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Einsatzfelder von Workflow-Management im Krankenhaus

Einsatzfelder von Workflow-Management im Krankenhaus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Pino Calzo
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 126 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Institution / Hochschule: Universität Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2009-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2009-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2009-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Calzo, Pino März 1998: Einsatzfelder von Workflow-Management im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: WFMS, KIS, Krankenhaus-Informationssystem, Workflow, Krankenhaus

Diplomarbeit von Pino Calzo

Einleitung:

In dieser Arbeit wird anhand verschiedener Praxisbeispiele das Potential von WFMS aufgezeigt, es wird jedoch auch auf Gefahren und Risiken in Zusammenhang mit der Einführung eines solchen Systems hingewiesen.

Anhand zu definierender Einsatzkriterien soll im Rahmen dieser Diplomarbeit geprüft werden, in welchen medizinischen Bereichen eines Krankenhauses ein nutzbringender Einsatz von Workflow-Management-Systemen (WFMS) möglich ist. Dazu sollen ausgewählte Abläufe eines Krankenhauses (inkl., ihrer Schnittstellen zum administrativen Bereich) analysiert und modelliert werden. Diese Abläufe sollen dann insbesondere hinsichtlich organisatorischer und wirtschaftlicher Effekte beim Einsatz von WFMS beurteilt werden. Im Rahmen einer Fallstudie soll näher auf die Situation im UniversitätsSpital Zürich eingegangen werden.

WFMS versprechen für verschiedenste Anwendungsgebiete im Krankenhaus ein Leistungspotential. Als speziell interessant erscheint die gemeinsame Nutzung des Business Process Redesign (BPR)-Konzeptes zusammen mit dem Konzept der WFMS. Da sich die Integration von BPR und WFMS erst am Anfang befindet, wurde als ein Resultat dieser Arbeit ein theoretisches Konzept für ein "Process Change Management‘ entwickelt. Weitere Resultate sind die Dokumentation der Bemühungen um eine Prozessorientierung am UniversitätsSpital Zürich (USZ), die Bestimmung von Faktoren für eine erfolgreiche Einführung von WFMS in Krankenhäusern und die Erkenntnis, dass die momentane Situation der schweizerischen Krankenhäuser eine meist nur suboptimale Nutzung des an sich vorhandenen Potentials bewirkt.

Als weiterführende Arbeiten könnte man sich vorstellen, das vorgestellte Krankenhaus-Prozess-Konzept in der Praxis zu verwirklichen, d.h. eine durchgehende Prozessorientierung zusammen mit einem WFMS in einem Krankenhaus einzuführen. Ferner wäre es interessant mehr über eine optimale Integration neuer Ansätze, wie Action Workflow oder Objektorientierte WFMS, in die Krankenhaus-Prozessmodellierung zu untersuchen. Das vorgestellte Krankenhausinformationssystem KISIM der inneren Medizin würde sich hierfür gut als Prototyp eignen, da das USZ sämtliche Rechte besitzt und das Programm einfach erweitert werden kann (In C++ programmiert). Konkret würde es hier darum gehen ein WAPI zu erstellen, durch welches existierende WFMS die Steuerung übernehmen können.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 2
1.2 Das Krankenhaus als Untersuchungsgegenstand 3
1.3 Neue Möglichkeiten durch IT-Einsatz 4
1.4 Aufbau der Arbeit 5
2. Das Krankenhaus 6
2.1 Gesundheitswesen 6
2.2 Krankenhausleistung 7
2.3 Rechtliche Situation 9
2.4 Krankenhausfinanzierungssysteme 10
2.5 Aussichten 11
3. Prozessreorganisation und -modellierung 13
3.1 Prozesse 13
3.1.1 Definitionen 13
3.1.2 Prozessorientierung im Krankenhaus 13
3.2 Prozesstypen 14
3.2.1 Semi-strukturierte Prozesse 14
3.2.2 Prozesscharakterisierungen 15
3.3 Business Process Redesign (BPR) 17
3.3.1 Definition 17
3.3.2 Zielsetzungen 17
3.3.3 Die Idee des BPR 18
3.3.4 BPR im Krankenhaus 20
3.4 BPR-Tools 23
3.5 Change Management 26
3.6 Total Quality Management (TQM) 26
3.7 Krankenhausinterne Kundenkette 29
4. Workflow-Management-System (WFMS) 30
4.1 Definitionen 30
4.1.1 Abgrenzung 31
4.1.2 Workflow Management Coalition (WFMC) 33
4.2 Bedeutung 33
4.3 Modelle 34
4.4 Flexibilität von Workflow-Management-Systemen 36
4.5 Einbettung der WFMS ins Informatik-Gesamtsystem 37
4.5.1 Informatik-Gesamtsystem 37
4.5.2 Krankenhausweite Patientenlogistik und Ressourcendisposition 38
4.5.3 Krankenhaus-Informations-System (KIS) 40
4.5.4 Überlegungen zum betriebswirtschaftlichen Nutzen 43
4.6 Zusammenfassung & Folgerungen 44
5. Abläufe in einem Krankenhaus 45
5.1 Formale und informale Abläufe 45
5.2 Schnittstellenoptimierung 45
5.3 Process Change Management 48
5.4 Priorisierung relevanter Prozesse 50
5.4.1 Vor der Einführung eines Process Change Management 50
5.4.2 Innerhalb des Process Change Management 53
5.5 Prozessmonitoring 59
5.6 Prozesscontrolling 60
5.7 Beispiele 61
5.7.1 Intensivstation Kantonsspital Genf 61
5.7.2 Öffentliches Kinderspital in Frankreich 62
5.7.3 Universitätsklinikum Magdeburg 63
6. UniversitätsSpital Zürich (USZ) 66
6.1 Vorstellen UniversitätsSpital Zürich 66
6.2 PRIMUS 67
6.3 KISIM (Krankenhaus-Informationssystem Innere Medizin) 70
6.4 Angiologie 72
6.4.1 Definition 72
6.4.2 Prozessbeschreibung 73
6.5 Beurteilung 77
7. Mögliches Vorgehen bei der Realisierung eines WFMS 80
7.1 Häufige Probleme und die Lehren daraus 80
7.2 Festlegung von Aufgaben und Rollen 82
8. Zusammenfassung und Schlussbetrachtungen 84

Automatisiert erstellter Textauszug:

Wird die Soll-Konzeption des Geschäftsprozesses und die Workflow-Modellierung nicht mit demselben Werkzeug durchgeführt und das Workflowmanagementsystem erst nach erfolgter Soll-Konzeption ausgewählt, ergeben sich oftmals Probleme bei der Umsetzung des Geschäftsprozessmodells in ein Workflow-Modell. Hier können fehlende Modellierungsmöglichkeiten oder mangelnde Flexibilität des Workflowmanagementsystems eine Überarbeitung des Soll-Konzepts verursachen. Auch Schnittstellen zur automatischen Umsetzung von Geschäftsprozessmodellen in WorkflowModelle erweisen sich in der Praxis oftmals als wenig hilfreich. Integrierte 164 Ansätze , also die Aufhebung der Trennung zwischen Geschäftsprozess- und Workflow-Modell, oder die Auswahl eines Workflowmanagementsystems schon zu Beginn der Soll-Konzeption können geeignete Mittel sein, um den oben aufgeführten 165 Schwierigkeiten zu begegnen . Integration Eine besondere, oft unterschätzte, Herausforderung bei der Erstellung einer Workflow-Anwendung stellt die Integration der verschiedenen operativen Anwendungen dar. Sollen verschiedene Officesysteme, wie z. B. eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation, in eine Büroanwendung eingebunden werden, bereitet die Integration im allgemeinen nur geringe Schwierigkeiten. Sind allerdings komplexe Alt-Anwendungen, welche eine interne Steuerungslogik und interne Datenverwaltung beinhalten, zu integrieren, können die Eigenschaften dieser Anwendungen das Soll-Konzept stark beeinflussen. Im Soll-Konzept sind u. a. die einzelnen Aktivitäten des Geschäftsprozesses und die Werkzeuge, also im allgemeinen die Softwaresysteme, mit denen die Bearbeitung einer Aktivität durchgeführt werden soll, festgelegt. Oftmals bieten Alt-Anwendungen allerdings keine Schnittstellen zum Aufruf einzelner Funktionalitäten. Falls durch software-technische Methoden keine geeignete Schnittstelle erstellt werden kann, ist eine Überarbeitung des Soll-Konzepts notwendig. Aktivitäten, die einzelne Funktionalitäten des Anwendungssystems aufrufen, müssen dann zusammengefasst werden, und es wird dadurch Steuerungslogik von der Workflow-Ebene in die Anwendungsebene verlagert. Das hierdurch bedingte geringere Granularitätsniveau des Workflow-Modells führt u. a. zu einer geringeren [...]

