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Electronic Communications Networks

Eine ökonomische Analyse im Vergleich zu traditionellen Handelssystemen für Wertpapiere

Electronic Communications Networks
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Niki Huber
  • Abgabedatum: November 2000
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 518,4 KB
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2946-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2946-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2946-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Huber, Niki November 2000: Electronic Communications Networks, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertpapierhandel, börsenähnliche Einrichtung, Börse, ECN, alternative Handelssysteme

Diplomarbeit von Niki Huber

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in sechs Kapitel.

Kapitel 2 legt den Grundstein für die Arbeit indem die Funktionen von Börsen im Wertpapierhandel dargestellt werden. Ausgehend vom klassischen institutionellen Börsenbegriff wird über dessen funktionale Ausprägung der für diese Arbeit gültige Börsenbegriff entwickelt. Dieser ermöglicht eine Abgrenzung zu den alternativen Handelssystemen, welche als börsenähnliche Einrichtungen bezeichnet werden. Dabei werden fundamentale Unterschiede zu traditionellen Börsen aufgezeigt. Anschließend werden unterschiedliche Möglichkeiten der Organisationsstruktur von Aktienhandelssystemen vorgestellt.

In Kapitel 3 wendet sich die Arbeit dem Untersuchungsobjekt zu, indem zunächst die Entwicklungsgeschichte der ECNs dargestellt wird. Anschließend erfolgt eine nähere Bestimmung und Definition der ECNs, bevor in einem Marktüberblick auf alle neun ECNs in den USA eingegangen wird. Dabei werden drei ECNs näher besprochen, anhand derer unterschiedliche Strategien aufgezeigt werden. Danach folgt die Darstellung der neueren Entwicklungen der Regulierung in den USA, die eine Registrierung der ECNs als Börsen möglich macht. Das Kapitel schließt mit einem Blick auf die Zukunftsaussichten der ECNs in den USA.

Kapitel 4 dient der Entwicklung von Kriterien zum Vergleich von Handelssystemen. Die Kriterien orientieren sich an der allgemeinen Zufriedenheit des Anlegers mit der Durchführung der Wertpapiergeschäfte. Hierzu erfolgt eine Differenzierung in die drei Hauptaspekte Orderdurchführung, Informationsbereitstellung und -verarbeitung sowie Dienstleistungskomfort, welche weiter unterteilt werden. Zusätzlich einbezogen werden aufsichtsrechtliche Aspekte, die bei börsenähnlichen Einrichtungen von besonderer Bedeutung sind.

Kapitel 5 untersucht ECNs und traditionelle Handelssysteme in den USA und Deutschland. Die Analyse orientiert sich an den in Kapitel 4 entwickelten Hauptaspekten mit ihren weiteren Unterteilungen und beurteilt die verschiedenen Systeme.

