Bachelor + Master Publishing
765 Bachelorarbeiten, 508 Masterarbeiten, 10.071 Diplomarbeiten

Renaturierung der Nebenflüsse der oberen Oste

Renaturierung der Nebenflüsse der oberen Oste
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian Strubenhoff
  • Abgabedatum: Januar 2008
  • Umfang: 275 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordostniedersachsen, Standort Buxtehude Deutschland
  • Bibliografie: ca. 56
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1386-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Strubenhoff, Florian Januar 2008: Renaturierung der Nebenflüsse der oberen Oste, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Renaturierung, Wasserbau, Gewässerentwicklungplan, WRRL, Wasserrahmenrichtlinie

Diplomarbeit von Florian Strubenhoff

Einleitung:

In den letzten Jahrhunderten fand eine weit reichende landschaftliche Umgestaltung des norddeutschen Raumes statt. Heideflächen wurden in Ackerland umgewandelt, Sumpfgebiete entwässert und Bäche und Flüsse aus ihrem natürlich mäandrierenden Verlauf heraus begradigt. Eine Vielzahl ursprünglich häufig anzutreffender Tier und Pflanzenarten sind dadurch sehr selten geworden oder sogar vollständig aus der Region verschwunden.

Weitestgehend sind diese durchgeführten Veränderungen derzeitig unumkehrbar da die gewonnen Flächen einer meist intensiven Nutzung unterliegen, hinsichtlich der begradigten Flüsse bietet es sich jedoch aus mehreren Gründen an eine Entwicklung in Maßen zuzulassen. In der Vergangenheit fand hier oft eine aus heutiger Sicht übertriebene Regulierung statt, die Biologie des Gewässers blieb dabei meist völlig unbeachtet.

Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann in diesem Bereich oftmals schon sehr viel erreicht werden, wie weit die Entwicklungen dabei von einem naturfernen Kanal zu einem natürlichen Bachlauf gehen können ist im wesentlichen Teil von der Auennutzung abhängig. Desto intensiver diese stattfindet und je höher die Bedenken hinsichtlich des Hochwasserschutzes eingestuft werden müssen, desto weniger Entwicklungspotential kann schließlich umgesetzt werden. Ein Gewässerentwicklungsplan dient dazu dieses Potential abzuschätzen und Maßnahmen aufzuzeigen das Fließgewässer und seine Aue so weit wie möglich in die Richtung seiner natürlichen Form zu entwickeln. Das Ergebnis wird dabei in den meisten Fällen ein naturnahes Gewässer sein, welches zwar nicht das ökologische Optimum darstellt, jedoch weiterhin eine Nutzung der Auenlandschaft zulässt und in den Rahmen einer finanziellen Umsetzbarkeit fällt. Diese Diplomarbeit wird einen solchen Gewässerentwicklungsplan aufstellen.

Gegenstand der Betrachtung sind dabei drei Nebenflüsse der oberen Oste, der Kuhbach, der Kalber Bach sowie der Alpershausener Mühlenbach. Alle drei Gewässer weisen eine starke Ähnlichkeit in ihrer Auennutzung auf und sind über den größten Teil ihres Laufes begradigt, zudem liegt teils eine kritische Belastung der Gewässergüte durch Nähr und Schadstoffeinträge vor.

Die Abwicklung der Diplomarbeit teilt sich dabei in zwei wesentliche Bereiche auf, im ersten Teil werden allgemeingültig die Rahmenbedingungen, die zukünftige Unterhaltungspraxis sowie der Hochwasserschutz behandelt. Eine Erläuterung über Störeinflüsse und das aufzeigen von Möglichkeiten zu ihrer Behebung fällt ebenfalls in diesen ersten Bereich.

