E-Learning
Aufbau und Betrieb einer virtuellen Akademie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jens Bertenbreiter
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 163 Seiten
- Dateigröße: 2,0 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Fridericiana Karlsruhe (TH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6108-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6108-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6108-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bertenbreiter, Jens Dezember 2001: E-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Weiterbildung, Lernen, WBT, Online Lernen, Bildungsprofil
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Diplomarbeit von Jens Bertenbreiter
Einleitung:
Die Welt befindet sich momentan im Wandel von der Informations- zur Wissensgesellschaft. Dies bedeutet, dass das Wissen, welches meistens in den Köpfen der Mitarbeiter steckt, immer mehr zum bestimmenden und strategischen Faktor für Unternehmen wird. Wissen wird somit zum wichtigsten Produktionsfaktor. Die Menge des in einer Organisation vorhandenen Wissens wird zukünftig über deren Erfolg entscheiden. Eine ständige Weiterentwicklung, also lebenslanges Lernen, wird somit zur Existenzgrundlage, also „überlebensnotwendig“ werden. Das gilt sowohl für einzelne Personen als auch für Unternehmen und Organisationen.
Unternehmen sehen sich heute einem ungeheuren Druck ausgesetzt. Die Produktlebenszeiten gehen ständig zurück und in den meisten Märkten herrscht Verdrängungswettbewerb. Dieser immer stärker werdende internationale Wettbewerb und die Entwicklung neuer Informationstechnologien erfordern höchste Flexibilität von Unternehmen und Mitarbeitern. Auf der anderen Seite sinkt die Halbwertzeit des Wissens immer weiter und damit steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter. Fachleute schätzen, dass sich das Wissen alle sieben Jahre verdoppelt. Somit muss sich ein Arbeitnehmer im Laufe seines beruflichen Lebens mindestens zweimal den Umfang seiner Erstausbildung zusätzlich aneignen. Das Wissen und die Kenntnisse aus Schule, Studium oder Ausbildung, reichen nicht mehr aus, um im Berufsleben auf Dauer zu bestehen. Nur wer sich ständig auf dem Laufenden hält, ständig dazulernt und sich weiterbildet, hat die Chance zu bestehen. D.h. die Schlüsselqualifikation zum selbstständigen Aneignen von Wissen wird immer bedeutsamer. Ab dem Jahr 2005 werden 85 Prozent der Positionen wissensrelevant sein, d.h. sie sind mit Fachkräften zu besetzen.
Aber all diese Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen sind zeit- und kostenintensiv, und viele Unternehmen können den steigenden Schulungsbedarf nicht mehr abdecken oder finanzieren. Der Ruf nach einer kostengünstigen und flexiblen, aber dennoch erfolgversprechenden Form der Aus- und Weiterbildung wird laut.
Durch den enormen Fortschritt der Internettechnologien und der rasanten Verbreitung des World Wide Web sehen viele im Internet die Zukunft des Lernens.
Gang der Untersuchung:
Kapitel 2 der Arbeit erläutert die theoretischen Hintergründe. Art und Weise des Lernens, verschiedene Lernmethoden und die Entwicklung des Lernens und der Lernkultur werden hierbei erklärt.
In Kapitel 3 werden die neuen Lernmethoden analysiert und anschließend mit den klassischen Präsenzschulungen verglichen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten, sowie Stärken und Schwächen sollen dabei herausgearbeitet, aber auch die Marktsituation soll erläutert werden. Dabei soll auf die Unterschiede zwischen großen und kleinen Unternehmen, sowie Hochschulen eingegangen werden.
Kapitel 4 befasst sich mit dem Aufbau einer virtuellen Akademie im Internet. Hierbei sollen die Unterschiede zwischen virtuellen Schulungsunternehmen und virtuellen Universitäten berücksichtigt werden.
Kapitel 5 der Arbeit setzt sich mit den Hintergründen des Aufbaus einer virtuellen Akademie auseinander. Hier wird geklärt, welche theoretischen Erkenntnisse die Grundlage für die praktischen Features der virtuellen Akademie bilden. Des weiteren sollen die Veränderungen, welche durch die neuen Lernmedien und –techniken hervorgerufen werden, näher betrachtet werden. Es wird auf verschiedene Problemfelder und Grenzen eingegangen, mit denen virtuellen Akademien sich auseinandersetzen müssen.
