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Textprobe:
Kapitel 6.3, Web 2.0 für Guerilla Kämpfer:
Im Zeitalter von Web 2.0 werden Internetuser aktiv an den Inhalten und der Gestaltung von Webseiten beteiligt. Beispiele sind YouTube und Wikipedia.
Guerilla Kämpfer müssen sich interessant und reizvoll dem Kunden präsentieren, damit er sich aktiv an der Entwicklung des Unternehmens beteiligt. Hilfreich sind hierbei Online-Treffpunkte wie zum Beispiel MySpace und Xing.
Der Kunde ist nicht mehr nur Informationsempfänger, sondern äußert seine Meinung und Kommentare in Blogs und Foren. Dieses gibt dem Guerilla Aufschluss über das Nutzerverhalten der Kunden, deren Interessen und seine Empfehlungen.
David gegen Goliath:
Die Geschichte von David und Goliath lässt sich auch bei den Guerilla Kämpfern einsetzen. David setzte in seinem Zweikampf nicht auf Muskelkraft, da er sonst chancenlos wäre, sondern entwickelte einen sensationellen Plan. Er besiegte Goliath mit einer einfachen Steinschleuder und einem Stein.
Brillante Ideen ermöglichen es den Guerilla Kämpfern sich gegen große Konkurrenten zu bewähren und manchmal sogar durchzusetzen.
Beispiele für diese erfolgreichen Kämpfe sind Linux gegen Microsoft oder Oettinger Bier gegen etablierte deutsche Brauereien.
Kundenbeziehungen auf dem Prüfstand:
Die Kommunikation mit dem Kunden, sowie die Pflege und Intensivierung von bestehenden Kundenbeziehungen ist gerade für Guerilla Unternehmen von enormer Bedeutung. Durch Blogs, Chatrooms und Intranet wird diese Beziehung unterstützt und gesteigert. Vertrauen und Ehrlichkeit sind hier die Kerngedanken. Gerade in Nischenmärkten sind die Unternehmen auf ihre Kunden angewiesen. Im Gegenzug aber auch die Kunden auf die Produkte des Nischenunternehmens, da diese häufig einmalig und speziell sind.
Das Geniale liegt im Einfachen:
Da die Kunden in der heutigen Zeit mit Informationen regelrecht überflutet werden ist eine weitere Unternehmensstrategie des Guerilla Marketings den Kunden eine einfache und klare Werbebotschaft zu präsentieren. Die Guerilla Marketeers müssen sich in die Käuferwelt der Zielgruppe hineinversetzen, die oft nach einfachen Regeln handeln und schnell ihre Kauflust und –wünsche befriedigen wollen. Marketingleute, die die Produktbotschaften genauestens planen und durchrechnen, verkomplizieren diese häufig. Um Komplexität in der Botschaft und Orientierungslosigkeit beim Kunden zu verhindern handeln Guerilla Marketeers nach der Strategie „ Keep it simple and stupid“.
Marketing als Sozialwirtschaft:
Jedes Unternehmen hat eine soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, daher sollten nicht nur primär Gewinnmaximierung und Rentabilität im Mittelpunkt stehen. Aufgrund der zahlreichen Terrorattacken in den letzten Jahren existieren ebenso Auswirkungen für Lieferanten und Versorgungswege, die von großer Bedeutung für Marketeers sind. Das Resultat sind verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und Liefereinschränkungen, die Verspätungen hervorrufen können. Diese Veränderungen darf auch das Guerilla Marketing nicht ignorieren und sollte eine richtige und ausgeglichene Entscheidung über die Auswahl der Versorgungswege und Lieferanten treffen.
Anders als der Wettbewerb erlaubt:
Differenzierung ist eine weitere erfolgreiche Strategie des Guerilla Marketings. Denn wer sich differenziert erzielt Wettbewerbsvorteile, Unterschiede und muss sich nicht auf die Preiskämpfe der Konkurrenz einlassen. Guerillas warten nicht ab, bis es eine Veränderung auf dem Markt gibt, sie gestalten aktiv mit. Eine Differenzierung ist über das Design, bestimmte Serviceleistungen, das Produkt oder das Personal möglich. Man muss den Kunden mit der Differenzierung von der Einzigartigkeit und Sensation des Produktes überzeugen, damit er nicht die Konkurrenz vorzieht.
Den Trends auf der Spur:
Verbraucherverhalten und Veränderungen müssen zeitig im Guerilla Marketing einbezogen werden. Die aktuellen Bedürfnisse und Trends müssen analysiert werden und nehmen somit einen Einfluss auf die strategische Planung der Guerilla Kampagne.
Weltweite Trendscouts sind in dem Informationsdienst WorldTrendMonitor (WTM) gespeichert. Es ist ein Abomodell, das als Kurz-, Einzel, Firmen- oder Studentenabo genutzt werden kann.
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