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Social Impacts im Tourismus

Am Beispiel Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

Social Impacts im Tourismus
Über dieses Buch

Magisterarbeit von Christoph Schittenhelm

Einleitung:

Zahlreiche Studien befassen mit den Einstellungen, Meinungen und Haltungen der Touristen – die Bedürfnisse und Einstellungen der in der jeweiligen Region lebenden Bevölkerung werden hingegen weitaus seltener untersucht. Die vorliegende Arbeit soll diesbezüglich einem international erkennbaren Trend in der Tourismusforschung folgen, wonach die Bevölkerung immer stärker ins Licht von Tourismuskonzepten und -entwicklung gestellt wird. Bei der hier untersuchten Region handelt es sich um den burgenländischen Seewinkel – eine Tourismus- und (seit 1994) Nationalparkregion, für die Tourismus eine bedeutende Rolle spielt.

Ziel der Studie ist es, die von der Bevölkerung wahrgenommenen Auswirkungen des Tourismus (in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht) sowie deren Einstellungen zum Tourismus, zu Touristen und zum Nationalpark zu messen. Weiters soll untersucht werden, welche Faktoren (situativer und sozio-demographischer Art) diese Einstellungen beeinflussen und wie dieser Einfluß auf die Haltungen wirkt. Durch diese Erkenntnisse sollen die Entscheidungsträger und Tourismusverantwortlichen in die Lage versetzt werden, die Menschen in der Region verstärkt in die weitere Tourismusentwicklung einzubinden und bei wichtigen Entscheidungen deren Meinungen und Einstellungen in einem größtmöglichen Ausmaß zu berücksichtigen.

Zusammenfassung:

Für die Befragung wurde ein schriftlicher Fragebogen verwendet, welcher als Beilage zur Nationalparkzeitung „Geschnatter“ an die 11.055 Haushalte der 14 Seewinkelgemeinden ausgesandt wurde und von den Adressaten selbst auszufüllen war. Davon wurden 186 gültige, per Post retournierte oder am jeweiligen Gemeindeamt abgegebene Fragebögen in die Auswertung einbezogen.

Die Untersuchung zeigt, daß die Bevölkerung des Seewinkels gegenüber dem Tourismus im überwiegenden Ausmaß positiv eingestellt ist. Dies wird insbesondere dadurch deutlich, daß ein Großteil der Bevölkerung die generelle Bedeutung des Tourismus positiv bewertet und sich für eine weitere, forcierte Tourismusentwicklung in den Gemeinden und in der gesamten Region ausspricht; vor allem die ökonomische Bedeutung des Tourismus – als Einkommensquelle und Beschäftigungsmöglichkeit – wird dabei seitens der Bevölkerung unterstrichen.

Auffallend ist weiters, daß die unterstützende Haltung zum Tourismus sowohl in tourismusintensiveren als auch in weniger tourismusintensiven Gemeinden anzutreffen ist, wobei jedoch unterstellt werden kann, daß es bei der Tourismusentwicklung um eine maßvolle, die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigende Entwicklung handeln muß, damit die notwendige Tourismusakzeptanz erhalten oder gesteigert wird. Gleichzeitig tritt jedoch bei der Befragung auch die ambivalente Haltung zum Tourismus zum Vorschein: Tourismus – oder vielmehr die Auswirkungen desselben – erscheint mitunter als „zweischneidiges Schwert“. Die diversen Auswirkungen des Tourismus und deren unterschiedliche Intensität werden beim Vergleich tourismusintensiver und weniger tourismusintensiver Gemeinden dahingehend augenscheinlich, daß sowohl positive wie auch negative Auswirkungen in tourismusintensiveren Gemeinden stärker auftreten bzw. wahrgenommen werden. Die in diesen Gemeinden lebenden Personen verfügen oftmals (durch die Beschäftigung in der Tourismusbranche) über mehr Einkommen und einen höheren Lebensstandard; zugleich haben sich nach Ansicht der befragten Personen in diesen Gemeinden die Straßen, Einkaufsmöglichkeiten sowie die öffentlichen Einrichtungen verbessert; auch sind in diesen Gemeinden zusätzliche Freizeiteinrichtungen geschaffen worden, welche sowohl der örtlichen wie auch der regionalen Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Dies sind aber auch jene Gemeinden, in denen die negativen Auswirkungen des Tourismus signifikant stärker wahrgenommen werden: So empfinden die Menschen in diesen Gemeinden eine durch den Tourismus ansteigende Abfallmenge, zusätzliches (tourismusinduziertes) Verkehrsaufkommen und einen Anstieg der Kriminalität. Trotz dieser negativen Folgeerscheinungen herrscht beim Großteil der befragten Personen doch die Meinung vor, daß Tourismus überwiegend positive Auswirkungen für die Gemeinden und für die Region zeigt.

Die in der Bevölkerung vorherrschende Einstellung zum Tourismus wird nun von verschiedenen situativen (z.B. Wohnort, Kontakt mit Touristen, Einbindung in die Gemeinde und in Entscheidungsprozesse) sowie sozio-demographischen Faktoren (z.B. Alter, Geschlecht, Bildungsniveau) beeinflußt und bestimmt. Die Identifikation dieser Faktoren ist wiederum eine grundlegende Bedingung für das Verständnis der und das Wissen um die Einstellungen der Menschen; nur wenn diese die Einstellungen steuernden Einflußvariablen bekannt sind, kann durch entsprechende Maßnahmen auf eine Verbesserung der Einstellungen eingewirkt werden. Von besonderem Interesse für Entscheidungsträger sind nun jene Variablen, auf die „von außen“ eingewirkt werden kann – dies sind in der Regel situative Faktoren wie etwa gesellschaftliche Einbindung (in die Gemeinde) und das Ausmaß der Einbindung in tourismuspolitische Entscheidungsprozesse. Sozio-demographische Faktoren liefern zwar ebenfalls interessante Erkenntnisse, können jedoch nicht direkt beeinflußt werden (z.B. Alter, Geschlecht). Der Nutzen einer derartigen Identifikation liegt für die Tourismusverantwortlichen darin, beispielsweise durch die verstärkte Einbindung der Bevölkerung in tourismuspolitische Entscheidungen eine Verbesserung der Tourismusakzeptanz zu erzielen; die Menschen erkennen in der Berücksichtigung ihrer Meinungen und Bedürfnisse ein positives Signal und sehen sich durch die Mitsprache imstande, die – grundsätzlich befürwortete – Tourismusentwicklung mitzubestimmen, wodurch es insgesamt zu einer positiveren Haltung zum Tourismus kommt.

Den zweiten Untersuchungsschwerpunkt dieser Arbeit bildet die Messung der Einstellungen zum Nationalpark. Die Auswertung der entsprechenden Ergebnisse zeigt, daß die Bevölkerung des Seewinkels „ihrem“ Nationalpark gegenüber äußerst positiv eingestellt ist. Von Beginn an war die Zustimmung zum Projekt „Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel“ sehr hoch, was nicht zuletzt durch die umfassende Einbindung der Bevölkerung in die Planung und die Entscheidungen erreicht wurde. Rund neun von zehn befragten Personen sind demnach der Meinung, daß das Bestehen des Nationalparks für die gesamte Region von Bedeutung ist und Vorteile bringt; zudem wird dem Nationalpark eine große Bedeutung für den Tourismus in der Region eingeräumt. Diese positive Haltung der Bevölkerung zum Nationalpark zeigt sich auch darin, daß viele Seewinkler selbst mehrmals pro Jahr den Nationalpark, Exkursionen, Vorträge und andere Veranstaltungen besuchen. Im Zuge der Befragung wurde auch die Einstellung der Bevölkerung zur Nationalparkleitung und die Zufriedenheit mit deren Arbeit und Informationsverhalten gemessen, wobei auch in dieser Hinsicht eine überwiegend positive Haltung der Befragten festzustellen ist. Die Menschen haben das Gefühl, von der Nationalparkleitung informiert und in die Entscheidungen eingebunden zu werden; weiters billigen sie den Verantwortlichen zu, bei ihrer Tätigkeit die Meinungen und Bedürfnisse der Menschen nach Maßgabe zu berücksichtigen. Eine derart positive Einstellung, wie sie die Bevölkerung des Seewinkels dem Nationalpark gegenüber aufweist, ist für eine glaubhafte Positionierung der Region als Nationalparkregion unbedingt erforderlich, denn eine starke Identifikation mit der Nationalparkidee und dem Nationalpark ist eine wesentliche Voraussetzung für dessen erfolgversprechenden Bestand.