Als Abschluss der Arbeit soll in Kapitel 6 noch ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und die daraus resultierenden Möglichkeiten für virtuelles Lernen gegeben werden. Neue Techniken und soziale Entwicklungen werden hierbei berücksichtigt. Abbildung 1.1 stellt den Aufbau der Arbeit noch einmal in grafischer Form dar.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Hintergrund und Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 5 |
| 2.1 | Begriffsdefinitionen | 5 |
| 2.2 | Information und Wissen | 9 |
| 2.3 | Umgebung des Lernenden | 14 |
| 2.4 | Lernstrategien | 22 |
| 2.5 | Bildungsdomänen | 25 |
| 3. | Klassische Schulungen versus eLearning | 27 |
| 3.1 | Klassische Präsenzschulungen | 28 |
| 3.2 | Elearning | 30 |
| 3.3 | Learn-Management Systeme | 41 |
| 3.4 | Vergleich von Präsenzseminaren und eLearning | 42 |
| 3.4.1 | Kosten | 44 |
| 3.4.2 | Arbeitszeitverlust | 47 |
| 3.4.3 | Flexibilität | 49 |
| 3.4.4 | Praxisnähe | 50 |
| 3.4.5 | Aktualität | 51 |
| 3.4.6 | Dauer von Weiterbildungsmaßnahmen | 51 |
| 3.4.7 | Effektivität | 52 |
| 3.4.8 | Aufwand für die Lernenden | 54 |
| 3.4.9 | Fazit | 54 |
| 4. | Aufbau und Betrieb einer virtuellen Akademie | 57 |
| 4.1 | Virtuelle Akademie | 57 |
| 4.1.1 | University of Southern Queensland (USQ) | 57 |
| 4.1.2 | Fernuniversität Hagen | 59 |
| 4.1.3 | Die Prodacta WEBacademy | 60 |
| 4.1.4 | Ac@demy.de | 61 |
| 4.2 | Struktur und organisatorischer Aufbau einer virtuellen Akademie | 62 |
| 4.3 | Technik | 64 |
| 4.4 | Administration und Pflege | 69 |
| 4.5 | Virtuelle Akademien im Vergleich | 72 |
| 4.6 | Positionierung | 77 |
| 4.7 | Dienstleistungen | 82 |
| 4.7.1 | Grundlegender Service | 83 |
| 4.7.2 | Zusatzleistungen | 95 |
| 4.8 | Erfolgsfaktoren | 107 |
| 4.9 | Erfolgsmessung | 109 |
| 5. | Von der Theorie zur Praxis | 114 |
| 5.1 | Von den theoretischen Grundlagen zur praktischen Umsetzung | 114 |
| 5.1.1 | Gründe für den Aufbau einer virtuellen Akademie | 114 |
| 5.1.2 | Gründe für den Einsatz tutorieller Unterstützung | 115 |
| 5.1.3 | Einsatz von Newsgroups und Diskussionsforen | 116 |
| 5.1.4 | Verschiedene Lernstrategien berücksichtigen | 116 |
| 5.1.5 | Auf verschiedene Lerntypen eingehen | 118 |
| 5.1.6 | Die Berücksichtigung verschiedener Lernkulturen bei einer virtuellen Akademie | 119 |
| 5.2 | Problemfelder und Grenzen virtueller Akademien | 120 |
| 5.2.1 | Rechtliches und Sicherheitsprobleme | 120 |
| 5.2.2 | Kosten für die Lernenden | 121 |
| 5.2.3 | Technische Grenzen | 122 |
| 5.3 | Durch neue Lernformen hervorgerufene Veränderungen | 124 |
| 6. | Ausblicke und Möglichkeiten | 128 |
| 6.1 | Auswirkungen der steigenden Leistung von Computersystemen auf die Entwicklung von eLearning Lösungen | 128 |
| 6.2 | Virtuelle Akademien und mobile Endgeräte | 129 |
| 6.3 | Mehr Möglichkeiten für virtuelle Akademien durch neue Telekommunikationslösungen | 132 |
| 6.4 | Neue Möglichkeiten durch neue Technologien | 134 |
| 7. | Zusammenfassung und Fazit | 136 |
| Anhang | 138 | |
| A. | Literaturverzeichnis | 138 |
| B. | Glossar | 146 |
| C. | eLearning Anbieter im Überblick | 149 |
