Wandel der visuellen Wahrnehmung
Gesellschaftliche Voraussehung am Beispiel Man Ray - Aktuelle Tendenzen in der Jugendkultur
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Nuno Fabienne
- Abgabedatum: April 2006
- Umfang: 117 Seiten
- Dateigröße: 14,3 MB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) Deutschland
- Bibliografie: ca. 34
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2962-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fabienne, Nuno April 2006: Wandel der visuellen Wahrnehmung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kunst, Fotografie, Techno, Man Ray, Dadaismus
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Diplomarbeit von Nuno Fabienne
Einleitung:
Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die künstlerische Avantgarde und die Jugendkultur im 20. Jahrhundert. Die gleichwertige Behandlung von avantgardistischen Künstlergruppen und Jugendkulturen resultiert aus einem Kunst – und Kulturverständnis, das an dieser Stelle skizziert werden soll. Jedes Kunstwerk ist Produkt menschlichen Handelns, jeder Künstler Teil einer Gesellschaft, deren Sozialisierungseinflüssen er ausgesetzt ist. Kunst ist damit eine Reaktion auf Gesellschaft und wird zum Ausdruck gesellschaftlicher Problemstellungen und Transformationsprozesse. In den Institutionen der offiziellen Kultur der modernen Gesellschaft – Galerien, Theater, Museen – wird primär der kulturelle Geschmack einer Minderheit als freischwebende Ästhetik, losgelöst vom lebendigen Kontext und dem alltäglichen Leben, tradiert. Eine Auseinandersetzung mit Kunst und Jugendkultur bedeutet stets eine Reflexion über Gesellschaft, da das Subjekt als kulturell Handelndes sich bewusst und unbewusst auf diese bezieht. Kunst und Jugendkultur artikulieren, wenngleich in unterschiedlicher Intention und Ausprägung, in symbolischen Ausdruck gesellschaftliche Problemstellungen und suchen kreativ nach Lösungsstrategien. Kunstbewegungen und Jugendkulturen bewegen das starre Zeichensystem, indem sie Normen und Werte hinterfragen und neue Wege sichtbar machen.
Es sollen in dieser Arbeit kulturelle Bewegungen aus den Bereichen Kunst und Jugendkultur untersucht werden und hierbei speziell der Einfluss der Dadaisten und Surrealisten auf die heutige Jugendkultur. Ich werde mich in dieser Arbeit speziell mit der Techno Bewegung auseinandersetzen, aber auch versuchen, den Einfluss von Fotografie, Malerei, Collagen, Frottagen u.s.w. der Kunstbewegung der 20iger und 30iger Jahre, bis in die heutige postmoderne Gesellschaft darzulegen. Der historischen Avantgarde des Futurismus, Dadaismus und Surrealismus kommt im Prozess der beginnenden Moderne eine Schlüsselposition zu. Die europäische Avantgarde entstand als Ausdruck eines kulturellen Wandlungsprozesses, der das 20. Jahrhundert nachhaltig prägen sollte. Die entstehende Moderne forderte dem Subjekt eine große Anpassungsleistung ab, so artikulierten sich in der zeitgenössischen Kunst und Kultur deutlich die veränderten Wahrnehmungsvoraussetzungen. Die Situationisten setzten sich ähnlich wie die Futuristen vor ihnen mit den Möglichkeiten einer künstlerischen Maschinen – und Technologienutzung auseinander. Deutlich artikulierten sie in ihrer Kritik – ihren Überdruss an der kapitalistischen Gesellschaft und an der Massenunterhaltungsindustrie.
Der Situationismus war die Lebenshaltung, die sie dagegen stellen wollten. Die Provokation der Kulturavantgarde der Futuristen, Dadaisten, Surrealisten und Lettristen / Situationisten erfolgte zu weiten Teilen durch unmittelbare Aktionen, durch ästhetische Provokation wie durch provokative Manifeste und theoretische Abhandlungen. Die Avantgardisten stehen somit als Vorreiter, Vordenker, Pioniere, als Sozialrevolutionäre mit künstlerischen Ausdrucksformen, als Provokateure für das neue. Es bezeichnet einen Bruch mit der alten Kunst und die Suche nach neuen Verfahren, neuen Techniken, neuen Materialien, und damit nach einer neuen künstlerischen Tradition. Avantgardistische Strömungen setzten sich stets als Wegbereiter des neuen mit den Anliegen der Zeit auseinander. Analog dem Ahnen Dadaismus lassen sie sich als Gesamtreaktion als Antwort der ganzen Persönlichkeit auf die undefinierbare Herausforderung unserer Zeit interpretieren und stellen damit mehr als nur eine rationalistische und ästhetische Reaktion dar. Ein zweiter wichtiger Untersuchungsbereich dieser Arbeit stellt die Jugendkultur dar. Jugendkultur und Avantgarde des 20. Jahrhunderts nutzen beide in ihrer gesellschaftlichen Provokation ästhetische Mittel. Im Gegensatz zu einer bewussten gegenkulturellen, provokativen Artikulation, wie sie in den künstlerischen Avantgardebewegungen der Futuristen, Dadaisten, Surrealisten und Lettristen bzw. Situationisten anzutreffen ist, findet die der Jugendkulturen mehrheitlich unbewusst und symbolisch statt. Jugend entstand als neue Kategorie in der Nachkriegszeit und stellt somit eine Äußerung gesellschaftlicher Veränderung dar (vgl. Clarke u.a. 1979:40). Seitdem bildeten sich stets neue Jugendstile heraus.
Waren es in den 50iger Jahren der Rock`n`Roll, die Halbstarken, die Rocker, die Teds, die Beat Bewegung und die Existentialisten oder in den 60er Jahren die Beatkultur, die Hippies, die Mods die Skinsmen in den 70er Jahren die Stile Disco, Punk, Grafitti und ab den 80ern die Jugendkulturen HipHop und Techno bzw. House hinzu. Die führende Jugendkultur seit den 90er Jahren ist die Techno-Culture. Techno bezeichnet sowohl eine musikalische Richtung, verkürzt ausgedrückt computererzeugte Musik, als auch die von ihr ausgehende Bewegung, der sich circa 2,5 Millionen Jugendliche nahe stehend fühlen und die somit keine unbedeutende Stilerscheinung mehr darstellt. Das signifikant Neue der Techno – Culture ist zum einen die enge von Kommerz und Jugendkultur, zum anderen – vor allem im symbolischen Ausdruck – Textlosigkeit und die Dominanz des Rhythmus innerhalb der Musik. Den Nimbus einer rebellierenden Jugend verfehlt die Techno – Culture, dennoch lässt sich die Techno – Culture als Jugend – Stil der Gegenwart in die Linie der Provokation der etablierten Gesellschaft integrieren, in der auch Futuristen, Dadaisten, Surrealisten, Lettristen, Situationisten, Beat Bewegung und Hippie-Culture stehen.
Das gemeinsame Element der Kulturavantgarde des 20. Jahrhunderts – gleich ob Jugendkultur oder Kunstbewegung – ist der symbolische Wiederstand durch Ästhetik, die Negation des bürgerlich – institutionellen Verständnisses von Kultur und damit die Infragestellung gesellschaftlicher Werte. Ein dreiviertel Jahrhundert nach den Dadaisten trifft die Techno – Culture ähnliche Vorwürfe wie die avantgardistischen Vorfahren, denen Jahrzehnte zuvor Simplizität und Primitivität nachgesagt wurden: ‘Der Dadaismus wurde im allgemeinen aus sehr verständlichen Motiven von allen abgelehnt, die in ihm einen Angriff auf die heiligsten Güter der europäischen Zivilisation sahen. Diese Art Menschen waren und sind Konventionalisten, die sich nicht vorstellen können, dass sich die Werte ändern. Sie betrachten die Kultur als ein Absolutum. Es muss so sein, wie es ihnen von Eltern und Großeltern überliefert worden ist. Jede Äußerung wird als Gotteslästerung angesehen’.
Von der Techno – Culture werden künstlerische Einflüsse der Avantgarde aufgenommen und in einer neuen Variation, unter kreativer Verwendung moderner Technologie, fortgeführt. Um sich dem Phänomen Techno annähern zu können, bedarf es einer mehrperspektivischen Sichtweise: Die Techno – Culture lässt sich im Spannungsfeld zwischen Massenkultur und Avantgarde verorten und verweist gleichzeitig als Körper-, Tanz- und Maschinenkultur auf Strukturen der gegenwärtigen Postmoderne.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Vorwort | 4 |
| 2. | Einleitung | 8 |
| 3. | Avantgardistische Künstlerbewegungen | 11 |
| 3.1 | Die Futuristen | 11 |
| 3.2 | Die Futuristische Kunst | 13 |
| 4. | Die Dadaisten | 16 |
| 4.1 | Die Dadaistische Kunst | 18 |
| 5. | Ready - made. | 22 |
| 6. | Von Dada zum Surrealismus | 24 |
| 6.1 | Die surreale Kunst | 28 |
| 7. | Der Lettrismus | 31 |
| 8. | Die Situationisten | 33 |
| 8.1 | Die lettristische / situationistische Avantgarde | 34 |
| 9. | Man Ray - Experimente des Lichts | 37 |
| 10. | Ästhetik, Technik, Medium | 41 |
| 11. | Jugendkultur | 44 |
| 11.1 | Kommerzialisierung | 45 |
| 11.2 | Jugendkulturen | 46 |
| 11.3 | In den westlichen Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg | 47 |
| 11.4 | Kultur im Wandel | 50 |
| 11.5 | Vom Ereignis zum Prozess | 50 |
| 11.6 | Kultur in der politischen Umklammerung | 51 |
| 11.7 | Der Künstler in der Sozialarbeit und Ansätze zur Vermittlung | 52 |
| 11.8 | Ansatzpunkte für ein kulturell angereichertes Umfeld | 53 |
| 11.9 | Jugend - Kultur | 53 |
| 11.10 | Jugendstil als Ausdrucksform | 54 |
| 11.11 | Verkommerzialisierung eines Protestes | 55 |
| 11.12 | Niedergang des politischen Interesses | 55 |
| 11.13 | Die weibliche Jugendkultur | 56 |
| 11.14 | Diktat für die weibliche Jugend | 56 |
| 11.15 | Jugendkultur und Musik | 57 |
| 11.16 | Jugendkulturelle Stile im Osten | 58 |
| 11.17 | Kultureller Kahlschlag in den neuen Bundesländern | 59 |
| 11.18 | Jugend in der Postmoderne | 60 |
| 11.19. | Einblicke in die komplexe Welt von Jugendlichen | 61 |
| 11.19.1 | Die Rolle der Jugendlichen innerhalb der Postmoderne | 62 |
| 11.19.2 | Der Hang zum Transzendenten | 62 |
| 11.19.3 | Der Erlebnisdrang | 64 |
| 11.19.4 | Das Erlebnis-Prinzip | 65 |
| 12. | Versuch einer Situationsanalyse | 67 |
| 13. | Die Entwicklung der 90er Jahre | 68 |
| 13.1 | Das Leben wird immer komplexer | 69 |
| 13.2 | Jugendliche zwischen Anspruch und Moral | 71 |
| 13.3 | Auf der Suche nach Unabhängigkeit und Bindung | 72 |
| 13.4 | Gesellschaftliche Kälte und die Suche nach Geborgenheit | 73 |
| 13.5 | Ängste, Probleme und Generationskonflikte | 74 |
| 14. | Statistiken | 74 |
| 14.1 | Zukunft: Probleme und Ängste | 74 |
| 14.2 | Politik und Institutionen | 75 |
| 14.3 | Lebensziel | 76 |
| 15. | Die Techno – Culture | 76 |
| 15.1 | Stilistische Merkmale | 80 |
| 15.3 | Techno in der Gegenwart | 84 |
| 16. | Die Techno – Art | 87 |
| 16.1 | Goa - Kunst | 88 |
| 16.2 | Jim Avignon -Pop - Art - Künstler | 89 |
| 17. | Aus - Klang / Schluss – Akkord | 92 |
| 18. | Quellenverzeichnis | 100 |
| 19. | Abbildungsverzeichnis | 102 |
Textprobe:
Kapitel 11.4, Kultur im Wandel:
Am Anfang war das Ziel, und das Ziel hieß: ‘ Kultur für alle’. Dieses Ziel verlangte nach Reformen in der Kulturpolitik. Und dieses Ziel steht noch heute. Größer den je ist der Widerspruch zwischen der Pluralität der einzelnen Kulturen und der Einheit der Kultur der Gesellschaft. Und mehr den je muss nachgedacht werden über Aufgaben und Grenzen der Kulturpolitik und dem zugrundeliegenden Kultur- und Kunstverständnis.
Vom Ereignis zum Prozess:
Das frühere Verständnis von Kultur als Ereignis, nur messbar ein einem fortbestehenden Wert, hat sich in den 70er Jahren gewandelt, und man erkannte und fördert seitdem den sozialen Prozesscharakter der Kultur. Dahinein fällt auch das Anliegen, Kunst als Kommunikationsprozess zu begreifen. Man wandelte sich dahingehend, Kultur nicht als eingleisig anzusehen, sondern man erkannte, dass sie sich aus vielen kleinen Steinchen zusammensetzt, welche aber wiederum miteinander konkurrieren. Dies erkennend musste man natürlich auch die einzelnen sozialen Gruppen akzeptieren, welche ihre spezielle Lebensauffassung mit einem dieser Steinchen des Kulturmosaiks manifestieren.
In diesem Kontext ist auch der Begriff der ‘kulturellen Demokratie’ erklärbar, welcher besagt, dass die individuelle kulturelle Entfaltung des Einzelnen in seinem jeweiligen sozialen Umfeld hinsichtlich Herkunft und Interesse, der Grundbaustein ist für das Bauwerk Kultur und als dieser auch akzeptiert werden muss. Dies begreifend musste natürlich eine Demokratisierung der Kultur einsetzen, indem man kulturelle Prozesse und Institutionen für jedermann zugänglich machte.
Kultur in der politischen Umklammerung:
In den 80er Jahren wurde damit angefangen die Kultur als akzeptanzschaffendes Medium für die politisch-ökonomischen Gesellschaftsstrukturen zu gebrauchen. Dies hat sich glücklicherweise bis auf einige Bereiche im Mäzenentum und Sponsoring nicht durchgesetzt, genauso wie die Annahmen, durch Austausch der kulturellen Führungselite eine Bindung an das jeweils vorherrschende Gesellschaftssystem zu erreichen. Dadurch haben sich auch die kritischen Ambitionen der Künstler erhalten, die wahrscheinlich subjektiv nie erloschen, nach Außen aber neutralisiert worden wären, durch die Bindung und Abhängigkeit zu ihren politischen und ökonomischen Förderern.
Vielmehr ist es durch zu viele Enttäuschungen im Lager der Kulturschaffenden, da sie zu hohe Erwartungen und unrealistische Vorstellungen hatten und haben, dazu gekommen, dass sie sich immer mehr aus dem politischen Sektor zurückzogen. Meiner Meinung nach ist dies aber eine Fehlentscheidung, da sich die Künstler so aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stehlen, sie ihren Einfluss auf die Verbesserung der sozialen Verhältnisse nicht geltend machen.
Für die Politik und Wirtschaft ist dies freilich tolerabel, den keine öffentliche Meinung kundzutun ist besser als dies mit einer kritisch-negative Meinung zu machen.
Der Künstler in der Sozialarbeit und Ansätze zur Vermittlung:
Seit ein paar Jahren vollzieht sich in der Sozialarbeit ein Wandel dahingehend, dass die dort wirkenden Pädagogen und Soziologen immer mehr Künstler in ihre Arbeit einbeziehen. Dies bezieht sich nicht nur auf das Anreichern der Methoden der Sozialarbeit, sondern geht so weit, dass der Künstler zum Sozialarbeiter wird. Ihre Perspektive richtet sich vor allem auf das Herausbilden des ethischen Menschenbildes sowie der Persönlichkeitsvorstellung.
Ihr Vorteil ist die intuitiv-emotionale Herangehensweise mit all ihren Chancen und Gefahren. Man kann sagen dass der Kunst's Fähigkeiten wiederentdeckt wurden und sie somit ihren Beitrag zum sozialen Leben der Gesellschaft einbringen kann.
Otto Herbert Hajek sagte dazu in seiner Rede vor der 3. Delegiertenkonferenz der SGK am 01.03.1985 in Frankfurt:’ Die Kunst hat somit Fragen in unserer Gesellschaft - auch an unsere Gesellschaft - zu stellen, wohin der Mensch in seinen Möglichkeiten und angesichts seiner Herausforderungen sich entwickeln kann, was für Fähigkeiten er besitzt, seine Zukunft zu gestallten. Die Gesellschaft, was immer das auch ist, kann auf das Schöpferische im Menschen nicht verzichten, wenn anders sie sich nicht selbst aufgeben will’.
Bei der Arbeit des Künstlers hinsichtlich der Vermittlung von Kunst darf es nicht allein um die Eigentätigkeit gehen, es ist weiterhin auch seine Aufgabe, die Aufnahme und Verarbeitung vorhandener ästhetischer Produkte einzubeziehen.
Wiederum Hajek sagte dazu.’ Wenn der Mensch nur Gestalt gewinnt, wenn er sich bei anderen Menschen angenommen und aufgehoben findet, gewinnt ein Kunstwerk, als Spiegel unserer Gesellschaft, nur Gestalt, wenn es wahrgenommen und zum Bestandteil der eigenen Umwelt gemacht wird’.
Eigentätigkeit und Rezeption in der Kunst wirken also gegenseitig aufeinander ein. Der Mensch lernt erst das Kunstwerk richtig zu schätzen, wenn er mit den Eigenarten und Anstrengungen der Schaffung vertraut ist, wohingegen die Überschätzung der Eigentätigkeit dahingegen gedämpft wird, um das Wissen, wie professionelle Künstler oftmals qualvoll ringen, um ihr Anliegen zum Ausdruck zu bringen.
Ansatzpunkte für ein kulturell angereichertes Umfeld:
Um durch die Kultur Einfluss zu nehmen auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen, muss eine Umgebung geschaffen werden, in der die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst, wie auch mit anderen Elementen der Kultur, gegeben ist.
Dabei sollte aber kein Zwang ausgeübt werden, vielmehr sollte dies in Form des Angebotes der Möglichkeit praktiziert werden, da nur bei einem freiwilligen Entschluss zur Beschäftigung mit Kultur auch die Chance zur Weiterbeschäftigung und somit auch zur Weiterentwicklung des Individuums gegeben ist.
Gefördert werden kann der Aufbau eines solchen Umfeldes durch Ansiedelung von Künstlern, welche auch z.B. Schulen präsent sein sollten, sowie der stetige Aufbau von Projekten, zu denen Kulturschaffende (z.B. Schriftsteller, bildende Künstler etc.) eingeladen werden. Wichtig ist, dass diese Beiträge keine Einmaligkeit darstellen, sondern vielmehr als Dauerinstitution in das Leben der spezifischen Gruppe integriert wird.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836629621
Arbeit zitieren:
Fabienne, Nuno April 2006: Wandel der visuellen Wahrnehmung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kunst, Fotografie, Techno, Man Ray, Dadaismus




