Internationale Direktinvestitionen
Determinanten und Konsequenzen für die Herkunftsländer
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dirk Wahrendorf
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 69 Seiten
- Dateigröße: 516,8 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: FernUniversität Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5265-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5265-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5265-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wahrendorf, Dirk Dezember 2001: Internationale Direktinvestitionen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Auslandsinvestitionen, Kapitalströme, Multinationale Unternehmen
In den Warenkorb
58,00 €
Diplomarbeit von Dirk Wahrendorf
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit beginnt mit einer begrifflichen Einstufung und Definition einer internationalen Direktinvestition sowie der Darstellung von Umfang und Struktur anhand von Zahlenmaterial.
Daran anschließend werden verschiedene, zu Direktinvestitionen alternative Internationalisierungsstrategien, vorgestellt und eine Abgrenzung zu anderen Kapitaltransfers getroffen.
Nach einer erfolgten Definition und Einordnung von internationalen Direktinvestitionen folgt im Hauptteil die Bestimmung möglicher Initiatoren von Direktinvestitionen, sowie einer Ermittlung ihres Erklärungswertes bzgl. ausländischer Direktinvestitionen. Dazu werden zuerst mögliche Zielsetzungen aufgeführt, die Unternehmen mit einer internationalen Direktinvestition verfolgen.
Anhand von traditionellen Theorien werden dann mögliche Bestimmungsgründe, die für eine Durchführung einer Direkt-investition verantwortlich sein können, ermittelt. Hierbei werden die Theorien nicht in all ihren Einzelheiten analysiert und beschrieben, sondern lediglich in ihren Grundzügen dargestellt und auf ihren empirischen und theoretischen Erklärungsgehalt hin bewertet.
Der anschließende Absatz befasst sich mit der Aufführung und Analyse verschiedener positiver wie negativer Konsequenzen, welche eine internationale Direktinvestition auf den Wirtschaftsraum der Herkunftsländer ausüben kann.
Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse und einigen wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Gegenstand und Ziel | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Begriffliche Grundlagen der Direktinvestition | 3 |
| 2.1 | Definition der Direktinvestition | 3 |
| 2.2 | Klassifizierung der Direktinvestitionen | 5 |
| 2.2.1 | Horizontale, vertikale und konglomerate Direktinvestition | 5 |
| 2.3 | Definition multinationaler Unternehmen | 6 |
| 2.4 | Umfang und Struktur von Direktinvestitionen | 6 |
| 3. | Abgrenzung zu anderen internationalen Kapitalströmen und Handelsbeziehungen | 9 |
| 3.1 | Portfolioinvestitionen | 9 |
| 3.2 | Direktinvestitionen und alternative Internationalisierungsstrategien | 9 |
| 4. | Bestimmungsgründe internationaler Direktinvestitionen | 11 |
| 4.1 | Zielsetzungen bei Auslandsinvestitionen | 11 |
| 4.2 | Erklärungsansätze zur Direktinvestition | 12 |
| 4.2.1 | Theorie des internationalen Handels | 13 |
| 4.2.1.1 | Theorie der komparativen Kosten | 13 |
| 4.2.1.2 | Faktorproportionentheorem | 14 |
| 4.2.1.3 | Mundellsches Substitutionstheorem | 14 |
| 4.2.1.4 | Hirsch-Ansatz | 15 |
| 4.2.1.5 | Corden-Ansatz | 16 |
| 4.2.1.6 | Produktzyklustheorie | 17 |
| 4.2.1.7 | Kritische Betrachtung | 18 |
| 4.2.2 | Standorttheorie | 19 |
| 4.2.2.1 | Investitionsanreize der Zielländer | 21 |
| 4.2.2.2 | Marktgröße- und Marktwachstumshypothese | 21 |
| 4.2.2.3 | Handelsschrankenargument | 22 |
| 4.2.2.4 | Lohnkostendifferenzen | 22 |
| 4.2.2.5 | Steuersysteme | 23 |
| 4.2.2.6 | Politische Faktoren | 23 |
| 4.2.2.7 | Kritische Betrachtung | 25 |
| 4.2.3 | Kapitaltheorie | 27 |
| 4.2.3.1 | Währungsansatz von Aliber | 27 |
| 4.2.3.2 | Liquiditätshypothese | 28 |
| 4.2.3.3 | Zinssatztheorie | 28 |
| 4.2.3.4 | Profitabilitätstheorie | 29 |
| 4.2.3.5 | Kritische Betrachtung | 30 |
| 4.2.4 | Industrial-Organization-Theorie | 31 |
| 4.2.4.1 | Monopolistischer Ansatz | 32 |
| 4.2.4.2 | Oligopolistische Reaktions-Hypothese | 33 |
| 4.2.4.3 | Kritische Betrachtung | 34 |
| 4.2.5 | Theorie der Unternehmung | 35 |
| 4.2.5.1 | Verhaltenstheoretischer Erklärungsansatz von Aharoni | 35 |
| 4.2.5.2 | Managementorientierter Ansatz | 36 |
| 4.2.5.3 | Kritische Betrachtung | 37 |
| 4.2.6 | Eklektische Theorie | 38 |
| 4.2.7 | Zusammenfassung | 40 |
| 5. | Konsequenzeninternationaler Direktinvestitionen auf die Herkunftsländer | 42 |
| 5.1 | Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung und den Außenhandel | 42 |
| 5.2 | Technologieexport und wachsende Marktmacht | 48 |
| 5.3 | Direktinvestitionen als entwicklungspolitisches Instrument | 48 |
| 5.4 | Zusammenfassung | 49 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 50 |
| Anhang | 53 | |
| Literaturverzeichnis | 54 |
4.2.3.2. Liquiditätshypothese82 Die Liquiditätshypothese sieht einen Erklärungsansatz für Direktinvestitionen in einen positiven Zusammenhang zwischen dem intern erwirtschafteten Gewinn eines Unternehmens und dem Ausmaß seiner Investitionsausgaben, unter der Annahme einer Geringerschätzung der Kosten der Eigenfinanzierung gegenüber den Kosten der Fremdfinanzierung. In der Grundform sieht die Liquiditätshypothese eine relativ geringe Anlagesumme im Ausland vor, von der ein hoher Rückfluss erwartet wird. Da der so „gewonnene“ Betrag geringer eingeschätzt wird als sein Grundeinsatz, wird der Investor die Rückflüsse erneut einsetzen, also reinvestieren. Anreize zu zusätzlichen Direktinvestitionen entstehen also dann, wenn sie aus Überschüssen ausländischer Tochterunternehmen finanziert werden können. Die Schwäche der Liquiditätstheorie liegt jedoch in der fehlenden Begründbarkeit einer Erstinvestition. Mit dieser Theorie werden lediglich ausländische Investitionen begründet, denen bereits eine erste Auslandsinvestition vorangegangen ist. [...]
4.2.3.1. Währungsansatz von Aliber Anreize zur Investition im Ausland entstehen laut Aliber erst durch den Besitz von Wettbewerbsvorteilen gegenüber den Unternehmen im Gastland. Er geht davon aus, dass Wettbewerbsvorteile auf der Zugehörigkeit zu einem speziellen Währungsraum basieren und somit Direktinvestitionen von sogenannten Hartwährungsländern in Weichwährungsländer fließen.76 Begründet wird die Hypothese mit der Risikoeinstellung der Kapitalgeber. D.h., dass ein Risiko einer Währungsabwertung in zusätzlichen differierenden Prämien zu den in unterschiedlichen Währungsräumen gehandelten Vermögenswerten wiederspiegelt. Investoren sind demnach eher bereit in Währungsräumen mit Aufwärtstrend und relativ niedrigen Zinssätzen als in Währungsräumen mit Abwärtstrend und relativ hohen Zinssätzen zu investieren. Hieraus resultiert, dass, wenn ein Zinszuschlag auf eine inländische Währung geringer ist als der auf eine ausländische Währung, Tochtergesellschaften günstigere Finanzierungen vornehmen können als die Unternehmen im Gastland und somit Investitionen im Gastland bevorzugt werden. Empirische Untersuchungen von Alexander77, Logue78, Scaperlanda79, Boatwright80, Hultman81 und anderen konnten jedoch nicht die Allgemeingültigkeit der Währungsraumhypothese aufzeigen, da sie z.T. zu entgegengesetzten empirischen Befunden gelangten. Lediglich einen Zusammenhang zwischen Auf- und Abwertungen einer Landeswährung [...]
