Kundenbindung beim Online-Marketing
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gellért Horváth
- Abgabedatum: April 2009
- Umfang: 69 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftshochschule Budapest Ungarn
- Bibliografie: ca. 36
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3881-4
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Horváth, Gellért April 2009: Kundenbindung beim Online-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Onlinehandel, Kundenbindung, Online Marketing, 4C Modell, 6C Modell
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Diplomarbeit von Gellért Horváth
Einleitung:
1. Rolle und Bedeutung des Internets im Handel / in der Wirtschaft:
Das Internet hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Spitzenposition unter den Informations- und Kommunikationsmedien erstritten. Internetpräsenz für ein erfolgreiches Unternehmen, gleich welcher Größe, ist zu einer absoluten Notwendigkeit geworden. Daneben steigt die Anzahl der Internetnutzer permanent, und die technischen und rechtlichen Entwicklungen ermöglichen ein breites Spektrum wirtschaftlicher Aktivitäten im weltweiten Netz.
Neben den klassischen Zielen, wie das Präsentieren von Informationen über Produkte und Dienstleistungen für möglichst viele Interessenten, hat das Internet dazu beigetragen, dass die Markttransparenz erhöht wurde, was zu einer verschärften Wettbewerbssituation in vielen Branchen geführt hat.
Die Geschäftsbeziehungen zwischen Kunden und Unternehmen haben sich wegen der verschärften Wettbewerbssituation und des zunehmenden Kostendrucks wesentlich verändert. Die klassische Ansicht, die sogenannte transaktionsorientierte Marktbearbeitung, bei der die Kunden in nicht näher bekanntem Segmente eingeteilt und bearbeitet werden, hat immer mehr an Bedeutung verloren. Dabei war die möglichst hohe Anzahl von Kaufabschlüssen mit unbekannten Abnehmern das Hauptziel. Die persönliche Beziehung und der Kontakt zwischen Kunden und Anbieter haben sich als viel erfolgreicher bewiesen.
Dieser Betrachtungswechsel hat sich auch im Internethandel vollzogen. Die Veränderung der Wettbewerbssituation hat gleichzeitig zu den Veränderungen in den Wettbewerbsbedingungen geführt. Im Mittelpunkt stehen jetzt die Konsumenten, nachdem erkannt werden musste, dass die Gewinnung von Neukunden viel kostenintensiver ist, als die Aufrechterhaltung bereits bestehender Kundenbeziehungen. Daher ist es sinnvoller, als Ziel der Marketingaktivitäten die Kundenbindung hervorzuheben. Durch die spezifischen Bedingungen wie die sehr hohe Anonymität im Internet besteht doch die beste Möglichkeit für den Kunden einen sehr schnellen Wechsel zu einem anderen Anbieter zu vollziehen. Doch eben Internetkäufer zeigen sich gegenüber ihre Anbieter als sehr loyal. Es ist aber nicht zu vergessen, dass im Falle von Unzufriedenheit der Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt liegt. Daher ist das Hauptziel der Marketingaktivitäten nicht die Erkennung und Identifizierung von Neukunden, sondern der Aufbau Pflege einer langfristigen Beziehung mit Hilfe der durch das Internet gegebenen Möglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Rolle und Bedeutung des Internets im Handel / Wirtschaft | 4 |
| 1.1 | Einleitung | 4 |
| 2. | Begriffe der Kundenbindung | 6 |
| 2.1 | Begriff der Kundenbindung im klassischen Sinne | 6 |
| 2.2 | Strategien der Kundenbindung | 8 |
| 2.2.1 | Verbundenheit | 8 |
| 2.2.2 | Gebundenheit | 8 |
| 2.3 | Determinanten der Kundenbindung | 9 |
| 2.3.1 | Kundenzufriedenheit | 10 |
| 2.3.2 | Wechselbarrieren | 12 |
| 2.3.3 | Variety Seeking Behavior | 14 |
| 2.3.4 | Attraktivität des Konkurrenzangebotes | 15 |
| 3. | Online Marketing im Internet | 16 |
| 3.1 | Einfluss des Internets, Veränderungen im Marketing | 16 |
| 3.1.2 | Schlüsselentwicklungen auf dem Weg zum Online-Marketing | 17 |
| 3.2 | One to One Marketing | 19 |
| 3.2.1 | One to One Marketing im Internet | 20 |
| 3.3 | Relationship Marketing | 21 |
| 3.3.1 | Relationship Marketing im Internet | 21 |
| 3.4 | Eigenschaften des Internet als Medium | 23 |
| 3.4.1 | Websites | 26 |
| 3.4.2 | 4C Grundmodell | 27 |
| 3.4.2.1 | Content | 29 |
| 3.4.2.2 | Communication | 29 |
| 3.4.2.3 | Commerce | 30 |
| 3.4.2.4 | Community | 31 |
| 3.4.2.5 | Kritik | 33 |
| 3.4.3 | Ergänzung des 4C Modells | 34 |
| 3.4.3.1 | Challange | 34 |
| 3.4.3.2 | Configuration | 35 |
| 3.4.3.3 | Struktur des neuen Modells | 36 |
| 4. | Kundenbindung im Internet | 37 |
| 4.1 | Begriffsergänzung | 37 |
| 4.2 | Ökonomische unterschiede des Internet- gegenüber der Klassischen-Ökonomie | 38 |
| 4.3 | Vor- und Nachteile des Online Handels gegenüber dem Offline Handel | 39 |
| 4.4 | Ökonomische Bedeutung der Kundenbindung im Internet | 40 |
| 4.5 | Technische Voraussetzungen der Kundenbindung im Internet | 41 |
| 4.5.1 | Data Warehouse und Data Mining | 41 |
| 4.5.2 | Kritik der Informationstechnologie | 43 |
| 4.6 | Ansätze der Kundenbindung im Internet | 44 |
| 4.6.1 | Information | 44 |
| 4.6.2 | Interaktivität | 44 |
| 4.6.3 | Integration | 45 |
| 4.6.4 | Individualisierung | 45 |
| 5. | Bewertungsverfahren von Internetauftritten | 48 |
| 5.1 | Beurteilung von Internetauftritten | 48 |
| 5.1.1 | Die Dimension Content | 49 |
| 5.1.2 | Die Dimension Communikation | 50 |
| 5.1.3 | Die Dimension Commerce | 51 |
| 5.1.4 | Die Dimension Community | 52 |
| 5.1.5 | Die Dimension Challenge | 53 |
| 5.1.6 | Die Dimension Convenience | 54 |
| 5.2 | Untersuchung von Internetauftritten | 55 |
| 5.2.1 | Untersuchung von Content | 56 |
| 5.2.2 | Untersuchung von Communication | 57 |
| 5.2.3 | Untersuchung von Commerce | 58 |
| 5.2.4 | Untersuchung von Community | 59 |
| 5.2.5 | Untersuchung von Challenge | 60 |
| 5.2.6 | Untersuchung von Convenience | 61 |
| 6. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 62 |
| Abkürzungsverzeichnis | 63 | |
| Abbildungsverzeichnis | 64 | |
| Literaturverzeichnis | 66 |
Textprobe:
Kapitel 3.4.2.1, Content:
Content bedeutet Inhalt(e). Der Begriff wird erst seit Mitte der 90er Jahre im deutschsprachigen Raum genutzt, also eigentlich zu dem Zeitpunkt, wo auch das Internet eine immer größere Bedeutung bekam. Der Begriff Content beschreibt eine Vielzahl von Inhalten wie z.B. Texte, Bilder, Audio, Video etc.. Also alle informations- und präsentationsbezogene Inhalte der Websites gehören hierzu. Für die Unternehmen sind das die grundlegendsten Elemente eines Internetauftritts. Aus Sicht der Besucher kann man diese Inhalte in zwei Gruppen einteilen:
Inhalte wie Unternehmensinformationen (z.B.: Kontaktdaten, Geschäftsberichte) und allgemeine Produktinformationen weisen eine ziemlich lange Gültigkeit und dadurch einen geringen Wartungsaufwand vor. Es ist natürlich stark von der untersuchten Branche abhängig. Diese Informationen können aber die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten nicht befriedigen, deren Zusatznutzen dadurch begrenzt wird.
Im Gegensatz dazu sind ständig verändernde online Inhalte für die Benutzer von größerem persönlichem Interesse. Solche Seiten sind Jobbörsen, Börsenübersichten, Nachschlagewerke aber auch Nachrichtenseiten und populäre Blogs die mir RSS Feeds versehen wurden. Manche Verlage stellen für die Internetnutzer auch das eigene Archiv für Recherchezwecken zur Verfügung. Zu solchen Inhalten gehören auch eventuell branchen- oder regionsspezifische Inhalte.
Es liegt nur an den Unternehmen, ob sie überhaupt und in welchem Umfang solche Informationen angeboten werden. Was entscheidend ist, dass die Informationen auf das Hauptmerkmal des Unternehmens oder die Zielgruppe abgestimmt werden. Notwendig dazu ist eine klare Strukturierung der für die Besucher nützlichen Inhalte.
3.4.2.2 Communication:
Die Funktionsebene, Kommunikation, beinhaltet alle zur Kommunikation benötigte Anwendungen, die es ermöglichen das Internet als Medium zu gestalten. Entscheidend ist hierbei im Gegensatz zu anderen Medien (TV, Printmedien), dass die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme dem Kunden geboten, am besten initiiert wird.
Die grundlegende Anwendung dieser Ebene ist die E-Mail Anwendung, womit auch eine gezielte möglichst personalisierte Kontaktaufnahme zustande kommen kann. Eine sachliche Beratung kann mit Hilfe eines Telefonrückrufbuttons gezielt in Anspruch genommen werden. Dazu ähnlich, technisch aber aufwändiger sind Chat Anwendungen und Video Konferenzen.
Die Bedürfnisse nach sozialen Kontakten, und das gegenseitige Informationsaustausch der Kunden kann durch Newsgroups, Foren befriedigt werden. All diese Anwendungen helfen das Internet dazu eine Kommunikationsplattform zu werden.
3.4.2.3 Commerce:
Sobald Waren und Dienstleistungen auf der Website angeboten und somit die Onlineleistung über eine reine Präsentation hinausgeht, werden die Verkaufskomponente in den Vordergrund rücken. Neben der Online-Bestellmöglichkeit und der Bereitstellung von Produkt- und Bestellinformationen ist hier die zusätzliche Aufgabe die Abwicklung der Zahlungen.
Bestellinformationen beinhalten hauptsächlich die Bedingungen und Möglichkeiten über Bestellung, Zahlung und Lieferung, sowie die dazu benötigten Adressen, Telefon-, Faxnummer und E-Mail Adressen. Notwendig sind noch vorgefertigte und downloadbare Bestellformulare sowie Lieferzeitangaben. Auf solchen Webseiten darf eine Warenkorbfunktion nicht fehlen. Ein elektronischer Verkäufer kann bei solchen Online Auftritten viele dieser Funktionen übernehmen und die Käufer unterstützen.
3.4.2.4 Community:
Durch die Überschneidung der drei oben genannten Funktionsebenen entsteht eine vierte Funktionsebene, die virtuelle Gemeinschaft oder Community. Eine Virtual Community kann auf einer Themenwebsite entstehen, und wird durch das gemeinsame Interesse geprägt. Diverse Plattformen wie E-Mail, Chatbereiche, Foren, und Instant-Messenger unterstützen die Kommunikation zwischen den Mitgliedern. Eine solche Gemeinschaft muss aufgebaut, gepflegt und betreut werden. Die Mitglieder werden prinzipiell in das Geschehen mit einbezogen, die bekommen redaktionelle Aufgaben und können auch in die Gestaltung mitwirken. Die nächsten Ausführungen beschäftigen sich natürlich mit den kommerziellen Online Communitys, die unter Aufsicht eines Betreibers, bzw. eines Unternehmens stehen.
Die wesentlichen Merkmale einer Virtuellen Community sind:
Grundvoraussetzung bei einer virtuellen Gemeischaft ist die gemeinsame spezifische Interesse, die sich auf einen Themenschwerpunkt konzentriert.
Die Integrierung von Kunde zu Kunde Kommunikation neben der Hersteller zu Kunde Kommunikation muss gewährleistet sein.
Die Bereitstellung von Informationen erfolgt nicht nur durch den Anbieter, sondern auch durch die Mitglieder der Gemeinschaft.
Der Wettbewerb von konkurrierenden Anbietern soll innerhalb der Gemeinschaft zustande kommen.
Die relevanten Inhalte sollen vom Betreiber entsprechend der individuellen Präferenzen selektiert werden. Dadurch kann der kommerzielle Aspekt innerhalb einer Community zielgerichtet eingesetzt werden.
Im zweiten und dritten Punkt wird verdeutlicht, dass die Bereitstellung und Gestaltung von Informationen durch die Mitglieder oder Besucher das wesentliche Merkmal von Virtual Communities sind. Der Betreiber bleibt eher im Hintergrund und stellt Kommunikationsplattform zu Verfügung. Durch das Verschmelzen von Inhalt und Kommunikation rund um ein bestimmtes Thema bekommen die Besucher oder Mitglieder eine Anlaufstelle, wo deren soziale Bedürfnisse befriedigt werden können.
In der Folge der erhöhten Interaktivität werden die Mitglieder persönliche Beziehungen aufbauen, was wiederum zur Loyalität führt. Diese außergewöhnliche Kundenloyalität macht ‘virtuelle Communities zu einem Magneten für Kunden mit gleichen Kaufprofilen’. Die Entstehung von persönlichen Beziehungen der Mitglieder bewirkt also die Bindung.
Das Konzept weist dadurch folgende Hauptthesen auf:
Wichtig ist die Kommunikation zwischen den Besuchern (und nicht zwischen Anbieter und Besucher).
Die Verbreitung und Verwendung von Informationen soll von den Besuchern stammen.
Letztendlich sollen Inhalt und Kommunikation miteinander verschmelzen.
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der Aufbau und die Pflege für so eine online Gemeinschaft keine einfache Aufgabe ist. Wenn nur wenig Mitglieder und somit Aktivitäten vorhanden sind, kann keine Community zustande kommen, ein Wachstumspotential ist gar nicht vorhanden. Man kann im Internet zahllose leeren Chats und Diskussionsforen finden. Nachdem eine kritische Anzahl von Mitgliedern erreicht wird, beginnt die Community selbständig zu werden, und erfordert nicht die spezielle Betreuung und Moderation wie in der Wachstumsphase.
3.4.2.5 Kritik:
Zunächst soll das Modell kritisch betrachtet werden: Die ersten drei Funktionsebenen (Content, Communikation, Commerce) bilden im Rahmen des 4C Modells eigenständige Bereiche. Die vierte Ebene, Community, entsteht als Schnittmenge der drei bereits aufgeführten Ebenen. Also die vierte Funktionsebene kann beim Fehlen eines der Basisebenen nicht mehr zustande kommen. Community setzt die Existenz der ersten drei Funktionsebenen voraus. Im Internet gibt es aber zahlreiche Gemeinschaften im Internet der nicht kommerziellen Art sind. Ein gutes Beispiel dafür ist die bekannteste online Enzyklopädie, Wikipedia, oder das kostenlose Netzwerk zum Wissensaustausch auf wer-weiß-was.
Bei Wikipedia können alle Menschen unmittelbar Artikel erstellen oder bearbeiten. Bestand hat, was von anderen Bearbeitern akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 285.000 angemeldete und eine unbekannte Anzahl von nicht angemeldeten Benutzern Artikel zu diesem Projekt beigetragen. Mehr als 7.000 Autoren arbeiten regelmäßig an der deutschsprachigen Ausgabe mit. Die Seiten sind komplett Werbefrei, Wikipedia finanziert sich vollständig über Spenden von Privatpersonen und Unternehmen.
Die Bindung der Mitglieder an die virtuelle Community entsteht somit in erster Linie durch die persönlichen Beziehungen und Interessenschwerpunkte, die die Mitglieder untereinander haben. Die Inhalte werden nicht vom Anbieter bereitgestellt, sondern gerade von Kunden bzw. Mitgliedern der Gemeinschaft generiert. Der Anbieter legt nur die Grundregeln und Richtlinien fest und stellt die technischen Mittel zur Verfügung.
Dieses Modell betrachtet gar nicht die Benutzerfreundlichkeit oder Usability einer Website. Für die Kundenbindung ist es aber sehr wichtig, dass die Besucher auf der Seite bleiben und nicht nach einer kurzen Aufrufzeit wegklicken. Die Gründe dafür können Unübersichtlichkeit, mangelhafte oder schlechte Navigation, unendliche Ladezeiten sein.
3.4.3 Ergänzung des 4C Modells:
Die oben genanten Kritikpunkte wurden von Bauer und Grether in ein neues Modell (6C Modell) eingearbeitet. Damit wurde das Modell mit zwei zusätzlichen Ebenen erweitert und etwas umstrukturiert.