Im zweiten Teil der Anfertigung findet dann eine praktische Anwendung dieser Lösungsvorschläge auf die untersuchten Gewässer statt, dieser wird die Formulierung eines Leitbildes und eine örtliche Untersuchung der einzelnen Fließgewässer vorausgehen. Eine umfangreiche Fotodokumentation, einzelne Videoaufnahmen, sowie die Anfertigung begleitender Zeichnungen sollen diesen zweiten und wesentlichen Teil der Arbeit ergänzen und abrunden helfen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Inhaltsverzeichnis S.2-4
2. Vorwort und Aufgabenstellung S.5-6
3. Rahmenbedingungen S.7- 24
3.1 Gesetzliche Grundlagen S.7-22
3.1.1 EG-Wasserrahmenrichtlinie S.7-12
3.1.2 Niedersächsisches Wassergesetz (NWG) S.13-15
3.1.2.1 Einleitung S.13
3.1.2.2 Gewässernutzung S.14
3.1.2.3 Gewässerrandstreifen S.15
3.1.3 Niedersächsisches Naturschutzgesetz S.16-20
3.1.3.1 Einleitung S.16
3.1.3.3 Ausgleichs und Ersatzmaßnahmen S.16-17
3.1.3.4 Schutzgebiete S.17-20
3.1.4 Niedersächsisches Fischereigesetz S.21-22
3.2 Lokale Randbedingungen S.23-24
3.2.1 Allgemeines S.23
3.2.2 Flächennutzung S.23-24
4. Konfliktdarstellung S.25-52
4.1 Durchgängigkeit S.26-35
4.1.1 Verrohrungen S.26-28
4.1.2 Sohlbauwerke S.29-30
4.1.3 Brückenbauwerke S.31-32
4.1.4 Größere Höhenunterschiede S.33-34
4.1.6 Teichanlagen im Fließgewässerverlauf S.35
4.2 Einleitungen durch Schad- oder Nährstoffe S.36-40
4.2.1 Verunreinigungen durch Teichkläranlagen S.36
4.2.2 Einleitungen aus Agrarnutzung S.37-40
4.3 Strukturgüte S.41-52
4.3.1 Mäanderverlauf S.42-45
4.3.2 Querschnittsprofil S.46-49
4.3.3 Randstreifen und Ufervegetation S.50-52
5. Zukünftige Gewässerunterhaltung S.53-62
5.1 Erstellung eines Unterhaltungszeitplanes S.53
5.2 Methoden und Geräte zur Gewässerunterhaltung S.54
5.3 Anfallende Arbeiten an einem Gewässer S.55
5.4 Maßnahmen zur schonenden Gewässerunterhaltung S.56-59
5.5 Vor und Nachteile einer natürlichen Gewässerentwicklung auf die Unterhaltung S.60
5.6 Zuständigkeitsbereich und derzeitige Finanzierung der Unterhaltungsverbände S.61
5.7 Mögliche zukünftige Art der Finanzierung eines Unterhaltungsverbandes S.62
6. Hochwasserschutz S.63-64
7. Gewässerentwicklungsplan Kuhbach S.65-173
7.1 Allgemeine Beschreibung des Gewässers S.65-69
7.2 Leitbild für den Kuhbach S.70-71
7.3 Ermittlung des IST-Zustandes S.72-129
7.3.1 Gewässergüte und Gewässerstruktur S.72-77
7.3.2 Ermittlung der Fischvorkommen aus einem Fischkataster S.78-79
7.3.3 Örtliche Begehung S.80-129
7.4 Ermittlung des SOLL-Zustandes S.130-145
7.4.1 Maßnahmenkatalog S.130-144
7.4.2 Hochwasserschutz S.145
7.5 Ermittlung des Fließgewässerverlaufes S.146-173
8. Gewässerentwicklungsplan Kalber Bach S.174-204
8.1 Allgemeine Beschreibung des Gewässers S.174-177
8.2 Leitbild für den Kalber Bach S.178
8.3 Ermittlung des IST-Zustandes S.179-195
8.3.1 Gewässergüte und Gewässerstruktur S.179-180
8.3.2 Ermittlung der Fischvorkommen aus einem Fischkataster S.180-181
8.3.3 Örtliche Begehung S.181-195
8.4 Ermittlung des SOLL-Zustandes S.196-198
8.4.1 Maßnahmenkatalog S.196-197
8.4.2 Hochwasserschutz S.198
8.5 Ermittlung des Fließgewässerverlaufes S.199-204
8.5.1 Abschnitt I S.199-201
8.5.2 Abschnitt II S.202-204
9. Gewässerentwicklungsplan Alpershausener Mühlenbach S.205-266
9.1 Allgemeine Beschreibung des Gewässers S.205-208
9.2 Leitbild für den Alpershausener Mühlenbach S.209
9.3 Ermittlung des IST-Zustandes S.210-245
9.3.1 Gewässergüte und Gewässerstruktur S.210-211
9.3.2 Ermittlung der Fischvorkommen aus einem Fischkataster S.212-213
9.3.3 Örtliche Begehung S.214-245
9.4 Ermittlung des SOLL-Zustandes S.246-251
9.4.1 Maßnahmenkatalog S.246-250
9.4.2 Hochwasserschutz S.251
9.5 Ermittlung des Fließgewässerverlaufes S.252-266
10. Umsetzungskonzepte S.267-271
10.1 Ausgleichs und Ersatzmaßnahmen S.267-270
10.2 Bachpatenschaften S.271
10.3 Sponsorenverträge S.271
11. Quell und Literaturverzeichnis S.272-275

