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Die Bedeutung der Entwicklung des "Digitalen Films" unter besonderer Berücksichtigung von technischen, ökonomischen und ästhetischen Aspekten

Die Bedeutung der Entwicklung des "Digitalen Films" unter besonderer Berücksichtigung von technischen, ökonomischen und ästhetischen Aspekten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sonja Askarjan
  • Abgabedatum: Oktober 2004
  • Umfang: 62 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: School of Audio Engineering Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4092-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4092-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4092-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Askarjan, Sonja Oktober 2004: Die Bedeutung der Entwicklung des "Digitalen Films" unter besonderer Berücksichtigung von technischen, ökonomischen und ästhetischen Aspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Digital Video, High Definition, Digitales Kino, Zelluloid-Film, Material-Vergleich

Diplomarbeit von Sonja Askarjan

Zusammenfassung:

Die Geschichte des Films ist im Wesentlichen die Geschichte seiner Technik. Die künstlerische Gestaltung des Bildes war und ist abhängig von den technischen Möglichkeiten, die einem Filmemacher zur Verfügung stehen. Der Übergang vom stummen zum tönenden, vom schwarz-weißen zum farbenvollen Film hat unter dem Gesichtspunkt der Kreativität neue Filme hervorgebracht. Diese technischen Neuerungen wurden damals als sensationell empfunden. Sie sind jedoch nicht mit den stetigen Änderungen zu vergleichen, denen der Film heute ausgesetzt ist.

In der Filmindustrie vollzieht sich eine Revolution, die man aufgrund ihrer Gewaltigkeit und Schnelligkeit auch als „’digitale Renaissance’“ bezeichnen kann. Traditionelle Filmtechniken werden immer mehr von sich rasant entwickelnden digitalen Techniken abgelöst. Das physische Medium Film ist dabei sich in digitale Nullen und Einsen umzuwandeln. „An die Stelle des chemischen Prozesses tritt ein digitaler Rechenvorgang“. Filmsoftware und die dazugehörige leistungsstarke Hardware erlauben heutzutage eine leicht kontrollierbare Bearbeitung und Manipulation von Filmbildern. Da Computer immer schneller und kostengünstiger werden, stehen diese Techniken nun allen Filmemachern zur Verfügung. War vor zwanzig Jahren das Filmemachen aufgrund der hohen Produktionskosten noch eine elitäre Angelegenheit, so ist es heute jedem Filminteressierten möglich sich mit dieser Materie am eigenen Heimcomputer auseinander zu setzen. Es scheint, dass die einzige Grenze, die noch vorhanden ist, die „’eigene Vorstellungskraft’“ des Filmemachers ist.

Doch die Digitalisierung des Films ruft nicht nur Jubel, sondern auch hitzige Kontroversen hervor. Insbesondere im ästhetischen Bereich wird oft kritisiert, dass die auf Pixeln basierenden Bilder noch lange nicht an die Qualität von Zelluloid herankommen. Außerdem wird bemängelt, dass der Film als Kunstform verkommt, da nun ein offener Zugang zum Filmemachen besteht.

Unter diesem Vorzeichen ist es nicht verwunderlich, dass sich die digitale Filmtechnik bis heute ständig dem Vergleich mit der traditionellen Filmtechnik stellen muss, da der Zelluloid Film bis heute ein hochqualitatives physisches Medium darstellt, das der digitalen Technik in gewissen Aspekten noch überlegen ist.

Im Verlauf der Diplomarbeit soll versucht werden herauszufinden, inwiefern die digitalen Technologien den Tod des physischen Films, wie wir ihn seit über hundert Jahren kennen, einleiten, oder ob sie lediglich eine Unterstützung im Produktionsablauf darstellen. Oder ist es gar möglich, dass beides nebeneinander existiert?