Auch bezüglich der Einstellungen zu Nationalpark und Nationalparkleitung ist es für die Entscheidungsträger wichtig zu wissen, wovon diese Einstellungen abhängen und wie diese Faktoren ihrerseits beeinflußt werden können. Es wird deutlich, daß auch hier sozio-demographische und situative Variablen die zugrundeliegenden Einstellungen beeinflussen und bestimmen, wobei vor allem auf letztere durch entsprechendes Verhalten seitens der Verantwortlichen der Nationalparkleitung eingewirkt werden kann. So kann etwa durch die Beibehaltung (oder weitere Verbesserung) des von den Seewinklern überwiegend positiv bewerteten Informationsverhaltens und einer primär an der regionalen Bevölkerung orientierten Kommunikationspolitik sowohl die Einstellung zum Nationalpark als auch zur Nationalparkleitung verbessert werden.

Wie durch die bisherigen Ausführungen sichtbar wurde, steht die Bevölkerung des Seewinkels sowohl dem Tourismus als auch dem Nationalpark in der überwiegenden Zahl der Fälle sehr positiv gegenüber. Die Tourismusakzeptanz und die starke Identifikation mit dem Nationalpark stellt eine vielversprechende Basis für eine sanfte, nachhaltige Entwicklung des (Nationalpark-) Tourismus im Seewinkel dar – eine Basis, auf die im Hinblick auf eine stärkere Akzentuierung des Qualitätstourismus in der Region aufgebaut werden kann.

Die Untersuchung zeigt, daß für die Erhaltung dieser positiven Einstellungen vor allem die entsprechende Einbindung der Bevölkerung und die Berücksichtigung deren Bedürfnisse, Meinungen und Wünsche unerläßlich sind. Die künftige Entwicklung des Tourismus und des Nationalparks sollte daher unbedingt unter weitestgehender Einbeziehung der Bevölkerung erfolgen.

Inhaltsverzeichnis:

Kurzfassung i
1. Einleitung 1
2. Der theoretische Hintergrund 3
2.1 Mögliche Auswirkungen und Folgen des Tourismus 3
2.1.1 Ökonomische Auswirkungen 3
2.1.2 Ökologische Auswirkungen 5
2.1.3 Sozio-kulturelle Auswirkungen 6
2.2 Impact-Studien: Grundideen und Konzeptionen 10
3. Ausblick auf den empirischen Teil der Arbeit 18
4. Die Region 19
4.1 Geographische und demographische Darstellung des Seewinkels 19
4.2 Die wirtschaftliche Situation in der Region 21
5. Tourismus im Seewinkel 27
5.1 Touristische Suprastruktur 29
5.2 Wichtige Tourismusindikatoren 33
6. Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel 38
6.1 Die Entstehung des Nationalparks 38
6.1.1 Die IUCN-Kategorisierung 40
6.2 Das Nationalparkgebiet 41
6.3 Die Bedeutung des Nationalparks für die Region 43
7. Die Untersuchung der Einstellungen der Bevölkerung 47
7.1 Die Konzeption der Untersuchung 47
7.2 Das Untersuchungsdesign 50
7.3 Der Fragebogen 52
7.4 Die Durchführung der Untersuchung 52
8. Das Nonresponse Problem 55
8.1 Allgemeines zum Non-Response Problem 55
8.2 Positive Einflüsse auf Responsequoten 60
8.3 Verbesserungsmöglichkeiten für Folgeuntersuchungen 62
9. Deskriptive Auswertung des Fragebogens 64
9.1 Darstellung der deskriptiven Auswertung 64
9.2 Qualitative Auswertung der Kommentare und Anmerkungen 121
10. Die Überprüfung der Hypothesen 124
10.1 Zur Vorgehensweise 124
10.1.1 Die Bestimmung von Dimensionalität und Struktur der Einstellungen 124
10.1.2 Faktoranalytische Darstellung der tourismusspezifischen Aussagen 126
10.1.3 Faktoranalytische Darstellung der nationalparkspezifischen Aussagen 130
10.1.4 Die Auswahl geeigneter Analysemethoden und Tests 132
10.2 Die Auswertung der Ergebnisse 132
10.2.1 Der Einfluß situativer Faktoren auf die Einstellungen zum Tourismus 133
10.2.1.1 Wohnort 133
10.2.1.2 Kontakthäufigkeit in Bezug auf Touristen 134
10.2.1.3 Kontaktintensität in Bezug auf Touristen 135
10.2.1.4 Gesellschaftliche Einbindung in die Gemeinde 136
10.2.1.5 Einbindung in tourismuspolitische Entscheidungsprozesse 137
10.2.2 Der Einfluß situativer Faktoren auf die Einstellung zum Nationalpark 137
10.2.2.1 Wohnort 137
10.2.2.2 Informationsverhalten der Nationalparkleitung 138
10.2.2.3 Nutzung des Nationalparks 139
10.2.2.4 Gesellschaftliche Einbindung in die Gemeinde 140
10.2.2.5 Einbindung in tourismuspolitische Entscheidungsprozesse 140
10.2.3 Der Einfluß sozio-demographischer Faktoren auf die Einstellung zum Tourismus 141
10.2.3.1 Alter 141
10.2.3.2 Geschlecht 141
10.2.3.3 Bildungsniveau 142
10.2.3.4 Wohndauer 143
10.2.3.5 Geburtsort 144
10.2.3.6 Beschäftigung in der Tourismusbranche 145
10.2.3.7 Beschäftigung von Familienmitgliedern in der Tourismusbranche 146
10.2.4 Der Einfluß sozio-demographischer Faktoren auf die Einstellung zum Nationalpark 147
10.2.4.1 Alter 147
10.2.4.2 Geschlecht 148
10.2.4.3 Bildungsniveau 148
10.2.4.4 Wohndauer 149
10.2.4.5 Geburtsort 149
10.2.4.6 Beschäftigung in der Tourismusbranche 150
10.2.4.7 Beschäftigung von Familienmitgliedern in der Tourismusbranche 150
10.2.5 Wechselwirkungen zwischen Einstellungsfaktoren und -komponenten 151
10.2.5.1 Die Auswirkung der wahrgenommenen „Community Benefits” auf den „Tourism Support” 151
10.2.5.2 Die Auswirkung der wahrgenommenen „Personal Benefits” auf den „Tourism Support” 152
10.2.5.3 Die Auswirkung der wahrgenommenen „Social Impacts” auf den „Tourism Support” 153
10.3 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse 154
11. Resümee 158
12. Literaturverzeichnis 163
Anhang A (Zeitungsartikel „Geschnatter“ 3/98 und 4/98)
Anhang B (Fragebogen)
Anhang C (ausgewählte Ergebnisse verschiedener statistischer Analysen in SPSS)

Automatisiert erstellter Textauszug:

Um eine entsprechende Vergleichbarkeit der Studien zu gewährleisten, scheint die Beibehaltung des Untersuchungsdesigns geboten (schriftliche Vollerhebung), wobei dies natürlich auch eine Kostenfrage darstellt. Die Vorabinformation der Bevölkerung könnte wieder mittels Nationalparkzeitung erfolgen. Zusätzlich könnten die Haushalte der Gemeinden kurz vor der Untersuchung durch eine Postwurfsendung erneut auf die Befragung aufmerksam gemacht werden. Im Zuge der vorliegenden Untersuchung wurde seitens einer Gemeinde der Vorschlag gemacht, die Befragung in einem Informationsblatt der Gemeinde eigens anzukündigen, um die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen. Diese Anregung halte ich für durchaus sinnvoll, wobei aber alle 14 Gemeinden der Region diese Informationsleistung erbringen müßten, da es anderenfalls zu einer Verzerrung der Ergebnisse kommen kann. Die Koordination dieser Maßnahme erfordert jedoch eine erhebliche Vorlaufzeit und konnte aus diesem Grund für die vorliegende Studie nicht umgesetzt werden. [...]

