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Auslegung einer Kombikühlzelle für Kühlung und Tiefkühlung mit Wärmerückgewinnung

Die Studie wurde mit dem Preis des Förderverbandes "Ingenieurschule für Bauwesen Erfurt e.V." ausgezeichnet.
Auslegung einer Kombikühlzelle für Kühlung und Tiefkühlung mit Wärmerückgewinnung
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Stephan Senger
  • Abgabedatum: Juli 2009
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Erfurt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 14
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4393-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem Preis des Förderverbandes "Ingenieurschule für Bauwesen Erfurt e.V." ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Senger, Stephan Juli 2009: Auslegung einer Kombikühlzelle für Kühlung und Tiefkühlung mit Wärmerückgewinnung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kälteanlagen, Wärmerückgewinnung, Gewerbekälte, Tiefkühlung, Energitechnik

Bachelorarbeit von Stephan Senger

Kurzfassung:

In der vorliegenden Arbeit werden für eine Kombikühlzelle, die zur Bereitstellung der Kälteleistung notwendigen Anlagenkomponenten dimensioniert. Nach der technischen Konzeption werden die möglichen Abwärmequellen untersucht und die effizientere Lösung zur Wirtschaftlichkeitsanalyse herangezogen. Abschließend kann die sich als wirtschaftlich erweisende Variante zur Umsetzung vorgeschlagen werden.

Einleitung:

Durch das steigende Umweltbewusstsein in der heutigen Zeit sind Energieeinsparungen sowie eine effizientere Ausnutzung von immer größerer Bedeutung. Bei der Auswahl der geeigneten Kombizelle kann bereits ein Schritt in Richtung Energieeinsparung gegangen werden. Prinzipiell gesehen sind Kombikühlzellen eine Aneinanderreihung von mindestens zwei Kühl- oder Tiefkühlzellen in denen unterschiedliche Raumtemperaturen realisiert werden. Sie zeichnen sich im Vergleich zu Standardausführungen durch ihre geringeren mit der Umgebung in Verbindung stehenden Wandflächen aus.

Um eine realistische und zugleich optimale Auslegung der Systeme für eine Kombizelle zu gewährleisten, muss der Nutzen bekannt sein. Da ihr Einsatz besonders bei der Lebensmittelkühlung wiederzufinden ist, erfolgt die Auslegung anhand eines mittelständigen Fleischereibetriebes mit Produktion und Vertrieb. Täglich werden bis zu 12 Schweine und Rinder geschlachtet, verarbeitet und teilweise verkauft.

Nach der für die Anlagengröße entscheidenden Kältelastberechnung werden sämtliche Anlagenkomponenten für die Bereitstellung der Kälteleistung berechnet und geprüft ob Energieeinsparungen möglich sind. Für den Anwendungsfall der Fleischerei, wo einerseits Bedarf an Kühlung besteht und andererseits Wasser zu Reinigungszwecken benötigt wird, gilt es zu untersuchen ob eine Abwärmenutzung möglich ist und inwiefern sie sich wirtschaftlich rechnet.

Inhaltsverzeichnis:

Symbolverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis X
Tabellenverzeichnis XII
1. Einführung 1
1.1 Funktion von Kombikühlzellen in Fleischereibetrieben 2
1.2 Grundlagen der Kältetechnik 3
1.2.1 Kreisprozesses einer Kompressionskälteanlage 3
1.2.1.1 Zustände des Kältemittels 3
1.3 Kühlung und Tiefkühlung in der Gewerbekälte 4
1.4 Kombikühlzellen 4
1.4.1 Konstruktion von Kombikühlzellen 4
2. Kältelastberechnung 6
2.1 Äußere Lasten 6
2.1.1 Wärmestrom durch Transmission 6
2.1.2 Wärmestrom durch Luftwechsel 8
2.2 Innere Lasten 10
2.2.1 Ermittlung des Kühlgutdurchsatzes 10
2.2.1.1 Kühlzelle 10
2.2.1.2 Tiefkühlzelle 11
2.2.2 Wärmestrom durch Lagergutabkühlung 12
2.2.3 Wärmestrom durch Personen 14
2.2.4 Wärmestrom durch Beleuchtung 15
2.3 Vorläufige Kälteleistung 15
2.3.1 Auslegung der Verdampfer 16
2.3.1.1 Ermittlung der Verdampfungstemperaturen 17
2.3.2 Wärmestrom durch Luftumwälzung 20
2.3.3 Wärmestrom durch Abtauen 21
2.4 Effektive Kälteleistung 22
2.4.1 Auswertung der Ergebnisse 23
3. Dimensionierung der kältetechnischen Komponenten 25
3.1 Kältemittel 25
3.1.1 Auswahl des Kältemittels 26
3.2 Kreisprozess im log p,h - Diagramm 27
3.3 Projektierung der Verdichter 27
3.3.1 Auswirkung der Kälteleistung auf die Anlagenlaufzeit 29
3.3.2 Kältemittelmassenstrom 30
3.3.3 Verdichtungsleistung 31
3.3.3.1 ideale Verdichtungsleistung 31
3.3.3.2 reale Verdichtungsleistung 31
3.4 Projektierung der Verflüssiger 34
3.5 Kältemittelvergleich 36
3.5.1 Vergleich von R404a und R134a für Tiefkühlung 36
3.5.2 Vergleich von R404a und R134a für Normalkühlung 38
3.6 Einsparung durch Flüssigkeits- Saugdampf- Wärmeübertrager 39
3.7 Rohrleitungsdimensionierung 41
3.7.1 Druckabfall in den Rohrleitungen 44
3.8 Auslegung des Expansionsventils 48
3.9 Projektierung des Magnetventils 51
3.10 Dimensionierung des Kältemittelsammlers 54
3.11 Auswahl von Filtertrockner und Schauglas 59
4. Wärmerückgewinnung 61
4.1 Begriffserklärung 61
4.2 Einsatzmöglichkeiten der Wärmerückgewinnung 61
4.3 Warmwasserbedarf 61
4.4 Nutzbare Abwärmequellen 62
4.4.1 Auswahl der geeigneten Abwärmequelle 63
4.5 Dimensionierung des WRG - Speichers 66
4.6 Auslegung der Wärmeübertrager 68
4.6.1 Kältemittelseitiger Wärmeübertrager 68
4.6.2 Wärmeübertrager für die Nachheizung 70
4.7 Schaltungsänderung mit Wärmerückgewinnung 72
5. Steuerungs- und Regelungstechnik 74
5.1 Funktion der Bauteile anhand der Tiefkühlanlage mit WRG 74
6. Wirtschaftlichkeitsberechnung 76
6.1 Ermittlung der Investitionskosten 76
6.2 Wirtschaftlichkeitsvergleich beider Systeme 77
7. Zusammenfassung 82
Literaturverzeichnis XV
Anlagenverzeichnis XVI

Textprobe:

Kapitel 5, Steuerungs- und Regelungstechnik:

Die für die beiden Systeme erstellten RI-Fließbilder den gewählten Steuerungs- und Regelungstechnischen Bauteilen sind Anlage F zu entnehmen.

Funktion der Bauteile anhand der Tiefkühlanlage mit WRG:

Ein- und Ausschalten der Kälteanlage:

Das im Tiefkühlraum montierte Raumthermostat schaltet in Abhängigkeit von der Raumtemperatur das Magnetventil in der Flüssigkeitsleitung. Wenn die geforderte Temperatur in der Tiefkühlzelle erreicht ist, schließt es und der Verdichter saugt das System vom Magnetventil an ab (Pump-Down-Schaltung). Durch die Pump-Down-Schaltung wird verhindert, dass sich das Kältemittel beim Stillstand der Anlage im Verdampfer ansammelt, was beim Anlauf der Anlage zum Ansaugen flüssigen Kältemittels durch den Verdichter führen kann. Durch den sich einstellenden niedrigen Druck auf der Saugseite wird der Verdichter über den Niederdruckwächter abgeschaltet. Wenn die Raumtemperatur steigt wird durch den Raumthermostaten das Magnetventil wieder geöffnet, womit der Druck steigt. Der Niederdruckwächter schaltet folglich den Verdichter ein. Eine weitere wichtige Aufgabe des Druckwächters ist es das die Anlage für den Fall einer Leckage und damit verbundenen Kältemittelmangel abgeschaltet wird. Da der Niederdruckwächter in Kombination mit dem Hochdruckschalter montiert wird ist seine Aufgabe zu klären. Tritt ein Defekt des Lüfters ein kann die Wärme nicht an die Umgebung abgegeben werden, somit steigt der Druck. Um zu verhindern dass die Anlage beschädigt wird, schaltet der Hochdruckschalter die Anlage aus. Um Beschädigungen des Verdichters zu meiden wird als weitere Sicherheitseinrichtung der Öldifferenzdruckschalter verwendet. Er schaltet den Verdichter aus wenn der zur Schmierung notwendige Differenzdruck über einen bestimmten Zeitraum nicht eingehalten wird.

Abtauung:

Die Abtauung wird durch die an der Abtauuhr eingestellte Zeit eingeleitet. Durch Schließen des Magnetventils wird mittels Pump-Down-Schaltung das sich im Verdampfer befindliche Kältemittel abgesaugt und die elektrische Abtauheizung eingeschaltet. Um die entstehende Wärme nicht unmittelbar an den Tiefkühlraum abzugeben wird der Verdampferlüfter ausgeschaltet. Die Dauer der Abtauung kann durch den eingestellten Zeitraum oder frühzeitig durch ein im Verdampferpaket befindliches Heizungsbegrenzungsthermostat beendet werden. Nach vollendeter Abtauung öffnet zeitverzögert das Magnetventil und der Verdampferlüfter wird nach Unterschreiten der am Thermostaten eingestellten Temperatur eingeschaltet.

Wärmeabgabe:

Für den Fall das der Speicher eine Temperatur von 10°C hat, wird das Magnetventil in der Bypassleitung vom Thermostat im unteren Teil des Speichers geschlossen. Das überhitzte Kältemittel durchläuft zwangsweise den Koaxialverflüssiger, wobei das nachgeschaltete Konstantdruckventil den für die Verflüssigung notwendigen Kondensationsdruck aufrecht hält. Prinzipiell gesehen öffnet es bei steigendem Druck und schließt bei fallendem Druck. Wenn das Wasser in diesem Fall auf knapp 35°C erhitzt wurde stellt sich die Wärmeabgabe vom Kältemittel ans Wasser ein. Durch den Kesselthermostaten wird das Magnetventil in der Bypassleitung geöffnet und das Kältemittel strömt durch den luftgekühlten Verflüssiger. In diesem Fall wird die Wärmeabgabe über den Ventilator realisiert, welcher vom Druckschalter gesteuert wird.

Nachheizung:

Die Ansteuerung der Umwälzpumpe zur Nachheizung erfolgt ähnlich wie im Privathaushalt. Bei niedriger Temperatur schaltet der Kesselthermostat die Pumpe unter der Voraussetzung dass der Kessel in Betrieb ist ein. Da die Temperatur im unteren Bereich des Wärmeübertragers gemessen wird und warmes Wasser aufgrund des Dichteunterschiedes aufsteigt, schaltet der Thermostat beim Erreichen der 60°C die Pumpe aus.

Arbeit zitieren:
Senger, Stephan Juli 2009: Auslegung einer Kombikühlzelle für Kühlung und Tiefkühlung mit Wärmerückgewinnung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kälteanlagen, Wärmerückgewinnung, Gewerbekälte, Tiefkühlung, Energitechnik

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