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Produktionsverlagerung mittelständischer Unternehmen ins Ausland

Produktionsverlagerung mittelständischer Unternehmen ins Ausland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Oliver Schoeller
  • Abgabedatum: September 1995
  • Umfang: 168 Seiten
  • Dateigröße: 8,6 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3941-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3941-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3941-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schoeller, Oliver September 1995: Produktionsverlagerung mittelständischer Unternehmen ins Ausland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Oliver Schoeller

Einleitung:

Zu den signifikantesten ökonomischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zählen die Intensivierung der weltwirtschaftlichen Verflechtung und die zunehmende Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit. Annähernd doppelt so schnell wie das reale Welt-Bruttosozialprodukt wächst seit Jahren das Welthandelsvolumen. Mehr als zwanzig Prozent der weltweit produzierten Güter werden heute grenzüberschreitend gehandelt. Die treibenden Kräfte hinter Exportboom und Globalisierungsschub liegen zum einen in der zunehmenden Angleichung der Kaufkraft und den wachsenden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten, die Käuferpräferenzen weltweit homogener werden lassen. Diesem Sog kommt zum anderen ein starker Druck von der Anbieterseite entgegen, da schnell steigende Entwicklungs- und Fertigungskosten sich in immer kürzeren Produktlebenszyklen amortisieren müssen, so daß ausreichendes Absatzvolumen nur bei Bedienung internationaler Märkte zu erzielen ist. Dies legt den Schluß nahe, auch der Mittelstand könne verstärkt zur Verlagerung von Tätigkeiten ins Ausland gezwungen sein, um neue Absatzmärkte zu erschließen und komparative Kostenvorteile zu nutzen.

Im Zuge der Internationalisierung hat sich der deutsche Mittelstand mit seiner traditionell vorsichtigen Exportstrategie zum Teil ausgesprochen starke Weltmarktpositionen erarbeitet und somit die Produktbasis für eine weitergehende Globalisierung erreicht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie die Internationalisierung mittlerer Betriebe in die wissenschaftliche Arbeit der Betriebswirtschaftslehre einzubeziehen ist. Die spezifischen Verhaltens- und Managementmerkmale, die aus den Führungs- und Organisationsstrukturen mittelständischer Unternehmen resultieren, verlangen eine differenzierte Untersuchung hinsichtlich ihres Internationalisierungsverhaltens. Aufgrund des . geringen Ressourcen-, Integrations- und Akquisitionspotentials der Mittelbetriebe gewinnt das Entscheidungsfeld vor allem dann an Komplexität, wenn die Auslandsaktivität mit einer langfristigen Ressourcenbindung verbunden ist. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen dieser Arbeit grenzüberschreitende Produktionsverlagerungen mittelständischer Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes untersucht werden.

Die Breite des Spektrums „Internationale Produktion“ läßt die Formulierung einer explikativen Gesamttheorie in dem vorgegebenen Rahmen nicht zu. Daher soll sich die Untersuchung auf zwei wesentliche Kernpunkte der Verlagerungsdiskussion konzentrieren. Zum einen stehen die Unternehmen vor der Wahl der geeigneten Eigentumsstrategie, zum anderen wird das Entscheidungsfeld wesentlich durch die Frage der Produktionsinhalte, d.h. der Leistungstiefe im Ausland determiniert.

Aufgrund der Variabilität der Erscheinungsformen grenzüberschreitender Produktionsverlagerungen kann es das Ziel der Untersuchung nicht sein, normative Aussagen im Sinne von Gesetzmäßigkeiten zu formulieren. Vielmehr sind Bedingungskonstellationen herauszuarbeiten, die die Problematik der Internationalisierung der Produktion beleuchten und die alternativen Eigentums- und Leistungsstrategien unter mittelstandsspezifischen Aspekten bewerten. Ziel der Arbeit ist es demnach, die Einflußfaktoren auf die Wahl der Verlagerungsstrategie zu eruieren und diese unter Berücksichtigung der besonderen Strukturmerkmale mittelständischer Unternehmen zu analysieren.

Gang der Untersuchung:

Vor dem Hintergrund dieser Problematik gliedert sich die Arbeit in fünf Hauptteile. Der erste Teil dient der begrifflichen Erläuterung der Internationalen Produktion und Produktionssysteme sowie der Abgrenzung mittelständischer Unternehmen: Hieraus läßt sich bereits ableiten, daß aufgrund der systemimmanenten Strukturmerkmale der Mittelbetriebe besondere Anforderungen an die Internationalisierungsentscheidung gestellt sind. Der zweite Hauptteil befaßt sich mit den theoretischen Grundlagen der Internationalisierung von Unternehmen und stellt die Ist-Situation mittelständischer Unternehmen im Internationalisierungsprozeß heraus. Das dritte Kapitel systematisiert die Erscheinungsformen der Eigentums- und Leistungsstrategien Internationaler Produktion. Das vierte Kapitel stellt die Einflußkriterien auf die Wahl der Eigentums- und Leistungsstrategien heraus. Diese werden jeweils unter mittelstandsspezifischen Aspekten analysiert und bewertet. Im Anschluß werden die Teilstrategien zusammengeführt und deren Interdependenzen dargelegt. Aus den Ergebnissen sollen Gestaltungsempfehlungen abgeleitet werden, die den strukturellen Besonderheiten mittelständischer Unternehmen gerecht werden. Der letzte Teil soll einen Ausblick auf die Zukunft des Mittelstandes unter dem Blickwinkel der Internationalen Produktion geben. Letztlich stellt sich die Frage, inwieweit die Wissenschaft einen Beitrag zur Förderung der Internationalisierung mittelständischer Unternehmen leisten kann.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
I. EINFÜHRUNG
1. Problemstellung
2. Ziel und Gang der Arbeit
3. Begriffliche Grundlagen
3.1 Internationale Produktion und Produktionssysteme
3.2 Mittelständische Unternehmung
II. MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN IM INTERNATIONALISIERUNGSPROZESS
1. Internationalisierung der Unternehmung
1.1 Dogmengeschichtliche Darstellung theoretischer Erklärungsansätze
1.1.1 Makroökonomische Erklärungsansätze
1.1.2 Mikroökonomische Erklärungsansätze
1.1.3 Verhaltensorientierte Erklärungsansätze
1.2 Unternehmen im Internationalisierungsprozeß
1.2.1 Strukturmodell nach Wiedersheim/ Paul
1.2.2 Kritische Würdigung des Strukturmodells
2. Stand der Internationalisierung mittelständischer Unternehmen
2.1 Exporttätigkeit und Unternehmensgröße
2.2 Kooperationen und Unternehmensgröße
2.3 Direktinvestitionen und Unternehmensgröße
3. Produktionsverlagerung als kritische Schnittstelle im Internationalisierungsprozeß mittelständischer Unternehmen
III. INTERNATIONALE PRODUKTION
1. Motive für die Internationalisierung der Produktion
1.1 Kostenorientierte Verlagerungsmotive
1.2 Marktorientierte Verlagerungsmotive
1.3 Gewichtung der Motive im Mittelstand
2. Eigentumsstrategien Internationaler Produktion
2.1 Bindung durch Kapitalbeteiligung
2.1.1 Ausländische Produktionsgesellschaft
2.1.2 Joint Venture
2.2 Bindung ohne Kapitalbeteiligung
2.2.1 Lizenzvergabe
2.2.2 Auftragsproduktion
3. Leistungsstrategien Internationaler Produktion
3.1 Vollproduktion im Ausland
3.1.1 Internationale Parallelproduktion und Spezialisierung
3.1.2 Lokale Abstimmung, Spezialisierung und Verselbständigung
3.2 Teilproduktion im Ausland
3.2.1 Spezialisierung in der Komponentenfertigung
3.2.2 Verlagerung der letzten Produktionsstufe
4. Strukturtypen Internationaler Produktionssysteme
IV. WAHL DER INTERNATIONALISIERUNGSSTRATEGIE BEI PRODUKTIONSVERLAGERUNGEN MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN
1. Theoretischer Bezugsrahmen
1.1 Phasen der Produktionsverlagerung nach Steinmann/ Kumar/ Wasner
1.1.1 Entschlußphase
1.1.2 Aufbauphase
1.1.3 Betriebsphase
1.2 Kritische Würdigung des Phasenmodells
2. Kriterien zur Bestimmung der Eigentumsstrategie
2.1 Ressourcenbedarf
2.1.1 Ressourcenbedarf und Eigentumsform
2.1.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
2.1.2.1 Finanzierung
2.1.2.2 Management, Personal, Information
2.2 Marktintegration
2.2.1 Marktintegration und Eigentumsform
2.2.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
2.3 Einflußnahme auf die Geschäftsführung
2.3.1 Einflußnahme und Eigentumsform
2.3.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
2.4 Technologieschutz
2.4.1 Technologieschutz und Eigentumsform
2.4.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
2.5 Länderspezifische Einflußfaktoren
2.5.1 Länderrisiken und Eigentumsform
2.5.2 Politisch-rechtliche Faktoren und Eigentumsform
2.5.3 Kulturelle Aspekte und Eigentumsform
2.5.4 Mittelstandsepezifische Evaluation
3. Kriterien zur Bestimmung der Leistungsstrategie
3.1 Differenzierung von Produktionstypen
3.1.1 Produktionstypen und internationaler Leistungsgrad
3.1.1.1 Anzahl der Vorprodukte und Produktionsstufen
3.1.1.2 Intensität des Produktionsfaktoreinsatzes
3.1.1.3 Wiederholungsgrad und Auslösung der Produktion
3.1.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
3.2 Schutzbedürftigkeit von Technologien
3.2.1 Produkttechnologie und internationaler Leistungsgrad
3.2.2 Mittelstandsspezifische Evaluation
3.3 Partnerspezifische Einflußfaktoren
3.3.1 Autonomie und internationaler Leistungsgrad
3.3.2 Anpassungsbedarf der Systemtechnik und internationaler Leistungsgrad
3.3.3 Mittelstandsspezifische Evaluation
3.4 Länderspezifische Einflußfaktoren
3.4.1 Produktionsfaktoren und internationaler Leistungsgrad
3.4.2 Investitionsklima und internationaler Leistungsgrad
3.4.3 Mittelstandsspezifische Evaluation
4. Zusammenführung von Eigentums- und Leistungsstrategie
4.1 Kombinationstypen von Eigentums- und Leistungsstrategien
4.2 Ablauf des Entscheidungsprozesses zur Wahl des Kombinationstypus
4.3 Kombinationstypen von Eigentums- und Leistungsstrategien im Lichte mittelstandsspezifischer Einflussfaktoren
4.3.2 Kombinationstypen im Lichte der unternehmerischen Zielvorstellung
4.3.2 Kombinationstypen im Lichte der Ländergegebenheiten
4.3.2 Kombinationstypen im Lichte der kritischen Ressourcen
V. AUSBLICK
ANHANG
LITERATURVERZEICHNIS
EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG

Arbeit zitieren:
Schoeller, Oliver September 1995: Produktionsverlagerung mittelständischer Unternehmen ins Ausland, Hamburg: Diplomica Verlag

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