 |
| 2.2.1 | Religion | 48 |
| 2.2.2 | Normen und Wertvorstellungen | 52 |
| 2.2.3 | Partikularismus versus Universalismus | 53 |
| 2.3 | Länderspezifische Kriterien | 54 |
| 2.3.1 | Demographische und gesellschaftliche Struktur | 54 |
| 2.3.2 | Subkulturen | 55 |
| 2.3.3 | Wissensstand und Bildungsniveau | 57 |
| 2.3.4 | Klimatische Bedingungen | 58 |
| 2.4 | Psychokulturelle Determinanten | 59 |
| 2.4.1 | Bedeutung von Farben, Zeichen und Symbolen | 59 |
| 2.4.2 | Ästhetische Wahrnehmung | 61 |
| 2.4.3 | Gewohnheiten | 62 |
| IV. | INTERKULTURELLES MARKETING | |
| 1. | Kultur und Marketing | 63 |
| 1.1 | Der Einfluss von Kulturen auf das Marketing | 64 |
| 1.2 | Der Einfluss des Marketings auf die Kulturen | 65 |
| 2. | Der Marketing-Mix aus kultureller Perspektive | 67 |
| 2.1 | Die interkulturelle Produktpolitik | 69 |
| 2.1.1 | Produktstandardisierung oder -differenzierung? | 69 |
| 2.1.1.1 | Culture-free und Culture-bound Produkte | 71 |
| 2.1.1.2 | Produkteigenschaften | 73 |
| 2.1.2 | Die Markenpolitik | 77 |
| 2.1.2.1 | Namensgebung | 78 |
| 2.1.2.2 | Markenstrategien | 80 |
| 2.1.3 | Die Attribute der Verpackung | 83 |
| 2.1.3.1 | Verpackungsdesign | 84 |
| 2.1.3.2 | Das Verkaufsargument „Made in...“ | 85 |
| 2.2 | Die interkulturelle Preispolitik | 86 |
| 2.3 | Die interkulturelle Distributionspolitik | 88 |
| 2.4 | Die interkulturelle Kommunikationspolitik | 89 |
| 2.4.1 | Globale Werbung: ja oder nein? | 90 |
| 2.4.2 | Die Elemente der Werbegestaltung | 92 |
| 2.4.2.1 | Inhaltliche Gestaltung | 93 |
| 2.4.2.2 | Formalgestaltung | 98 |
| 2.4.3 | Rechtliche Beschränkungen | 101 |
| 2.4.4 | Die Mediaselektion | 103 |
| 2.4.4.1 | Zielgruppenbestimmung | 104 |
| 2.4.4.2 | Medienlandschaft und -nutzungsverhalten | 105 |
| ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 109 | |
| Anhang | ||
| Literaturverzeichnis | ||
| Erklärung |
Die Relevanz der Religionen für die westlichen Länder hat mit den Jahren nachgelassen, doch ein Großteil der Menschheit wird noch stark von ihr beeinflusst. Nachfolgend werden die fünf Wichtigsten kurz charakterisiert. Buddhismus !" Das religiöse Oberhaupt des Buddhismus ist der Dalai Lama. Der Buddhismus wendet sich an alle Menschen, um ihnen einen Weg aus Leid und Unvollkommenheit zu zeigen. Viele, aber nicht alle Buddhisten, glauben außerdem an die Lehre der Wiedergeburt. Mit dem Erreichen des Nirwana endet der Leidensweg des Menschen in einem Zustand der Glückseeligkeit. Die Erleuchtung soll durch Meditation, ethisches Verhalten und tiefe Einsicht erreicht werden. Dabei stellt die Lehre des Buddha den Menschen immer in seine eigene Verantwortung. Seine Lehre zeichnet sich außerdem durch Toleranz, Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit aus.1 Der Buddhismus ist mehr als nur eine Religion, er prägt die Art der Lebensweise. Er hat somit auch Auswirkungen auf den Konsum, da Besitztum auf dem Weg ins Nirwana als Hindernis angesehen wird.2 Der Buddhismus ist hauptsächlich in Asien verbreitet, doch in jüngster Zeit erfreut er sich einem regen Zustrom aus dem westlichen Kulturkreis. Weltweit hat der Buddhismus etwa 354 Millionen Anhänger, davon etwa 1,2 Mio. in Europa.3 Christentum !" Das Christentum ist heute mit 1,94 Mrd. Anhängern die größte Weltreligion. Heute leben schon über 50% der Christen in der Dritten Welt.4 In den Industrieländern verlieren die christlichen Großkirchen immer mehr an Bedeutung. Dadurch ist dort der Einfluss des christlichen Glaubens auf das Verhalten sehr gering. Dieser Religion wird, im Gegensatz zu den anderen, eine besonders wirtschaftliche Aktivität nachgesagt. Die Christen glauben, dass Gott ihr Leben entscheidend bestimmt und lenkt. Das Christentum glaubt an die Existenz des Jenseits und an ein Leben nach dem Tod. Als Belohnung für ein christliches Leben winkt den Gläubigen nach dem Tod ein Leben im Paradies. Das Erlangen dieses [...]
Die Sprache stellt eine der größten Barrieren für internationale Marketing-Entscheidungen dar.2 Problematisch ist die Sprachenvielfalt, da es teilweise sogar in einem einzelnen Land wie z.B. in der Schweiz, Belgien und Kanada mehrere offizielle Sprachen gibt. Aber auch in Ländern mit gleicher Sprache werden bestimmte Begriffe unterschiedlich aufgefasst oder aber es werden für denselben Sachverhalt unterschiedliche Begriffe verwendet. So fand z.B. Hofstede heraus, dass die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich größer sind als die Unterschiede zwischen Deutschland und Großbritannien.3 Ebenso sind z.B. die flämischen Belgier in ihren kulturellen Werten näher an den wallonischen Belgiern als an den Niederländern. Nicht umsonst gilt das geflügelte Wort, dass Großbritannien und Amerika durch eine gleiche Sprache getrennt sind. So heißt „Staubsaugen“ in Großbritannien „to hoover“ und in den USA „to vacuum“. [...]
Die Kommunikation ermöglicht das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft. Die Voraussetzung für eine Kommunikation ist, dass ein Sender, eine Botschaft, ein Botschaftsträger und ein Empfänger vorhanden sind. Der Sender definiert ein Kommunikationsziel und setzt dies in eine sendbare Botschaft um. Die Gestaltung kann in Form von Bildern und/oder Sprache bzw. Ton geschehen. Über einen geeigneten Träger vermittelt er sie an einen Empfänger, der die Botschaft verarbeitet und reagiert. „Von interkultureller Interaktion und Kommunikation sprechen wir, wenn die Begegnungspartner verschiedenen Kulturen angehören und wenn sich die Partner der Tatsache bewusst sind, dass der jeweils andere „anders“ ist, wenn man sich also wechselseitig „fremd“ erlebt.“2 Das Besondere an dieser Kommunikation ist sicherlich die notwendige Auseinandersetzung mit der anderen Kultur, mit dem Anderssein und dem fremden Kontext des Kommunikationspartners. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832462673
Arbeit zitieren:
Lindner, Doris April 2002: Interkulturelles Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Globalisierung, Standardisierung oder Differenzierung, Globales Marketing, kulturelle Erklärungsansätze, Internationales Marketing