Kapitel 6 schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Methodische Vorgehensweise 3
1.3 Aufbau der Arbeit 4
2. Grundlegendes zu Börsen, börsenähnlichen Einrichtungen und Börsenhandelssystemen 5
2.1 Börsenbegriff 5
2.1.1 Institutioneller Börsenbegriff 6
2.1.2 Funktionaler Börsenbegriff 7
2.1.3 Börsenbegriff dieser Arbeit 10
2.2 Börsenähnliche Einrichtungen 11
2.3 Alternative Organisationsstrukturen von Aktienhandelssystemen 14
2.3.1 Market-Maker-Markt 14
2.3.2 Auktionsbörse 15
2.3.3 Call-Markt 16
2.3.4 Hybridhandel 17
2.4 Zusammenfassung 17
3. Electronic Communications Networks 19
3.1 Entwicklungsgeschichte 19
3.2 Begriffsabgrenzung 24
3.2.1 Situation in den USA 24
3.2.2 Situation in Deutschland 27
3.2.3 Definitorische Abgrenzung 28
3.3 Marktüberblick 30
3.3.1 Instinet 31
3.3.2 Island 34
3.3.3 Archipelago 36
3.3.4 Weitere ECNs 37
3.4 Neuere Entwicklungen 39
3.5 Zukunftsaussichten 42
3.6 Zusammenfassung 43
4. Kriterien zur Analyse von Handelssystemen 45
4.1 Vorüberlegungen 45
4.2 Orderdurchführung 48
4.2.1 Kosten des Systemzugangs 49
4.2.2 Transaktionskosten 49
4.2.3 Liquidität 51
4.2.4 Transaktionsgeschwindigkeit 53
4.2.5 Clearing und Settlement 53
4.3 Informationsbereitstellung und -verarbeitung 54
4.3.1 Markteffizienz 54
4.3.2 Markttransparenz und Handelspublizität 55
4.3.3 Schutz vor Insiderhandel 57
4.4 Dienstleistungskomfort 58
4.4.1 Institutionelle Ausgestaltung 58
4.4.1.1 Ausgestaltung des Handelssystems 59
4.4.1.2 Computermäßige Handelsunterstützung 59
4.4.1.3 Handelszeit 60
4.4.2 Technische Zuverlässigkeit 60
4.4.3 Marktzutritt 60
4.5 Aufsichtsrechtliche Aspekte 61
5. Ökonomische Analyse von ECNs im Vergleich zu traditionellen Handelssystemen 63
5.1 Vorüberlegungen 63
5.2 Analyse der Orderdurchführung 64
5.2.1 Gegenüberstellung der Kosten des Systemzugangs 65
5.2.2 Gegenüberstellung der Transaktionskosten 66
5.2.3 Gegenüberstellung der Liquidität 69
5.2.4 Gegenüberstellung der Transaktionsgeschwindigkeit 73
5.2.5 Gegenüberstellung von Clearing und Settlement 74
5.2.6 Zusammenfassung 75
5.3 Analyse der Informationsbereitstellung und -verarbeitung 77
5.3.1 Gegenüberstellung der Markteffizienz 77
5.3.2 Gegenüberstellung der Markttransparenz und Handelspublizität 78
5.3.3 Gegenüberstellung des Insiderhandelschutzes 79
5.3.4 Zusammenfassung 81
5.4 Analyse des Dienstleistungskomforts 81
5.4.1 Gegenüberstellung der institutionellen Ausgestaltung 81
5.4.1.1 Ausgestaltung des Handelssystems 81
5.4.1.2 Computermäßige Handelsunterstützung 83
5.4.1.3 Handelszeit 84
5.4.2 Gegenüberstellung der technischen Zuverlässigkeit 86
5.4.3 Gegenüberstellung der Marktzutrittsmöglichkeiten 88
5.4.4 Zusammenfassung 89
5.5 Analyse aufsichtsrechtlicher Aspekte 90
6. Zusammenfassung und Ausblick 94
Anhang 96
Literaturverzeichnis 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Börsen als Organisator des Wertpapierhandels zeichnen sich dadurch aus, daß sämtliche mit einer Transaktion verbundenen Aspekte niedrige Kosten nach sich ziehen und eine schnelle und sichere Abwicklung garantiert sein sollte. Zur Erfassung ihrer ökonomischen Leistungsfähigkeit werden die Benutzungskosten, also die Systemzugangskosten und Transaktionskosten, verwendet. Ein Wertpapierhandel ist aber nur möglich, wenn entsprechende Liquidität, bereitgestellt durch Investoren oder Händler, vorhanden ist. Dies macht es notwendig, auf die Interaktion zwischen Transaktionskosten und Liquidität näher einzugehen.202 So beeinflussen u. a. höhere Transaktionskosten die Marktliquidität. Sie erfordern höhere Kursveränderungen, um die durch den Kauf entstandenen Kosten kompensieren zu können. Es ist davon auszugehen, daß mit sinkenden Transaktionskosten die Bereitschaft der Marktteilnehmer zunehmen [...]

48 „Den Investoren müssen künftig Marktstrukturen geboten werden, die wesentlich stärker auf die vorhandenen Bedürfnisse eingehen.“200 Eine Zukunft werden also nur diejenigen Handelssysteme haben, denen es gelingt, die Ansprüche ihrer Kunden – den Marktteilnehmern – zu erfüllen. Die von Schiereck hierzu abgeleiteten Ziele dienen als Leitlinien für die ökonomische Analyse, wobei die entsprechenden Kriterien im folgenden Abschnitt näher erläutert werden. Des weiteren werden vom Verfasser der Arbeit, weitere, ihm und anderen Autoren wichtige, Aspekte und Kriterien hinzugefügt. So erfolgt zusätzlich die Aufnahme eines neuen Hauptaspektes, der insbesondere für den Vergleich traditioneller Handelssysteme mit ECNs von großer Bedeutung ist – nämlich der aufsichtsrechtliche Aspekt. Wo es hinsichtlich der ökonomischen Analyse Sinn macht, werden die entsprechenden Kriterien von Schiereck vernachlässigt bzw. weggelassen.201 Dies fügt sich dann zu einem eklektischen Ansatz zusammen, der schließlich eine umfassende Analyse unterschiedlicher Handelssysteme möglich macht. [...]

46 Kriterien wie Anlegerschutz, fairer Preisbildung und Schutz vor Insiderhandel der Sicherstellung eines integren Wertpapierhandels. Diese Aufstellung erscheint als weitaus brauchbarer, weist aber für einen Vergleich von ECNs und traditionellen Handelssystemen noch Lücken auf, zumal ein spezifisches Kriterium zur institutionellen Ausgestaltung der Handelssysteme nicht vorhanden ist. Schiereck (1995) untersucht Börsenplatzentscheidungen institutioneller Investoren auf internationaler Ebene für deutsche Aktien. Er kommt auf Basis einer empirischen Erhebung unter Anlegern verschiedener europäischer Staaten zu dem Ergebnis, daß Institutionen beim Handel mit international notierten deutschen Aktien die Wahl ihres Börsenplatzes primär von der Liquidität, dann von der angebotenen Produktpalette und der Abwicklungseffizienz des Börsenstandortes abhängig machen.197 Der Grundgedanke Schierecks besteht darin, die mehrdimensionale Größe Marktqualität mit Hilfe eines einzigen Beurteilungsmaßstabs zu erfassen. Dazu benutzt er einen standardisierten Nutzenwert, der die Qualität eines Börsenplatzes aus Anlegersicht erfaßt. Er unterstellt hierzu den Anlegern als generelles Oberziel eine Maximierung der „Allgemeinen Zufriedenheit mit der Durchführung der Wertpapiertransaktionen“.198 Um Aussagen über die Marktqualität aus Anlegersicht treffen zu können, benötigt er ein Zielsystem, das alle relevanten Qualitätsmerkmale als Zielkriterien erfaßt. Zur Erhebung der Daten über subjektive Wahrnehmungen und Interessen des Anlegers verwendet Schiereck als methodisches Instrument einen Fragebogen. Als Grundlage für den Fragebogen stellt er anhand bisheriger Untersuchungen und Befragungen von Börsenexperten zehn Kriterien zusammen, die sämtliche Aspekte der Marktqualität vollständig und überschneidungsfrei abdecken sollen. Die zehn Unterziele bündelt Schiereck zu drei Hauptaspekten, aus denen er Zielaussagen ableitet. Diese Zwischenziele bilden als direkte Unterziele des allgemeinen Zufriedenheitskriteriums die zweite Zielebene, wie Tabelle 4-1 verdeutlicht. [...]

Arbeit zitieren:
Huber, Niki November 2000: Electronic Communications Networks, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertpapierhandel, börsenähnliche Einrichtung, Börse, ECN, alternative Handelssysteme

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