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Vermarktungsprozesse in der Fußball-Bundesliga

Vermarktungsprozesse in der Fußball-Bundesliga
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hartmut Hiestermann
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 8,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordostniedersachsen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1777-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1777-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1777-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hiestermann, Hartmut Mai 1999: Vermarktungsprozesse in der Fußball-Bundesliga, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fernsehrechte, Merchandising, TV-Rechte, Bundesliga, Sponsoring

Diplomarbeit von Hartmut Hiestermann

Einleitung:

Fußball ist die unangefochtene Sportart Nummer 1 in Deutschland, Europa und wohl auch weltweit. Als traditioneller Volkssport ohne soziale Grenzen ist Fußball der Sport mit dem größten Zuschauerpotential und hat sich mittlerweile zu einem lukrativen Milliardengeschäft entwickelt. Die Fußball-Bundesliga verzeichnet von Jahr zu Jahr neue Umsatzrekorde. Mittlerweile belaufen sich die Gesamterlöse auf mehr als eine Milliarde DM pro Jahr. Wachsende Interessen von Wirtschaft und Medien am Fußball haben dazu geführt, daß dieser verstärkt nach den Regeln ökonomischer Rationalität gestaltet und durch die Vermarktung verwertbarer Rechte finanziert wird. Im Zuge fortschreitender Kommerzialisierung im Profifußball entwickeln sich die Bundesligaclubs zu professionell geführten Wirtschaftsunternehmen. Mit der Zulassung zur Umwandlung vom nicht mehr zeitgemäßen Rechtsstatus des eingetragenen Vereins in Kapitalgesellschaften im Oktober 1998 trug auch der Deutsche Fußball-Bund dieser Entwicklung Rechnung.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die dynamische Kommerzialisierung des Profifußballs anhand der derzeitigen und zukünftigen Vermarktungsstrukturen und -prozesse in der Fußball-Bundesliga darzustellen. Dabei wird nach eingehender Erläuterung der sportlichen und wirtschaftlichen Grundlagen insbesondere die Vermarktung der bedeutendsten Einnahmequellen der Bundesligavereine "unter die Lupe genommen".

Gang der Untersuchung:

Zum besseren Verständnis ist es zunächst notwendig, als Grundlage die Erläuterung der Organisation des Fußballsports vorzunehmen. Neben der Vorstellung der internationalen Fußballverbände FIFA, UEFA und der Bedeutung der europäischen Vereinswettbewerbe liegt der wesentliche Inhalt in der Darstellung der Aufgaben und der Struktur des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Fußball-Bundesliga wird dabei besondere Beachtung geschenkt.

Neben der ökonomischen Betrachtung der Fußball-Bundesliga und deren wirtschaftlichen Eckdaten - der Einnahmen und Kosten der Clubs, liefert Kapitel 3 eine Gegenüberstellung von der Eigenvermarktung der Vereine mit der Vermarktung über professionelle Sportrechteagenturen. Da im allgemeinen ein Trend zur indirekten Vermarktung festzustellen ist, wird der Einfluß der im Bundesligageschäft tätigen Agenturen durchleuchtet. Außerdem werden die Vorgehensweise und Ergebnisse einer Fragebogenaktion zusammengefaßt, die sich an alle Bundesligavereine und an die in der Fußball-Bundesliga tätigen Vermarktungsagenturen richtete.

Vor diesem Hintergrund erfolgt anschließend die Betrachtung der Vermarktung der vier wesentlichen Teilmärkte, über die sich die Bundesligaclubs in erster Linie finanzieren. Dabei handelt es sich um den Markt für Eintrittskarten, den Markt für Fernsehübertragungsrechte sowie den Markt für Werberechte (Sponsoring) und den Fanartikelmarkt (Merchandising/Licensing). Aufgrund ihres beträchtlichen Umfangs findet eine Betrachtung dieser Teilmärkte in vier eigenständigen Kapiteln statt.

Die Bundesliga vermeldet nahezu jährlich steigende Zuschauerzahlen. Dennoch stellt der Markt für Eintrittskarten momentan nicht mehr die wichtigste Einnahmequelle der Bundesligaclubs dar. Da sich mittlerweile auch die Wirtschaft die einzigartige Atmosphäre der Bundesligaspiele zunutze macht, wird in den Stadien seit kurzem die Einrichtung von Unternehmenslogen und sog. Business Seats forciert, die die Unternehmen in Form von Hospitality-Maßnahmen als Kommunikationsinstrument einsetzen. Dadurch lassen sich immense Einnahmesteigerungen erzielen.

Die einnahmeträchtigste Finanzierungsquelle bietet die Vermarktung der TV-Rechte. Insbesondere nach der Liberalisierung des Rundfunkwesens, dem damit verbundenen Markteintritt privater Fernsehsender Mitte der 80er Jahre und deren Nachfrage nach attraktiven Sportsenderechten, sind die Preise für die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga förmlich explodiert. Neben der Betrachtung der Wertigkeit der TV-Rechte für die Programmanstalten sind die unterschiedlichen Vermarktungsformen der Einzel- und Zentralvermarktung sowie deren rechtlichen Probleme Hauptbestandteil dieses Kapitels. Abschließend werden die Möglichkeiten künftiger Übertragungsformen wie Pay-TV und Pay-per-View aufgezeigt.

Im 6. Kapitel werden die Vermarktungsmöglichkeiten der Werberechte in der Fußball-Bundesliga - das sog. Sponsoring - behandelt. Trotz anfänglicher Distanz und Ablehnung seitens der Medien hat sich Sponsoring im Sport mittlerweile zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil entwickelt. Die Kerninhalte dieses Abschnitts liegen in der Darstellung der vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten wie Trikot- und Stadionwerbung oder über Ausrüsterverträge. Integrative Vermarktungskonzepte wie das der UEFA Champions League bilden den Abschluß dieses Abschnitts.

Ein weiterer Trend im Sportmarketing, das Merchandising/Licensing, nimmt weiter an Bedeutung zu. Die Vermarktung der Fanartikel hat sich seit Anfang der 90er Jahre für die Bundesligaclubs zu einer beträchtlichen Einnahmequelle entwickelt. Dieser Abschnitt charakterisiert zunächst Merchandising/Licensing und erläutert anschließend dessen Entwicklung, Einsatzmöglichkeiten und Ziele. In Bezug auf die Fußball-Bundesliga wird eine Betrachtung der Vermarktungsmöglichkeiten der Vereine im Fanartikelbereich vorgenommen.

