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Internet und Politik

Rolle neuer Online-Medien im Prozeß politischer Kommunikation

Internet und Politik
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Tobias Weidemann
  • Abgabedatum: September 1999
  • Umfang: 119 Seiten
  • Dateigröße: 904,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2165-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2165-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2165-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weidemann, Tobias September 1999: Internet und Politik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Medien und Kommunikation, Parteien, politische Kommmunikation, Internet, Politik

Magisterarbeit von Tobias Weidemann

Einleitung:

Die hier vorliegende Arbeit analysiert exemplarisch das Engagement deutscher Parteien anhand ihrer Angebote im World Wide Web in den Jahren 1998 und 1999. Durch den längeren Bearbeitungszeitraum - die Forschung wurde bereits Anfang 1998 angegangen, die Arbeit schließlich im September 1999 fertig gestellt - lassen sich bereits Schlußfolgerungen über Entwicklungen im Internet ziehen.

Hierbei wird weniger auf allgemeine Charakteristika des Internet eingegangen, sondern vielmehr am Kommunikationsprozeß selbst herausgearbeitet, wo und auf welche Weise politische Interaktion zwischen Akteuren (das können Einzelpersonen, aber auch Parteien sein) stattfindet. Mit Hilfe von Leitfragen wurde untersucht, in welchen Bereichen politische Parteien das Internet überhaupt als sinnvolles Kommunikationsmittel einsetzen können und wo und auf welche Weise dies bereits geschieht.

Hierzu wurden mit Vertretern sämtlicher im Bundestag vertretenen Parteien längere Face-to-face-Interviews geführt (jeweils mit dem für das Internet-Angebot zuständigen Mitarbeiter), welche vollständig im Anhang dokumentiert sind und die einen sinnvollen Einblick in die Arbeitsweise der Parteien in diesem Bereich ermöglichen.

Außerdem wird die Problematik auch aus der Sicht der Nutzer beleuchtet (wer sind Internet-Nutzer generell und wie politisch sind diese). Hierbei zeigt sich, daß das Internet im Moment aufgrund der Sozialisation seiner Nutzer das ideale Kommunikationsmittel darstellt, um politisch relevante Inhalte zu kommunizieren.

Aus der Betrachtung lassen sich Schlußfolgerungen ziehen, wie Internet-Angebote (generell, aber auch speziell im politischen Bereich) gestaltet werden müssen, warum sich politische Parteien im Internet engagieren und wie dieses Engagement konkret aussieht. Dabei wird zwischen der reinen Informationsvermittlung und einer interaktiven Zweiwegkommunikation, wie sie für den politischen Prozeß erstrebenswert erscheint, unterschieden. Ein sehr ausführliches, sauber recherchiertes und bibliographiertes Literaturverzeichnis, sowie ein Anhang runden die Arbeit ab.

Die Arbeit ist stark empirisch-analytisch ausgerichtet. So werden neben den Angeboten der im Bundestag vertretenen Parteien auch exemplarisch kleinere Parteien, sowie überparteiliche Server heraus gegriffen. Obwohl mit politik- und sozialwissenschaftlicher Methodik (teils entlehnt aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft) gearbeitet wurde, sind die Ergebnisse auch für Bereiche wie Marketing, Werbung, Journalismus, Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit von Belang.

Im Gutachten zu dieser Arbeit heißt es: "Insbesondere gelingt es dem Autor (...), ein hoch interessantes und differenziertes Bild des Einsatzes neuer Medien durch verschiedene Parteien zu präsentieren. Seine Schlußfolgerungen bilden somit wichtige Ergänzungen der Kenntnisse in einem Bereich, über den viel geredet wird, aber in dem kaum empirisch fundierte Ergebnisse vorhanden sind." Und der Zweitgutachter spricht von einer "informationsreichen, klar gegliederten, formal ansprechenden und recht gut lesbaren Arbeit", die "eine Reihe von Ansatzpunkten für weiterführende Fragen und Recherchen" bietet.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 4
1. Einleitung 6
1.1 Einführung in die Problematik und Abgrenzung des Themas 6
1.2 Vorgehensweise 9
1.3 Forschungsstand und einige Konventionen zur Zitierweise 10
2. Begriffsbestimmungen und theoretische Betrachtungen 14
2.1 Kommunikation - Information - Interaktion 14
2.2 Partizipation 16
2.3 Öffentlichkeit 17
2.4 Die Rentabilität des Internets als Form politischer Beteiligung 18
3. Funktionen und Rolle der Parteien innerhalb der Demokratie und deren Umsetzungspotential im WWW 23
3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen und Aufgaben der Parteien 23
3.2 Stellung der Parteien im politischen (Kommunikations-) Prozeß 26
3.3 Bereiche, in denen Internet-Angebote von Parteien ansetzten können 31
3.4 Mögliche Anwendungen für Parteien - Ansprüche und Forderungen an die Parteiangebote 34
4. Praktische Bestandsaufnahme des Engagements politischer Parteien in den Neuen Medien 37
4.1 Umfang des Engagements der Parteien im Internet 38
4.2 Die grundlegende Parteiorganisation und der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien durch die Parteien in der Vergangenheit 40
5. Analyse der Angebote der Parteien in den einzelnen Bereichen 43
5.1 Information 43
5.2 Politische Bildung und Förderung politischer Beteiligung 48
5.3 Interaktive Faktoren. Diskussionsforen und Direktkontakt mit Abgeordneten per E-Mail 51
5.4 Parteiinterne Kommunikation 58
5.5 Kommunikation mit Multiplikatoren 61
6. Die Nutzerseite 63
6.1 Nutzungsprofile von Online-Medien 65
6.2 Nutzungsprofile politischer Information in Online-Medien 69
6.3 Nutzungsprofile politischer Information in Online-Medien durch Journalisten (als Beispiel für Multiplikatoren) 71
6.4 Quantitative Nutzung der Internet-Angebote deutscher Parteien und anderer politischer Angebote im WWW 73
7. Weitere Angebote - kleinere Parteien, überparteiliche und event-bezogene Sites 76
8. Fazit der Untersuchung und Ausblick 79
Literaturverzeichnis 84
Geführte Interviews 90
Anhang 91
Ehrenwörtliche Erklärung 115

Arbeit zitieren:
Weidemann, Tobias September 1999: Internet und Politik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Medien und Kommunikation, Parteien, politische Kommmunikation, Internet, Politik

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