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Das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald

Geschichte, Forschungsschwerpunkte und neue Wege der didaktischen Vermittlung in der Hauptschule

Staatsexamensarbeit
Staatsexamensarbeit von Steffen Riedel ; Abgabe Januar 1996; 139 Seiten, 8,5 MB ; Note 1,5; Sprache Deutsch
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd Deutschland
Inhaltsangabe, Inhaltsverzeichnis und Textauszüge:

Einleitung:

Das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald - Geschichte, Forschungsschwerpunkte und neue Wege der didaktische Vermittlung in der Hauptschule, so lautet der Titel dieser Wissenschaftlichen Hausarbeit. Diese steht im Bezug zum Bildungsplan für die Hauptschule. Dort steht - für das Fach Geschichte/Gemeinschaftskunde - das Thema in Klasse 9 unter der Lehrplaneinheit 3: "Deutschland unter nationalsozialistischer Herrschaft".

Ein Inhalt ist die "Entrechtung und Verfolgung der Juden zur Vernichtung". Als Hinweise werden "Konzentrations- und Vernichtungslager" genannt.

Daraus wird ersichtlich, daß diese Hausarbeit nicht der einzige Aspekt der unterrichtlichen Behandlung dieser Thematik ist, sondern nur exemplarisch diese Problematik zu beschreiben versucht.

Das KZ Buchenwald dient somit als Beispiel für alle Konzentrationslager, die das NS-Regime betrieben hat.

Das Anliegen dieser Hausarbeit ist ein zweifaches. Zum einen sollen die fachwissenschaftlichen Grundlagen dargestellt werden - welches im ersten Teil geschieht. Zum anderen sollen Handlungsmöglichkeiten für Schulklassen vor Ort erläutert werden, was im zweiten Teil nachgelesen werden kann.

Das erste Kapitel des fachwissenschaftlichen Teiles stellt einen Überblick über das System der KZs im NS-Staat dar.

Dem schließt sich die Geschichte des Konzentrationslager Buchenwalds im zweiten Kapitel an.

In Kapitel drei wird anhand dreier Forschungsschwerpunkte versucht, einen tieferen Einblick in das Lagerleben zu geben.

Der didaktische Teil dieser Arbeit, der mit grundsätzlichen Überlegungen zum Besuch von Gedenkstätten beginnt, ist ebenfalls in drei Kapitel gegliedert.

Anschließend werden didaktische Probleme der Vermittlung speziell für das KZ Buchenwald aufgezeigt, um in Kapitel drei auf die Handlungsmöglichkeiten vor Ort einzugehen.

