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Häufigkeit von Essstörungen bei Mitgliedern von Fitnessstudios

Eine epidemiologische Studie zur Bulimia Nervosa am Beispiel von 100 Mitgliedern eines Bielefelder Fitnessstudios

Häufigkeit von Essstörungen bei Mitgliedern von Fitnessstudios
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniela Vossieck
  • Abgabedatum: Mai 2008
  • Umfang: 31 Seiten
  • Dateigröße: 829,8 KB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bielefeld - University of Applied Sciences Deutschland
  • Bibliografie: ca. 12
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1690-4
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Vossieck, Daniela Mai 2008: Häufigkeit von Essstörungen bei Mitgliedern von Fitnessstudios, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Essstörungen, Studie, Fitnessstudio, Bulimia Nervosa, Body Mass Index

Diplomarbeit von Daniela Vossieck

Einleitung:

Diese Diplomarbeit ist Teil einer Studie, die die Prävalenzrate von Essstörungen bei Mitgliedern eines Fitnessstudios ermitteln soll. Anhand einer Umfrage in einem Bielefelder Sportstudio soll gezeigt werden, ob es einen Zusammenhang zwischen gestörtem Essverhalten und Sport im Fitnessstudio gibt. Mit gestörtem Essverhalten sind Magersucht, Bulimia Nervosa, Binge Eating Disorder und nicht näher bezeichnete Essstörung, anhand der Kriterien des Diagnostic and Statistical Manual of mental Disorders 4th (DSM-IV, American Psychaitric Association, 2004) gemeint.

Leistungssportler und Leistungssportlerinnen, bei denen es ein Zusammenhang zwischen Leistung und Gewicht gibt, sind gefährdeter eine Essstörung zu entwickeln als Nichtsportler, wobei Leistungssportler nicht öfters betroffen sind. Die Häufigkeit von Essstörungen in der Normalbevölkerung liegt zwischen 2% - 6%, bei den Leistungssportlern wird sie mit ca 3,4% angegeben.

Sportarten, die Ästhetik, das Gewicht oder die Ausdauer als entscheidende Kriterien beinhalten, gehören zu den Risikosportarten, bei denen Essstörungen bei bis zu 15 – 78% aller Sportler und Sportlerinnen auftreten. Solche Sportarten können sein: Skispringen, Eiskunstlauf, Marathonlauf, Ballett, Turnen und anderen. Neben den multifaktoriellen Ursachen, wie biologische-, soziokulturelle-, psychische- und systemische Einflüsse, gehören die Veränderungen des körperlichen Idealbildes der letzten 40 Jahre sowie der Anstieg der Ansprüche an die sportlichen Leistungen dazu. Dabei wird den männlichen Sportlern einen geringere Gefährdung zugeordnet als den Frauen. Männer erfüllen eher die Binge Eating Disorder (BED) Kriterien. Prozentual sind es 13,02% Männer und 10,85% der Frauen. Während die Frauen mit 5,25% und die Männer mit 2,04% eher purging Verhaltenmuster erfüllen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Derzeitiger Kenntnisstand 4
1.2 Hypothesen 5
2. Die Methode 6
2.1 Der BITE 5
2.2 Das Setting der Studie 7
2.3 Auswahl der Befragten und die Vorgehensweise 7
3. Ergebnisse der Stichprobe 8
3.1 Gesamtergebnisse 8
3.2. Altersverteilung 8
3.3 Segmentierung nach sozioökonomischen Status 9
3.4 Aufteilung nach Bildung 9
4. Resultate der Essstörung 10
4.1 Ergebnisse nach Geschlecht 10
4.2 Ergebnisse der Altergruppen 11
4.3 Ergebnisse nach sozioökonomischem Status 12
4.4 Ergebnisse nach Bildung 14
4.5 Weitere Ergebnisse 15
4.6 Ergebnisse nach dem DSM - IV anhand des BITE 16
4.7 Vergleiche der Ergebnisse mit der vorhergegangenen Studie 17
5. Der Body - Mass - Index 18
5.1 Ergebnisse der Body - Mass - Index Berechnung 18
5.2 Der Zusammenhang zwischen dem BITE und dem Body - Mass - Index 19
6. Essstörungen und Sport 20
6.1 Die Ergebnisse und der Zusammenhang zwischen BITE und Sport 20
7. Diskussion 21
7.1 Die Hypothesen 21
7.2 Vergleich der Ergebnisse mit der Literatur 24
8. Schlussfolgerung 25
Literaturverzeichnis 27
Anhang 28

Textprobe:

Kapitel 2.1, Der BITE: Für die Studie wurde der Bulimic Investigatory Test Edinburgh verwendet, welcher auf der Grundlage des DSM–III-R (American Psychaitric Association, 1980) beruht. Der Selbsteinschätzungstest beinhaltet 33 Fragen, von denen drei Fragen auf die Häufigkeit von Überessen und Maßnahmen zur Gewichtskontrolle abzielen. Diese drei Fragen werden in der Schweregradskala zusammengefasst. Die Einteilung der Skala liegt bei 0 – 4, was auf kein bingeing oder purging Verhalten hindeutet. Ab den 5 – 9 Punkten wird das Verhalten klinisch bedeutsam und eine Punktezahl von 10 und höher bedeutet ein hohes Maß der Schwere.

Bei den restlichen 30 Fragen geht es um für Bulimia Nervosa typische Symptome. Die ausgewerteten Punkte auf der Symptomskala des BITE werden in drei Gruppen eingeteilt. Eine Punkteeinteilung von 0 – 9 ergibt die unterste Gruppe, deren Essverhalten nicht gestört ist. Die zweite Gruppe bilden diejenigen, die eine Punktzahl von 10 – 19 erreichen. Das Essverhalten ist unnormal, aber nicht in einem Umfang, sodass alle Kriterien einer Diagnose von Bulimia Nervosa erfüllt sind. Die Punktzahl von 20 und mehr weisen auf ein hochgradig gestörtes Essverhalten mit Fressattacken hin, hinzu kommt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Kriterien der Bulimia Nervosa des DSM –III erfüllt werden.

Der Fragebogen (siehe Anhang A) wurde durch die zwei Fragen n und m erweitert. Die Fragen zielen auf die Einahme von Medikamenten oder Präparaten der Befragten ab und ob es gegebenenfalls einen Zusammenhang zwischen der Einnahme und einer Essstörung gibt.

Kapitel 2.2, Das Setting der Studie: Die Befragung wurde in dem Bielefelder Fitnessstudio ’BodyMaxx’ durchgeführt. Die 100 Fragebögen wurden an der Theke des Studios verteilt und konnten je nach dem entweder direkt zurückgegeben werden oder in einen eigens dafür konzipierten Karton eingeworfen werden, so dass die Anonymität gewährleistet werden konnte. Zur Zeit der Umfrage hatte das Studio 400 Mitglieder von denen 51% Männer und 49% Frauen waren. Die Alterspanne der Mitglieder reicht von 15 Jahren bis 82 Jahren.

Kapitel 2.3, Auswahl der Befragten und die Vorgehensweise: Sowohl in der vorangegangenen Studie, als auch in dieser Studie wurden die stark Übergewichtigen und adipösen Mitglieder nicht befragt.

Anfangs verteilte ich die Fragebögen gegen Mittag, da zu dem Zeitpunkt vermehrt Frauen und Gruppen wie zum Beispiel der ’Kilo Killer Klub’ im Fitnessstudio anzutreffen waren. Gegen Abend wurde das Studio mehr von Männer und berufstätigen Frauen besucht, daher wählte ich mir auch diesen Zeitpunkt aus, um weitere Fragebögen zu verteilen. Die angebotenen Kurse boten mir eine gute Gelegenheit viele Mitglieder auf einmal anzusprechen und ihnen den Sinn und Zweck der Befragung zu erläutern. Weiterhin wurden die Anonymität der einzelnen ausgefüllten Bögen sowie auch die freiwillige Teilnahme, mehrfach von mir betont. Um diese Anonymität noch zu verstärken, stellte ich an der Theke des Studios einen beschrifteten Karton auf, in dem die Mitglieder den Fragebogen einwerfen konnten. Einige Fragebögen wurden direkt bei den Fitnessstudiomitarbeitern abgegeben und wurden mit der gleichen Vertraulichkeit behandelt. Da ich selber in dem Fitnessstudio trainiere, bot sich für die Mitglieder eine weitere Möglichkeit mich bezüglich der Umfrage anzusprechen, die auch des öfteren genutzt wurde.

Arbeit zitieren:
Vossieck, Daniela Mai 2008: Häufigkeit von Essstörungen bei Mitgliedern von Fitnessstudios, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Essstörungen, Studie, Fitnessstudio, Bulimia Nervosa, Body Mass Index

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