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Die Militär-Flugzeugindustrie im Dritten Reich

Konkurrenz und Rationalisierung

Die Militär-Flugzeugindustrie im Dritten Reich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Matenaar
  • Abgabedatum: Januar 1994
  • Umfang: 84 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1244-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1244-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1244-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Matenaar, Christian Januar 1994: Die Militär-Flugzeugindustrie im Dritten Reich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sklavenarbeit, Rationalisierung, Luftrüstung, Massenproduktion, Wirtschaftspolitik im 3. Reich

Diplomarbeit von Christian Matenaar

Einleitung:

Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Entwicklung der deutschen Militär-Flugzeugindustrie in der Zeit von 1933 bis 1945 unter dem Aspekt vom Konkurrenz und Rationalisierung. Da die Gründung der meisten relevanten Firmen fand oftmals schon in der Weimarer Republik oder gar im Kaiserreich stattfand, werden in bezug auf die einzelnen Unternehmen die jeweils interessanten Entwicklungen auch dann kurz beleuchtet, wenn sie vor 1933 stattfanden. Ein wesentliches Merkmal der Entwicklung der Flugzeugindustrie bestand darin, daß die großen Konstrukteure durch die riesige Expansion ihrer als handwerklich und bestenfalls mittelständig zu bezeichnenden Unternehmen oftmals in Personalunion ihre eigenen Entwicklungs- und Unternehmensleiter wurden. Eine solche Konstellation barg in hohem Maße sowohl die Möglichkeit eines raschen Aufstiegs als auch des wirtschaftlichen Ruins in sich. Einige von ihnen haben bis in die Endphase des Krieges ihre gigantisch gewachsenen Unternehmen kaufmännisch geleitet und gleichzeitig weiter neue Flugzeuge konstruiert. Wegen der herausragenden Bedeutung dieser Persönlichkeiten wird ihr Lebensweg, soweit er die Flugzeugproduktion und den Geschäftsverlauf ihrer Unternehmen betraf, kurz dargestellt. Unternehmen wie Dornier, Heinkel und Messerschmitt, die völlig von der alles überstrahlenden Gründungspersönlichkeit geprägt waren, unterschieden sich stark von Managementfirmen wie Daimler-Benz oder dem verstaatlichten Junkerskonzern.

Im Bereich der Arbeitskräfte wandelte sich die Luftfahrtindustrie von einer typischen Domäne des relativ gut bezahlten deutschen Facharbeiters zu Orten der Zwangsarbeit von Zivilisten und Kriegsgefangenen aus allen besetzten Ländern. Der sogenannte Reichseinsatz der ausländischen Arbeiter war zunächst freiwillig, wurde dann jedoch zu einem Instrument der Willkürherrschaft. In den letzten beiden Kriegsjahren wurden ganze Werkshallen zu Außenstellen von Konzentrationslagern, in denen unter Aufsicht der SS und in Verantwortlichkeit der Firmenführung KZ-Häftlinge Zwangsarbeit verrichten mußten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 6
1. Einleitung 7
1.1 Themenabgrenzung 7
1.2 Literaturlage 9
2. Die deutsche Luftfahrtindustrie nach dem Ersten Weltkrieg 9
3. Konkurrenz um die Ausstattung der neuen Luftwaffe 12
3.1 Erstausstattung - Hauptsache, es fliegt! 12
3.2 Ein Sprung nach vorn - Der Jägerwettbewerb 16
3.3 Das Verbindungsflugzeug - Ein Grashüpfer wird gesucht 17
3.4 Beinahe eine Ideologie - der Sturzkampfbomber 18
3.5 Schon die dritte Generation - Der mittlere Bomber 19
3.6 Nie vollendet - Der strategische Bomber 19
4. Die großen Hersteller 21
4.1 Die Zellenbauer 22
4.1.1 Ein allgemeiner Überblick 22
4.1.2 Einzelbetrachtungen bis 1933 23
4.2 Die Motorenbauer 26
5. Die staatlichen Institutionen 28
5.1 Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe 29
5.2 Der Generalluftzeugmeister 30
5.3 Das Reichsluftfahrtministerium 31
6. Weiterentwicklung und Ausbau der Luftfahrtindustrie 32
6.1 Produktionsbedingungen und Ergebnisse 32
6.1.1 Ein nationalsozialistischer Musterbetrieb 32
6.1.2 Genshagen setzt neue Maßstäbe 33
6.1.3 Rasante Entwicklungen 35
6.1.4 Ein zweites Heinkelwerk 37
6.2 Erste Ansätze zur Rationalisierung 38
6.3 Produktion und Expansion im 'Blitzkrieg' 40
6.3.1 Facharbeiter- und Maschinenmangel 41
6.3.2 Aufgegebene oder verschleppte Entwicklungen 43
6.3.3 Entwicklungsstop 44
6.3.4 Ressourcen aus den besetzten Länder 45
6.3.5 Neue Beschaffungsgrundsätze 46
6.3.6 Eingriffe von oben 48
6.3.7 Zuspitzung der Situation 48
6.3.8 Erste Umrisse einer Kriegswirtschaft 49
6.4 Die Abrechnungsmodalitäten 50
6.5 Ein Musterbeispiel an Mißwirtschaft 51
7. Umstellung auf den 'totalen Krieg' 52
7.1 Der neue organisatorische Rahmen 55
7.2 Speer bekommt die Luftrüstung - Der Jägerstab 57
8. Verlagerung und Zusammenbruch 59
9. Verbotene Entwicklungen als Wechsel auf die Zukunft 62
10. Schlußbetrachtungen 63
Anhang 65
Literaturverzeichnis 72
Eidesstattliche Versicherung 80

Arbeit zitieren:
Matenaar, Christian Januar 1994: Die Militär-Flugzeugindustrie im Dritten Reich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sklavenarbeit, Rationalisierung, Luftrüstung, Massenproduktion, Wirtschaftspolitik im 3. Reich

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