3.4.3.1 Challenge:
Challenge beinhaltet alle Möglichkeiten und Aktivitäten, die den Zweck dienen die Besucher auf einer Website möglichst lange aufzuhalten. Hierbei kann die sogenannte Flow Theorie zu als ganzheitliche Ansicht zur Hilfe gezogen werden. Flow bezeichnet das Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit, auf Deutsch in etwa Schaffens- oder Tätigkeitsrausch, Funktionslust: unüberspannt, wenn der Wille zentriert ist - Konzentration, ohne erzwingen zu wollen. Dieses Gefühl kann entstehen bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens, im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile). Heutzutage wird diese Theorie bei Computerspiele und allgemein bei Medien angewandt. Eine Website soll also die Besucher möglichst so fesseln, dass die nicht mehr merken, wie die Zeit vergeht. Dieses können die Betreiber durch eine optimale Anpassung der Webseiten an die Zielgruppe, durch deren Stimmigkeit mit allen anderen kommunikationspolitischen Instrumenten sowie durch eine geeignete Auswahl an angebotener Unterhaltung erreichen.
Der Erlebnisgrad kann durch diverse Möglichkeiten gesteigert werden, wie Online-Spiele, Preisausschreibungen, elektronische Grußkarten, Online Events wie Chat und Foren mit Prominenten. Die Anbieter können sogar ganze Erlebnis-Sites und Communitis schaffen, wo die Benutzer regelmäßige Besuche tätigen. Solche Seiten sind zum Beispiel Milka Kuh-munity, Jägermeister Pixel Club oder BMW Impulse. Die Surfer können hier spielen, Gewinne einräumen, einkaufen oder mit anderen Benutzern in Kontakt treten.
3.4.3.2 Configuration:
In dem Modell von Bauer und Grether wird die Usability ebenso eingearbeitet. Die neue Ebene Configuration fasst alle Merkmale um, die für die Bedienung und die Benutzerfreundlichkeit einer Website wichtig sind. Nicht nur ein übersichtliches Layout, sondern eine überschaubare Anzahl von logisch aufgebauten Menüpunkten sowie für die gute Navigation der Home Button muss vorhanden sein. Die feine Auswahl von diversen programmiertechnischen Möglichkeiten, die die Besucher gerade locken sollen (wie Animationen, Bilder, Videos, Musikdateien), dürfen einen schnellen Aufbau einer Website nicht hindern. Nicht nur die Internetverbindung der User, sondern auch die technischen Merkmale des Computers wie Arbeitsspeicher oder Grafikkarte können die Ladezeiten beeinflussen. Bei viel zu langen Ladezeiten werden die Besucher ohne nachzudenken einfach verärgert wegklicken. Wenn der User bereits auf der Website geblieben ist, soll es für ihn ermöglicht werden, dass er sich ausschließlich mit den für ihn relevanten Inhalten beschäftigen kann und sich nicht zwischen diversen Zugangsmöglichkeiten verliert. Wichtig sind also die Alltagstauglichkeit und die für die Bedürfnisse angepasste Präsentation der Produkte und Services. Das Hauptziel ist ja neben den einzelnen Kaufabschlüssen die Animierung zu einem erneuten Besuch.
Das Design einer Website spielt hierbei ebenso eine sehr wichtige Rolle. Durch ein einheitliches Erscheinungsbild, was mit dem Corporate Design des Unternehmens harmonisiert, werden die Navigation und die Wiedererkennung gesteigert. Die Farben, Schriftarten und die Darstellungsart sollen mit den anderen Print- und Werbemedien in Einklang stehen. Diverse Funktionen müssen mit Farben unterscheidet werden. Neben der klaren Menüführung ist unbedingt eine gute Suchmaske oder Suchfunktion nicht wegzudenken. In dem immer mehr globalisierten Wirtschaftsleben ist eine Möglichkeit die Websites in mehreren Sprachen zu lesen ebenso von großer Bedeutung. Es sollen ja nicht nur die gebundenen sonder auch die potentiellen Kunden angesprochen werden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836638814
Arbeit zitieren:
Horváth, Gellért April 2009: Kundenbindung beim Online-Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Onlinehandel, Kundenbindung, Online Marketing, 4C Modell, 6C Modell



