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Implicit Communication and Marketing

Product Placement im TV unter Anwendung von Erkenntnissen des Neuromarketing

Implicit Communication and Marketing
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Carsten Teubel
  • Abgabedatum: Oktober 2008
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Steinbeis-Hochschule Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 149
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3016-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Teubel, Carsten Oktober 2008: Implicit Communication and Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Product Placement, Neuromarketing, Broadcast-PR, TV, Entertainment

MA-Thesis / Master von Carsten Teubel

Einleitung:

Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, was man bei der Umsetzung von Placement-Maßnahmen im TV-Bereich nach den Erkenntnissen des Neuromarketing beachten sollte, damit eine platzierte Marke ihre volle Wirkung entfalten kann. Hierfür werden wichtige und grundlegende Fakten zum Bereich Product Placment zusammengestellt, die gängigen Kommunikationstheorien aufgezeigt, um über die Darstellung der neuen Erkenntnisse des Neuromarketings zu einem Praxistransfer und Wegweiser für die richtige Anwendung von Placement-Maßnahmen gelangen zu können.

Einleitend sei hier angeführt, dass die gesamte Unternehmenskommunikation heutzutage nicht mehr nur auf den klassischen Werbeaktivitäten wie Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit bzw. Public Relations (PR) oder der Mediawerbung basiert. Es gibt eine Fülle von neuartigen Werkzeugen, die entwickelt wurden, um die klassischen Werbeinstrumente am Markt zu unterstützen. Diese sehen sich einer immer schwächer werdenden Akzeptanz wie auch Wirksamkeit gegenüber. Nicht nur die Marketingabteilungen der Unternehmen vertrauen mehr und mehr den „Below-The-Line“ (BTL) Aktivitäten. Sponsoring, Merchandising und Product Placement sind eigenständige Kommunikationsformen, welche besonders für die Fernseh- und Filmindustrie interessante Finanzierungsquellen darstellen. Auch in der klassischen TV-Medienarbeit ist das Product Placement auf dem Vormarsch. Placement-Aktivitäten haben es als neu entdeckte Kommunikationsinstrumente geschafft, Gegenstand hitziger Diskussionen zu werden und die Experten in zwei Lager zu teilen. Auf der einen Seite preisen Fachleute Product Placement-Aktivitäten als neue Wunderwaffe gegen die Schwierigkeiten im klassischen Werbebereich und als Bereicherung im Kommunikations-Mix. Die Skeptiker dagegen warnen vor der gefährlichen Beeinflussungskraft des Instruments und bezeichnen es als unzulässige Schleichwerbung. In Deutschland liegen noch wenige Informationen zu Placement-Aktivitäten vor. In dieser Arbeit sollen daher u.a. die Grundlagen, die Bedeutungen und die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt werden.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob heutzutage die allseits bekannten Kommunikationstheorien noch zutreffen, nach denen immer noch seitens der Marketer und Kommunikateure gehandelt wird. Der Konsument oder Nutzer von Marken, zusätzlich auch der Rezipient von Kommunikationsbotschaften, hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ist reifer geworden. So nutzt er Medien heute wo, wann und wie er es möchte. Dabei ist TV zu einem ubique-Medium avanciert. Klassisches TV im Wohnzimmer ist ergänzt worden von Web-TV, IPTV und zukünftig wohl immer stärker auch von Mobile-TV. Die Anzahl der Markenkontaktpunkte erhöht sich dadurch massiv. Für Product Placement-Maßnahmen im Bewegtbildbereich bedeutet dies, noch öfter wahrgenommen werden zu können.

Doch wie Placements richtig umsetzen? Worauf neben juristischen Belangen achten? Dieser Frage wird im Laufe der Arbeit auf den Grund gegangen. Hierbei sollen die neuen Erkenntnisse des Neuromarketing eine wichtige Rolle aufzeigen. „New brain imaging technologies have motivated neuroeconomic studies of the internal order of the mind (...). We are only at the beginning of this enterprise, but its promise suggests a fundamental change in how we think, observe and model decision in all its contexts.” Eine der wesentlichen Erkenntnisse des Neuromarketings ist, dass es keine Entscheidungen gibt, die nicht emotional sind. Welche Implikationen für die Kommunikation und das Marketing sich hieraus ergeben, ist eine der Fragen, mit der sich diese Arbeit ebenfalls auseinandersetzt.

Welche Kenntnisse aus der Erforschung der Markenwirkung durch neuroökonomische Methoden gewonnen werden können, wird in weiterer Ausführung aufgezeigt. Was ist für Product Placements zu beachten. Inwieweit können und müssen, besonders für Placements in TV-Sendungen, neben journalistischen und redaktionellen Ansprüchen, Erkenntnisse des Neuromarketing zwingend beachtet werden? Und wie können diese in die Marketing- und Kommunikationspraxis integriert werden. Letztlich soll durch die Arbeit aufgezeigt werden, wie innovativ und zukunftsrelevant gute Product Placement-Maßnahmen für Medien und Marken sind. Dafür ist es erforderlich implizite Kommunikation zu betreiben und Wegweisern des Neuromarketing zu folgen. „Of the many different social and biological disciplines from which marketing can benefit, brain science is one of the most important”.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis IX
Abkürzungen X
1. Einleitung 1
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Konzepte von Placement-Maßnahmen 5
2.1 Product Placement 5
2.1.1 TV-PR 7
2.1.2 Branded Entertainment 11
2.2 Historie von Product Placement 12
2.3 Stellung und Einordnung in den Kommunikations-Mix 14
2.3.1 Der Marketing-Mix 15
2.3.2 Marketing oder Public Relations - Above or Below The Line? 16
2.4 Kriterien zur Kategorienfindung für grundlegende Formen 19
2.4.1 Art des platzierten Objekts und seine Eigenschaft 19
2.4.2 Art der Gegenleistung 24
2.4.3 Mediumsart und Informationsübertragung 25
2.4.4 Die Integrationsmodi bei der Umsetzung 25
2.5 Die Schleichwerbungsdebatte 26
2.5.1 Der öffentliche Widerstreit 26
2.5.2 Abgrenzung: Schleichwerbung vs. Product Placement 27
2.6 Rechtsrahmen 29
2.6.1 EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste 29
2.6.2 Deutschland 30
2.6.3 Die USA als Mutterland des Product Placement 30
3. Theoretische Grundlagen hinsichtlich der Wirkung von Product Placement 31
3.1 Der Kommunikationsprozess 31
3.2 Der Sprung vom Behaviorismus zum Neo-Behaviorismus 34
3.2.1 Stimulus-Response-Modell 34
3.2.2 Stimulus-Organismus-Resonse-Modell 39
3.3 Uses and Gratifications Approach 40
3.4 Stufenmodelle der Kommunikationswirkung 41
3.5 Wirkungsverläufe und -komponenten der Kommunikation 43
3.6 Elaboration-Likelihood-Model 45
3.7 Bottom-Up und Top-Down 46
3.7.1 Involvement 49
3.7.2 Das Medium als wichtige Variable für Product Placement 50
3.8 Unbewusste Informationsverarbeitung 50
3.8.1 Priming Effekt - Assoziative Bahnung 51
3.8.2 Mere Exposure Effekt - Der Effekt der bloßen Darbietung 52
3.8.3 Processing Fluency Modell - Implizite Erinnerungen 53
3.8.4 Konnexität zwischen den aufgezeigten Erklärungsansätzen zur unbewussten Informationsverarbeitung 53
4. Neuste Erkenntnisse des Neuromarketing für die Wirkung von Product Placement 55
4.1 Zum Einstieg - Kurzbeschreibung des menschlichen Gehirns 55
4.2 Neuromarketing - mehr als Hirnforschung und Marketing 56
4.3 Explizites und implizites System im Gehirn 61
4.4 Die drei Motive und die Limbic Map 66
4.5 Codes - die vier Zugänge ins Hirn des Rezipienten 70
4.5.1 Sprache 71
4.5.2 Geschichten und Storytelling 71
4.5.3 Symbole 73
4.5.4 Sensorik 75
4.5.5 Verständnis der Codes durch kulturelles Lernen 76
4.6 Kopfkribbeln - Bedeutung entsteht erst durch Belohnung 78
4.6.1 Grundbelohnungen - Promotion und Prävention 78
4.6.2 Motiv und Belohnung - Die zwei Seiten derselben Medaille 80
4.6.3 Persönlichkeit oder Zustand - Die Zielgruppe entscheidet 81
4.6.4 Marken verkörpern Bedeutung - Das Halle Berry Neuron 82
4.6.5 Funktionale Marken - Produkte ohne Fiktionswert 84
5. Praxistransfer: Wegweiser für eine innovative Umsetzung von Product Placement-Maßnahmen 86
5.1 Weniger ist mehr - Goodbye AIDA 86
5.2 Ansprache durch „die Blume“ - Motive nicht direkt ansprechen 90
5.3 Das Nichtsprachliche entscheidet besonders 96
5.4 Push hat ausgedient - Pull hat das Sagen 100
6. Zusammenfassung 104
7. Kurzresümee und Fazit 111
8. Literaturverzeichnis 114

Eine Textprobe schicken wir Ihnen unter der Angabe der Studiennummer 13016 gerne zu.

Arbeit zitieren:
Teubel, Carsten Oktober 2008: Implicit Communication and Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Product Placement, Neuromarketing, Broadcast-PR, TV, Entertainment

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