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 5
TABELLENVERZEICHNIS 6
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 7
1. EINLEITUNG 8
2. GRUNDLAGEN DER FILMTECHNIK IN BEZUG AUF DEN ZELLULOID-FILM 10
2.1 Zelluloid 10
2.1.1 Filmschwärzung 10
2.1.2 Entwicklung des Filmmaterials 11
2.1.2.1 Negativ/Positiv- und Umkehrverfahren 11
2.1.3 Farbfilm 12
2.1.4 Filmformate 13
2.2 Bildauflösung 13
2.3 Filmkamera 14
2.4 Filmschnitt 14
3. GRUNDLAGEN DER DIGITALEN FILMTECHNIK 17
3.1 Definition Digital 17
3.2 Digitale Kamera 17
3.2.1 Ein-Chip Kamera 17
3.2.2 Drei-Chip Kamera 18
3.2.3 Chipgröße 19
3.2.4 Halbbilder und Bildauflösung 20
3.2.5 Kompression 20
3.3 Digitaler Nonlinearer Schnitt 21
3.3.1 Definition Nonlinear 21
3.3.2 Offene und geschlossene Systeme 21
3.3.3 Offline- und Onlineschnitt 22
3.3.4 Capturen 23
3.3.5 Schnittvorbereitung 23
3.3.5.1 EDL Liste 24
3.3.5.2 Loggen 24
3.3.5.3 Batchen 24
3.3.6 Schnittsoftware 25
3.3.7 Digitaler Filmschnitt 26
4. VERGLEICH DER TRADITIONELLEN UND DIGITALEN FILMTECHNIKEN 27
4.1 Vergleich von traditionellem Filmschnitt und digitalem Schnitt 27
4.1.1 Destruktiv vs. Nondestruktiv 28
4.1.2 Zusammenfassung 29
4.2 Vergleich von Zelluloid und CCD-Chips unter besonderer Berücksichtigung ästhetischer Aspekte 30
4.2.1 Lichtempfindlichkeit 30
4.2.2 Filmkörnung 30
4.2.3 Schärfentiefe 31
4.2.4 Bildauflösung und Halbbilder vs. Vollbilder 32
4.2.5 Farben und Kontraste 33
4.2.6 Zusammenfassung 33
5. DIE VERÄNDERUNGEN DES FILMPRODUKTIONSABLAUFES DURCH DIE DIGITALEN TECHNOLOGIEN 35
5.1 Drehbuch 35
5.2 Kalkulation 36
5.3 Planung. 36
5.4 Prävisualisierung 37
5.4.1 Storyboard 37
5.4.2 Raum, Figur und Licht 38
5.5 Digitale Postproduktion 39
5.5.1 Compositing 39
5.5.2 3D-Computeranimation 44
5.5.3 Realismus vs. Illusion 47
5.6 Distribution 48
6. HD UND DIGITAL CINEMA: EIN WEG IN DIE ZUKUNFT? 50
6.1 HD und 35mm Film im Vergleich 50
6.1.1 24p 50
6.1.2 Seitenverhältnis und Bildauflösung 51
6.1.3 Tiefenschärfe, Kontrast- und Farbwiedergabe 52
6.1.4 Look und Bewegungsdarstellung 52
6.1.5 Kostenersparnis 53
6.1.6 Zusammenfassung 53
6.2 Digital Cinema 54
7. RESÜMEE 57
LITERATURVERZEICHNIS 60
Eidesstattliche Erklärung 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Planung der Dreharbeiten seitens des Produktionsleiters stellt eines der wichtigsten Stadien im Ablauf einer Produktion dar. Je sorgfältiger die Planung aufbereitet ist, desto wahrscheinlicher ist ein reibungsloser Ablauf während der Dreharbeiten. Jeder Fehler, der dem Produktionsleiter in dieser Phase unterläuft, bedeutet meistens einen erheblichen finanziellen Verlust, wenn man bedenkt wie teuer ein Drehtag sein kann. Insofern sind spezielle Programme, die die Planung erleichtern, bares Geld. So kann man mit diesen Programmen alle wichtigen Listen erstellen. Von benötigten Requisiten bis hin zur Stabliste, alles wird akribisch festgehalten. Anhand dieser Informationen erstellt das Programm dann automatisch einen Drehplanentwurf. Sobald in den Listen Änderungen vorgenommen werden, aktualisiert das Programm sofort erkenntlich den Drehplan. Auch hier ist ein enormer Zeitaufwand eingespart und gewährleistet, dass keine Information verloren geht. Der Produktionsleiter erfährt eine enorme Erleichterung und Kontrolle mithilfe dieser Programme.53 [...]

Von der Kalkulation eines Films hängt letztendlich ab, ob ein Film realisierbar ist, oder nicht. In erster Linie muss die Kalkulation die Geldgeber überzeugen. Für sie muss ersichtlich sein, dass eine realistische Einschätzung der Kosten vorgenommen wurde, um nicht das Risiko eingehen zu müssen, Geld zur Verfügung gestellt zu haben, aber kein fertiges Endprodukt geliefert zu bekommen. Wurden früher mit Bleistift und Radiergummi tage- und wochenlang Kalkulationen per Hand vorgenommen, hat man heute Software, die die Berechnungen automatisch vornehmen. Die Gefahr, dass man sich verrechnet oder eine Zeile bei der Addition vergessen hat, ist damit ausgeschlossen. Weiterhin sind diese Programme mit aktuellen Steuer- und Prozentsätzen von allen notwendigen Auflagen eingespeist. Nachschlagen und Nachfragen hat sich somit erübrigt.52 [...]

Vor zwanzig Jahren war es noch üblich das Drehbuch mit der altbewährten Schreibmaschine zu schreiben. Wurden Szenen überarbeitet oder gar raus genommen, bedeutete dies, dass mehrere Seiten neu getippt werden mussten. Dank Computern gibt es heutzutage nicht nur weit verbreitete Textverarbeitungsprogramme, die jegliches Schreiben enorm erleichtern, indem alles zu jedem Zeitpunkt ohne Zeitverlust und ohne Aufwand verändert werden kann, sondern es existieren auch spezielle Drehbuchprogramme. Beispielsweise bei der Formatierung sind sie eine enorme Erleichterung, da sie sich an den vorherrschenden Standard-Layouts in den jeweiligen Genres orientieren. Diese Programme, eines der bekanntesten ist Final Draft, besitzen auch sehr wertvolle Werkzeuge, mit deren Hilfe sich der Autor einen Überblick über sein Werk verschaffen kann. So kann z.B. bestimmt werden, wie oft ein Charakter auftritt.51 Dies verschafft auch den Schauspielern einen Eindruck davon wie umfangreich ihre Rolle ist. Die Aktualisierung, die Formatierung wie auch der Überblick ermöglichen einen flexiblen Schreibprozess, und damit die Möglichkeit sich auf den wesentlichen, kreativen Vorgang zu konzentrieren. [...]

Arbeit zitieren:
Askarjan, Sonja Oktober 2004: Die Bedeutung der Entwicklung des "Digitalen Films" unter besonderer Berücksichtigung von technischen, ökonomischen und ästhetischen Aspekten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Digital Video, High Definition, Digitales Kino, Zelluloid-Film, Material-Vergleich

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