Der Mehrwert von RFID als Optimierungsinstrument des Supply Chain Management für den Endkunden und das Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Oliver Hahndorf
- Abgabedatum: Juli 2008
- Umfang: 62 Seiten
- Dateigröße: 319,7 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Euro-Business-College Düsseldorf Deutschland
- Bibliografie: ca. 69
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2183-0
- ISBN (CD) :978-3-8366-2183-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hahndorf, Marc Oliver Juli 2008: Der Mehrwert von RFID als Optimierungsinstrument des Supply Chain Management für den Endkunden und das Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: RFID, Supply Chain Management, Barcode, Kommunikationsstrategien, Potenzialanalyse
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Marc Oliver Hahndorf
Einleitung:
In rennomierten Fachzeitschriften und Internetseiten sowie in der Literatur wird die Radio Frequenz Identification (RFID) Technologie immer wieder in den Zusammenhang mit einer „Revolution“ der Wirtschaft und des Supply Chain Managements gebracht. Einige Logistiker sehen die Bedeutung der Erfindung von RFID sogar gleichbedeutend mit der Erfindung des Rads. Sowohl die Europäische Union als auch die Bundesrepublik Deutschland fördern jährlich mehrere Projekte mit Steuergeldern. Zahlreiche namhafte Unternehmen wie die Metro AG, Wal-Mart, DHL oder Schenker investieren seit einigen Jahren mehrere Millionen Euro in Pilotprojekte mit RFID und planen den unternehmensweiten Einsatz der Technologie. In der Bundesrepublik werden die Unternehmen etwa 600 Millionen Euro in die RFID-Technologie im Jahr 2008 investieren und im Jahr 2010 sollen sogar weltweit 3 Milliarden US Dollar in RFID investiert werden.
Diese zahlen spiegeln die große Bedeutung von RFID für die Unternehmen und die gesamte Wirtschaft. Trotz der großen Euphorie, die die RFID-Technologie international ausgelöst hat, haben bereits einige Unternehmen negative Erfahrungen gemacht mit RFID. Zudem bleibt die Euphorie auf der Kundenseite gänzlich aus. Ferner werden bei den Endkunden durch die neue Technologie zahlreiche Befürchtungen in Bezug auf den Datenschutz und den Nutzen von RFID geweckt.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik, dass der RFID Technologie viel Euphorie auf Seiten der Unternehmen entgegen gebracht wird und das RFID auf Seiten der Endkunden eher Zurückhaltung hervorruft. Ziel dieser Arbeit ist eine klare Potenzialanalyse, die sowohl die Stärken und Schwächen (heutiger Stand der RFID-Technologie) als auch die Chancen und Gefahren (zukunftsgerichtete Betrachtung und Bewertung) der RFID-Technologie aus Sicht der Unternehmen und der Endkunden analysiert. Ableitend aus der Potenzialanalyse soll ersichtlich werden, inwiefern sich der Mehrwert der Technologie für die Unternehmen und die Endkunden unterscheidet und inwiefern die Interessen der Unternehmen und der Endkunden im Kontrast zueinander stehen. Dabei soll analysiert werden, mit welchem Umgang und welcher Kommunikationsstrategie die Unternehmen das Vertrauen für RFID der Endkunden gewinnen können. Abschließend soll bewertet werden, wie die Zukunftsaussichten für RFID im Supply Chain Management sein können.
Der erste Teil dieser Arbeit klärt die Grundlagen des Supply Chain Managements und der RFID-Technologie. Darauf aufbauend wird dargestellt, inwiefern RFID im SCM integriert werden kann und welche Einsatzmöglichkeiten und theoretischen Optimierungspotenziale es grundsätzlich gibt. Zusätzlich wird anhand von Fallbeispielen aus dem Handel, Logistik und der Industrie dargestellt, auf welche Weise RFID in der Praxis bereits eingesetzt wird. Aufbauend auf dieser Basis wird im zweiten Teil dieser Arbeit die Potenzialanalyse von RFID im SCM aus Sicht der Unternehmen und aus Sicht der Endkunden durchgeführt. Abgeleitet aus der Potenzialanalyse werden dann die Möglichkeiten zur Gewinnung des Vertrauens in RFID der Endkunden erörtert und analysiert. Abschließend erfolgt ein Resümee über die Arbeit, in dem ein kritischer Ausblick und eine Bewertung von RFID im SCM vorgenommen wird.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ausgangssituation | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen des Supply Chain Management (SCM) | 2 |
| 2.1 | Entwicklung des SCM | 2 |
| 2.2 | Leitlinien und Prinzipien des SCM | 4 |
| 2.3 | Aufgaben und Ziele des SCM | 6 |
| 2.3.1 | Normativ | 6 |
| 2.3.2 | Strategisch | 7 |
| 2.3.3 | Operational | 7 |
| 2.4 | Motive | 7 |
| 2.5 | Potenziale des SCM | 8 |
| 2.6 | Risiken des SCM | 9 |
| 3. | Grundlagen der Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) Technologie | 9 |
| 3.1 | Die RFID-Technologie | 10 |
| 3.2 | Entwicklungsgeschichte von der RFID | 10 |
| 3.3 | Technische Grundlagen | 11 |
| 3.3.1 | Aufbau und Funktionsweise | 11 |
| 3.3.2 | Bauformen von Transpondern | 12 |
| 3.4 | Abgrenzung RFID und Barcode | 13 |
| 3.4.1 | Der Barcode | 13 |
| 3.4.2 | RFID im Vergleich zum Barcode | 14 |
| 4. | Integration von RFID im SCM | 15 |
| 4.1 | Bedeutung von RFID im SCM | 15 |
| 4.2 | Einsatzmöglichkeiten von RFID im SCM | 16 |
| 4.2.1 | Warenlieferung im Markt | 16 |
| 4.2.2 | Lagermanagement | 16 |
| 4.2.3 | Tags auf Produkten | 17 |
| 4.2.4 | Bezahlung von Waren | 17 |
| 4.2.5 | Warenrückverfolgung | 17 |
| 4.2.6 | Mehrwegsysteme | 18 |
| 4.2.7 | Diebstahlsicherung | 18 |
| 4.3 | Kosten des Einsatzes | 18 |
| 4.4 | Optimierungspotenziale | 20 |
| 5. | Anwendungsbeispiele von RFID im SCM aus der Praxis | 23 |
| 5.1 | Fallbeispiele Handel | 23 |
| 5.1.1 | Metro Group | 23 |
| 5.1.2 | Wal-Mart | 25 |
| 5.2 | Fallbeispiel Logistik | 26 |
| 5.2.1 | Deutsche Post | 26 |
| 5.3 | Fallbeispiele Industrie | 27 |
| 5.3.1 | Automobilindustrie | 27 |
| 6. | Analyse der Auswirkungen des Einsatzes von RFID im SCM | 28 |
| 6.1 | Potenzialanalyse aus Sicht des Unternehmens | 28 |
| 6.1.1 | Stärken (Strengthens) | 28 |
| 6.1.2 | Schwächen (Weaknesses) | 34 |
| 6.1.3 | Chancen (Opportunities) | 37 |
| 6.1.4 | Gefahren (Threats) | 38 |
| 6.2 | Potenzialanalyse aus Sicht des Endkunden | 40 |
| 6.2.1 | Stärken (Strengthens) | 40 |
| 6.2.2 | Schwächen (Weaknesses) | 42 |
| 6.2.3 | Chancen (Opportunities) | 43 |
| 6.2.4 | Gefahren (Threats) | 44 |
| 7. | Möglichkeiten zur Gewinnung des Vertrauen der Endkunden in die RFID Technik | 45 |
| 7.1 | Grundsätze des Umgangs mit RFID | 45 |
| 7.2 | Kommunikationsstrategien | 47 |
| 8. | Resümee | 49 |
| Literaturverzeichnis | 53 |
Textprobe:
Kapitel 4.2, Einsatzmöglichkeiten von RFID im SCM:
Warenlieferung im Markt:
RFID ermöglicht die vollautomatische Erfassung alle Produkte, die in einem Verbrauchermarkt angeliefert werden. Dabei kann die automatische Erfassung im Pulk erfolgen, d.h. mehrere Waren können gleichzeitig und ohne Sicht- oder Berührungskontakt eines Lesegeräts erfasst werden. Durch die vollautomatische Pulkerfassung der angelieferten Waren entfallen die zeitaufwendigen und fehleranfälligen manuellen Zähl-, Such- und Sortierprozesse. Darüber hinaus erfolgt beim Wareneingang ein automatischer Abgleich der Bestell- und Lieferdaten sowie die automatische Erstellung einer Warenempfangsbestätigung und eine artikelgenaue Wareneingangsbuchung.
Lagermanagement:
Ein großer Fortschritt mittels RFID kann im Lagermanagement erreicht werden. Durch die RFID-Erfassung ist das Lager- und Warenflusssystem durchgängig auf dem aktuellen Stand, an welchen Lagerort, welche Anzahl und teilweise auch im welchen Zustand (z.B. Mindesthaltbarkeitsdatum, Kühlprodukte) sich die Waren befinden. Out-of-Stock Situationen können damit bereits im Lagermanagement vermieden werden und zeitaufwändige Suchprozesse entfallen. Intelligente Regale mit installierten RFID-Lesegeräten können den Empfang der Waren automatisch registrieren. Die Qualitätssicherung kann durch diese intelligenten Regale deutlich verbessert werden, indem eine automatische Entnahme der verderblichen Waren bei Ablauf der Haltbarkeit erfolgt. Darüber hinaus können die intelligenten Regale den Zustand, wie z.B. die Warentemperatur, stetig messen und kontrollieren, was ebenfalls zur Qualitätssicherung führt.
Unnötige und kostenintensive hohe Lagerbestände können mittels der RFID Technologie abgebaut und damit die Lagerkosten reduziert werden. Auch der Warenein- und -ausgang wird effizienter durch den Einsatz von RFID. Ähnlich wieder beim Warenein- und -ausgang im Verbrauchermarkt können die Waren vollautomatisch im Pulk erfasst werden, was sowohl die Durchlaufzeiten als auch den benötigten personellen Aufwand reduziert.
Tags auf Produkten:
RFID findet auch Anwendung am Ende der Supply Chain, beim Endkunden, wenn z.B. RFID-Tags auf CDs und DVDs angebracht werden. Sie ermöglichen dem Kunden kostenlose Hör- und Sehproben an extra dafür installierten Terminals, wodurch das „Einkaufserlebnis“ des Kunden erheblich gesteigert wird. Diese Anwendung ist auch bei anderen Produkten denkbar wie z.B. bei Parfüm oder Lebensmittel. Grenzen sind hierbei nur bei der Umsetzung bzw. Realisierung an den Terminals gesetzt.
Bezahlung von Waren:
Der Vorgang der Bezahlung von Waren an der Kasse kann sich durch den Einsatz von RFID erheblich verändern. So kann bereits während des Einkaufs der Inhalt des Einkaufswagens durchweg von einem an dem Einkaufswagen angebrachten RFID-Lesegerät erfasst und der aktuelle Rechnungsbetrag dem Kunden angezeigt werden. An der Kasse kann mittels Pulkerfassung der endgültige Rechnungsbetrag ermittelt werden. Durch diesen Vorgang kann sowohl die Durchlaufzeit an der Kasse reduziert werden als auch der personelle Aufwand bzw. die Personalkosten gesenkt werden.
Warenrückverfolgung:
Waren können durch angebrachte RFID Tags eindeutig identifiziert werden, wodurch eine Rückverfolgung der gesamten Supply Chain ermöglicht wird. „Jede Station entlang der Wertschöpfungskette hinterlegt auf dem Transponder relevante Daten und Informationen (z. B. Erleichterung der gesetzlich verankerten Rückverfolgbarkeit und Organisation des Rückrufs von Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in der EU-Verordnung 178/2002 Art. 18 und 19, im Gesetz zur Neuordnung des Lebens- und Futtermittelrechts (u.a. § 45), im Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (§ 5) und im Produkthaftungsgesetz).“ Dadurch lässt sich die Herkunft von Produkten besser Nachverfolgen und der Schutz vor Plagiaten wird erhöht. Auch Prozesse wie Garantieansprüche, Umtausch und Rückerstattungen können durch RFID erleichtert werden.
Mehrwegsysteme:
Mehrwegsysteme wie z.B. Getränkekästen benötigen einen hohen Zeit- und Personalaufwand. RFID kann solche Prozesse effizienter und kostengünstiger gestalten. Durch die vollautomatische Identifizierung und die Möglichkeit der Pulkerfassung kann sowohl der Zeitaufwand als auch der Personalaufwand reduziert werden. Durch RFID kann zudem eine Standardisierung der Pfandrückgabe erfolgen und die vielen unterschiedlichen Pfand-Rückgabe-Systeme von heute abgeschafft werden.
Diebstahlsicherung:
Das RFID fand schon recht früh die Anwendung in der Diebstahlsicherung von Artikeln. RFID-Tags müssen dabei an der Kasse deaktiviert werden. Werden diese Tags nicht deaktiviert, so ertönt von einem an dem Geschäftsausgang platzierten Lesegerät ein Warnsignal. Auf diesen Weise werden heute insbesondere in der Bekleidungsindustrie Waren vor Diebstahl gesichert.
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836621830
Arbeit zitieren:
Hahndorf, Marc Oliver Juli 2008: Der Mehrwert von RFID als Optimierungsinstrument des Supply Chain Management für den Endkunden und das Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
RFID, Supply Chain Management, Barcode, Kommunikationsstrategien, Potenzialanalyse




