Bachelor + Master Publishing
765 Bachelorarbeiten, 508 Masterarbeiten, 10.071 Diplomarbeiten

Die Entstehung der Immobilienkrise und ihre Auswirkungen auf dem Finanzmarkt in Deutschland mit Sicht auf die zukünftige Konjunktur

Die Entstehung der Immobilienkrise und ihre Auswirkungen auf dem Finanzmarkt in Deutschland mit Sicht auf die zukünftige Konjunktur
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Fischer
  • Abgabedatum: Oktober 2008
  • Umfang: 84 Seiten
  • Dateigröße: 891,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Wismar Deutschland
  • Bibliografie: ca. 83
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2292-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Martin Oktober 2008: Die Entstehung der Immobilienkrise und ihre Auswirkungen auf dem Finanzmarkt in Deutschland mit Sicht auf die zukünftige Konjunktur, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Finanzkrise, Asset Backed Securities, Immobilienkrise, Hedge Fonds, USA

Diplomarbeit von Martin Fischer

Einleitung:

Der laufende Strukturwandel ist eine permanente Begleiterscheinung des wirtschaftlichen Wachstums, der zu einer enormen Veränderung im Bereich des Finanzsystems führte und immer noch führt. In diesem Zusammenhang verließen oder vernachlässigten die Finanzinstitute etablierte Geschäftsmodelle, um die vorhandene Überliquidität durch lukrative Finanzinvestitionen zu ersetzen. Dabei gingen viele dieser Einrichtungen mit Sicht auf das Risiko unbekannte Wege. Aus diesem Strukturbruch folgten ein intensivierter Wettbewerb auf zuvor regulativ geschützten Märkten, sowie das Aufkommen neuer beziehungsweise die Verstärkung bekannter Risiken. Um einen geeigneten Ausweg zu finden, nutzten Manager die Freiheiten der Investitionsmöglichkeiten neuer innovativer Finanzinstrumente im Rahmen der globalen Finanzmärkte. Kollektive Fehleinschätzungen, Fehlverhalten der Bankenaufsichten in Verbindung mit verfehlten Reaktionen und das Auftreten eines exogenen Schocks sorgten dann für den Übergang in eine Finanzkrise, die zu einem tiefen Einschnitt in die Weltwirtschaft führte und in seiner Begrifflichkeit die Grenzen der Wirtschaftswissenschaftler und der Aufsichtsräte von Finanzinstituten und Unternehmen längst überwunden hat.

Zwar erschütterten in den letzten Jahrzehnten bereits einige Finanzkrisen, wie die Bankenkrise in Skandinavien von 1987-1994, die japanische Finanzkrise 1989 oder die russische Finanzkrise 1998 die Wirtschaftssysteme der einzelnen Länder, doch die gegenwärtige Finanzkrise ist völlig unabhängig vom Wirtschaftssystem oder der Gesellschaftsform und überschreitet somit die Ländergrenzen.

Seit dem Sommer des Jahres 2007 und durch die Boulevardisierung des Themas ist die Finanzkrise mittlerweile für jedes Wirtschaftssubjekt allgegenwärtig und durch die enge Interdependenz zwischen der Krise im Finanzsektor und der konjunkturellen Entwicklung bereits zum Berühren nah. Die dadurch entstandene Furcht wird somit nicht nur durch die Medien geschürt, sondern ist bereits ein Teil des wirtschaftlichen Geschehens und Denkens. Ein Rückgang des Konjunkturwachstums, die pessimistischen Auftragserwartungen, die staatlichen Rettungsaktionen für bestimmte Finanzinstitute und die stetig sinkenden Aktienkurse erzeugen besonders bei dem größten Teil der Wirtschaftssubjekte den privaten Haushalten erhebliche Sorgen. Die Sicht und das Handeln werden dabei kontinuierlich auf dem subjektiven momentanen Zustand gelenkt. Das Wissen über die Entstehung der Finanzkrise ist dabei angrenzend aus dem Blickwinkel der Wirtschaftssubjekte entschwunden. Obwohl die Ursache Aufschluss über momentane und zukünftige Auswirkungen geben kann. Zusätzlich können mit der Sicht auf die zukünftige Konjunktur Handlungsempfehlungen entwickeln werden, die den weiteren Verlauf der Krise positiv beeinflussen.