Textprobe:

Kapitel 8, Gewässerentwicklungsplan für den Kalber Bach:

Allgemeine Beschreibung des Gewässers:

Verlauf des Kalber Baches und Nutzung im Auenbereich :

Die Quellregion des Kalber Baches befindet sich im Kallmoor, sie besteht dabei aus zwei zusammentreffenden Entwässerungsgräben, ab hier ist eine deutliche Wassermasse erkennbar und der NLWKN nimmt hier erstmals eine Einschätzung der Strukturklasse vor.

Im weiteren Verlauf stoßen eine Vielzahl weiterer Gräben hinzu und die Wassermassen des Kalber Baches vergrößern sich rasch.

In seinem Unterlauf fließt der Bach nahe der Ortschaft Kalbe, jedoch bis auf einzelne Bebauungen nie so nahe das eine größere Gefahr hinsichtlich des Hochwasserschutzes besteht.

Die Nutzung der Auefläche ist bis auf den Bereich des Sumpfgebietes und einem kleinen Waldstück im Mündungsbereich landwirtschaftlich geprägt, hierbei liegt eine Mischung zwischen Grünlandnutzung und Ackerland vor. Auffällig ist eine Asphaltstraße welche in einem weiten Teil direkt neben dem Gewässer verläuft.

Wassertechnische Daten:

Die Gesamtlänge des Flusses von der Quelle bis zur Mündung beträgt 4,68 km, das Gewässer hat dabei eine Einzugsfläche von 18,85km². Der natürliche Bodenaufbau im Bereich des Kalber Baches besteht im wesendlichen aus Geschiebelehm, vereinzelt können Sand oder Moorbereiche vorkommen.

Der Kalber Bach ist größtenteils als ein Gewässer zweiter Ordnung eingestuft.

Historische Entwicklung:

Wie bei anderen Bachläufen der Region liegen erste Lageplanaufzeichnungen aus dem Jahr 1769 vor, welche im Rahmen der Kurhannoverschen Landesaufnahme angefertigt wurden. Der Kalber Bach hat zu diesem Zeitpunkt eine deutlich kürzere Gesamtlänge und ist sogar kürzer als der in der späteren Begehung gebildete letzte Abschnitt. Als Auennutzung liegen Viehwiesen sowie Waldfläche vor, auffällig ist das im Bereich des später gebildeten Laufes bereits zu diesem Zeitpunkt Weideflächen vorliegen. So das vermutet werden kann das eine Verlängerung des Laufes zunächst zur Entwässerung dieser durchgeführt wurde. Die Laufform selber ist ausgeprägt mäandrierend, weißt jedoch keine Todarme oder Verzweigungen auf.

Hundertachtzehn Jahre später im Zuge der königlich preußischen Landesvermessung ist eine Verlängerung bis kurz vor das Kallmoor erkennbar und die Erschließungsstraße parallel zum Kalber Bach ist gebaut. Der mäanderförmige Verlauf ist weitestgehend begradigt und entspricht bis auf wenige Abweichungen seiner heutigen Form. Eine Vielzahl von Entwässerungsgräben sorgt zudem dafür dass sich die Wassermassen und das Einzugsgebiet deutlich erhöht haben.