Wenn im Rahmen dieser Wissenschaftlichen Hausarbeit die Rede von "Schüler" ist, wird damit sowohl die feminine als auch die maskuline Form gemeint und angesprochen. Ich habe mich deshalb für das einfache "Schüler" entschieden, da es die kürzeste und in meinen Augen die neutralste Fassung darstellt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort VII
Einleitung VIII
I. Fachwissenschaftliche Grundlagen
1. Überblick über das System der Konzentrationslager im NS-Staat 1
1.1 Konzentrationslager - Eine Begriffserklärung 1
1.1.1 Definition der heutigen Fachwissenschaft 1
1.1.2 Historische Betrachtung - im Sprachgebrauch der Nationalsozialisten 1
1.2 Das System der Konzentrationslager in Deutschland 2
1.3 Die drei Perioden der Konzentrationslager 3
1.3.1 Die erste Periode von 1933 bis 1936 4
1.3.2 Die zweite Periode von 1936 bis 1942 4
1.3.3 Die dritte Periode von 1942 bis 1944/45 6
1.3.4 Überblick über die Hauptlager im amtlich deutschen Herrschaftsgebiet 7
2. Das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald 9
2.1 Die Errichtung des KZ Buchenwald 1937-1939 9
2.1.1 Planungs- und Vorbereitungsphase 9
2.1.2 Aufbau des Lagers 10
2.2 Häftlingsgruppen, Einlieferungs- und Mordaktionen 1937-1941 14
2.2.1 Häftlingsgruppen in der Vorkriegszeit 14
2.2.1.1 Deutsche politische Häftlinge 14
2.2.1.2 Österreichische politische Häftlinge 15
2.2.1.3 Bibelforscher 15
2.2.1.4 BV-Häftlinge ("Berufsverbrecher") 15
2.2.1.5 ASR-Häftlinge ("Arbeitsscheu Reich") 16
2.2.1.6 Jüdische Häftlinge 17
2.2.1.7 Sinti und Roma 17
2.2.1.8 Homosexuelle 18
2.2.2 Neue Einlieferungen und Häftlingsgruppen in den ersten Kriegsjahren September 1937 bis Juni 1941 18
2.2.2.1 Aktionshäftlinge 1939 18
2.2.2.2 Tschechische Häftlinge 19
2.2.2.3 Das polnisch-jüdische Sonderlager 19
2.2.2.4 "Polnische Heckenschützen" 19
2.2.2.5 Wiener Juden 19
2.2.2.6 Weitere Transporte polnischer Häftlinge 20
2.2.2.7 Niederländische Häftlinge 20
2.3 Innere Struktur des Terrors im Lager 1937-1941 20
2.3.1 Die SS-Lagerführung 21
2.3.1.1 Abteilung I - Lagerkommandantur 21
2.3.1.2 Abteilung II - Politische Abteilung 21
2.3.1.3 Abteilung III - Schutzhaftlager 22
2.3.1.4 Abteilung IV - Verwaltung 22
2.3.1.5 Abteilung V - Sanitätswesen 22
2.3.2 Mordpraktiken 23
2.3.3 Das Strafsystem 23
2.3.3.1 Kollektivstrafen 24
2.3.3.1.1 Häftlingszählappell 24
2.3.3.1.2 Strafarbeit 24
2.3.3.1.3 Entzug des Essens 24
2.3.3.2 Einzelstrafen 24
2.3.3.2.1 Die Todesstrafe 24
2.3.3.2.2 Arrest 24
2.3.3.2.3 Morde im Bunker 25
2.3.3.2.4 Prügelstrafe 25
2.3.3.2.5 Das Pfahlbinden 25
2.4 Widerstand und Selbstbehauptung 1937-1941 26
2.5 Vernichtung durch Arbeit 1941-1945 26
2.5.1 Rüstungsbetriebe am Lager 27
2.5.1.1 Deutsche Ausrüstungswerke GmbH, Werk Buchenwald 27
2.5.1.2 Wilhelm-Gustloff-Werke Weimar, Werk II Buchenwald 27
2.5.2 Das System der Außenkommandos 27
2.5.2.1 Bahnstation Buchenwald 28
2.5.2.2 Desinfektion 28
2.5.2.3 Das Kleine Lager 28
2.5.2.4 Totaler Krieg - totale Zwangsarbeit 28
2.5.2.5 Frauenkommandos 29
2.6 Mordaktionen und Massenrepressalien 1941-1945 29
2.6.1 Der Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen 29
2.6.2 Geheimaktion 14 f 13 31
2.6.3 Hinrichtungen im Krematorium 31
2.6.4 Der transportable Galgen 31
2.6.5 Das Hygiene-Institut der Waffen SS Berlin, Abteilung für Fleckfieber- und Virusforschung Weimar-Buchenwald 31
2.6.6 Sonderaktionen, Sonderhäftlinge, Sippenhäftlinge 32
2.6.6.1 Der Mord an Ernst Thälmann 32
2.6.6.2 Tod im "Sonderlager Fichtenhain" 33
2.6.6.3 Sippenhäftlinge 33
2.6.6.4 Sonderhäftlinge des Reichssicherheitshauptamtes 33
2.7 Solidarität und Widerstand 1941-1945 34
2.7.1 Organisierte Solidarität 35
2.7.1.1 Die Solidarität für sowjetische Kriegsgefangene 35
2.7.1.2 Hilfe für Kinder und Jugendliche 36
2.7.1.3 Die Rettung alliierten Geheimdienstoffiziere 36
2.7.2 Die Organisation des Widerstandes 37
2.8 Die Befreiung 37
2.8.1 Die letzten Tage des KZ Buchenwald 37
2.8.2 Der Augenblick der Befreiung 39
2.8.3 Das befreite Lager 40
3. Forschungsschwerpunkte 42
3.1 Juden in Buchenwald 1937-1942 42
3.1.1 Vorbemerkung 42
3.1.2 Die jüdischen Häftlinge im KZ Buchenwald - ein kurzer Überblick 43
3.1.3 Judentransporte nach Buchenwald 44
3.1.4 "Juni-Aktion" 1938 45
3.1.5 Der "Fall Grün" und die Einlieferung der Juden aus Dachau im September 1938 49
3.1.6 Exzeß und Alltag 51
3.1.7 Neunter November 1939 52
3.1.8 Daten zum Schicksal der jüdischen Häftlinge - ein Chronologieversuch 54
3.2 Der Widerstand in Buchenwald 62
3.2.1 Während der Aufbauzeit 63
3.2.2 Der sogenannte "A-Fall" 64
3.2.3 Kraftquelle Solidarität 64
3.2.4 Dennoch stetiger illegaler Kampf 66
3.2.5 Das Internationale Lagerkomitee 67
3.2.6 Nationale Komitees 67
3.2.7 Die internationale Militärorganisation 68
3.2.8 Befreiung des Lagers 70
3.3 Schreiben im KZ - Die Tagebücher 70
3.3.1 Tagebücher im Lager - "Schreiben, so lange es geht" 71
3.3.2 Kampf ums Überleben - "Schau weg, wenn du einen sterben siehst" 71
3.3.3 Krankheiten - "Abgemagert bis auf die Knochen" 73
3.3.4 Jagd nach Essen - "Ich kaue meinen Hunger" 74
3.3.5 Tod ohne Würde - "Es ist bitter, nicht zu krepieren" 75
3.3.6 Träume - "Du hast uns gemordet" 76
3.3.7 Humor - "Viel davon ist Ödem" 77
3.3.8 Die SS - "Götter und Teufel" 78
3.3.9 Befreiung - "Sie sind da!" 79
II. Fachdidaktische Überlegungen
1. Der Besuch von Gedenkstätten 80
1.1 Grundlegende Bemerkungen 80
1.2 Stadtrundfahrten zu Stätten des Terrors und Widerstands 81
2. Didaktische Probleme der Vermittlung des Konzentrationslagers Buchenwald 81
2.1 Zum Umgang mit dem Nationalsozialismus an Orten des Schreckens 81
2.2 Neukonzipierung der Gedenkstätte Buchenwald 83
2.2.1 Allgemeine Bemerkungen 83
2.2.2 Überlegungen zur Veränderung der Topographie 84
2.2.2.1 Voraussetzungen 84
2.2.2.2 Gedenkstruktur 84
2.2.2.3 Geschichtsstruktur 85
2.3 Das Lagersystem zur Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald 86
2.4 Überlegungen zur Einbeziehung des SS-Bereiches 86
2.5 Pädagogische Betreuung der Besucher 87
3. Handlungsmöglichkeiten für Schulklassen vor Ort 89
3.1 Vorüberlegungen 89
3.2 Projektarbeit als pädagogisches Angebot 89
3.3 Die Idee der Projektarbeit 90
3.4 Projektthemen 91
3.5 Projektphasen 91
3.5.1 Teil 1: Vorüberlegungen 91
3.5.1.1 Vom Inhalt zum Problem 91
3.5.1.2 Von aktiver Mitarbeit zur Methodenentscheidung 92
3.5.2 Teil 2: Arbeit in der Gedenkstätte 93
3.5.2.1 Das Kennenlernen 93
3.5.2.2 Die Arbeitsphase 94
3.5.2.3 Die Gestaltungsphase 96
3.5.3 Teil 3: Nachbereitung 97
Nachwort IX
III. Nachweise
1. Quellennachweise X
2. Literaturverzeichnis X
IV. Anhang
1. Fotos XIII
2. Dokumente XV

Link zur Arbeit: http://www.diplom.de/katalog/arbeit/1165
Arbeit zitieren: Riedel, Steffen Januar 1996: Das nationalsozialistische Konzentrationslager Buchenwald, Hamburg: Diplomica Verlag
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