Erlebnis- und handlungsorientierte Konzepte in der betrieblichen Bildung
Möglichkeiten und Grenzen der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anja Thiemann
- Abgabedatum: Mai 2000
- Umfang: 161 Seiten
- Dateigröße: 9,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2967-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2967-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2967-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Thiemann, Anja Mai 2000: Erlebnis- und handlungsorientierte Konzepte in der betrieblichen Bildung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Personalentwicklung, Weiterbildung, Schlüsselqualifikationen, Erlebnispädagogik, Outdoor-Training
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Diplomarbeit von Anja Thiemann
Gang der Untersuchung:
Ziel der Diplomarbeit ist es, solche Konzepte der betrieblichen Bildung zu analysieren, die eine erlebnispädagogisch oder handlungsorientierte Grundlage haben. Dabei soll untersucht werden, inwiefern die offenbar in letzter Zeit immer wichtiger werdenden Schlüsselqualifikationen (z.B. Teamfähigkeit, Eigeninitiative oder Problemlösefähigkeit) bei Führungskräften, Mitarbeitern und Auszubildenden von Unternehmen durch erlebnis- und handlungsorientierte Trainings gefördert werden können.
Die Arbeit ist in insgesamt acht Kapitel gegliedert. Nach einer Einleitung und Einführung in die Problematik des Themas geht es in Kapitel 2 zunächst um die Grundlagen der betrieblichen Bildung. Begriffe wie „betriebliche Ausbildung“, „Weiterbildung“, „Volksbildung“, „Erwachsenenbildung“ werden diskutiert, definiert und in ihrem historischen Wandel aufgezeigt.
Im dritten Kapitel wird das Konzept der Schlüsselqualifikationen thematisiert. Es wird u.a. beschrieben, wie der Trend zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft zunimmt durch Einführung neuer Technologien, Änderungen der Organisation der Arbeit und neue Anforderungen der Märkte - Faktoren, die insgesamt zu neuartigen Ansprüchen an die Qualifikation der Beschäftigten führen. Dabei ist auch das Konzept der Schlüsselqualifikationen einem gesellschaftlichen Wandel unterworfen.
Im vierten Kapitel werden theoretische und historische Grundlagen handlungs- und erlebnisorientierter Konzepte erörtert. Hier geht es insbesondere um die pädagogischen Grundannahmen und Begründungen handlungsorientierten Lernens und Lehrens. In Anlehnung an Kurt Hahn werden die Wurzeln der modernen Erlebnispädagogik dargestellt und charakterisiert. Auch kritische Anmerkungen werden eingefügt.
Im Mittelpunkt des fünften Kapitels steht die Anwendung bzw. der Transfer erlebnisorientierter Konzepte in die betriebliche Bildung. Die Entwicklung von der Erlebnispädagogik bis zum „Outdoor-Training“ wird dargestellt und in die Problematik erlebnisorientierter Konzepte eingeführt.
Nach diesen theoretischen Ausführungen wird im eher praktisch orientierten Teil der Arbeit gefragt, inwieweit die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in erlebnisorientierten Trainings gelingen kann. Hier wird eine Untersuchung der Rahmenbedingungen, wie z.B. die Qualifikation der Trainer/innen oder die Planung der Programme vorgelegt. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die jeweiligen Annahmen über die Wirksamkeit erlebnisorientierter Konzepte. Verschiedene Ergebnisse entsprechender Studien aus der Wirkungsforschung werden vorgestellt und kritisiert.
Im letzten Kapitel des Hauptteils wird die aktuelle Angebotssituation in Deutschland erörtert, wobei nicht selten eine gewisse Kluft zwischen pädagogischem Anspruch und kommerziellen Interessen der zumeist privaten Anbieter beobachtet werden kann. Mit einer Zusammenstellung von Programmen der wichtigsten Institute und Organisationen wird abschließend versucht, dem Leser einen Überblick über die recht vielfältigen Angebote auf dem gegenwärtigen Markt des „Outdoor-Trainings“ zu verschaffen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen der betrieblichen Bildung - Definitionen und Abgrenzungen | 5 |
| 2.1 | Betriebliche Ausbildung | 5 |
| 2.2 | Weiterbildung | 7 |
| 2.2.1 | Volksbildung, Erwachsenenbildung, Weiterbildung: Zum Wandel der Begriffe | 7 |
| 2.2.2 | Berufliche und betriebliche Weiterbildung | 10 |
| 2.2.3 | Personalentwicklung | 12 |
| 2.2.4 | Personalentwicklungsmethoden | 13 |
| 3. | Das Konzept der Schlüsselqualifikationen | 17 |
| 3.1 | Terminologische Vorbemerkungen | 17 |
| 3.2 | Zum Wandel der Qualifikationsanforderungen in der Dienstleistungsgesellschaft | 18 |
| 3.2.1 | Der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft | 18 |
| 3.2.2 | Einführung neuer Technologien | 21 |
| 3.2.3 | Neue Anforderungen der Märkte | 22 |
| 3.2.4 | Änderungen der Organisation der Arbeit | 23 |
| 3.2.5 | Neue Ansprüche der Beschäftigten | 25 |
| 3.3 | Die Entstehung des Konzeptes der Schlüsselqualifikationen | 26 |
| 3.4 | Das Konzept der Schlüsselqualifikationen im Wandel | 29 |
| 3.4.1 | Die personale Komponente des Konzeptes der Schlüsselqualifikationen (nach G. P. Bunk) | 29 |
| 3.4.2 | Schlüsselqualifikationen als Ausdruck einer höheren beruflichen Handlungsfähigkeit (nach L. Reetz) | 31 |
| 3.4.3 | Schlüsselqualifikationen als berufsübergreifende Qualifikation (nach U. Laur-Ernst) | 33 |
| 3.5 | Kritik des Konzepts | 34 |
| 4. | Theoretische und historische Grundlagen handlungs- und erlebnisorientierter Konzepte | 36 |
| 4.1 | Grundannahmen der Handlungsorientierung | 37 |
| 4.1.1 | Handlungsbegriff und Handlungstheorie | 37 |
| 4.1.2 | Pädagogische Begründung handlungsorientierten Lernens und Lehrens | 39 |
| 4.1.3 | Merkmale handlungsorientierten Lehrens und Lernens | 40 |
| 4.2 | Grundannahmen der Erlebnisorientierung | 41 |
| 4.2.1 | Zum Begriff des Erlebnisses | 42 |
| 4.2.2 | Zum Verhältnis von Erziehung und Erlebnis | 44 |
| 4.2.3 | Zur Soziologie und Psychologie des Erlebens | 46 |
| 4.3 | Die Wurzeln der modernen Erlebnispädagogik | 50 |
| 4.3.1 | Erlebnispädagogische Grundsätze (nach K. Hahn) | 51 |
| 4.3.2 | Die Outward-Bound-Schulen - Ursprung und Entwicklung erlebnisorientierter Kurzzeitpädagogik | 54 |
| 4.4 | Erlebnispädagogik in der Kritik | 59 |
| 5. | Erlebnisorientierte Konzepte in der betrieblichen Bildung | 64 |
| 5.1 | Von der Erlebnispädagogik zum „Outdoor-Training“ | 64 |
| 5.2 | Zielsetzungen | 67 |
| 5.3 | Grundlegende Merkmale | 68 |
| 5.3.1 | Unterschiedliche Zielgruppen | 68 |
| 5.3.2 | Zeitlicher Rahmen | 70 |
| 5.3.3 | Bandbreite der Aktivitäten | 71 |
| 5.3.3.1 | Natursportliche Aktivitäten | 72 |
| 5.3.3.2 | Touren | 76 |
| 5.3.3.3 | Interaktionsübungen | 80 |
| 5.4 | Klassifizierung erlebnisorientierter Konzepte nach Zielsetzungen und grundlegenden Merkmalen | 84 |
| 6. | Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in erlebnisorientierten Seminaren und Trainings | 90 |
| 6.1 | Rahmenbedingungen | 90 |
| 6.1.1 | Trainerqualifikation | 90 |
| 6.1.2 | Sicherheit | 93 |
| 6.2 | Kriterien der Programmgestaltung | 95 |
| 6.2.1 | Individuelle Vorbereitung | 96 |
| 6.2.2 | Planung des Kursdesigns | 97 |
| 6.2.3 | Reflexion und Transfer | 103 |
| 6.3 | Untersuchungen zur Wirksamkeit | 111 |
| 6.3.1 | Wirkmodelle | 112 |
| 6.3.2 | Darstellung ausgewählter Studien | 115 |
| 6.3.3 | Zur Problematik der empirischen Forschung in der Erlebnispädagogik | 128 |
| 7. | Zur Angebotssituation in Deutschland - Zwischen pädagogischem Anspruch und kommerziellen Interessen | 133 |
| 7.1 | Ergebnisse der Angebotsstudie von H. Fahr | 133 |
| 7.2 | Eigene Untersuchung ausgewählter Institute und Organisationen | 137 |
| 8. | Schlussbetrachtung | 143 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 147 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832429676
Arbeit zitieren:
Thiemann, Anja Mai 2000: Erlebnis- und handlungsorientierte Konzepte in der betrieblichen Bildung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Personalentwicklung, Weiterbildung, Schlüsselqualifikationen, Erlebnispädagogik, Outdoor-Training