Gang der Untersuchung:

Die Konzeption dieser wissenschaftlichen Arbeit dient nicht nur zur wesentlichen und länderübergreifende Systematisierung und Erfassung der Ursachen, sondern auch der Auslöser und der Wirkungen der Finanzkrise. Das Wissen über die Entstehung ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung, um die enorme Tragweite und das Ausmaß anlässlich der Krise durch die rasche finanzielle Globalisierung zu verstehen und die zukünftigen Folgen speziell für Deutschland aufzuzeigen.

Die dreiteilige Gliederung der Arbeit gibt Aufschluss über die Einfachheit der Entstehung der Finanzkrise und stellt gleichzeitig das kontinuierlich steigende Ausmaß im realen Leben dar. Dabei nimmt das erste Kapitel Bezug zum Ursprung und zum Entstehungsgedanken und führt über die Immobilienkrise hin zu den wachsenden globalisierten Problemen, die die Ländergrenzen der einzelnen Länder bereits überschritten haben. Das anschließende Kapitel befasst sich mit den Belastungen, die sich durch die Finanzkrise für Deutschland ergaben. Als Basis dient das Fehlverhalten der stattlichen Landesbanken mit den finanziellen Auswirkungen. Das letzte Kapitel fokussiert den Blick auf die möglichen endogen und exogenen Abfolgen und Probleme, die sich zukünftig durch die Krise im finanziellen Sektor für die deutsche Konjunktur ergeben können.

Eine Krise im wirtschaftlichen Sinn ist der Abbruch eines bis dato zu beobachtende kontinuierliche und positive Entwicklung von bestimmten Schlüsselgrößen. Zu ihnen gehören aus betrieblicher Sicht insbesondere der Umsatz, der Cashflow und das Ergebnis. Dabei kann es sich in ihrer begrifflichen wissenschaftlichen Definition, um eine einzelwirtschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Krise handelt, deren Auswirkungen entweder einzelne Unternehmen, Institutionen und Individuen betreffen oder die Funktionsweisen ganzer Volkswirtschaften beeinflussen.

Mit dem Verlauf der Problematik auf dem Immobilienmarkt in den USA hin zur Finanzkrise veränderte sich zudem die Wirkungsweise dieser von einer einzelwirtschaftlichen hin zur gesamtwirtschaftlichen Krise. Die Immobilienkrise, die zuerst nur Finanzinstitute im Immobiliensektor in den USA beeinflusste, breitete sich im Laufe der Zeit zuerst auf den US-amerikanischen und in der weiteren Entwicklung auf dem globalen Finanzsektor aus.