Das Schlußkapitel faßt die Ergebnisse zusammen und gewährt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen und Tendenzen in der Fußball-Bundesliga.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Die Organisation des Fussballsports 4
2.1 FIFA 4
2.2 UEFA 5
2.3 Die Europapokalwettbewerbe der UEFA 6
2.3.1 Die Champions League 6
2.3.2 Der Europapokal der Pokalsieger 8
2.3.3 Der UEFA-Cup 8
2.3.4 Der UI-Cup 9
2.4 Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 10
2.4.1 Die Aufgaben des DFB 11
2.4.2 Monopolstellung des DFB 12
2.5 Die Fußball-Bundesliga 12
2.5.1 Die Entwicklungsgeschichte 12
2.5.2 Die Struktur der Fußball-Bundesliga 13
2.5.3 Der DFB-Ligaausschuß 14
2.5.4 Die Ziele der Ligapolitik 15
3. Die Kommerzialisierung der Fussball-Bundesliga 18
3.1 Die ökonomische Betrachtung der Fußball-Bundesliga 18
3.2 Wirtschaftliche Eckdaten der Fußball-Bundesliga 21
3.2.1 Die Einnahmen der Bundesligavereine 21
3.2.2 Die Kosten der Bundesligavereine 22
3.3 Eigene Vermarktung versus Vermarktung über Agenturen 23
3.3.1 Vermarktungsagenturen im Bundesligageschäft 25
3.3.2 Rechtliche Probleme bei der Vermarktung über Agenturen 29
3.3.3 Fragebogenaktion 30
3.3.3.1 Motive für die Vermarktung über Agenturen 31
3.3.3.2 Motive für die Eigenvermarktung 32
3.4 Fazit 33
4. Die Vermarktung der Eintrittskarten 34
4.1 Die Bedeutung von Ligen 34
4.2 Determinanten der Zuschauernachfrage 36
4.2.1 Qualitative Nachfragedeterminanten 37
4.2.1.1 Direkte Qualitätskomponenten 38
4.2.1.2 Indirekte Qualitätskomponenten 40
4.2.2 Sonstige Determinanten 41
4.3 Zuschauerpotentiale in der Fußball-Bundesliga 42
4.3.1 Steh- und Sitzplätze 45
4.3.2 Business Seats 46
4.3.3 Unternehmenslogen 47
4.4 Fazit 48
5. Die Vermarktung der TV-Rechte 49
5.1 Begriff und Gestaltung der TV-Rechtevergabe 49
5.2 Motive und Ziele der Fernsehanstalten 51
5.3 Die Vermarktungskette der TV-Rechtevergabe 53
5.4 Die Vermarktung der TV-Rechte in der Fußball-Bundesliga 54
5.4.1 Die Entwicklung des Marktes 55
5.4.2 Die Zentralvermarktung der TV-Rechte 56
5.4.2.1 Die zentrale Vermarktung der Fußball-Bundesliga 57
5.4.2.2 Die zentrale Vermarktung der Champions League 59
5.4.2.3 Rechtliche Probleme der Europapokal-Zentralvermarktung 61
5.4.2.4 Rechtliche Probleme der Bundesliga-Zentralvermarktung 63
5.4.3 Die Einzelvermarktung der TV-Rechte 66
5.4.4 Das Solidaritätsprinzip in der Fußball-Bundesliga 67
5.4.5 Vergleiche zur TV-Vermarktung im Ausland 71
5.5 Künftige TV-Übertragungsformen 72
5.5.1 Pay-TV 72
5.5.2 Pay-per-View 74
5.6 Fazit 76
6. Die Vermarktung der Sponsoringrechte 78
6.1 Sponsoring als Instrument der Kommunikationspolitik 78
6.2 Vom Mäzenatentum zum Sponsoring 79
6.3 Merkmale des Sponsoring 80
6.4 Sponsoring im Sport 80
6.4.1 Entwicklungsphasen des Sportsponsoring 81
6.4.2 Ziele des Sportsponsoring 82
6.4.2.1 Ökonomische Sponsoringziele 83
6.4.2.2 Psychographische Sponsoringziele 83
6.4.3 Erscheinungsformen des Sportsponsoring 85
6.4.3.1 Sponsoring von Sportveranstaltungen 86
6.4.3.2 Sponsoring von Mannschaften und Einzelsportlern 86
6.4.4 Die Rolle des Sportsponsoring im Kommunikations-Mix 87
6.5 Sponsoring in der Fußball-Bundesliga 88
6.5.1 Trikotwerbung 88
6.5.2 Stadionwerbung 91
6.5.2.1 Bandenwerbung 92
6.5.2.2 Drehbandenwerbung 95
6.5.2.3 Virtuelle (Banden-) Werbung 97
6.5.2.4 Werbung über die Anzeigetafel 99
6.5.3 Ausrüstungsvertrag 100
6.6 Integrative Vermarktungskonzepte 102
6.6.1 Das integrierte Sponsoringkonzept der UEFA Champions League 102
6.6.2 Das "Millennium-League"-Projekt der Rechteagentur SportA 103
6.8 Fazit 105
7. Die Vermarktung der Fanartikel 106
7.1 Begriffsbestimmung Merchandising/Licensing 106
7.2 Entwicklung des Merchandising/Licensing 107
7.3 Einsatzmöglichkeiten des Merchandising/Licensing 108
7.4 Ziele des Merchandising/Licensing 110
7.5 Merchandising/Licensing in der Fußball-Bundesliga 111
7.5.1 Die Vermarktung der Bundesliga als Ganzes – Corporate Design 111
7.5.2 Die Vermarktung des einzelnen Bundesligaclubs 112
7.5.2.1 Fanpotentiale in der Fußball-Bundesliga 112
7.5.2.2 Die Entwicklung des Merchandising/Licensing in der Bundesliga 113
7.5.2.3 Vermarktungsformen 116
7.5.2.4 Die Distribution der Fanartikel 117
7.6 Fazit 118
8. Schlussbetrachtung 119
Literatur- und Quellenverzeichnis 121
Anhang

Arbeit zitieren:
Hiestermann, Hartmut Mai 1999: Vermarktungsprozesse in der Fußball-Bundesliga, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fernsehrechte, Merchandising, TV-Rechte, Bundesliga, Sponsoring

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