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Regionalpolitische Auswirkungen von Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen

Theorie und Praxis im Vergleich

Regionalpolitische Auswirkungen von Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Edith Wieland
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kufstein Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6050-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6050-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6050-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wieland, Edith Juli 2002: Regionalpolitische Auswirkungen von Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Event, Eventmanagement, Analyse, Wirtschaftlichkeit, Event-Analyse

Magisterarbeit von Edith Wieland

Gang der Untersuchung:

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die möglichen Auswirkungen von Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen und deren Messung, sowie über die Fehlerquellen, die bei Event-Analysen am häufigsten auftreten.

Ausschlaggebend für die Bearbeitung dieses Themas ist seine Aktualität. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Events sind ein wichtiges Thema, vor allem im Sport-Marketing und in anderen Managementbereichen. Die Messung dieser Auswirkungen ist schwierig und in vielen Fällen subjektiv, jedoch erforderlich, um ein Event bewerten zu können.

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird Fachliteratur zum Thema vorgestellt und ausgewertet. Nachfolgend werden die Auswirkungen diverser Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen anhand von Primär- und Sekundärdatenanalysen untersucht.

Eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und eine Analyse der Übertragbarkeit der in der Fachliteratur dargestellten Konzepte auf die Praxis folgen diesen Datenanalysen. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Ausblick auf die Zukunft - für die Forschung im Bereich Event-Analyse und für das Event-Management in der untersuchten Region.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS X
TABELLENVERZEICHNIS XII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XIV
1. EINLEITUNG 1
2. AUSWIRKUNGEN VON GROSSVERANSTALTUNGEN IN DER THEORIE 3
2.1 GROSSVERANSTALTUNGEN/EVENTS 4
2.2 AUSWIRKUNGEN VON GROSSVERANSTALTUNGEN 7
2.2.1 Ökonomischer Nutzen 10
2.2.1.1 Primärer oder Direkter Nutzen 11
2.2.1.1.1 Gewerbliche Einnahmen 11
2.2.1.1.2 Einkommen 11
2.2.1.1.3 Beschäftigung 11
2.2.1.1.4 Einnahmen der Regierung 12
2.2.1.2 Sekundärer oder Indirekter Nutzen 12
2.2.1.2.1 Indirekter Nutzen aus den Ausgaben der direkt begünstigten Unternehmen 12
2.2.1.2.2 Nutzen generiert durch das Ausgeben von primärem Einkommen 13
2.2.2 Ökonomische Kosten 13
2.2.2.1 Private Kosten 13
2.2.2.2 Nebenkosten 13
2.2.2.2.1 Direkte Nebenkosten 14
2.2.2.2.2 Indirekte Nebenkosten 14
2.2.3 Monetäre und nicht monetäre Kosten und Nutzen 15
2.3 MESSUNG DER AUSWIRKUNGEN VON GROSSVERANSTALTUNGEN 16
2.3.1 Verfahren zur Messung der Auswirkungen von Grossveranstaltungen 17
2.3.1.1 Break-Even oder Gewinn/Verlust-Analyse 18
2.3.1.2 Return on Investment (ROI)-Analyse 18
2.3.1.3 Analyse der wirtschaftlichen Dimension 19
2.3.1.4 Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen 19
2.3.1.5 Kosten-Nutzen-Analyse 20
2.3.2 Fehlerquellen bei der Analyse von Grossveranstaltungen 21
2.3.2.1 Falsche Anwendung und Interpretation von Multiplikatoren 21
2.3.2.2 Ungenaue Definition des Untersuchungsgebietes 22
2.3.2.3 Unzureichende Unterscheidung zwischen Brutto- und Netto-Nutzen 24
2.3.2.4 Unzureichende Unterscheidung zwischen Gesamt- und Zusatznutzen 24
2.3.2.5 Vernachlässigung der Opportunitätskosten 24
2.3.2.6 Subjektive Analyse und Interpretation der Daten 25
2.4 ZWISCHENFAZIT I - DIE THEORIE 26
3. AUSWIRKUNGEN VON GROSSVERANSTALTUNGEN IN DER PRAXIS 27
3.1 ANALYSE 27
3.2 SEKUNDÄRDATENERHEBUNG 28
3.2.1 Ziel der Sekundärdatenerhebung 28
3.2.2 Untersuchungseinheiten 28
3.2.2.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 28
3.2.2.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 29
3.2.2.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 29
3.2.3 Benötigte Informationen und Datenerhebungsmethoden 30
3.2.4 Ergebnisse der Sekundärdatenerhebung 31
3.2.4.1 Veränderung des Einkommens der Anwohner 31
3.2.4.1.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 31
3.2.4.1.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 34
3.2.4.1.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 36
3.2.4.2 Veränderung der Arbeitsplatzsituation 38
3.2.4.2.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 38
3.2.4.2.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 41
3.2.4.2.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 43
3.2.4.3 Veränderung der Lebensqualität 46
3.2.4.3.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 46
3.2.4.3.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 47
3.2.4.3.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 48
3.2.4.4 Veränderung der Reputation/des Image der Region 49
3.2.4.4.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 49
3.2.4.4.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 49
3.2.4.4.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 49
3.2.5 Zusammenfassung der Sekundärdatenerhebung 51
3.2.5.1.1 FIS Alpine Ski WM 2001 St. Anton am Arlberg 51
3.2.5.1.2 FIS Nordische WM 1999 Ramsau am Dachstein 52
3.2.5.1.3 FIS Snowboard WM 1999 Berchtesgaden, Deutschland 52
3.3 PRIMÄRDATENERHEBUNG 53
3.3.1 Ziel der Primärdatenerhebung 53
3.3.2 Untersuchungseinheiten 53
3.3.2.1 Region 53
3.3.2.2 Gewerbetreibende 56
3.3.3 Benötigte Informationen und Datenerhebungsmethoden 56
3.3.4 Datenerhebung 56
3.3.5 Ergebnisse der Primärdatenerhebung 58
3.3.5.1 Veränderung des Einkommens der Anwohner 58
3.3.5.2 Veränderung der Arbeitsplatzsituation 60
3.3.5.3 Veränderung der Lebensqualität der Anwohner 61
3.3.5.4 Veränderung der Reputation/des Image der Region 63
3.3.5.5 Qualitative Analyse der Großveranstaltungen am Kreischberg 63
3.3.6 Zusammenfassung der Primärdatenerhebung 65
3.3.6.1.1 FIS Snowboard WC 2002 in Murau/Kreischberg 65
3.3.6.1.2 FIS Snowboard WM 2003 in Murau/Kreischberg 66
3.4 GEGENÜBERSTELLUNG VON SEKUNDÄR- UND PRIMÄRDATEN 67
3.5 ZWISCHENFAZIT II - DIE PRAXIS 68
4. THEORIE UND PRAXIS IM VERGLEICH 69
4.1 AUSWIRKUNGEN VON EVENTS IN THEORIE UND PRAXIS 69
4.2 MESSUNG DER FOLGEN VON EVENTS IN THEORIE UND PRAXIS 70
4.3 FEHLERQUELLEN BEI DER EVENT-ANALYSE 71
4.4 ZWISCHENFAZIT III - VERBINDUNG VON THEORIE UND PRAXIS 72
5. NUTZBARMACHUNG DER ERGEBNISSE 73
5.1 FÜR DIE FORSCHUNG 73
5.2 FÜR DIE REGION 74
5.2.1 Tipps für die Durchführung von Grossveranstaltungen 75
5.2.1.1 Einbindung der Bevölkerung 75
5.2.1.2 Betonung der Langzeiteffekte 75
5.2.1.3 Verdeutlichung der Nachhaltigkeit 76
5.2.2 Konsequenz für geplante Grossveranstaltungen am Kreischberg 77
5.3 ÜBERTRAGBARKEIT DER ERGEBNISSE 79
LITERATURVERZEICHNIS XV
Bücher XV
Sammelwerke XVI
Artikel in Fachzeitschriften XVII
Beiträge aus dem Internet XVII
Andere Publikationen XIX
Übrige Quellen XIX
Sekundärliteratur XIX
INHALTSVERZEICHNIS FÜR DEN ANHANG 80
ANHANG 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auch im Falle der Snowboard WM in Berchtesgaden sind die positiven Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung gering. Die vier gewonnenen Arbeitsplätze im Bereich Technik, Pistenkommando und Kasse ergeben sich bei den vor Ort ansässigen Bergbahnen. Sie werden als der WM zurechenbar angesehen, weil sie zur Erhaltung von Infrastruktur dienen, die ohne die WM nicht entstanden wäre. Die beiden bleibenden Arbeitsstellen aus dem OK beziehen sich auf eine Nachbearbeitung der WM. Wenn Berchtesgaden sein Ziel erreicht hat, sich als internationaler Austragungsort von Wintersport-Großveranstaltungen zu etablieren,91 dann werden diese beiden Arbeitsplätze erhalten bleiben. (Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von anderen Events mit freiwilligen Helfern). Ist eine Nachhaltigkeit im ImageBereich aus der WM nicht erzielt worden, dann sind diese beiden langfristigen Arbeitsplätze gefährdet. [...]

