Controllinganforderungen und -instrumente in Handelsunternehmen mit Filialnetz bzw. Franchisesytem im Vergleich
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Holger Gawenda
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Rostock Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5945-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5945-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5945-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gawenda, Holger Juli 2002: Controllinganforderungen und -instrumente in Handelsunternehmen mit Filialnetz bzw. Franchisesytem im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Balanced Scorcard, Portfolioanalyse, ABC-Analyse, Deckungsbeitragsrechunung, Kennzahlensysteme
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Diplomarbeit von Holger Gawenda
Gang der Untersuchung:
Der Vergleich von Controllinganforderungen und -instrumenten in zwei Absatzsystemen ist eine sehr umfangreiche und breite Thematik. Aus der Problemdarstellung ergaben sich folgende Teilziele:
1. Überblick, Abgrenzung und Vergleich von Handelsunternehmen in Form von Filialunternehmen und Franchisesystemen 2. Erläutern von Besonderheiten des Handelscontrollings in Filialunternehmen und Franchisesystemen 3. Ableiten und Vergleichen von Anforderungen an das Controlling in Filialunternehmen bzw. Franchisesystemen 4. Analysieren von verschiedenen Controllinginstrumente nach Einsatzfähigkeit, Nutzen und Aufwand im Vergleich mit Filialunternehmen und Franchisesystemen Nach einer kurzen Erläuterung des Begriffes „Handel“ sowie einer kurzen Darstellung von Filialunternehmen und Franchisesystemen befasst sich Kapitel 3 mit dem Controlling in Handelsunternehmen, speziell mit den Besonderheiten und den am Controllingprozess beteiligten Stellen.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit einer Analyse der Anforderungen an das Controlling in Handelsunternehmen. In mehreren Ebenen werden dabei die Controllinganforderungen der Handelsunternehmen abgeleitet. Dabei werden nicht nur operative, wirtschaftliche oder zeitliche sondern auch menschliche Aspekte berücksichtigt. Insbesondere die Betrachtung der menschlichen Ebene ist dabei für den Vergleich von Filialunternehmen mit Franchisesystemen interessant.
Ausgewählte Controllinginstrumente werden in Kapitel 5 dargestellt und verglichen. Bei den strategischen Instrumenten wird die „Balanced Scorecard (BSC)“ behandelt. Für Franchisesystemen wurde die BSC mit einer neuen „Mitgliederperspektive“ erweitert. Der Anwendungsbereich des zweiten behandelten strategischen Instrumentes, die Portfolioanalyse, konnte als „Homogenitätsinstrument“ insbesondere für Franchisesystemen erweitert werden. Bei den operativen Instrumenten konnte gezeigt werden, dass die ABC-/ XYZ- Analyse als Instrument zur Koordination der Funktionsverteilung in Filialunternehmen und Franchisesystemen geeignet ist. Innerbetriebliche Aufgaben werden so Funktionsebenen zuordnen, auf denen sie wirtschaftlich sinnvoll sind. Des weiteren wird leicht verständlich ein Bogen zu den Anforderungen der menschlichen Ebene geschlagen. Am Ende werden noch die Deckungsbeitragsrechnung und einige Kennzahlen und Kennzahlensysteme behandelt.
Diese Diplomarbeit wurde als eine Literaturstudie konzeptioniert. Des weiteren sind aber noch viele eigenständige Gedanken, Lösungen und Konzeptionen miteingeflossen. Im Gutachten wird darauf hingewiesen, dass die Themenstellung umfassend, systematisch und konsequent bearbeitet wurde. Hervorgehoben wurde dabei die lebendige Sprache des Verfassers und die präzise Gedankenführung mit der der Leser nahezu mühelos durch die Untersuchung geleitet wird.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemdarstellung und Ziele | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise in der Arbeit | 2 |
| 2. | Handelsunternehmen im Überblick | 4 |
| 2.1 | Allgemeiner Überblick und Situationsdarstellung der Handelsunternehmen | 4 |
| 2.2 | Das filialisierte Handelsunternehmen | 6 |
| 2.3 | Das Handelsunternehmen mit Franchisesystem | 9 |
| 2.3.1 | Das Franchisesystem | 9 |
| 2.3.2 | Abgrenzung zu anderen Kooperationen | 14 |
| 2.3.3 | Differenzierung von Franchisesystemen | 15 |
| 2.3.4 | Aufbau und Funktionsweise von Franchisesystemen | 16 |
| 2.4 | Zusammenfassung und Vergleich | 19 |
| 3. | Controlling in Handelsunternehmen | 22 |
| 3.1 | Handelscontrolling und seine Besonderheiten | 22 |
| 3.2 | Organisation des Handelscontrolling | 24 |
| 3.3 | Kritische Würdigung und Zusammenfassung | 28 |
| 4. | Controllinganforderungen im Vergleich | 30 |
| 4.1 | Einordnung der Controllinganforderungen in Handelsunternehmen | 30 |
| 4.1.1 | Allgemeine Anforderungen | 30 |
| 4.1.2 | Menschliche Ebene | 31 |
| 4.1.3 | Wirtschaftliche Ebene | 32 |
| 4.1.4 | Operative Ebene | 33 |
| 4.1.5 | Zeitliche Ebene | 35 |
| 4.1.6 | Berichts- und Dokumentationsebene | 35 |
| 4.2 | Vergleich der Controllinganforderungen | 36 |
| 4.3 | Einfluss der Marketingstrategie auf die Controllinganforderungen | 38 |
| 5. | Controllinginstrumente im Vergleich | 41 |
| 5.1 | Ausgewählte strategische Controllinginstrumente | 41 |
| 5.1.1 | Balanced Scorecard | 41 |
| 5.1.2 | Portfolioanalyse | 49 |
| 5.2 | Operative Controllinginstrumente | 51 |
| 5.2.1 | ABC- und XYZ- Analyse | 51 |
| 5.2.2 | Deckungsbeitragsrechnung | 56 |
| 5.2.3 | Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 60 |
| 5.3 | Zusammenfassung | 67 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 70 |
| Literaturverzeichnis | VII | |
| Eidesstattliche Erklärung | XI |
Abgrenzungsmerkmal das rechtliche Merkmal des Handelns im eigenen Namen, welches jedoch auf fremder Rechnung ausgeführt wird. Die Unternehmenszentrale kann so im Agentursystem direkt auf das Vermarkten seiner Produkte Einfluss nehmen (z.B. Preisfestsetzung). Vertragshändlersysteme (z.B. Autohändlersysteme) basieren auf einen auf Dauer gerichteten Vertrag zum Kauf und Verkauf der Vertragsware im Namen des Händlers und auf eigene Rechnung. Kaub unterscheidet, trotz mancher Gemeinsamkeiten, das Vertragshändlersystem vom Franchisesystem in den folgenden Punkten:38 fehlen der straffen Organisation der Franchisesysteme, kein einheitliches Auftreten durch einen gemeinsamen Namen, einer geschlossenen Strategie oder eines gleichgerichteten Verhaltens. Das Leistungsprogramm vom Franchisegeber ist zudem umfangreicher. Die meisten Gemeinsamkeiten bestehen beim Vergleich mit den Verbundgruppensystem. Diese Verbundgruppen sind gekennzeichnet durch ein dezentrales Absatzsystem, rechtlicher Selbständigkeit der Systemunternehmen, d.h. im eigenen Namen und auf eigener Rechnung, aber nicht unbedingt in „rechtlich selbständigen Vertriebsstellen“, handeln, Arbeitseinsatz und Kapitaleinsatz des Systemnehmers sowie die Benutzung eines gemeinsamen Zeichens (Marke) und eventuell gemeinsamen Namens.39 2.3.3 Differenzierung von Franchisesystemen [...]
- 14 vergleichbare Großfilialisten.32 Franchising bietet verschiedene Vorteile, so z.B. eine hohe Penetrationsgeschwindigkeit in der Marktbearbeitung, geringeres Expansionsrisiko für Franchisegeber und -nehmer, Mehreinnahmen der Franchisegeber durch laufende Lizenzeinnahmen („Royalities“), (Einstiegs-) Gebühren und Warenumsätze, insgesamt günstigere Konditionen im Einkauf, effiziente Werbemaßnahmen (Nutzen von standardisierten Werbemaßnahmen minimiert Entwicklungskosten für jeden einzelnen Franchisenehmer) und eine hohe Systembekanntheit als auch ein stärkeres persönliches Interesse der Franchisenehmer. Die Nachteile des Franchisings sind z.B.: die Unterordnung in einem System, Zahlung von Gebühren etc. an das System, lange Abstimmungsprozesse und ein hoher Kontrollaufwand zur Durchsetzung von Qualitätsstandards und des einheitlichen Auftretens. Jedoch das größte Problem33 von Franchisegebern und -nehmern aber ist, dass der Franchisegeber sowohl Interessen der gesamten Organisation vertreten muss als auch eigene Interessen hat und die Interessen der Franchisenehmer beachten muss. Dies führt zu einem sehr schwer zu kontrollierendem Interessenmanagement.34 2.3.2 Abgrenzung zu anderen Kooperationen Filialunternehmen.31 Jedoch sind Franchisesysteme auch ein [...]
Das Handbuch ist Kernstück eines jeden Franchisesystems.27 Es ist untergliedert in einen Franchisenehmer- und einen Franchisegeberteil. In diesem Handbuch werden Details des Systems, wie z.B.: Organisation, Sortiment, Arbeitsanweisungen, Einrichtung, Marketing, Verkauf, Kommunikation, Rechnungswesen, Personal, Administration, Standort, Schulungen, Franchisenehmerselektion, beschrieben. Das Handbuch gehört zum Franchisevertrag und ist somit verbindlich.28 „Durch das weitgehend standardisierte Auftreten am Markt nimmt ein Franchisesystem aus Kundensicht die Züge eines herstellereigenen Filialsystems an.“ 29 Obwohl der Franchisenehmer durch eine Vielzahl von vertraglich festgelegten Weisungs- und Kontrollrechten seitens der Systemzentrale in seiner Unternehmensfreiheit eingeschränkt wird, hat er dennoch, im Gegensatz zum Filialleiter, eine bessere Leistungsmotivation und höheres Verantwortungsbewusstsein. Franchisenehmer können sich schneller und besser den regionalen Gegebenheiten anpassen, als ein national oder global geführtes Unternehmen.30 Franchisesysteme realisieren aufgrund der geringeren Kapitalbelastung des Franchisegebers insbesondere im Aufbau ein potentiell höheres Wachstums- bzw. Expansionstempo als [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832459451
Arbeit zitieren:
Gawenda, Holger Juli 2002: Controllinganforderungen und -instrumente in Handelsunternehmen mit Filialnetz bzw. Franchisesytem im Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Balanced Scorcard, Portfolioanalyse, ABC-Analyse, Deckungsbeitragsrechunung, Kennzahlensysteme




