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Sabbaticals in der Privatwirtschaft

Sabbaticals in der Privatwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Lizentiatsarbeit
  • Autor: Jessica Korth
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5450-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5450-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5450-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Korth, Jessica Dezember 2000: Sabbaticals in der Privatwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Langzeiturlaub, Mitarbeiterbindung, Arbeitszeitmodelle, Führungskräfte, Arbeitszeitflexibilisierung

Lizentiatsarbeit von Jessica Korth

Einleitung:

„Sabbaticals in der Privatwirtschaft“ - ein Thema, das höchst praxisrelevant und vom Forschungsfeld her im interessanten Überschneidungsbereich zwischen Arbeits- und Organisationspsychologie und Human Ressource Management angesiedelt ist. Ziel der Arbeit war es, das Phänomen Sabbatical in seinen Auswirkungen für Unternehmen und Beschäftigte detailliert aus der Sicht von Betroffenen zu erfassen.

Gang der Untersuchung:

Im Theorieteil der Arbeit wird das Thema Sabbatical in den grösseren Zusammenhang von Arbeitszeitmodellen gestellt. Bei der Auswahl der Untersuchungsstichprobe war ein wesentliches Kriterium, dass die Personen bereits ein Sabbatical absolviert haben.

Das zweite Kriterium war, dass die Personen Führungsfunktionen inne haben, was darin begründet liegt, dass gerade bei Führungskräften besondere Zweifel bzgl. der Möglichkeiten flexibler Arbeitszeitgestaltung geäussert werden und dass gleichzeitig Führungskräfte als wesentliche Träger der Kultur des Unternehmens einen grossen Einfluss darauf haben, ob Sabbaticals in einem Unternehmen möglich und erfolgreich sind.

In einem Modell für den erfolgreichen Ablauf von Sabbaticals wurden die Ergebnisse der Studie verdichtet. Interessant ist dabei sicherlich die abschliessende Hypothese, in der postuliert wird, dass hohe informelle Unterstützung und ein mittlerer Grad an formalen Regeln im Unternehmen den Erfolg von Sabbaticals massgeblich bestimmen. Dabei wird Erfolg vor allem in einer – auch nach dem Sabbatical - für Individuum und Organisation befriedigenden Fortführung der Arbeitstätigkeit im Unternehmen gesehen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
1.1 Einleitung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Sabbaticals 2
2.1 Sabbatical: Entwicklung und Begriff 2
2.2 Arbeitszeit 4
2.2.1 Sozialpolitische Entwicklung der Lebensarbeitszeit 4
2.2.2 Die Normalarbeitszeit 5
2.2.3 Flexible Arbeitszeiten 6
2.3 Theoretische Erkenntnisse über Sabbaticals 8
2.3.1 Flexible Arbeitszeiten und Sabbaticals Flexibilitatsparameter 8
2.3.2 Ansammeln von Zeitguthaben für Sabbaticals 10
2.3.3 Vor und Nachteile von Sabbaticals 11
2.4 Flexible Arbeitszeiten und die Problemgruppe Führungskräfte 15
3. Definitionen Zielsetzung und Aufbau der Studie 17
3.1 Begriffsdefinitionen 17
3.2 Zielsetzung 18
3.3 Fragestellung 19
3.4 Methodische Konzeption der Untersuchung 20
3.4.1 Grundsätzliche Entscheidung zum Forschungsdesign 20
3.4.2 Beschreibung und Abgrenzung der gewählten qualitativen Methode 21
3.5 Vorgehensweise 25
3.5.1 Aufruf am Absolventenkongress 25
3.5.2 Pilotstudie 26
3.5.3 Ablauf der Interviews 27
3.5.4 Aufbau des Interviewleitfadens 27
4. Ergebnisse 29
4.1 Deskriptive Auswertung 30
4.2 Erwartungen der Sabbaticalnehmer 34
4.3 Vorteile 39
4.3.1 Vorteile für Unternehmen und Sabbaticalnehmer 40
4.3.2 Vorteile für das Unternehmen 46
4.4 Nachteile 50
4.4.1 Vor dem Sabbatical 52
4.4.2 Während des Sabbaticals 53
4.4.3 Nach dem Sabbatical 56
4.5 Erleichternde Bedingungen 58
4.5.1 Aussenbedingungen 59
4.5.2 Durchführungsbedingungen 61
4.5.3 Unternehmenskultur 71
4.6 Verhaltensempfehlungen der Sabbaticalnehmer 77
4.6.1 Planung und Organisation 79
4.6.2 Flexibilitat 82
4.6.3 Transparenz und Offenheit im Umgang 84
5. Diskussion 85
5.1 Inhaltliche Diskussion Kritische Betrachtung und Interpretation der gefundenen Ergebnisse 85
5.2 Methodische Diskussion Methodische Probleme und Kritik 93
6. Weiterführende Hypothese und Ausblick 96
6.1 Zweidimensionale Einstufung der Unternehmen und das Thema Kündigung 96
6.2 Ausblick 109
7. Zusammenfassung 110
A. Arbeitszeitmodelle 119
B. Anschreiben 121
C. Kurzfragebogen 123
D. Vorinformation zum Interview 125
E. Anonymisierte Teilnehmerdaten 127
F. Punkte zur Einordnung der Unternehmen 129

