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Entscheidungsunterstützung bei der Einführung der Standardsoftware SAP R/3

Entscheidungsunterstützung bei der Einführung der Standardsoftware SAP R/3
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Özlem Hoffmann
  • Abgabedatum: April 1995
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 7,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3993-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3993-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3993-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoffmann, Özlem April 1995: Entscheidungsunterstützung bei der Einführung der Standardsoftware SAP R/3, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Özlem Hoffmann

Einleitung:

In den letzten Jahren hat sich das Informationsmanagement immer mehr zu einem wettbewerbspolitischen Einsatzinstrument vieler Unternehmen entwickelt. Die im Bereich der Informationsverarbeitung bereitgestellten Informationen beeinflussen weite Teile des Unternehmens. Im Zuge der wachsenden Internationalisierung und der damit einhergehenden Forderung nach mehr Flexibilität und Kundenorientierung und den hinzukommenden rasanten Entwicklungen im Bereich der Technologie wird immer häufiger die Frage nach einer besseren DV-technischen Unterstützung der Unternehmenstätigkeiten aufgeworfen. In dieses Gebiet fällt auch die Frage nach der Entscheidung für den Einsatz einer bestimmten Software. Eine wichtige Entscheidung im Rahmen einer Softwareeinführung ist darin zu sehen, ob eine eigens angefertigte Individualsoftware oder aber eine auf dem Markt befindliche Standardanwendungslösung eingesetzt werden soll. Diese Entscheidung wird als Make-or-Buy-Entscheidung bezeichnet. Gerade Unternehmen, die im Fertigungsbereich tätig sind, ziehen in den letzten Jahren immer häufiger den Einsatz von Standardanwendungssoftware einer Eigenentwicklung vor. Dabei ist festzustellen, daß viele Unternehmen sich für eine Softwarelösung der SAP AG und hier speziell für den Einsatz des R/3-Systems entscheiden. Vor diesem Hintergrund soll in dieser Arbeit hinterfragt werden, welche Beweggründe die Unternehmen dazu bringen, sich für dieses Anwendungssystem zu entscheiden.

Immer wieder fällt auf, daß diese Unternehmen eine Einführungsentscheidung zugunsten einer SAP-Lösung meist aus rein „strategischen" Beweggründen treffen, ohne konkrete stichhaltige Argumente zur Fundierung der Entscheidung bieten zu können. Oftmals wird in diesem Zusammenhang von einer sogenannten „Bauch-Entscheidung" gesprochen. Die Argumentationsbasis vieler Unternehmungen läßt sich wie folgt darstellen: Andere Unternehmen derselben Branche arbeiten bereits erfolgreich auf der Basis dieses Systems und insofern kann eine Entscheidung zugunsten des Systems nicht falsch sein. Hier erfolgt eine Orientierung an bereits erfolgten Installationen. Der Vorteil daran ist, daß man von den Erfahrungen der anderen Unternehmen profitieren kann. Diese Einstellung bezüglich einer Einführungsentscheidung läßt sich nicht zuletzt daran belegen, daß zahlreiche Unternehmen im Rahmen der praktischen Einführungsentscheidung der SAP-Software Wirtschaftlichkeitsaspekten eine geringe Bedeutung beimessen. Zu diesem Ergebnis führte eine empirische Studie über den Einsatz bzw. die Einführung von SAP-Software. Im Rahmen dieser Studie stellte sich heraus, daß lediglich 6% der Befragten Wirtschaftlichkeitsüberlegungen bei der konkreten Entscheidung für die Einführung einer SAP-Lösung explizit betrachtet haben. An diesem Aspekt wird sehr gut deutlich, wie wenig oftmals eine Entscheidung zugunsten einer bestimmten DV-Lösung wirtschaftlich fundiert ist.

In dieser Arbeit wird der Aspekt einer „strategischen" SAP-Entscheidung theoretisch hinterfragt, indem untersucht wird, inwieweit entscheidungsrelevante Kriterien, die bei der Einführung einer Software Beachtung finden (müssen), auf das SAP R/3-System anwendbar sind. In diesem Zusammenhang werden die für das R/3-System wichtigen Kriterien beispielhaft dargestellt. In den vergangenen Jahren ist auch immer deutlicher die Forderung nach einer Umgestaltung von Geschäftsprozessen zur besseren Abwicklung der Unternehmensaktivitäten (und dadurch der Erreichung der Unternehmensziele) zu hören. Vielfach wird diese Neuorientierung bzw. Umgestaltung unter dem des Business bzw. des Business Process Reengineering zusammengefaßt. Vor diesem Hintergrund der Entwicklung innerhalb der Ablauforganisation einer Unternehmung wird auch die Forderung laut, daß sich die im Unternehmen eingesetzten DV-Systeme an den Geschäftsprozessen orientieren, sie dadurch unterstützen und somit die Ausführung der Unternehmensaktivitäten erleichtern sollen. Deshalb ist zu beobachten, daß im Rahmen einer Einführung einer DV-Lösung innerhalb des Unternehmens verstärkt auf die Prozessunterstützung bzw. den Grad der Prozeßabdeckung durch das eingesetzte System geachtet wird. Auch diese Entwicklung hin zu einer ablauforganisatorischen Beeinflussung einer Softwareeinführungsentscheidung soll in dieser Arbeit betrachtet werden, da die SAP AG versucht, im R/3-System eine prozeßorientierte Unternehmensbetrachtung zu gewährleisten.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis X
I. Einführung 1
1. Problemstellung 1
2. Gang der Untersuchung 4
II. Betriebliches Informationsmanagement 6
1. Vorgehensweise 6
2. Grundlagen des Begriffs Informationsmanagement 6
2.1 Herkunft des Informationsmanagements 6
2.2 Herleitung des Begriffs Informationsmanagement 7
2.2.1 Vorgehensweise 7
2.2.2 Informationsmodell 7
2.2.3 Management 9
2.2.4 Informationsmanagement 10
3. Notwendigkeit des Informationsmanagements 11
4. Aufgabengebiete des Informationsmanagements 13
4.1 Grundlegendes zu den Aufgaben 13
4.2 Konkrete Tätigkeitsfelder des Informationsmanagements 14
III. Standardisierung und Prozessorientierung als Entwicklungstendenzen im IV. 16
1. Überblick 16
2. Der Begriff der Standardisierung 16
2.1 Standardisierung 16
2.2 Normen 18
2.3 De-facto Standards 19
3. Standardisierung im Bereich der Datenverarbeitung 20
3.1 Überblick 20
3.2 Abgrenzung Individual- versus Standardsoftware 20
3.2.1 Begriffsdefinitionen 20
3.2.2 Vor- und Nachteile des Einsatzes von Standardsoftware 22
3.3 Entwicklungstendenzen im Bereich von Anwendungssoftware 25
4. Ablauforganisatorische Betrachtung einer Unternehmung im Rahmen einer Softwareeinführung 26
4.1 Darstellung von Geschäftsprozessen 26
4.1.1 Überblick 26
4.1.2 Definition von Geschäftsprozessen 27
4.1.3 Klassifizierung von Geschäftsprozessen 30
4.2 der Umstrukturierung Unternehmensorganisation 32
4.2.1 Der Begriff des Business Process Reengineering 32
4.2.2 Bedeutung der Neugestaltung der Unternehmensprozesse 32
4.3 Computerunterstützte Modellierung und Repräsentation von Geschäftsprozessen 33
4.3.1 Charakteristika der Modellbildung 33
4.3.2 Ziele der Prozeßmodellierung 34
4.3.3 Methode der ereignisorientierten Prozessketten zur Prozeßmodellierung 35
4.3.3.1 Überblick 35
4.3.3.2 Elementare Bestandteile der Prozeßmodellierung 36
4.3.3.3 Ereignisorientierte Prozeßketten 37
4.3.4 Werkzeuge der Prozeßmodellierung 40
4.3.4.1 ARIS-Toolset 40
4.3.4.1.1 Theoretisches Konzept des Toolsets 40
4.3.4.1.2 Aufbau des ARIS-Tools 43
4.3.4.1.3 Einsatzgebiete des ARIS-Toolsets 43
4.3.4.2 SAP R/3-Analyzer 44
4.3.4.3 Zusammenhang von SAP-Analyzer und ARIS-Toolset 44
4.4 Vorgehensweise bei der prozessorientierten Einführung des R/3-Systems 45
4.4.1 Festlegung der Zielhierarchie und der Maßgrößen 45
4.4.2 Aufnahme der Ist-Situation 47
4.4.3 Herleitung des Soll-Geschäftsprozesses 47
4.4.3.1 Vorgehensweise 47
4.4.3.2 Mögliche Szenarien der Referenzmodellanpassung 48
4.4.3.3 Bewertung der Prozeßalternativen 50
4.5 Beispiel für eine Prozessbetrachtung im R/3-System 51
IV. Entscheidungsrelevante Kriterien bei der Einführung von Standardsoftware am Beispiel des SAP R/3-Systems 55
1. Überblick 55
2. Kurze Einführung in das R/3-System 56
3. Evaluierung des SAP R/3-Systems 56
3.1 Systemtechnische Aspekte des Systems 56
3.1.1 Überblick 56
3.1.2 Konfigurationsmöglichkeiten des R/3-Systems 57
3.1.3 Ressourcenbedarf eines R/3-Systems 61
3.1.3.1 Ressourcenbedarf eines R/3-Zentralsystems 61
3.1.3.2 Ressourcenbedarf einer verteilten Konfiguration 63
3.1.4 Vom R/3-System unterstützte Betriebs- und Datenbanksysteme 64
3.1.5 Netzwerkkommunikation im R/3-System 66
3.1.6 Vom R/3-System unterstützte Benutzeroberflächen 67
3.1.7 Zusammenfassende Darstellung der R/3-Architektur 68
3.2 Abdeckung der funktionalen Anforderungen durch das System 69
3.2.1 Anpassungsmöglichkeiten im R/3-System 69
3.2.2 Funktionalität des R/3-Systems in verschiedenen Unternehmensbereichen 71
3.3 Internationalität des R/3-Systems 72
3.4 Angebotsmerkmale des Softwareherstellers 74
3.4.1 Kundenservice als Beurteilungskriterium 74
3.4.1.1 Überblick 74
3.4.1.2 SAP Service-Systeme 75
3.4.1.2.1 Das Online-Service-System 75
3.4.1.2.2 Die SAP-InfoLine auf der Basis von Lotus Notes 77
3.4.2 Verfügbarkeit von Beratern 77
3.4.3 Releasepolitik des Herstellers 78
3.4.3.1 Releasewechsel beim R/3-System 78
3.4.3.2 Migration von SAP R/2 auf R/3 80
3.4.4 Zeitliche Verfügbarkeit des R/3-Systems 82
3.5 Wirtschaftlichkeitsaspekte beim R/3-System 84
3.5.1 Software-Lebenszyklus 84
3.5.2 Nutzen von Standard- und Individualsoftware 86
3.5.3 Kosten des R/3-Systems in der Implementierungsphase 87
3.5.3.1 Überblick 87
3.5.3.2 Kosten für den Hardwarebereich 87
3.5.3.3 Anschaffungskosten für die Software beim R/3-System 89
3.5.3.4 Sonstige Kostenkomponenten der Implementierung 90
3.5.4 Nutzenaspekte einer R/3-Einführung 91
3.6 Abbildbarkeit von Geschäftsprozessen im R/3-System 92
3.7 Zusammenfassende Entscheidungsunterstützung einer SAP-Einführung 93
V. Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse 95
Anhang A: Checkliste zur Entscheidungsunterstützung XI
Literaturverzeichnis XIV
Ehrenwörtliche Erklärung XXVII

Arbeit zitieren:
Hoffmann, Özlem April 1995: Entscheidungsunterstützung bei der Einführung der Standardsoftware SAP R/3, Hamburg: Diplomica Verlag

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