Lohnkostendifferenzen zwischen Empfänger- und Geberland einer Direktinvestition stellen auf den ersten Blick sicherlich einen starken Investitionsgrund aus kostenorientierter Sicht dar. Bei genauerer Betrachtung ist jedoch eine Entwicklung des Lohnniveaus nur sehr schwer zu prognostizieren, und kann u.U. sehr schnell das Lohnniveau des Geberlandes oder anderer Länder übersteigen. Zusätzlich kann bei raschem Marktwachstum ein Arbeitskräftemangel entstehen, welches das Lohnniveau ebenfalls steigen lässt.71 Auch kann die Höhe des Lohnniveaus nur ein Grund für die Durchführung einer Direktinvestition sein. So sind die Kostenvorteile in einem Niedriglohnland, welches i.d.R. ein Entwicklungsland ist, schnell durch andere durchzuführende Anpassungen an den eigenen Produktionsprozess aufgebraucht, da die Gegebenheiten, auf welche der Produktionsprozess ausgerichtet ist, sich von denen im Geberland unterscheiden können. Zu berücksichtigen sind zudem eine dem niedrigen Lohnniveau entgegenstehende niedrigere Arbeitsproduktivität,72 welches wiederum einen Kostenvorteil schmelzen lassen kann. Insgesamt, jedoch unter Berücksichtigung o.g. evtl. zusätzlicher Kosten, können Lohnkostendifferenzen ein wichtiger Bestimmungsgrund ausländischer Direktinvestitionen sein. Der Erklärungswert unterschiedliche Steuersysteme in potentiellen Investitionsländern zu den Geberländern scheint eher gering zu sein. Zu erklären ist dies dadurch, dass die Höhe der Steuersätze nur eine von vielen Erklärungsgründen von Direktinvestition ist, und nur die Rolle einer Nebenbedingung einnimmt. Zudem ist die Höhe der Besteuerung durch Wahl der Unternehmensrechtsform, durch unterschiedliche Steuerbelastungen von Finanzierungen variabel zu gestalten. Empirische Untersuchungen von Mellors73, Snoy74 und Hollander75 haben zwar einen geringen Einfluss festgestellt, bestätigen aber im Grunde die Annahme des geringen Erklärungswertes. Wie auch schon das Kapitel 4.2.2.6. über die politischen Faktoren gezeigt hat, sind keine der hier aufgeführten Faktoren allein für eine Entscheidung einer Standortwahl verantwortlich. Vielmehr greifen alle Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung in den Prozess der Standortwahl ein. Zur Frage der Höhe des Entscheidungswertes der Standorttheorie über eine Durchführung einer ausländischen Direktinvestition lässt sich der eben geschilderte Sachverhalt, wie ja auch schon Eingangs vermutet, auf diese Hauptentscheidung, die Wahl eines geeigneten Standortes, übertragen. Der Stellenwert der Standorttheorie ist sicherlich eine „Größe“ in der Vielzahl der relevanten Fragestellung über die Durchführung einer Direktinvestition, kann aber niemals als ein alleiniger Faktor zur Entscheidungsfindung herangezogen werden, da, wie bei vielen anderen Theorien auch, wichtige entscheidungsrelevante Sachverhalte, wie z.B. einer fehlenden [...]
In den Warenkorb
58,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452650
Arbeit zitieren:
Wahrendorf, Dirk Dezember 2001: Internationale Direktinvestitionen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Auslandsinvestitionen, Kapitalströme, Multinationale Unternehmen




