Bachelor + Master Publishing
765 Bachelorarbeiten, 508 Masterarbeiten, 10.071 Diplomarbeiten

Südseefeeling in deutschen Großstädten

Das Phänomen der Stadtstrände

Südseefeeling in deutschen Großstädten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefanie Kahls
  • Abgabedatum: Januar 2008
  • Umfang: 144 Seiten
  • Dateigröße: 8,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • Bibliografie: ca. 60
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2751-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kahls, Stefanie Januar 2008: Südseefeeling in deutschen Großstädten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Stadtstrände, Spaßgesellschaft, Freizeitgesellschaft, Leistungsgesellschaft, Stadtgeographie

Diplomarbeit von Stefanie Kahls

Einleitung:

‘They may forget what you said, but they will never forget how you made them feel’.

Wir leben in einer Zeit die geprägt ist von ökonomischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Eine hohe und steigende Arbeitslosenquote und damit zusammenhängend die ständige Angst weiter Bevölkerungsschichten ihre Arbeit zu verlieren, verändert das gesellschaftliche Leben und löst Stresssituationen bei den Bürgern aus. Die Menschen sind immer weniger bereit große Ausgaben zu tätigen und zu allererst wird hier beim Urlaub gespart. Aus dem bestehenden Stress und der Eingrenzung von Urlaubsreisen ergibt sich, dass die Freizeit einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Es wird nach Ablenkung, nach Entspannung, Ruhe und Vergnügen gesucht, um für eine Zeit lang dem Alltag und seinen Sorgen zu entfliehen. Aufgrund der beschränkten Zeit die dafür zur Verfügung steht, begibt sich das Individuum auf die Suche nach konzentrierter Erholung, Entspannung und Regeneration. Die kurze Flucht aus dem Alltäglichen soll als emotionale Medizin gegen Erschöpfung, Stress und Depressionen wirken. Hierbei spielen neue Erfahrungen und Empfindungen - ein Zu-Sich-Selbst-Finden - eine bedeutende Rolle. Ausschlaggebend hierbei sind nicht neue oder ferne Orte, sondern das Betrachten des Bekannten und des Nahen mit anderen Augen.

Dieser Wunsch nach ‘Mehr’, nach einem emotionalen Zusatznutzen in der Freizeit, drückt sich in der gesteigerten Erlebnisorientierung der Menschen aus. Es wird nach Erlebnissen gesucht, die Gefühle auslösen. Die Freude, Spaß, Zerstreuung, Rührung, Spannung, Abenteuer, Erstaunen, Überraschung und Erinnerungen stimulieren. Genau dies versuchen Stadtstrände. Durch eine südländische Thematisierung und möglichst perfekte Inszenierung, wird dem Besucher eine Strandurlaubssituation vorgespielt. Dadurch soll dem Gast ein zeitgemäßes intensives Kurzerholen ermöglicht werden, welches zum einen Urlaubsgefühle hervorrufen soll, aber zum anderen gleichzeitig in der Nähe seines Arbeitsplatzes sich befindet und er somit die erforderliche neue Flexibilität in Bezug auf seine Arbeit nicht aufgeben muss.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 6
TABELLENVERZEICHNIS 8
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 9
1. EINLEITUNG 10
2. PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT 11
2.1 Vorgehensweise und Methodik 12
2.2 Was sind Stadtstrände? 14
3. ENTWICKLUNG DES STADTSTRANDPHÄNOMENS - HISTORISCHER ABRISS UND HEUTIGE SITUATION 15
4. EINORDNUNG DES PHÄNOMENS DER STADTSTRÄNDE 17
4.1 Erlebniswelten 18
4.1.1 Freizeit-/Erlebnis-/Themenparks 20
4.1.2 Ferienparks 22
4.1.3 Erlebnisgastronomie 23
4.2 Stadtstrände als neues Segment von Erlebniswelten 25
4.3 Stadtstrände als neuer Bestandteil des Städtetourismus 26
5. DER WANDEL DER GESELLSCHAFT VON 1950 BIS HEUTE - UNTER BEZUGNAHME AUF DIE ALLGEMEINEN FREIZEIT- UND TOURISMUSTENDENZEN 28
5.1 Die Arbeitsgesellschaft 28
5.2 Die Erlebnisgesellschaft/Spaßgesellschaft/Freizeitgesellschaft 29
5.3 Die Leistungsgesellschaft 32
5.4 Die heutige gesellschaftliche Situation 35
6. EMPIRISCHE ANALYSE AUSGEWÄHLTER STADTSTRÄNDE IN DEUTSCHLAND 39
6.1 Das Erhebungsdesign 41
6.1.1 Ziel 41
6.1.2 Vorgehensweise/Methodik 41
6.1.2.1 Betriebsanalyse 41
6.1.2.2 Besucherbefragung 43
6.2 Die untersuchten Betriebe 44
6.2.1 Der Bit Sun Beach in Trier 44
6.2.2 Die Strandbar Mitte in Berlin 46
6.2.3 Der Bundespressestrand in Berlin 47
6.2.4 Hamburg del Mar in Hamburg 49
6.2.5 Zusammenfassung 51
6.3 Auswertung der Betriebserfassungsbögen 52
6.3.1 Bit Sun Beach in Trier 52
6.3.2 Strandbar Mitte in Berlin 54
6.3.3 Bundespressestrand in Berlin 57
6.3.4 Hamburg del Mar in Hamburg 60
6.3.5 Zusammenfassung 63
6.4 Internetseitenanalyse 68
6.4.1 Analyse des Layouts der Internetseiten 69
6.4.1.1 Bit Sun Beach in Trier 70
6.4.1.2 Strandbar Mitte in Berlin 72
6.4.1.3 Bundespressestrand in Berlin 73
6.4.1.4 Hamburg del Mar in Hamburg 75
6.4.2 Analyse des Informationsgehalts der Internetseiten 76
6.4.3 Zusammenfassung 79
6.5 Teilnehmende Beobachtung 80
6.6 Modell- und methodengestützte Bewertung der Betriebe 82
6.6.1 DESIRE Modell 82
6.6.1.1 Anwendung des DESIRE Modells 84
6.6.2 SWOT Analyse 87
6.6.2.1 Anwendung der SWOT Analyse 88
6.7 Besucheranalyse 94
6.7.1 Zentrale Ergebnisse der Besuchererhebung 94
6.7.1.1 Der typische Stadtstrandbesucher 95
6.7.1.2 Das typische Besuchsverhalten 101
6.7.1.3 Motive für den Stadtstrandbesuch 103
6.7.1.4 Psychologische Aspekte eines Stadtstrandbesuchs 105
6.7.2 Zusammenfassung 107
7. SCHLUSSFOLGERUNGEN 109
7.1 Stadtstrände als Spiegel des Wandels von der Erlebnis-/Spaß-/Freizeitgesellschaft der 1980er/90er Jahre hin zur neuen Leistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts? 109
7.2 Besser Schein als Sein? Substitution des ‘klassischen’ Urlaubs durch Stadtstrände? 111
7.3 Die neue Flexibilität als Zukunftsgarantie für den deutschen Städtetourismus? 114
7.4 Zukunft der Stadtstrände 116
8. SCHLUSSBEMERKUNG 119
LITERATURVERZEICHNIS 121
ANHANG 127

Textprobe:

Kapitel 4.2, Stadtstrände als neues Segment von Erlebniswelten:

Wie im vorangegangenem Kapitel festgestellt wurde, lassen sich Stadtstrände eindeutig den Erlebniswelten zuordnen. Sie nutzen die Instrumente der Inszenierung, der Thematisierung und des Storytellings. Es handelt sich bei ihnen um komplexe, multifunktionale Konstrukte, die das Ziel verfolgen, durch ihre Strategien und Konzepte, den Gästen ein ‘inneres’ Erlebnis, also außergewöhnliche und einprägsame Emotionen, durch äußere Stimulationen zu ermöglichen.

Bei dem Versuch der Zuordnung der Stadtstrände zu einigen der bereits bestehenden Erlebniswelten - Freizeitparks, Ferienparks und Erlebnisgastronomie -, in Kapitel 4.1, wurde festgestellt, dass sich zwar einige Überschneidungen der Charakteristika ergeben, aber auch entscheidende Unvereinbarkeiten existieren. Somit lassen sich Stadtstrände als ein neues Segment im Feld der Erlebniswelten klassifizieren.

Stadtstrände zielen in ihrer Gestaltung auf Erfahrungen ab die, im Bewussten direkt und im Unbewussten indirekt (durch Empfindungen und Stimmungen), wahrgenommen werden. Darüber hinaus wird den Gästen, durch die monothematische Fokussierung, das Gefühl vermittelt, zu einer exklusiven Gesellschaft zu gehören bzw. ein Gemeinschaftsgefühl zu empfinden.

ROMEIß-STRACKE formuliert die vier Prinzipien der Erlebnisökonomie wie folgt:

1. Inszenierung und Imagineering.

2. Multioptionalität und Consumerism.

3. Qualität und Service.

4. Sicherheit und Sauberkeit4.

Zwar sind diese Prinzipien nicht generell nur auf Freizeit- und Erlebniswelten beschränkt, aber sie sind dort leichter durchzuführen. Es ergibt sich eine vollständige Erfüllung dieser Prinzipien in Bezug auf Stadtstrände, wie in den vorangegangenen Kapiteln belegt wurde. Punkt vier, das Prinzip der Sicherheit und Sauberkeit, greift an den tief liegenden Bedürfnissen der Menschen an, die in der ‘normalen’ Welt nicht unbedingt, oder nicht mehr erfüllt werden. Sicherheit kann hier in vielfältiger Weise verstanden werden. Neben der Sicherheit von gleich bleibenden Angeboten, der Erfüllung von Erwartungen, des Zurechtfindens, des ‘Happy Ends’ und vor unangenehmen Überraschungen, ist auch die Sicherheit vor Konflikten, Katastrophen und Kriminalität zu verstehen. Dieses Sicherheitsdenken und gleichzeitiges Urlaubsfeeling direkt vor der Haustür, ermöglichen Stadtstrände und treffen somit den Puls der Zeit.

Arbeit zitieren:
Kahls, Stefanie Januar 2008: Südseefeeling in deutschen Großstädten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Stadtstrände, Spaßgesellschaft, Freizeitgesellschaft, Leistungsgesellschaft, Stadtgeographie

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren