Professionalisierung der Public Relations im deutschen Profifußball
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Ulf Baranowsky
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 143 Seiten
- Dateigröße: 723,3 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2490-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2490-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2490-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Baranowsky, Ulf April 2000: Professionalisierung der Public Relations im deutschen Profifußball, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bundesliga, Public Relations, Sportpublizistik, Fußball, Professionalisierung
In den Warenkorb
48,00 €
Magisterarbeit von Ulf Baranowsky
Einleitung:
Globalisierung, Medialisierung, Kommerzialisierung und Professionalisierung kennzeichnen den postmodernen Sport. Diese Arbeit untersucht, inwieweit sich die Public Relations der Clubs des deutschen Profifußballs an professionelle Maßstäbe angepaßt haben. Die Untersuchung lohnt sich aus zwei Gründen: Erstens leistet die Arbeit mit den empirischen Daten einen weiteren Beitrag zur Professionalisierungsdiskussion von Public Relations. Zweitens werden in der Literatur bisher wenig beachtete Beziehungen zwischen Public Relations und Sport, hier speziell Fußball, analysiert und interpretiert.
Das Sahnestück der Arbeit stellt das empirische Kapitel dar. Anhand eines standardisierten Fragebogens, der an alle PR-Verantwortlichen im deutschen Profifußball verschickt wurde, konnten aufschlußreiche und repräsentative Daten gewonnen werden.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil der Arbeit wird eine Theorie der Professionalisierung erarbeitet, welche die Grundlage für die spätere Analyse bildet.
Im zweiten Teil erfolgt die Bestimmung des Professionalisierungsgrades der Public Relations in Deutschland.
Im dritten Teil steht die Darstellung des deutschen Profifußballs mit seinen vielfältigen Strukturen und Beziehungen zu den Medien und der Wirtschaft im Mittelpunkt.
Im vierten Teil werden die Resultate ausführlich aufgezeigt und interpretiert.
Fazit: Defizite im PR-Bereich der Proficlubs sind unübersehbar. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Erstens fehlt dem Management das Bewußtsein für die wichtigen Funktionen von Public Relations. Zweitens wird eher in den kurzfristigen sportlichen Erfolg als in langfristige professionelle Strukturen investiert. Drittens konnten sich Public Relations in Deutschland noch nicht zu einer Profession im engeren Sinn entwickeln.
Inhaltsverzeichnis:
| 0. | Einleitung | 1 |
| 0.1 | Problemformulierung | 2 |
| 0.2 | Problemlösungsverfahren | 3 |
| Kapitel A: Professionalisierung | ||
| 1. | Historische Aspekte von Profession und Professionalisierung | 5 |
| 2. | Kriterien für Professionen | 7 |
| 3. | Definition von Beruf und Profession | 9 |
| 4. | Definition von Professionalisierung | 10 |
| 5. | Theorie der Professionalisierung | 11 |
| 5.1 | Qualitative Aspekte der Professionalisierung | 11 |
| 5.2 | Quantitative Aspekte der Professionalisierung | 17 |
| Kapitel B: Public Relations | ||
| 1. | Zur Geschichte von Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit | 19 |
| 2. | Definitionsproblematik von Public Relations | 20 |
| 3. | Grenzbereiche der Public Relations | 22 |
| 3.1 | Public Relations versus Marketing | 22 |
| 3.2 | Public Relations versus Werbung | 23 |
| 3.3 | Public Relations versus Propaganda | 24 |
| 4. | Beziehung zwischen Public Relations und Journalismus | 25 |
| 5. | Public Relations aus konstruktivistischer Sicht | 28 |
| 6. | Das Berufsbild Public Relations | 31 |
| 6.1 | Kernaufgaben der Public Relations | 31 |
| 6.2 | PR-Arbeitsmarkt | 32 |
| 7. | Professionalisierung der Public Relations | 34 |
| 7.1 | Berufsverband | 35 |
| 7.2 | Wirtschaftsverband | 36 |
| 7.3 | Ethische Richtlinien | 37 |
| 7.4 | Konturen des PR-Bildungsmarktes | 38 |
| 7.4.1 | Studium | 39 |
| 7.4.2 | Volontariat,Traineeship | 40 |
| 7.4.3 | Aus- und Weiterbildung | 41 |
| 7.5 | Fachzeitschriften | 42 |
| 7.6 | Empirische Befunde | 42 |
| 7.7 | Diskussion der Ergebnisse | 44 |
| Kapitel C: Fußball | ||
| 1. | Historische Aspekte des Fußballs | 46 |
| 2. | Das magische Dreieck | 50 |
| 3. | Der Deutsche Fußball-Bund | 52 |
| 4. | Die Profiligen | 54 |
| 5. | Rechtliche Aspekte des Fußballs | 55 |
| 5.1 | Die Rechtsform der Proficlubs | 55 |
| 5.2 | Die Beteiligungen der Agenturen | 57 |
| 5.3 | Der Streit um die Fernsehrechte | 58 |
| 5.4 | Die Änderungen im Transferrecht | 59 |
| 6. | Wirtschaftliche Aspekte des Fußballs | 60 |
| 6.1 | Der Markt der Übertragungsrechte | 61 |
| 6.2 | Die Einnahmen der Clubs | 62 |
| 6.3 | Transfergeschäfte | 64 |
| 7. | Soziologische Aspekte des Fußballs | 66 |
| 7.1 | Gewalt durch Hooligans | 66 |
| 7.2 | Zum Wandel der Fan-Kultur | 67 |
| 8. | Fußball als Fernsehsportart | 69 |
| 9. | Professionalisierung im Sport | 71 |
| 10. | Forschungsstand: Public Relations und Fußball | 73 |
| 10.1 | Jürgen Thiem | 73 |
| 10.2 | Matthias Adel | 75 |
| 10.3 | Exkurs: Public Relations des DFB | 78 |
| Kapitel D: Empirische Studie | ||
| 1. | Erhebungsmethode | 79 |
| 2. | Aufbau und Anlage des Fragebogens | 79 |
| 3. | Untersuchungsobjekte | 80 |
| 4. | Untersuchungszeitraum | 80 |
| 5. | Auswertungsverfahren | 81 |
| 6. | Ergebnisse | 82 |
| 6.1 | Strukturdaten | 82 |
| 6.2 | Quantitative Aspekte | 85 |
| 6.3 | Qualitative Aspekte: Wissensdimension | 89 |
| 6.4 | Qualitative Aspekte: Dimension der sozialen Orientierung | 96 |
| 6.5 | Zusätzliche Resultate | 102 |
| 7. | Diskussion des Professionalisierungsgrades | 108 |
| Kapitel E: Fazit | 111 | |
| Anhang | ||
| Literaturverzeichnis | 114 | |
| Erhebungsinstrument | 122 |
ehrenamtlich. Alle 29 Clubs beantworteten diese Fragen. Während hauptberufliche Sekretäre/innen immerhin in 14 Clubs beschäftigt werden (maximal zwei pro Club), haben gerade einmal zwei Clubs jeweils eine/n nebenberufliche/n Sekretär/in angestellt. Ehrenamtliche Sekretäre/innen sind in keinem Club tätig. Hauptberufliche Assistenten/innen sind in zwölf Clubs tätig. Dabei beschäftigen acht Clubs jeweils eine/n Assistenten/in. Nur ein Club beschäftigt sogar acht hauptberufliche Assistenten/innen. Weniger aktiv sind nebenberufliche Assistenten/innen. Lediglich sechs Clubs wählen diese Art der Beschäftigung, wobei allerdings ein Club gleich fünf nebenberufliche Assistenten/innen beschäftigt. Zwei Clubs werden ferner von jeweils einer/m ehrenamtlichen Assistenten/in unterstützt. Sieben Clubs beschäftigen weder Sekretäre/innen noch Assistenten/innen. Die Clubs mit den höchsten geplanten Umsätzen für die laufende Saison leisten sich mit großem Abstand das größte Personalvolumen. Der reichste Club beschäftigt zwei hauptberufliche Sekretäre/innen und drei hauptberufliche Assistenten/innen, während beim zweitreichsten Club zwei hauptberufliche Sekretäre/innen und acht hauptberufliche Assistenten/innen tätig sind. Im zweiten Schritt gaben alle 29 Clubs an, wer darüber hinaus an den Public Relations beteiligt ist. Sechs Clubs gaben keine weiteren Beteiligten an (20,7 %). Zwei Clubs werden von PR-Beratern/innen unterstützt (6,9 %), sechs Clubs arbeiten mit PR-Agenturen zusammen (20,7 %), und bei elf Clubs werden Praktikanten/innen in die PR-Arbeit eingebunden (37,9 %). Ferner arbeiten neun Clubs mit anderen Personen und Institutionen zusammen: z.B. eigene Werbeabteilung, eigene Marketing GmbH, Präsidium. [...]
Kein Befragter gab an, als ehrenamtlicher PR-Manager zu fungieren. Allerdings muß diese Aussage bei einer Person bezweifelt werden. Der PR-Verantwortliche gab an, als Vorstandsmitglied die Funktion des Managers auszuüben und im Zivilberuf Beamter zu sein. Es besteht demnach der begründete Verdacht, daß diese Person die Tätigkeit nicht im Angestelltenverhältnis, sondern ehrenamtlich (möglicherweise mit finanzieller Aufwandsentschädigung) ausübt. Die beiden nebenberuflichen PR-Chefs arbeiten im Hauptberuf als Journalist und Medienberater. Interessant sind die Tätigkeitsbezeichnungen der Befragten, da hier sehr häufig die eindeutigen Bezüge zu Public Relations fehlen. Lediglich vier Befragte tragen die Begriffe Public Relations oder Öffentlichkeitsarbeit in ihrer Tätigkeitsbezeichnung, während die Mehrheit sich ausschließlich als Presse- oder Mediensprecher bezeichnet. Die Frage nach dem Vorhandensein einer eigenständigen PRAbteilung beantworteten 28 Befragte. 18 Clubs verfügen über diese Institution (64,3 %), zehn Clubs nicht (35,7 %). [...]
durchschnittliche Alter liegt bei 36 Jahren. Allerdings sind 19 von 29 Befragten jünger als der Schnitt. Dies liegt daran, daß vier PRVerantwortliche das 50. Lebensjahr überschritten haben und damit den Altersdurchschnitt kräftig anheben. Die Extremwerte liegen bei 25 und 53 Jahren. Die PR-Verantwortlichen sind durchschnittlich seit drei Jahren im Amt. Unter dem Durchschnitt liegen 22 der 29 Befragten. Der Dienstälteste übt sein Amt bereits seit acht Jahren aus, während zwei PR-Verantwortliche erst seit einem halben Jahr ihren Posten bekleiden. Die Frage nach der Entwicklung des Umfangs der PR-Arbeit in den letzten fünf Jahren beantworteten alle 29 Befragten. Das Ergebnis ist eindeutig: 25 PR-Verantwortliche (86,2 %) gaben an, daß die PRArbeit deutlich an Umfang zugenommen hat. Kritisch anzumerken bleibt, daß der Großteil der Befragten noch nicht fünf Jahre im Amt ist und damit den abgefragten Zeitraum selber nur schwer beurteilen kann. Allerdings, so darf unterstellt werden, können die PR-Chefs auf andere Erfahrungen (z.B. alte Pressespiegel, Akten von Vorgängern) Bezug nehmen und sich damit ein Urteil erlauben. [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424909
Arbeit zitieren:
Baranowsky, Ulf April 2000: Professionalisierung der Public Relations im deutschen Profifußball, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bundesliga, Public Relations, Sportpublizistik, Fußball, Professionalisierung