Spätere Entwicklungen bis zum heutigen Zeitpunkt werden aus eine topographischen Karte aus dem Jahre 2001 sichtbar, der Verlauf wurde hier noch bis ins Kallmoor verlängert und Teile des vorhandenen Verlaufes wurden weiter begradigt. Ein später errichteter Sohlabsturz zur Gefälleregulierung wurde in den letzten Jahren abgerissen und durch eine durchgängige Feldsteinschützung ersetzt.

Leitbild für den Kalber Bach:

Oberer Abschnitt:

Die Ausdehnung des Everstorfer Moores reicht hier wieder bis an den Bachverlauf heran, so dass in diesem Abschnitt sehr sumpfartige Strukturen vorliegen. Insbesondere die Seitengräben sind kaum noch als solche zu erkennen und auch der Kalber Bach selber stellt infolge langjähriger Ablagerungen nur noch eine oberflächennahe Vertiefung da. Wassermassen entweichen häufig auf den Auenbereich und es hat sich ein Erlen-Birken-Bruchwald gebildet. Moorbirken (Betula pubescens) sind dabei vor allem auf der zum Dorf zugewandten etwas trockeneren Seite zu finden, während auf der Seite des Everstorfer Moores Schwarzerlen (Alnus glutinosa) überwiegen. In diesem Erlenbruchwald ist auch ein ausgiebiger Unterwuchs die so genanten Krautschicht zu finden, diese wird durch verschiedene Seggenarten wie die Walzen Segge (Carex elongata) oder die Sumpf Segge (Carex acutiformis) gebildet.

Durch abgestorbene Pflanzereste kommt es im gesamten Bereich zur Bildung einer Torfschicht. Wichtige Tierarten in diesem Abschnitt sind vor allem verschiedene Amphibienarten wie der Moorfrosch (Rana arvalis) oder der Springfrosch (Rana dalmatina) welche wiederum die Nahrungsgrundlage für den Schwarzstorch (Ciconia nigra) sowie teilweise für den Kranich (Grus Grus) bilden.

Insbesondere durch die Einsenkungen im Kallmoor aus Torfabbau sind hier eine Vielzahl von Dauervernässten Tümpeln zu finden die eine wichtige Laichstätte für die unterschiedlichen Amphibienarten darstellen.

Durch den nur sehr allmählichen Wasserabfluss aus diesem Gebiet entsteht hier eine dauernasse Zone welche durch ihre Speichermöglichkeit Hochwasserereignisse stark abdämpft.

Unterer Abschnitt:

Im unteren Abschnitt findet ein langsamer Wandel der oberen Strukturen statt, allmählich wird hier der Bruchwald durch einen Traubenkirschen-Erlen-Eschenmischwald (Pruno-Faxinetum) ersetzt. Im nahe gelegenen Bachumfeld sind dabei Schwarzerlen (Alnus glutinosa) sowie größere Bestände an verschiedenen Weidenarten zu finden, wie die Grauweide (Salix cinerea) und die Ohrweide (Salix aurita). Auf der zum Dorf zugewandten Seite schließt sich ein Eichen-Birken-Mischwald an.

Die Fließgewässerform selber ist ausgeprägt mäanderförmig mit nur einem geringen Längsgefälle, wodurch es im Jahreszeitlichen Wechsel häufig zu Überschwemmungen des Auenbereiches kommt. Das Gewässer ist hier durch eine Abwechselung von Kolk und Furt Bereichen geprägt und der Bodengrund ist kiesig bis sandig, vereinzelte Todholzstrukturen sorgen dafür dass in diesem Umfeld Nährstoffe zurück gehalten werden und so gute Lebensbedingungen für Wirbellose bestehen. Durch umgestürzte Bäume kommt es an verschiedenen Stellen immer wieder zu einem Wandel des Laufes und zur Bildung biologisch wichtiger Todarme, Gewässerverzweigungen und Insellagen.

Ein im Bereich der Gleitufer sowie Seitengräben ausgeprägter Röhrichtwuchs besteht weitestgehend aus Arten wie dem Rohrkolben (Typha) oder dem Schilfrohr (Phragmites australi). Insbesondere die trockeneren Stellen in einigen teilsverlandeten Seitenarmen stellen hier einen wichtigen Brutraum für verschiedene Vogelarten wie den Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) oder die Rohrammer (Emberiza schoeniclus) da.

Der Kranich (Grus Grus) findet in diesem Umfeld ebenfalls gute Lebensbedingeungen vor welcher nun auch das Umfeld des Kalber Baches als dauerhaften Lebensraum nutzt. An einigen kiesigen Stellen stellt der Bach einen wichtigen Laichplatz für Bachforellen (Salmo trutta) da. Im Auenbereich sind einige Bauten von Fischottern (Lutra lutra) zu finden welche vorwiegend die Oste als Jagdrevier nutzen.

In der Insektenwelt sind verschiedene Arten von Köcherfliegen (Trichoptera) und Libellenarten (Odonata) zu finden.

Der Kalber Bach ist in der Lage Wassermassen sehr reduziert über einen längeren Zeitraum an die Oste abzugeben, etwaige Hochwasserwellen werden so durch eine zunächst lokale Ausbreitung der Wassermassen in den Auenbereich des Baches in ihrer Wirkung reduziert.

Ermittlung des IST-Zustandes:

Gewässergüte und Gewässerstruktur:

Gewässergüte des Kalber Baches:

Eine Zusammenfassende Beschreibung der Gewässergüte des Kalber Baches in seinem Verlauf findet sich im Gewässergütebericht Elbe 2000. Die darin verwendeten Daten entstammen aus dem Jahr 1990.

Diese Beschreibung soll hier zunächst wiedergegeben werden, auch werden dort bereits bestimmte Störeinflüsse und Ursachen genannt, dort heißt es.

"Der Kalber Bach besitzt eine begradigte Linienführung mit einer mehr oder weniger einheitlichen Querschnittsgestaltung und einer steilen, z.T. hohen Böschung. Die Ufer sind abschnittsweise mit Faschinen befestigt und ein Ufergehölz fehlt meist. Auf Grund der fehlenden Beschattung kommt es streckenweise zu einer starken Pflanzenentwicklung im Wasser. Insgesamt betrachtet ist der Kalber Bach als naturfern zu bezeichnen.

Die Untersuchungen der Besiedelung 1990 ergaben oberhalb von Kalbe und oberhalb der Teichkläranlage keine gravierenden Veränderungen gegenüber vorhergehenden Untersuchungen. Damit entspricht der Bach oberhalb von Kalbe der Gewässergüteklasse II-III, an der Grenze zur Klasse II, und bei Kalbe der Güteklasse II.

Im weiteren Verlauf unterhalb des Ablaufes der Teichkläranlage deutete sich gegenüber früheren Untersuchungen eine geringfügige Verbesserung der Güteverhältnisse an. Während bei den Verschmutzungsindikatoren ein Rückgang zu verzeichnen war, konnten drei Arten von Eintagsfliegen erstmals in diesem Bereich festgestellt werden. Das Gewässer entspricht dort der Gewässergüteklasse II-III, an der Grenze zur Güteklasse II".

Insgesamt betrachtet steht der Kalber Bach also hinsichtlich der Gewässergüte etwas besser da als der bereits untersuchte Kuhbach, da er sich weitestgehend an der Grenze zur Gewässergüte II bewegt. Auch die im weiteren noch folgenden Daten des Fischkatasters machen dieses deutlich. Auffällig ist das die Teichkläranlage nicht wie bei anderen untersuchten Gewässern als besonders starke Verschmutzungsquelle hervorgehoben wird. Zwar geht von ihr eine Belastung aus nur scheint diese im Vergleich zu anderen Anlagen nicht so groß zu sein.

Arbeit zitieren:
Strubenhoff, Florian Januar 2008: Renaturierung der Nebenflüsse der oberen Oste, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Renaturierung, Wasserbau, Gewässerentwicklungplan, WRRL, Wasserrahmenrichtlinie

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren