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Aktienoptionen als Führungsinstrument im Internationalen Vergleich

Deutschland versus USA

Aktienoptionen als Führungsinstrument im Internationalen Vergleich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arne Schröter
  • Abgabedatum: August 2001
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 750,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4786-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4786-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4786-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schröter, Arne August 2001: Aktienoptionen als Führungsinstrument im Internationalen Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: stock options, Incentives, Prinicipal Agent, Vergütung

Diplomarbeit von Arne Schröter

Einleitung:

Seit einigen Jahren verstärkt sich in deutschen Unternehmen der Trend zu einer „Shareholder Value“ basierten Unternehmensführung. Der vor allem von Alfred Rappaport geprägte „Shareholder-Value-Ansatz“ rückt den Marktwert und damit die Eigentümerrendite als Bewertungsmaßstab für Unternehmen in den Vordergrund, um den Interessen der Anteilseigner Rechnung zu tragen. Aus Sicht der Eigentümer ergibt sich aber somit das Problem, dass sich ihre Zielsetzungen von denen der Unternehmensführung unterscheiden können.

Die theoretische Basis hierfür liefert die Agency Theorie. In ihrer allgemeinen Form behandelt sie Beziehungen zwischen Auftraggeber, dem Prinzipal, und Auftragnehmer, dem Agenten. Der Agent verfügt hierbei im Rahmen seines Auftrags über ein gewisses Maß an Entscheidungsfreiheit, die dazu führen kann, dass er nicht im Sinne des Prinzipals handelt und somit nicht die gleichen Ziele verfolgt. Durch eine ausgeprägte Informationsasymmetrie seitens des Auftraggebers ist es zudem schwierig die Zielkonformität des Agenten zu überprüfen.

In der Betriebswirtschaftslehre versteht man unter dieser Principal-Agent-Problematik, neben zahlreichen anderen innerhalb der Unternehmenshierarchie, die Beziehung zwischen Management und Anteilseignern eines Unternehmens.

Eine Lösung dieses Problems verspricht dabei eine leistungsbezogene Entlohung der Unternehmensführung in Form von Aktien oder Aktienoptionen und damit eine Kopplung an die Entwicklung des Unternehmenswertes.

Derartige Formen der Vergütung sind in den Vereinigten Staaten bereits seit Jahrzehnten weit verbreitet, in Deutschland gewinnen sie erst jetzt zunehmend an Bedeutung.

Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Vor- bzw. Nachteile Aktienoptionspläne, im Gegensatz zu festen Managementgehältern, sich vor dem Hintergrund der Agency Problematik ergeben. Des weiteren sollen die Unterschiede in deutschen und amerikanischen Unternehmen bezüglich der Möglichkeit des Einsatzes von Aktienoptionen als Führungsinstrument herausgearbeitet werden.

Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen und den steuerlichen Hintergründen sind in diesem Zusammenhang vor allem die in beiden Ländern sehr divergenten Corporate-Governance-Systeme und die Formen der Unternehmensführung zu prüfen.

Ziel soll eine Bewertung von Aktienoptionsplänen in deutschen Vergütungssystemen hinsichtlich ihrer Umsetzungsmöglichkeit und ihrem Aussicht auf Erfolg sein.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 3
1. Stock Options: Ein Konzept für Deutschland? 4
2. Shareholder-Value-Konzept und Agency-Theorie 7
2.1 Das Shareholder-Value-Konzept 7
2.2 Das Principal-Agent-Problem 8
2.3 Lösungsmöglichkeiten des Principal-Agent-Problems in einer Aktiengesellschaft bzw. Corporation 10
3. Generelle Betrachtung des Einsatzes von Aktienoptionen als Managementkompensation 14
3.1 Einordnung der Aktienoption 14
3.2 Das Wesen der Aktienoption 15
3.3 Vorteile von Aktienoptionsplänen 18
3.3.1 Erhöhung der Attraktivität für den Kapitalmarkt 18
3.3.2 Liquiditätsschonende Vergütung 19
3.3.3 Minimierung der Interessensdivergenz 20
3.3.4 Anpassung der Zeitpräferenz des Managements 21
3.3.5 Rekrutierung und Bindung von Führungskräften 21
3.4 Nachteile von Aktienoptionsplänen 22
3.4.1 Einflussnahme durch das Management 22
3.4.2 Der Verwässerungseffekt 23
3.4.3 Windfall Profits 24
4. Stock Options in Deutschland und den USA im situativen und rechtlichen Vergleich 25
4.1 Unterschiede in der Vergütungsstruktur 25
4.2 Wertorientierte Managementvergütung in den USA 28
4.2.1 Strukturelle Rahmenbedingungen 28
4.2.2 Die amerikanische Public Corporation 31
4.2.2.1 Organe und Struktur 31
4.2.2.2 Einräumung und Konditionenfestlegung von Stock Option Plans 34
4.2.3 Die Steuerliche Behandlung der Managerial Compensation 36
4.2.4 Bilanzierung nach US-GAAP 38
4.2.4.1 Kosten für Unternehmen 38
4.2.4.2 Zusätzliche Angaben nach US-GAAP 40
4.2.5 Publizitätsvorschriften der SEC 41
4.2.6 Ausprägungsformen amerikanischer Stock Option Pläne 42
4.2.6.1 Incentive Stock Option Plans 42
4.2.6.2 Nonqualified Stock Option 43
4.2.6.3 Andere Differenzierungskriterien 45
4.3 Wertorientierte Managementvergütung in Deutschland 46
4.3.1 Strukturelle Rahmenbedingungen 46
4.3.2 Motive für Aktienoptionspläne in Deutschland 48
4.3.3 Die deutsche Unternehmensverfassung 50
4.3.3.1 Das dualistische Systemund die Vergütung des Vorstandes 50
4.3.3.2 Der Beschlussweg bei der Vergütung des Vorstandes 52
4.3.3.3 Veränderungen durch Einführung des KonTraG 54
4.3.3.4 Die Vergütung des Aufsichtsrats 55
4.3.4 Steuer- und bilanzrechtliche Aspekte 58
4.3.4.1 Steuerliche Behandlung 58
4.3.4.2 Bilanzierung und Publizitätsvorschriften nach HGB 59
4.3.5 Ausprägungsformen von Aktienoptionsprogrammen 61
4.3.5.1 Optionsanleihen und Wandelschuldverschreibungen 62
4.3.5.2 Nackte Optionen (Naked Warrants) 63
4.3.5.3 Phantomaktien 64
4.3.5.4 Stock Appreciation Rights 65
4.4 Zusammenfassung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten 66
5. Ansatzpunkte bei der Implementierung von Aktienoptionen in Deutschland 69
Anhang 71
Literaturverzeichnis 75
Eidesstattliche Erklärung 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

bei Veräußerung in beiden Fällen die „capital gains tax“ an, deren Höhe abhängig von der Haltedauer ist111. In beiden Fällen ergibt sich allerdings ein Steuervorteil auf Seiten des Unternehmens, da die Steuerlast auf die vom Begünstigten realisierten Ausübungsgewinne abzugsfähig ist. So haben Cisco und Microsoft im Geschäftsjahr 1999/2000 keine Steuern gezahlt, da ein Großteil der Angestellten ihre Aktienoptionen ausübten und so Personalkosten in Höhe von je 2,5 und 5,5 Milliarden Dollar bei den Unternehmen steuerlich geltend gemacht werden konnten112. 4.2.4 Bilanzierung nach US-GAAP Die amerikanischen Bilanzierungsvorschriften nach US-GAAP kennen, im Gegensatz zu den International Accounting Standards (IAS) oder den Vorschriften des HGB, detaillierte Regelungen zur Bilanzierung von Stock Option Plänen. Der Grund hierfür liegt in einer Verpflichtung zur transparenten Darstellung der Vermögensänderung seitens der Aktionäre, die durch die Gewährung von Aktienoptionsplänen verursacht wird. Eine Bewertung hinsichtlich der Wirksamkeit zur Schaffung von Shareholder Value wird somit (wenn auch mit Einschränkungen) erleichtert113. 4.2.4.1 Kosten für Unternehmen Sieht man den Einsatz von Aktienoptionen für Führungskräfte als ein Instrument zur Vermeidung hoher Personalaufwendungen, was vor allem für junge, kapitalschwache Unternehmen von Bedeutung ist114, so ist zu prüfen, ob und inwieweit die Kosten eines derartigen Programms in den USA bilanziell erfasst werden. [...]