Das „Probable-„ und das „Worst-Case-Szenario“ sind aufgrund von Erfahrungswerten durchgeführte Berichtigungen des „Best-Case-Szenarios“. In beiden Fällen wird von der Tatsache ausgegangen, dass Schäfer in seiner Analyse vom akkreditierten Personal spricht. In dieser Zahl sind auch Mitarbeiter von Sponsoren oder anderen Organisationen enthalten, die nicht direkt bei der WM mitarbeiten, sondern von ihren Arbeitgebern für diesen Zweck bereitgestellt werden. Vor allem im „Worst-Case-Szenario“ wird davon ausgegangen, dass einiges an Personal von den Sponsoren und den zuständigen Bergbahnen zur Verfügung gestellt wurde (Medien- und VIP-Betreuung sowie Technik und Pistenkommando). Weiters wurde im „Worst-CaseSzenario“ davon ausgegangen, dass es ich bei den Medizinern und bei den Securities in allen Fällen um Experten handelte, die von anderen Organisationen im Rahmen der WM zum Einsatz kamen (z.B. Sanitäter des Roten Kreuzes). Weiters wurde angenommen, dass die Mitarbeiter des OK nicht gesondert aufgeführt wurden sondern den „Mitarbeitern ohne direkten Aufgabenbereich“90 zurechenbar sind. Alle weiteren Personalreduktionen resultieren aus oben genannter Tatsache der Personalbereitstellung von Sponsoren und diversen Organisationen. Im „Probable-Case-Szenario“ wurde im Wesentlichen die selbe Reduktion der Mitarbeiter vorgenommen wie im „Worst-Case-Szenario“. Nur wurde im „Probable-Case“ von durchschnittlichen Erfahrungswerten ausgegangen und nicht Höchstwerte aus der Vergangenheit herangezogen. Eine Herabsetzung der angenommenen Personalzahlen scheint in fast allen Bereichen sinnvoll, für das OK werden 59 Mitarbeiter beibehalten, die aber von den nicht zuordenbaren Mitarbeitern abgezogen werden. Somit ergibt sich eine sachlich betrachtete Anzahl der Mitarbeiter bei der WM von 1.185 Personen. Diese realistische Anzahl an Mitarbeitern stellt nachfolgend die Grundlage für eine Analyse der Nachhaltigkeit der gewonnenen Arbeitsplätze dar. Wie bereits oben erwähnt, bezieht sich die Zurechenbarkeit zur WM nur auf die nachhaltig gewonnenen Arbeitsplätze. [...]

Bei den Volontären handelte es sich um freiwillige Helfer für die WM. Diese wurden nicht bezahlt und ihre Stellen stehen nach der WM für St. Anton nicht mehr zur Verfügung. Bei den Kräften der Gendarmerie, des Österreichischen Bundesheeres und der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) handelte es sich um eine Personalverlagerung, kaum um eine Personalaufstockung. Die Arbeitskräfte, die bei der WM im Einsatz waren, werden nun bei anderen Projekten oder an anderen Arbeitsstellen eingesetzt und für St. Anton ergeben sich langfristig keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Dasselbe gilt für die Ärzte, die Köche, die Servierkräfte, die Angestellten im Catering, die Abfallbeseitiger und die Künstler für das Rahmenprogramm. In allen Fällen handelt es sich vorwiegend um Personalverlagerung, kombiniert mit operativer Personalaufstockung, die keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation in der Region hat. [...]

Arbeit zitieren:
Wieland, Edith Juli 2002: Regionalpolitische Auswirkungen von Wintersport-Großveranstaltungen in den Alpen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Event, Eventmanagement, Analyse, Wirtschaftlichkeit, Event-Analyse

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