Die daraus resultierte internationale Finanzkrise kann in eine Währungskrise, Bankenkrise oder Schuldenkrise unterteilt werden, deren Arten in der Realität aber nur bedingt voneinander unterschieden werden können. Grund dafür ist die identische Störung des Finanzsystems (Finanz-, Geld-, und Kapitalmarktes) und die Beschränkungen der Funktionalität des Geldsystems. Finanzkrisen sind deshalb durch eine ungünstige Entwicklung von makroökonomischen relevanten Daten, wie zum Beispiel Devisenbestände, Aktien- und Währungskursen, in einem kurzen Zeitraum gekennzeichnet und beeinträchtigen die Institutionen des Finanzsektors. Diese lassen sich in Finanzdienstleistern (Banken, Versicherungen, Makler und Börsen) und der staatlichen Zentral- und Landesbänken unterteilen, deren Liquidität besonders bei Banken von zentraler Bedeutung ist. Banken sind durch Kooperation, durch Interbankengeschäfte und durch den Zahlungsverkehr stark voneinander abhängig. Durch die Insolvenz einer Bank, die Zahlungsunfähigkeit und die nicht Einhaltung von den entsprechenden Bankenaufsichtsgremien geforderten Liquiditäts- und Mindestkapitalanforderungen, kann es zu einem krisenhaften Zustand des Geld- und Kreditwesen im dementsprechenden Land kommen, der sich auf die Stabilität einer mehr oder minder großen Zahl von Banken auswirkt und deren Existenz nachhaltig bedroht.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Forschungsinteresse 1
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung 2
1.3 Begriffsklärung und Abgrenzung 2
2. Entstehung der Immobilienkrise 4
2.1 Der Leitzinssatz 4
2.2 Kreditvergabe in den USA und ihre Folgen 5
2.2.1 Niedrigzinspolitik der Federal Reserve 5
2.2.2 Preiswerte Kredite und der einhergehende Immobilienboom 8
2.2.3 Subprime Mortgages 10
2.3 Immobilienkrise 11
3. Immobilienkrise wirkt sich zur Finanzkrise aus 14
3.1 Asset-Backed Securities 14
3.1.1 Hinführende Erklärung 14
3.1.2 Grundlagen und Entstehung von Asset-Backed Securities 14
3.1.3 Funktionsweise 16
3.2 Hedge Fonds 18
3.2.1 Grundlagen von Hedge Fonds 18
3.2.2 Risiken für internationalen Finanzmärkte 19
3.2.3 Fehlverhalten der Ratingagenturen 21
3.3 Finanzkrise 23
3.3.1 Einführende Überlegungen 23
3.3.2 Initialisierung und Entwicklung 24
3.3.3 Auswirkungen auf den Finanzmärkten der Welt 26
3.3.4 Auswirkungen auf den Aktienmärkten der Welt 29
3.3.5 Risiken für den Finanzmarkt 30
4. Die Finanzkrise in Deutschland 32
4.1 Öffentlich-rechtliche Banken 32
4.1.1 Deutsche Industriebank 33
4.1.2 Westdeutsche Landesbank AG 34
4.1.3 Landesbank Sachsen und Landesbank Baden-Württemberg 35
4.1.4 Landesbank Bayern 36
4.1.5 Hamburgisch-schleswig-holsteinisch Nordbank AG 37
4.2 Die deutsche Bankenaufsicht 38
4.3 Gegenmaßnahmen zur Eingrenzung einer Krise bei Finanzinstituten 40
4.3.1 Kurzfristige Maßnahmen 40
4.3.2 Langfristige Maßnahmen 41
5. Auswirkungen auf die Konjunktur Deutschlands 44
5.1 Einführende Überlegungen 44
5.2 Psychische Krise aufgrund von Erwartungen 46
5.2.1 Private Haushalte 46
5.2.2 Unternehmen 48
5.2.3 Zusammenfassende Beurteilung der psychischen Krise 51
5.3 Wirtschaftliche Krise aufgrund der Bedeutung der Wirtschaftsobjekte 52
5.3.1 Private Haushalte 52
5.3.2 Unternehmen 54
5.3.3 Zusammenfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Krise 56
5.4 Mögliche zukünftige Folgen der Finanzkrise 57
5.4.1 Momentane Ausgangslage 57
5.4.2 Exportrückgang infolge der schwachen Weltkonjunktur 58
5.4.3 Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen 59
5.4.4 Negativer Investitionseffekt durch Rückgang der Aktienkurse 62
5.4.5 Negativer Vermögenseffekt des Geldes und der Portfolioeffekt 63
5.4.6 Schäden für Versicherer 65
5.4.7 Arbeitslosigkeit aufgrund von Prognosen 66
6. Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick 68
Literaturverzeichnis VI
Internetquellenverzeichnis XIII

Textprobe:

Kapitel 3.3.3, Auswirkungen auf den Finanzmärkten der Welt:

Durch die bereits erwähnten Ursachen geriet das globale Finanzsystem zunehmend ins Wanken. Viele Banken leihen sich untereinander kein Geld mehr, da sie nicht genau wissen, wie stark die einzelnen Finanzinstitute noch von der Finanzkrise beeinflusst werden und ob ihre herausgegebenen finanziellen Mittel wieder zurückfließen. Dadurch werden die liquiden Mittel der Finanzinstitute knapp und die Kreditvergabe wird teilweise eingestellt. Investitionen, finanziert über Kredite, werden für die Unternehmen zunehmend schwieriger. Weltweit wurden deshalb Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Die internationalen Finanzmärkte erleiden infolge der Immobilienkrise immer größere wirtschaftliche Probleme. Neben den USA verzeichnen auch andere wirtschaftlich starke Länder, wie Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan und die Schweiz massive Kreditausfälle und Abschreibungen in Milliardenhöhe bei ihren Banken, die deshalb Kredite zurückhalten.

Die größten US-amerikanischen und staatlich geförderten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac zum Beispiel investierten Milliarden US-Dollar in den Jahren 2005 und 2006 in bonitätsschwache Hypothekendarlehen. Die Institute, die über einen Sonderstatus für private US-Finanzinstitute verfügen, da sie Geschäftszwecke verfolgen, welche im öffentlichen Interesse liegen, investierten sie direkt oder über Garantien 5300 Milliarden US-Dollar im amerikanischen Hypothekenmarkt. Davon beruhen 15% des Hypothekenkreditvolumens auf nicht erstklassiger Bonität. Der Aktienkurs von Fannie Mae sank deshalb innerhalb eines Jahres um 90%. Durch die späteren Belastungen aus dem Hypothekengeschäft übernahm im September die Aufsichtsbehörde der US-Bundesregierung Federal Housing Finance Agency (FHFA) die Kontrolle über die Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae. Neben Freddie Mac und Fannie Mae wurde auch der größte amerikanische Versicherer American International Group (AIG), nachdem er in eine finanzielle Notlage geraten ist, verstaatlicht, indem die US-Regierung knapp 80% der Aktienanteile kaufte. Die amerikanische Investmentbank Bear Stearns musste im dritten Quartal 2007 1,9 Milliarden US-Dollar abschreiben. Anschließend verschlechterte sich diese Liquiditätssituation weiterhin. Bear Stearns erklärte die Insolvenz und wurde von JP Morgan Chase übernommen. Auch die 150 Jahre alte und zudem viertgrößte Investmentbank Lehman Brothers musste Insolvenz anmelden. Angrenzend zu den Investment- und Hypothekenbanken geriet auch die normale Geschäftsbank Washington Mutual in Liquiditätsengpässe und beantragte Insolvenz. Sie war die sechsgrößte Bank der USA. Um weiteren Liquiditätsproblemen bis hin zu Insolvenzen der Finanzinstitute vorzubeugen, entschied sich die US-amerikanische Regierung dem Markt liquide Mittel im Wert von 700 Milliarden Dollar bereitzustellen. Dieses soll durch den Kauf von Wertpapieren minderer Qualität und der Bereitstellung von Krediten geschehen. Dazu musste die Regierung die Staatsverschuldung von der derzeit 10,6 Billionen Dollar auf 11,3 Billionen Dollar erhöhen.

Auch Länder der Europäischen Union (EU) folgten diesem Beispiel. Die Regierung von Großbritannien zum Beispiel einigte sich darauf Kreditverpflichtungen im Wert von 640 Milliarden Euro einzugehen. Dadurch sollte das fehlende Vertrauen der Banken untereinander, in Bezug zu ihren Geschäfts- und Privatkunden und das Vertrauen der Geschäfts- und Privatkunden zu den Banken, wieder hergestellt werden. Diese Misstrauen wird deutlich am Beispiel der Northern Rock. Die viertgrößte britische Hypothekenbank konnte sich aufgrund der Vertrauenskrise unter den Banken nicht mehr bei anderen Banken refinanzieren. Deshalb zogen Kunden in nur wenigen Tagen 4,35 Milliarden Euro von ihren Konten ab und die Bank konnte nur durch eine vorübergehende Verstaatlichung gerettet werden.

