Die Bedeutung des Konfliktmanagements im Unternehmen
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Sandy Puckelwaldt
- Abgabedatum: Januar 2001
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 521,4 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3268-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3268-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3268-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Puckelwaldt, Sandy Januar 2001: Die Bedeutung des Konfliktmanagements im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Konfliktbewältigung, Konfliktfähigkeit, Wirtschaftsmediation, Teamarbeit, Führungsstil
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Magisterarbeit von Sandy Puckelwaldt
Einleitung:
Besonders im unternehmerischen Bereich sind das Verständnis und der Umgang mit Konflikten von Relevanz. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Reaktionsfähigkeit und Innovationskraft bewahren und fördern. Die raschen Veränderungen und Neuerungen bewirken häufig Spannungssituationen nach innen und außen. Diese können viel Zeit, Geduld und Nerven kosten und stellen einen vermeidbaren Störfaktor im unternehmerischen Alltag dar.
Die konstruktive Konfliktbewältigung sollte daher als Herausforderung verstanden und umgesetzt werden. Die Parteien gehen gemeinsam als Gewinner aus dem Konflikt, wenn sie diesen akzeptieren, ihn als Chance verstehen, zu analysieren wissen und abschließend kooperativ die Lösung erarbeiten.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit steht das konstruktive Konfliktmanagement im Unternehmen im Vordergrund der Betrachtung. Einführend wird das grundlegende Verständnis von Konflikten geklärt und für den unternehmerischen Bereich spezifiziert. Mit Hilfe der Darstellung der Möglichkeiten und Gefahren von Konflikten werden die Chancen bei richtiger Handhabung bzw. die Risiken bei mangelnder Bewältigung hervorgehoben.
Im Rahmen des Kapitels „Die konstruktive Konfliktbewältigung“ werden die einzelnen Phasen inhaltlich dargestellt und die Bedeutung der Konfliktanalyse betont. Am Beispiel der Mediation wird der konstruktive Umgang mit Konflikten veranschaulicht. Für die praktische Umsetzung der Ideen im Unternehmen ist der „Konfliktmanager“ verantwortlich. In seinen Händen liegt zum einen die Entwicklung einer Konflikt- und Streitkultur, die die Unternehmensmitglieder sensibilisieren und befähigen soll, Spannungssituationen zu erkennen und konstruktiv zu lösen, und zum anderen fungiert der Konfliktmanager als Mediator. In diesem Zusammenhang wird auf die einzelnen Anforderungen an den Konfliktmanager näher eingegangen. Dazu zählen die kommunikativen Fähigkeiten, der Umgang mit Macht, die Bedeutung der Emotionen im Konflikt und die allgemeinen Grundregeln der Konfliktbewältigung.
In den letzten Kapiteln wird diskutiert, inwiefern ein Zusammenhang zwischen Führungsstil, Teamarbeit und Konfliktbewältigung besteht. Zum einen wird hinterfragt, ob die Umsetzung des konstruktiven Umgangs abhängig ist vom Führungsstil und zum anderen wird untersucht, ob von der Annahme ausgegangen werden kann, dass teamfähige Personen gleichzeitig konfliktfähig sind. Diese Betrachtungen sollen die Bedeutung der konstruktiven Bewältigungsstrategien und deren Möglichkeiten der Umsetzung nochmals hervorheben.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführende Gedanken | 1 |
| 2. | Allgemeine Betrachtung von Konflikten | 4 |
| 2.1 | Konfliktarten und Konfliktursachen | 4 |
| 2.2 | Die Entwicklung von Konflikten | 6 |
| 2.3 | Veränderungen und Folgen | 8 |
| 2.4 | Der Umgang mit Konflikten | 9 |
| 3. | Konflikte im unternehmerischen Bereich | 12 |
| 3.1 | Beispiele unternehmerischer Konfliktbereiche | 12 |
| 3.1.1 | Externe und interne Konfliktfelder | 12 |
| 3.1.2 | Beteiligte im Konflikt | 14 |
| 3.2 | Ursachen unternehmerischer Konflikte | 15 |
| 3.3 | Möglichkeiten und Gefahren unternehmerischer Konflikte | 17 |
| 4. | Die konstruktive Konfliktbewältigung | 21 |
| 4.1 | Schwerpunkte in der Konfliktbewältigung | 21 |
| 4.2 | Konstruktive Konfliktbewältigung | 22 |
| 4.2.1 | Phase 1: Konfliktanalyse - Inhalt und Methoden | 23 |
| 4.2.2 | Phase 2: Konfliktbearbeitung - intuitive und professionelle Methoden | 26 |
| 4.3 | Mediation als Form der konstruktiven Konfliktbewältigung | 29 |
| 4.3.1 | Inhalt, Ziele und Voraussetzungen der Mediation | 29 |
| 4.3.2 | Der Ablauf der Mediation | 31 |
| 4.3.3 | Die Bedeutung der Mediation | 33 |
| 4.3.4 | Die Wirtschaftsmediation | 36 |
| 5. | Konfliktmanagement in Unternehmen | 38 |
| 5.1 | Konflikt- und Streitkultur | 39 |
| 5.2 | Das Konfliktmanagement | 46 |
| 5.2.1 | Die Entwicklung der Konflikt- und Streitkultur | 47 |
| 5.2.2 | Das Konfliktmanagement und die Mediatorrolle | 50 |
| 5.3 | Vorteile des Konfliktmanagements | 53 |
| 5.4 | Anforderungen an das Konfliktmanagement | 55 |
| 5.4.1 | Kommunikative Fähigkeiten | 55 |
| 5.4.2 | Der Umgang mit Macht | 57 |
| 5.4.3 | Die Bedeutung der Beziehungsebene | 62 |
| 5.4.4 | Grundregeln für den Konfliktmanager | 64 |
| 6. | Führungsstil und Konfliktbewältigung | 65 |
| 7. | Teamarbeit und Konfliktfähigkeit | 72 |
| 8. | Abschließende Gedanken | 79 |
| Literaturverzeichnis | 82 |
Die Akzeptanz stellt ein weiteres Problem bei der Betrachtung der Vorteilhaftigkeit einer Konfliktkultur dar. Wenn Veränderungen vorgenommen werden, sind damit immer Widerstände113 und Ängste verbunden, die die Akzeptanzentwicklung behindern. Persönlich neigen viele Menschen dazu, an Altbewährtem festzuhalten; Bekanntes wird bevorzugt und das Verhalten wird an erfolgreichen Handlungen in der Vergangenheit gemessen. Demnach wird die Situation mit den verschiedenen Handlungsalternativen selektiv wahrgenommen, und neue Wege werden übersehen. Aus Angst vor der Ungewißheit, wie man der neuen Aufgabe gewachsen ist und wie erfolgreich sich das neue Verhalten zeigt, wird die Sicherheit im Vergangenen gesucht. Die Ängste vor neuen Entwicklungen stören den Wandel und blockieren die Entwicklung der Akzeptanz gegenüber den Neuerungen. Es gilt, die Ängste durch Information und rationale Überlegungen zu verringern. [...]
Kommunikationsstrategien. Die Fortbildungen spiegeln sich nicht direkt im Arbeitsergebnis wieder. Im Gegenteil, das Unternehmen muß für den Zeitraum der Fortbildung auf die Arbeitskraft verzichten und die Kosten der Maßnahme tragen. Mit diesen Einwänden mögen die Führungskräfte recht haben, jedoch nur, wenn sie ihre Betrachtung auf den aktuellen Zeitraum beschränken. Voraussetzung für die Unternehmensführung ist jedoch auch das strategische Denken. Die Führungskraft muß vorausschauen, und die Möglichkeiten abschätzen, die sich durch die Implementierung einer Streitkultur ergeben können. Die aktuell anfallenden Kosten müssen mit den künftigen Einsparungen und dem Nutzen ins Verhältnis gesetzt werden. Wenn Arbeitnehmern die Bedeutung von Konflikten und Formen der Kommunikation verständlich gemacht werden, sind sie befähigt und motiviert, Spannungen früher wahrzunehmen, deren Umfang abzuschätzen und konstruktiv zu reagieren. Die Differenzen werden von den Beteiligten fruchtbar gemacht. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die persönliche Verfassung der Konfliktteilnehmer aus, sondern auch auf das Unternehmen, denn die Zahl der eskalierenden Konflikte geht aufgrund der rechtzeitigen Intervention zurück. Weiterhin verbessern sich die Beziehungen zwischen den Unternehmensmitgliedern, da diese mit den erworbenen empathischen Fähigkeiten versuchen, die anderen Sichtweisen zu verstehen und nachzuvollziehen. Zudem werden die Differenzen diskutiert. Offenheit und Vertrauen beherrschen das Klima. Eine Streitkultur wirkt vor allem präventiv und spart letztlich Zeit, Geduld und Nerven. 41 [...]
Kontrollbedarf. Andererseits wächst mit der Komplexität auch die Flexibilität, da das Unternehmen nicht auf die vorgeschriebenen Verhaltensmuster, Regeln und Werte festgeschrieben, sondern offen und reaktionsfähiger ist. Flexibilität gilt als wichtiger Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Mit der Streitkultur entfernt sich das Unternehmen von den eingangs dargelegten112 Negativbeurteilungen von Konflikten und den entsprechenden Reaktionsweisen. Der Wandel der Unternehmenskultur erfolgt in die Richtung, daß Konflikte als normal, positiv und wünschenswert verstanden werden und jeder fähig ist, Spannungen zu erkennen und konstruktiv zu lösen. Im Ausnahmefall wird eine befähigte externe Person (gegebenenfalls die Führungskraft oder der Betriebsrat) hinzugezogen, die den Konflikt nicht entscheiden soll, sondern die Parteien bei der Bewältigung unterstützt. In dieser veränderten Kultur müssen Konflikte nicht mehr wirklich [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432683
Arbeit zitieren:
Puckelwaldt, Sandy Januar 2001: Die Bedeutung des Konfliktmanagements im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Konfliktbewältigung, Konfliktfähigkeit, Wirtschaftsmediation, Teamarbeit, Führungsstil