Automatisiert erstellter Textauszug:

Sabbaticals gefordert und negative E ekte vermieden oder abgeschwacht werden. Die Begri e "Umstande", "Bedingungen" und "Voraussetzungen" werden im Folgenden synonym verwendet (wobei positive bzw. erleichternde Bedingungen zu einem Gelingen des Sabbaticals beitragen negative bzw. erschwerende Bedingungen bewirken das Gegenteil). Erleichternde Bedingungen sind in zwei Feldern zu nden: Einerseits existieren bestimmte Bedingungen ausserhalb des Unternehmens, d.h. Bedingungen seines Umfelds und der Umwelt, die ein Sabbatical erleichtern bzw. erschweren und unter dem Abschnitt "Aussenbedingungen" betrachtet werden. Diese konnen vom Unternehmen nicht, nur indirekt oder nur sehr schwer beein usst werden. Andererseits gibt es Bedingungen innerhalb des Unternehmens, die dem Sabbaticalnehmer die Inanspruchnahme und Durchfuhrung seines Sabbaticals erleichtern. Diese sind durch den Sabbaticalnehmer selbst oder das Unternehmen beein ussbar und werden im Abschnitt "Durchfuhrungsbedingungen" behandelt. Schliesslich ist die Unternehmenskultur zu betrachten, die zwar nur langfristig und schwer, aber dennoch durch gezielte Massnahmen vom Unternehmen und Mitarbeitern (inkl. dem Sabbaticalnehmer) beein usst werden kann. Es ist anzumerken, dass zu jeder erleichternden Bedingung immer auch das Gegenteil einer erschwerenden Bedingung besteht. Vielfach konnen durch Aussagen von Sabbaticalnehmern uber erschwerende Bedingungen jene Bedingungen abgeleitet werden, die ein Sabbatical erleichtern wurden und vice versa. Da es Ziel jedes Sabbaticalnehmers und auch Unternehmens sein wird, erleichternde Bedingungen fur ein Sabbatical herzustellen, wird das Interesse v.a. auf positive Auspragungen fallen. [...]

nicht anwesend, aber im Unternehmen bleibt die Arbeit nicht stehen. Negative Auswirkungen, die sich bzgl. der bleibenden Arbeit ergeben, beziehen sich also auf das Unternehmen, respektive die zuruckbleibenden Mitarbeiter. Es ist an dieser Stelle wichtig, noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass die Ergebnisse der vorliegenden Studie auf Aussagen von Sabbaticalnehmern beruhen. Da sie wahrend ihres Sabbaticals nicht anwesend waren, konnten sie also nicht selbst die Auswirkungen auf das Unternehmen wahrend ihres Sabbaticals erfahren. Die folgenden Aussagen beruhen deshalb auf Ausfuhrungen der Sabbaticalnehmer uber einen Bereich, den sie selbst nur indirekt erfahren haben: wahrend des Sabbaticals, wenn der Kontakt zum Unternehmen aufrecht erhalten wurde oder nach dem Sabbatical, wenn sie uber die Zeit ihrer Abwesenheit informiert wurden. Trotz dieser Problematik soll der folgende Abschnitt nicht ausgeklammert werden, da sich bezuglich der bleibenden Arbeit wahrend eines Sabbaticals doch gravierende Nachteile fur ein Unternehmen ergeben konnen. Zu nennen sind hier folgende Punkte: Mehrbelastung der zuruckbleibenden Mitarbeiter Fehlende Human-Ressources Verlorene Auftrage [...]

"man viel Zeit braucht], um das zu organisieren" M03a] und es "auch administrativ aufwendig" M03b] ist. Ob dieser Mehraufwand vom Sabbaticalnehmer oder anderen Personen geleistet wird, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden wobei der Sabbaticalnehmer "wahrscheinlich sehr Interesse daran hat], jemand einzuarbeiten, damit er] in das Sabbatical gehen kann" M03b]. Dennoch bedeutet es auch fur den Sabbaticalnehmer einen Aufwand, der nicht zu unterschatzen ist: "Und dann musste ich den die Stellvertretung] auch einarbeiten. Es war dann wirklich ein Thema: kann ich die Pendenzen, die ich hatte, erledigen, das der die Stellvertretung] nicht gerade alles zu tun] hat. Das war eigentlich wirklich das grosste Problem" M10x]. [...]

Arbeit zitieren:
Korth, Jessica Dezember 2000: Sabbaticals in der Privatwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Langzeiturlaub, Mitarbeiterbindung, Arbeitszeitmodelle, Führungskräfte, Arbeitszeitflexibilisierung

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