zu einer Höhe von einer Million Dollar, leistungsorientiert gewährte Bezüge hingegen vollständig beim Unternehmen steuerlich abzugsfähig sind. Dies veränderte die Zusammensetzung von Managergehältern vor allem in Bezug auf die Verwendung von Aktienoptionsprogrammen erheblich108. Bei der Besteuerung von Stock Options hängt es nach der aktuellen Rechtslage davon ab, ob Aktienoptionen im Zusammenhang mit einem steuerbegünstigten Modell gewährt werden oder nicht. Im ersten Fall sind zusätzliche Bedingungen zu erfüllen, die in Kapitel 4.2.4 dargelegt werden. Bei der Gewährung von Aktienoptionen ohne steuerbegünstigte Bedingungen sind für den Zeitpunkt der Besteuerung folgende Bedingungen ausschlaggebend: • • • • Die Option muss übertragbar sein. Sie muss sofort und vollständig ausübbar sein. Die Bedingungen dürfen den Wert der Option und der zugrundeliegenden Aktie nicht beeinflussen. Der Marktwert der Option muss einfach zu ermitteln sein. [...]

Angaben zur Höhe der Vergütung des Topmanagements gemacht werden. Zusätzlich muss eine Übersicht der Aktienperformance dargelegt und über personelle Verflechtungen berichtet werden, um so einem möglichen gegenseitigen „Back-scratching“ vorzubeugen. Eine genauere Darstellung der Vorschriften zur Offenlegung wird in Kapitel 4.2.3 gegeben. Bei der Gewährung von Stock Options für Manager in US-amerikanischen Unternehmen sind eine Reihe von bilanziellen und steuerlichen Aspekten zu berücksichtigen. Erstere sind für deutsche Unternehmen vor allem dann zu beachten, wenn sie nach US-GAAP bilanzieren. Aufgrund der umfangreichen Detailregelungen der Bilanzierungsvorschriften und Steuerregelungen, die in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit SOP existieren, soll im folgenden nur auf die wichtigsten Merkmale eingegangen werden, die eine Entscheidung bei der Gestaltung von Aktienoptionsprogrammen beeinflussen können. 4.2.3 Die Steuerliche Behandlung der Managerial Compensation Bei der Analyse der steuerlichen Behandlung von Aktienoptionen ist es primär von Bedeutung, ob durch die Gewährung von Stock Options Vorteile für den Begünstigten und/oder das Unternehmen entstehen. Betrachtet man die Entwicklung bei der Gewährung von Aktienoptionsprogrammen in den USA, so kann man feststellen, dass die allgemeine Verbreitung vor allem durch die Einführung speziell vom US-Steuerrecht begünstigter Aktienoptionsmodelle zugenommen hat106. Durch den Einsatz von „restricted stock options“ Anfang der 50er Jahre konnte für das Management eine Minderung des auf das Gehalt anzuwendenden Grenzsteuersatzes erreicht werden107, Optionsgewinne wurden demnach steuerlich günstiger behandelt als Barvergütungen. Die starke Zunahme von Aktienoptionsprogrammen Anfang der 90er Jahre kann auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass durch eine geänderte Gesetzgebung im Jahr 1993 der fixe Gehaltsbestandteil in Form der Barvergütung nur noch bis [...]

Arbeit zitieren:
Schröter, Arne August 2001: Aktienoptionen als Führungsinstrument im Internationalen Vergleich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
stock options, Incentives, Prinicipal Agent, Vergütung

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