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Die Frau im alten Rom

Eine Untersuchung zur Behandlung dieses Themas in Schulbüchern der Realschule mit Hinweisen zur unterrichtlichen Aufarbeitung

Die Frau im alten Rom
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Heike Büttner
  • Abgabedatum: Februar 2000
  • Umfang: 116 Seiten
  • Dateigröße: 6,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2610-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2610-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2610-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Büttner, Heike Februar 2000: Die Frau im alten Rom, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kaiserzeit, Unterrichtseinheiten, Emanzipation

Staatsexamensarbeit von Heike Büttner

Einleitung:

Frauengeschichte - ein Thema für den Geschichtsunterricht?

Frauengeschichte ist schon seit einiger Zeit ein populäres Thema für die Geschichtswissenschaft und viele wissenschaftliche Veröffentlichungen zeugen vom Interesse an der Geschichte der Frauen. Aber auch zahlreiche Geschichtsdidaktiker haben sich schon mit der didaktischen Umsetzung dieses Themas beschäftigt. Als Schwerpunkt wird jedoch vor allem das Leben der Frauen in Ägypten, im Mittelalter oder im 18. und 19. Jahrhundert behandelt. Frauengeschichte der Antike ist jedoch nach wie vor ein noch relativ weißer Fleck auf der Landkarte der Geschichtsdidaktik.

Ähnlich wie mit der allgemeinen Geschichtsdidaktik ist es auch um die Schulbücher bestellt. Frauengeschichte in der Antike bezieht sich in Schulbuchdarstellungen oftmals nur auf Griechenland - Frauen im alten Rom jedoch, sind ein weniger populäres Thema.

In meinem Blockpraktikum hatte ich die Aufgabe, in einer siebten Realschulklasse die Unterrichtseinheit Rom zu unterrichten. Nach Absprache mit meiner Mentorin folgte ich im großen und ganzen der Reihenfolge des Unterrichtsbuches. Gegen Ende meines Praktikums kam nach einer Schulstunde, in welcher wir uns mit dem Leben in Rom zur Kaiserzeit beschäftigt hatten, eine Schülerin auf mich zu und fragte mich nach der Rolle der Frauen in der Kaiserzeit. Im Geschichtsunterricht wäre seither nur von den Männern die Rede gewesen, sie würde sich aber auch für das Leben der Frauen interessieren.

Meine Mentorin und ich sahen uns nach dieser Begebenheit eher ratlos an und meine Mentorin sagte mir, dass sie Frauengeschichte im Unterricht nie behandeln würde, denn schließlich sei weder das Schulbuch, noch das Unterrichtsmaterial auf diesen Themenkomplex ausgerichtet. Damit belegt sie Bodo von Borries These, dass Frauengeschichte als Stiefkind des Geschichtsunterrichts behandelt wird. Seiner Ansicht nach wird dies vor allem durch das Fehlen von Unterrichtsmaterialien gerechtfertigt.

Die Frage des jungen Mädchens zeigt jedoch klar, dass dies als Entschuldigung nicht ausreicht - um Schülern den Unterrichtsstoff näher zu bringen, sollte in erster Linie an ihre Bedürfnisse und erst in zweiter Linie an das vorhandenen Material gedacht werden.

Diese wissenschaftliche Hausarbeit versucht der Frage nachzugehen, wie es möglich wäre, das Thema „Frauen im alten Rom“ im Unterricht zu behandeln.

Zunächst soll eine wissenschaftlichen Darstellung Aufschluss über das Leben der Frauen im Rom der Kaiserzeit geben. Im Mittelpunkt werden vor allem der gesellschaftliche Status der Frau, ihre Rolle innerhalb der Familie, Kleidung, Frisuren und Schmuck stehen. Danach wird im anschließenden didaktischen Teil auf die Behandlung dieses Themas im Unterricht eingegangen werden.

Aufgrund der großen Rolle von Schulbuch und Arbeitsmaterial werden zunächst einige Schulbücher der siebten Klasse untersucht und ausgewertet. Danach werden verschiedene Arbeitsmaterialien vorgestellt, welche parallel zu einem Schulbuch im Unterricht verwendet werden könnten.

Die grobe Skizzierung eines Projektes bildet den Abschluss dieser Arbeit und eröffnet damit auch die Möglichkeit eines offenen Unterrichts.

In dieser Arbeit wird vor allem auf die römische Kaiserzeit eingegangen. Um Veränderungen der Lebensumstände klar herauszuarbeiten, ist es jedoch an einigen Stellen der Arbeit unerlässlich, auch Bezug zum Leben der Frau in der Römischen Republik zu nehmen. Insbesondere Kapitel 2, welche die Vormundschaften über Frauen thematisiert, ist von dieser Vorgehensweise betroffen. Eheformen, wie die Manusehe oder die Vormundschaft eines Tutors, welche zu Beginn der Kaiserzeit verschwanden, werden bewusst dargestellt, um ein Bewusstsein für die Lebensumstände der Frauen der Kaiserzeit zu schaffen.

Erst in direktem Vergleich mit dem Leben zu Zeiten der Republik, kann das völlige Ausmaß der Lebensumstände, in welchen Frauen zur Kaiserzeit lebten begriffen werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Die Frau in der römischen Familie von der Republik zur Kaiserzeit 3
2.1 Vormundschaften über Frauen 3
2.1.1 Die Vormundschaft des Vaters 3
2.1.2 Die Vormundschaft des Ehemannes 11
2.1.3 Die Vormundschaft eines Tutors 12
2.2 Die Ehe 16
2.2.1 Voraussetzungen für eine Eheschließung 17
2.2.1.1 Die rechtliche Befähigung zur Ehe 18
2.2.1.2 Das Mindestalter für die Eheschließung 19
2.2.1.3 Die Zustimmung zur Ehe 21
2.2.2 Die formale Durchführung einer Eheschließung 22
2.2.3 Moralvorstellungen in der Ehe 27
2.3 Die Stellung der Frau innerhalb der Familie 29
2.4 Die Emanzipation der römischen Frau 31
3. Der Alltag der römischen Frau 34
3.1 Tagesablauf und Schönheitspflege 34
3.2 Kleidung und Schmuck 42
3.2.1 Die Kleidung der römischen Frau 42
3.2.2 Der Schmuck der römischen Frau 48
4. Einordnung des Themas in den Bildungsplan 53
5. Schulbuchanalyse 57
5.1 Theoretische Aspekte der Schulbuchanalyse 57
5.2 Untersuchung einiger Schulbücher zum Thema „Frauen im alten Rom“ 64
5.3 Kritik und Anregungen 81
6. Weitere Umsetzungsmöglichkeiten des Themas „Die Frau im alten Rom“ 87
7. Schlussbetrachtung 93
8. Abbildungs- und Materialiennachweise 95
9. Literaturangaben 96
10. Anhang 100
11. Arbeitsblätter für einen Lernzirkel 106

Arbeit zitieren:
Büttner, Heike Februar 2000: Die Frau im alten Rom, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kaiserzeit, Unterrichtseinheiten, Emanzipation

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