Weshalb konnte nun trotz Berücksichtigung dieser Faktoren nur eine geringe Rücklaufquote erzielt werden? Die von einigen (zufällig auf der Straße angesprochenen) Personen in kurzen Einzelgesprächen genannten Gründe wie „Ich hatte keine Zeit“, „Mir ist kein Fragebogen aufgefallen“ oder „Ich hielt den Fragebogen für Werbematerial“ scheinen keine allzu tiefen Einblicke in den tatsächlichen Entscheidungsprozeß der Zielpersonen zu geben. Dem zuvor dargestellten Rational-Choice-Ansatz folgend, können primär drei mögliche Gründe für eine hohe Verweigerungsrate angeführt werden: mangelndes Interesse am Thema, zu hohe Kosten der Teilnahme sowie die Nicht-Erreichung bzw. das Vereiteln persönlicher Ziele. Zeigt die zu befragende Person grundsätzlich kein Interesse am Untersuchungsthema, so muß mit einer Verweigerung gerechnet werden. Es ist durchaus denkbar, daß einige Seewinkler kein Interesse am Thema Tourismus haben und daher die Beantwortung des Fragebogens verweigert haben. Bei einer zweiten Gruppe der NonRespondenten scheint in der Tat der Zeitaufwand für das Ausfüllen des Fragebogens und/oder die Einsendung bzw. Abgabe des ausgefüllten Fragebogens die Kosten-Nutzen Überlegung negativ beeinflußt zu haben; dies trifft auch auf Zielpersonen zu, welche die Befragung als Belastung empfinden. Es ist vorstellbar, daß vor allem die Beurteilung der 38 Aussagen zu Tourismus und Nationalpark aus der Sicht mancher Personen eine unangenehme Belastung darstellt, die nach Möglichkeit vermieden werden soll, wobei nach der Rational-Choice-Theorie Verweigerung die Folge ist (siehe Abbildung 8.1.). Weiters ist nicht auszuschließen, daß die Teilnahme an der Untersuchung für einen anderen Teil der [...]

Aus dieser Meta-Analyse geht hervor, daß vor allem ein universitärer Sponsor, eine schriftliche Vorankündigung, eine Postkartenerinnerung, die (grüne) Farbe des Fragebogens und die Frankierung des Rückumschlags mit Briefmarken einen positiven Effekt auf die Rücklaufquote besitzen. Um bei der vorliegenden Untersuchung ebenfalls einen möglichst hohen Rücklauf zu erzielen, wurden einige dieser Faktoren bei der Durchführung der Befragung nach Möglichkeit berücksichtigt. Die in der Meta-Analyse angesprochene schriftliche Vorankündigung erfolgte – wie bereits in Abschnitt 7.2. erwähnt – in Form einer Kurzmeldung in der Nationalparkzeitung „Geschnatter“ im September 1998 (siehe Anhang). Weiters wurde sowohl im Artikel der Dezember-Ausgabe des „Geschnatter“ als auch im Einleitungstext des Fragebogens ausdrücklich auf den universitären Hintergrund der Studie hingewiesen, um den etwaigen Eindruck einer kommerziellen Befragung gar nicht erst entstehen zu lassen. Auch bei der Gestaltung des Fragebogens und der Auswahl des Papiers (hinsichtlich Farbe und Papierstärke) wurde auf eine gefällige Optik geachtet. [...]

Arbeit zitieren:
Schittenhelm, Christoph September 1999: Social Impacts im Tourismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismusforschung, Nationalpark-Tourismus, Sozio-ökonomische Auswirkungen des Tourismus, Messung von Einstellungen und Haltungen, Nationalpark Seewinkel Österreich

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