erreichen ist und auch mit Gegenleistungen „erkauft“ werden muss 160, besteht in dieser Abteilung ein klares Bedürfnis, Möglichkeiten für eine Prozessverbesserung und damit verbundene ökonomische Vorteile auszuloten. So sind denn momentan auch intensive Bestrebungen im Gange, die hier kritisierte geografische und 161 räumliche Aufsplitterung der Angiologie zu beheben . Als Bemerkung gilt es noch zu erwähnen, dass die Abteilung seit einem halben Jahr unter einer neuen Führung steht (Frau Prof. Dr. Koppensteiner). Seit ihrem Antritt sind denn auch bereits schon gewisse, hier kritisierte, Punkte aufgenommen worden und es wurden partielle Verbesserungen vorgenommen. Aufgrund des Finanzdruckes ist es wahrscheinlich, dass in der Angiologie eine weitere Entwicklung in Richtung Optimierung vor sich gehen wird. Die Bemerkungen und Optimierungsvorschläge wurden denn auch sehr positiv aufgenommen. Um den Stand von PRIMUS und KISIM graphisch darzustellen, wurden in der folgenden Abbildung 27 die beiden Fallstudien in das in Kapitel 5.3 erarbeitete Process 162 Change Management eingetragen . Wie unschwer zu erkennen, handelt es sich bei PRIMUS um ein, im Sinne des PCM, weiter fortgeschrittenes Projekt als bei KISIM. Dies erstaunt nicht, da KISIM noch keine eigentliche Prozessorientierung oder Workflow-Steuerung integriert hat. Als nächster Schritt kommt bei PRIMUS die WFMS-Ausführung an die Reihe. Dies ist denn auch für den Frühling 1998 produktiv geplant. Die Unterstützung von MIS & DSS geschieht bei PRIMUS im Rahmen der Standardsoftware SAP R/3. Die Einbindung weiterer Tools ist vorderhand nicht geplant. Bei KISIM wäre als nächster Schritt eine verstärkte Integration der Prozessorientierung und damit zusammenhängend eine Unterstützung für WFMS wünschbar. Ob es dazu kommt, ist momentan allerdings noch offen. [...]

Es ist verständlich, wenn die Bestrebungen, den Prozess möglichst entlang den Aktivitäten ablaufen zu lassen, gewissen Restriktionen unterliegen (Mangelnde Geld-, aber auch Zeitressourcen). Trotzdem sollte es auch innerhalb eines Krankenhauses ein Anliegen sein, Ineffizienzen innerhalb eines Prozesses zu beseitigen. Qualitativ ist so zweifellos eine Verbesserung erreichbar. Quantitativ nützt dies dem Krankenhaus vorerst meist nur auf der Kostenseite. Die Ertragsseite wird jedoch auch abnehmen, wenn sich die Zahl der Pflegetage reduziert. Unter dem Strich kann somit finanziell ein solches Projekt nicht in jedem Fall bedingungslos empfohlen werden. Sobald aber die (absehbare) Einführung einer Fallpauschalenfinanzierung beschlossen wird, schlagen sich effiziente Prozesse unmittelbar in der Erfolgsrechnung nieder. Im vorliegenden Fall der Angiologie liegt der Fall ein wenig anders. Da der Abteilung Angiologie vom Kanton Zürich wenig Personalmittel zur Verfügung gestellt wird, sie jedoch viele Patienten hat, müssen einige medizinische Fachkräfte fremdfinanziert werden. Da eine solche Fremdfinanzierung nicht immer einfach zu [...]

Arbeit zitieren:
Calzo, Pino März 1998: Einsatzfelder von Workflow-Management im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
WFMS, KIS, Krankenhaus-Informationssystem, Workflow, Krankenhaus

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