Zwar plant jedes zweite Unternehmen den Start oder die Intensivierung ihrer eLearningAktivitäten, was ein Marktwachstum von 100 Prozent erwarten lässt, (Habermann / Kraemer 2001, S. 62) aber die Kunden möchten weniger Stand-alone-Lösungen, sondern ihre Leistungen vermehrt aus einer Hand beziehen. (Baumgartl 2001, S. 12) Bis vor kurzem wurde der eLearning Markt hauptsächlich von einer großen Anzahl von Content Anbietern bestimmt. Die Käufer mussten allerdings ernüchternd feststellen, dass es nicht ausreicht, multimedial gestaltete Kurse ins Intranet zu stellen, um kontinuierliches Lernen zu erreichen. Denn selbst didaktisch hochwertige Kurse werden so von den Mitarbeitern ignoriert. Die meisten Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass die Lernprozesse in den Arbeitsalltag integriert werden und einen Mehrwert gegenüber den herkömmlichen Lernmethoden bieten müssen. Mittlerweile gilt das Interesse der Unternehmen den Anbietern von Lernplattformen. Lernplattformen bieten Schnittstellen zu den vorhandenen IT-Systemen und enthalten umfangreiche Werkzeuge zur Unterstützung des PersonalentwicklungsproInstitut für Entscheidungstheorie und Unternehmensforschung [...]
Der enorme Wachstum im Content Bereich sorgt dafür, dass vermehrt sehr gute Kursinhalte auf dem Markt verfügbar sind. Somit wird es immer einfacher geeigneten Content zu finden, der nach wie vor eine wichtige Vorraussetzung für eine gute eLearning Lösung ist. (Habermann / Kraemer 2001, S. 63) In Abbildung 3.5 wird diese Marktteilung mit einigen Anbietern und ihren Positionierungen innerhalb des Marktes dargestellt. Einige der Anbieter haben finanzielle Probleme, was mit großer Wahrscheinlichkeit eine Menge Fusionen und Akquisitionen nach sich ziehen wird. (Weidner 2001, S. 76) So versuchen einige Plattformanbieter Unternehmensberatungen als Partner für ihre Produkte zu zertifizieren, um so auch im Bereich Service gute Leistung mit anbieten zu können. Umgekehrt nehmen immer mehr Unternehmensberatungen Lernplattformen mit in ihr Angebot auf. (Habermann / Kraemer 2001, S. 63) Der Versuch der Marktteilnehmer, sich zu entwickeln um weitere Marktsegmente mit abdecken zu können, ist in Abbildung 3.5 ebenfalls dargestellt. Hochschulen werden bereits in naher Zukunft im direkten Wettbewerb zu privaten Anbietern stehen (o.V. 2001). Universitäten müssen sich anstrengen, da sonst die Gefahr besteht, dass Studenten abwandern, um sich im Ausland oder in der freien Wirtschaft ausbilden zu lassen (Volland 2001). Institut für Entscheidungstheorie und Unternehmensforschung [...]
ELearning verbindet interaktives Training mit dem einfachen Kühn 2001, S. 68 Informationsabruf. Es können Erfahrungen ausgetauscht und Ergebnisse in Wissensdatenbanken gestellt oder daraus abgerufen werden. Darüber hinaus sind Simulationen möglich, um Gelerntes anzuwenden und Lücken zu schließen. ELearning ist ein Sammelbegriff für IT-gestütztes Lernen bezie- Heins / Halstrick 2001, hungsweise für alle Formen elektronisch unterstützten Lernens. S.96 ELearning beschreibt den Einsatz von Informations- und Kom- Europäische Kommismunikationstechnologien, einschließlich Internet, beim Lehren si,on 2001 und Lernen. Die Lerninhalte werden beim eLearning direkt an den Arbeits- Müller 2001, S.46 platz des Lernenden oder zu ihm nach Hause gebracht. Lerntempo und Intensität bestimmt er selbst, je nach seinen Fähigkeiten und seiner Zeit. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832461089
Arbeit zitieren:
Bertenbreiter, Jens Dezember 2001: E-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Weiterbildung, Lernen, WBT, Online Lernen, Bildungsprofil