In Deutschland wurde ein Finanzmarktstabilisierungsgesetzt für private Institute, Landesbanken, Genossenschaftsbanken, sowie für Versicherungen und Pensionsfonds beschlossen. Durch dieses Gesetz werden Garantien von bis zu 400 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollen Schuldtitel, Verbindlichkeiten, Wertpapiere, Derivate oder Beteiligungen abgesichert werden. Zudem stehen für die Rekapitalisierung von Banken 70 Milliarden Euro zur Verfügung. Des Weiteren sieht das Gesetz eine Änderung der Insolvenzordnung vor. Damit soll eine Insolvenz eines Finanzinstituts, welches außerhalb der Finanzkrise seine Unternehmung fortführen könnte, vermieden werden. Das Gesetz findet auch bei dem Dax-Konzern Hypo Real Estate Holding Geltung. Dieser drohte im September 2008 die Insolvenz. Daraufhin wurde ein Finanzierungsplan ausgearbeitet, der für Hypo Real Estate bis zum Jahresende 2008 liquide Mittel in Form von Krediten und Kreditlinien in Höhe von 50 Milliarden Euro vorsieht. Die Insolvenz der Hypo Real Estate, einer der größten Finanzierer von gewerblichen Immobilienkunden in Deutschland, hätte erhebliche negative Folgen für das Finanzsystem in Deutschland gehabt.

Gemessen an den bisherigen Wertberichtigungen verursachte die Finanzkrise den größten Schaden bei der Union Bank of Switzerland (UBS). Der weltweit größte Vermögensverwalter mit starkem Investmentbanking, musste mehr als 48 Milliarden Franken (ca. 31 Milliarden Euro) abschreiben und 30 Milliarden Franken (ca. 19 Milliarden Euro) an Eigenmittel zusätzlich aufnehmen. Außerdem befinden sich noch weitere Hypothekenpapiere mit einem Volumen von 31 Milliarden Franken (20 Milliarden Euro) im Bestand der UBS, deren Ausfallwahrscheinlichkeit nicht vorhersehbar ist.

Dem europäischen Land Island gelang es nur durch die Verstaatlichung der einzigen drei isländischen Banken und damit dem Finanzsystem einen Staatsbankrott zu vermeiden. Dazu verabschiedete das Parlament ein Notstandsgesetz. Notwendig wurde dieses Gesetz, nachdem die Verbindlichkeiten der drei isländischen Banken sich auf das Neunfache des isländischen Bruttoinlandsproduktes beliefen.

Auch im asiatischen Raum führten Wertberichtigungen zu enormen Abschreibungen. In Japan musste das Finanzdienstleistungsunternehmen Mizuho Financial Group umgerechnet 1,6 Milliarden Euro von der Tochterfirma Mizuho Securities ausgleichen. Der Versicherer Yamato Life häufte nach Verlusten bei Wertpapiergeschäften im Zusammenhang mit der Finanzkrise einen Schuldenberg in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar an und musste Insolvenz anmelden. Hinzu kommt ein Sinken der Exportwirtschaft in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Diese sinkt bereits seit neun Monaten durch die konjunkturelle Abkühlung und dem wichtigsten Absatzmarkt der USA infolge der Finanzkrise.

Arbeit zitieren:
Fischer, Martin Oktober 2008: Die Entstehung der Immobilienkrise und ihre Auswirkungen auf dem Finanzmarkt in Deutschland mit Sicht auf die zukünftige Konjunktur, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Finanzkrise, Asset Backed Securities, Immobilienkrise, Hedge Fonds, USA

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren