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Elektrische Antriebe im Maschinenbau

Energieeffizienz, Sanftlauf, (a)synchrone Drehzahlsteuerungen

Elektrische Antriebe im Maschinenbau
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ayhan Uzun
  • Abgabedatum: September 2008
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • Bibliografie: ca. 38
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2340-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Uzun, Ayhan September 2008: Elektrische Antriebe im Maschinenbau, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Elektrotechnik, Drehstrom, Asynchronmotor, Antrieb, Frequenzumrichter

Diplomarbeit von Ayhan Uzun

Einleitung:

Elektrische Antriebe sind heute wichtige und bestimmende Komponenten vieler Maschinen und Anlagen. Dabei teilen sich die Antriebe in verschiedene Varianten auf. Zu einem hohen Prozentsatz (80%) sind es einfache Antriebe mit festen Betriebsdrehzahlen. Immer häufiger nehmen jedoch die anspruchsvolleren Antriebe zu, die in weiten Bereichen drehzahlvariabel arbeiten. Der Markt fordert kostengünstige, robuste und wartungsarme Lösungen. Dadurch wurde der bewährte Gleichstromantrieb bei Neukonstruktionen im betrachteten Leistungsbereich zu Gunsten des Drehstromantriebs weitgehend verdrängt. Dies zeigen die Prozentzahlen des Diagramms in Bild 1.1 sehr deutlich.

Betrachtet man die Verteilung der Stückzahlen auf die Leistungsklassen, die die statistische Erfassung des ZVEI vorgibt, so erkennt man, dass die großen Stückzahlen im Leistungsbereich von 750 W; 7,5 kW liegen.

Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass 93% der Antriebe in die Leistungsklasse bis 7,5 kW und ca. nur 0,6% in die über 75 kW einzuordnen sind. Aus diesem Grund beschränken sich die Ausführungen weitgehend auf den oben genannten Leistungsbereich mit den hohen Stückzahlen. Um die vielfältigen Antriebsaufgaben zu erfüllen, werden 4 Arten von elektrischen Antrieben eingesetzt:

- direkt geschaltete Antriebe mit festen Betriebsdrehzahlen (Festdrehzahlantriebe).

- solche mit überwiegend festen Betriebsdrehzahlen, die zum Anlassen über Schalter oder Schütze sowie oft über Vorschaltelemente geschaltet werden.

- solche, die sanft starten und stillsetzen sowie solche mit überwiegend variablen Betriebsdrehzahlen, die zum Anlauf oder im Betrieb über elektronische Stellglieder gestellt oder geregelt betrieben werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Grundlagen der Asynchronmaschinen 1
1.1 Stand der Technik und Marktsituation 1
1.2 Wirkungsweise und Aufbau 5
1.2.1 Bauarten 6
1.2.1.1 Kurzschlussläufer 6
1.2.1.2 Schleifringläufer 7
1.2.2 Bauformen 8
1.2.3 Motorkonfigurationen 9
1.2.3.1 Bremsmotoren 10
1.2.3.2 Getriebemotoren 10
1.2.3.3 Umrichtermotoren 11
1.2.3.4 Asynchron-Servomotoren 11
1.2.4 Baugrößen (Achshöhe und Baulänge 12
1.3 Motorkühlung und Motorschutz 14
1.3.1 Motorschutz 14
1.3.2 Schutzart 14
1.4 Betriebsverhalten und Kenngrößen 15
1.4.1 Drehzahl und Schlupf 15
1.4.2 Drehmoment 15
1.4.3 Leistung 16
1.4.4 Verluste und Wirkungsgrad 18
1.5 Herstellerneutrale Motortabelle 19
1.5.1 Normen 19
1.5.1.1 Normzahlen 19
1.5.1.2 Toleranzen 19
1.5.2 Herstellerneutrale Tabelle für Käfigläufer 20
1.5.2.1 Herstellertabellen 22
1.5.2.2 Konstruktion der herstellerneutralen Tabelle 24
1.5.2.3 Charakteristische Kennlinien 31
1.5.3 Herstellerneutrale Tabelle für Schleifringläufer 34
1.5.3.1 Alte Motortabelle aus der Vorlesung 34
1.5.3.2 Betriebsarten 36
1.5.3.3 Relative Einschaltdauer ED 37
1.5.3.4 Konstruktion der herstellerneutralen Tabelle 38
1.5.3.5 Charakteristische Kennlinien 42
1.6 Wachstumsgesetze 45
2. An- und Auslaufsteuerungen von Asynchronmaschinen 46
2.1 Zeitkonstanten bei Antrieben 46
2.1.2 Hochlaufzeitkonstante 47
2.1.3 Übergangsvorgänge 49
2.2 Anlaufverfahren - Konventioneller Betrieb (ohne Elektronik 50
2.2.1 Stromverdrängungsläufer 51
2.2.2 Veränderung der Streuung 51
2.2.3 Direktschalten 52
2.3 Konventionelle elektrische Anlaufverfahren (Hochlauf 52
2.3.1 Stern-Dreieck-Anlauf 53
2.3.2 Symmetrische Anlassvorwiderstände 54
2.3.3 Anlasstransformator 55
2.4 Sanftanlasser 57
2.4.1 Aufbau und Betriebsverhalten von Sanftanlaufgeräten 57
2.5 Schweranlauf mit Anlaufkupplung 60
2.6 Bremsschaltungen 63
2.6.1 Generatorbetrieb 63
2.6.2 Gegenstrombremsen 64
2.6.3 Gleichstrombremsen (DC-Bremsen) 65
2.7 Dimensionierung von Antriebsmaschinen 66
2.7.1 Stationäre Kennlinien von Antriebsmaschinen 66
2.7.2 Stationäre Kennlinien von Arbeitsmaschinen 67
2.7.2.1 Konstante Antriebsleistung 67
2.7.2.2 Konstantes Lastmoment 68
2.7.2.3 Linear ansteigendes Lastmoment 69
2.7.2.4 Quadratisch ansteigendes Lastmoment 69
2.7.3 Stabilität des Arbeitspunktes 70
3. Drehzahlvariable Asynchronmaschinen 72
3.1 Änderung der Polpaarzahl 72
3.1.1 Getrennte Wicklungen (p1 und p2 72
3.1.2 Dahlanderschaltung (2:1 73
3.1.3 Polamplitudenmodulation (PAM 74
3.2 Vergrößerung des Schlupfes (Schlupfsteuerung 75
3.3 Spannungsabsenkung bei Wechselstrombetrieb 76
3.4 Drehzahlvariabler Betrieb mit Leistungselektronik 77
3.4.1 Stromrichter und ihre Bauteile (Halbleiterschalter) 77
3.4.2 Betrieb am Drehstromsteller 78
3.4.2.1 Symmetrische Stellerschaltungen 79
3.4.2.2 Anlaufsteuerung 80
3.4.2.3 -Schaltung 81
3.4.2.4 Sanftanlauf mit 2-Strang-Geräten 81
3.4.2.5 Betrieb am Steller mit variabler Drehzahl 82
3.4.3 Betrieb am Frequenzumrichter 84
3.4.3.1 Betrieb variabler Speisefrequenz 87
3.4.3.2 Betriebsbereiche: Konstantfluss- und Feldschwächbereich 88
3.4.3.3 Spannungsstellbereich – Konstantflussbereich 90
3.4.3.4 Feldstellbereich – Feldschwächbereich 91
3.4.4 Steuer- und Regelverfahren sowie besondere Parameter 91
3.4.4.1 U/f-Kennliniensteuerung 91
3.4.4.2 Feldorientierte Regelung (FOR) 96
3.5 Bewegungssteuerungen und Synchronlauf (Motion Control) 99
3.5.1 Motion Control in der Automatisierung 100
3.5.2 Elektronische Lösungen 101
3.5.2.1 Gleichlauf 101
3.5.2.2 Elektronisches Getriebe 101
3.5.2.3 Tänzerregelung 102
3.5.2.4 Kurvenscheibe 102
3.5.3 Beispiele aus der Praxis 102
3.5.3.1 Abfüllanlagen 102
3.5.3.2 Zugregelung 103
3.5.3.3 Verpackungsmaschinen 103
3.5.3.4 Sortieranlagen 104
3.6 Dimensionierung drehzahlvariabler Asynchronmaschinen 104
3.6.1 Ermittlung der Auslegungsgrößen für Frequenzumrichter 105
3.6.2 Wahl des Frequenzumrichters 106
3.7 Demag Antriebsauslegungsprogramm Caldrive 108
3.7.1 Projektierungsdaten 108
3.7.2 Lastdaten 110
3.7.3 Rad und Fahrbahn 111
3.7.4 Besonderes 112
3.7.5 Datenbank 113
3.7.6 Auswahl-Rad 114
3.7.7 Auswahl Getriebemotor 115
4. Energieeffiziente Asynchronmaschinen 116
4.1 Motoren für die EU-Motorwirkungsgradklassen 117
4.2 Möglichkeiten der Energieeinsparung 118
4.2.1 Einzelverluste 118
4.2.2 Statorstromwärme 120
4.2.3 Rotorstromwärme 120
4.2.4 Energieeinsparung durch Drehzahlregelung 123
4.2.4.1 Stoffmengenregelung 123
4.3 Amortisationszeit 126
4.3.1 Software zur Ermittlung der Amortisierungszeit 127
4.4 Kriterien für den Einsatz von Energiesparmotoren 130
5. Zusammenfassung 131
6. Anhang 132
6.1 Formelzeichen 132
6.1.1 Indizes 132
6.2 Literaturverzeichnis 133

Textprobe:

Kapitel 5., Zusammenfassung:

Die Vorzüge der Asynchronmaschinen werden auch in Zukunft einen wichtigen Stellenwert in der Industrie haben. Dabei ist der Käfig- bzw. Kurzschlussläufer mit seinen Vorteilen das Zugpferd der Asynchronmaschinen, sodass dem Schleifringläufer nur noch eine zweitrangige Bedeutung zugewiesen wird. Umso wichtiger ist es, mit Hilfe von empirischen Daten die Kenngrößen des Käfigläufers so umfangreich und präzise wie möglich zu bestimmen, um den Antriebsaufgaben optimal zu entsprechen. Randbedingungen müssen klar ausgearbeitet und definiert werden, um somit Überdimensionierung von Antriebsmotoren zu vermeiden.

Mit fortschreitender Entwicklung der Antriebstechnik bei der Vielzahl von Anwendungsvarianten ist es kaum noch möglich, Anlauf, Drehzahlregelung oder Energieeffizienz unabhängig voneinander zu betrachten. Sie bilden eine Synergie bei den modernen Antriebssystemen. Entscheidend ist hierbei eine feine Abstimmung der Antriebskomponenten zueinander. Nicht alles, was auf dem neuesten Stand der Technik ist, muss zwangsläufig auch notwendig sein. Für ein Garagentor beispielsweise, das zwei Mal am Tag betätigt wird, braucht man eben keinen EFF1-Motor mit Frequenzumrichter, weil es sich einfach nicht auszahlt. Und auch bei Anwendungen, wo dies erforderlich ist, kann die Zusammensetzung von Antriebskomponenten zu Widersprüchen und unerwünschten Ergebnissen führen. Manchmal reicht auch aus technischer und vor allem ökonomischer Sicht einfach nur ein Energiesparmotor ohne die Beschaffung eines Frequenzumrichters.

Doch langfristig gesehen bei hohen Betriebszeiten über Jahre hinweg, zahlt sich das moderne Antriebspaket aus. Hierbei sollten nicht nur die finanziellen Interessen im Vordergrund stehen. Man schont dadurch in erster Linie die Ressourcen und Umwelt.

Arbeit zitieren:
Uzun, Ayhan September 2008: Elektrische Antriebe im Maschinenbau, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Elektrotechnik, Drehstrom, Asynchronmotor, Antrieb, Frequenzumrichter

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