Optimierungsmöglichkeiten einer Arztpraxis
Grundlagen und Praxisbeispiel
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Timo Nowak
- Abgabedatum: Februar 2008
- Umfang: 185 Seiten
- Dateigröße: 6,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Gießen-Friedberg Deutschland
- Bibliografie: ca. 125
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1179-4
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Nowak, Timo Februar 2008: Optimierungsmöglichkeiten einer Arztpraxis, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gesundheitswesen, Organisation, Arztpraxis, Optimierung, Patientenorientierung
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Diplomarbeit von Timo Nowak
Problemstellung:
Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, welche Optimierungsmöglichkeiten Arztpraxen haben, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Aufgrund des komplexen Themas und der Menge an verschiedenen Ansatzpunkten, wurde der Themenschwerpunkt in 6 zentrale Bereiche gegliedert.
Streng genommen sind Arztpraxen nichts anderes als kleine Dienstleistungsunternehmen. In hohem Maße sind sie von den gegebenen Rahmenbedingungen, vom Arzt und seinen unternehmerischen Fähigkeiten, sowie seinen Mitarbeitern abhängig. Eine patientenzentrierte Sichtweise sollte dabei immer von großer Bedeutung sein.
Welche Rolle die Planung und die Aufstellung von Strategien und Zielen spielt, soll angesprochen werden. Genauso wie die Wichtigkeit von Kontrollinstrumenten, anhand derer, die Praxis, die Zielerreichung messen kann.
In Bezug auf die Rahmenbedingungen ist zu untersuchen, was Arzt und Praxisteam unternehmen können, um diese weiter zu verbessern bzw. die gegebenen Rahmenbedingungen besser zu nutzen. Dazu gehört die Analyse des Praxisstandortes, genauso, wie die räumliche Gestaltung, Aufteilung und die Ausstattung mit medizinischen Geräten und EDV.
Ein entscheidender Faktor um Arbeitsabläufe zu erleichtern und mit ihnen Zeit und Kosten einzusparen, ist die Organisation. In einer gut organisierten Arztpraxis treten seltener Fehler auf, was wiederum zur Kostensenkung beiträgt. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen Aufbau- und Ablauforganisation, die durch ihre betriebswirtschaftliche Ausrichtung einen Beitrag dazu leisten können, eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.
Der Erfolg einer Arztpraxis ist abhängig von den dort arbeitenden Personen. Es soll untersucht werden, was der Arzt hinsichtlich der Personalführung und seiner eigenen Arbeitsweise unternehmen kann, um das Engagement und die Motivation der Mitarbeiter zu steigern.
Kein Unternehmen kann ohne Kunden bestehen, darum ist ein wichtiger Teil der Arbeit auf die Patienten der Arztpraxis gerichtet. Hier wird es vor allem darum gehen, wie Patienten an die Praxis gebunden werden können.
Marketing ist ein, für Arztpraxen, relativ neues Gebiet. Darum sollen hier Möglichkeiten dargestellt werden, wie die Praxen für sich werben können. Es soll kurz erläutert werden, welche Aspekte bei der Erstellung eines Marketingkonzepts zu beachten und welche Marketingmaßnahmen sinnvoll sind.
In Bezug auf diese Untersuchungsziele sind folgende Fragen zu beantworten: Was unterscheidet erfolgreiche von weniger erfolgreichen Arztpraxen? Welchen Stellenwert haben Planung und das Aufstellen von Strategien / Ziele? Wie können die beeinflussbaren Rahmenbedingungen verbessert werden und wie können nicht beeinflussbare genutzt werden? Welche Optimierungsspielräume hat die Arztpraxis im Hinblick auf ihre Aufbau- und Ablauforganisation? Was kann im Rahmen der Mitarbeiterführung getan werden, damit das Praxisteam produktiver und motivierter arbeitet und die Potentiale der Mitarbeiter im Sinne der Praxis genutzt werden können? Wie kann eine langfristige Patientenbindung erreicht werden und welche Aspekte spielen eine Rolle, um aus Patienten, begeisterte, aktive Empfehler zu machen? Welche Marketingmaßnahmen können von Arztpraxen durchgeführt werden und was ist dabei zu beachten? Welche Optimierungspotentiale hat die, an dieser Arbeit mitwirkende, Arztpraxis in den einzelnen Teilbereichen?
Gang der Untersuchung:
Die Beantwortung der Fragestellung erfolgt im ersten Teil der Arbeit anhand einer Literatur und Datenrecherche im Internet. Die Analyse der Literatur und Internetquellen dient dazu, einen Überblick zu gewinnen, welche Möglichkeiten ein Arzt hat, sein Unternehmen Arztpraxis erfolgreicher und zukunftssicher zu machen. Es werden Beispiele und Lösungswege dargestellt, die eine erfolgreiche Arztpraxis ausmachen können. Dabei wird auf die, im vorangegangenen Teil angesprochenen, Fragestellungen zurückgegriffen.
Der zweite, praktische, Teil der Arbeit soll anhand einer ortsansässigen Arztpraxis zeigen, welche Möglichkeiten diese hat, ihr Unternehmen zu optimieren. Zentral sind hierbei Interviews und Gespräche mit dem Praxisinhaber und den dort arbeitenden Mitarbeitern. Durch Analyse der Räumlichkeiten und technischen Geräte (insbesondere der EDV-Lösungen) sollen konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, um damit die Rahmenbedingungen der Praxis zu verbessern.
Vor Ort soll beobachtet werden, wie die Abläufe in der Praxis organisiert und strukturiert sind. Diese Beobachtungen werden in Gesprächen mit den Mitarbeitern der Praxis hinterfragt, um letztendlich geeignete Vorschläge machen zu können, wie die Ablauforganisation optimiert werden kann.
Im Rahmen des Unterkapitels, welches sich mit den Mitarbeitern beschäftigt, soll durch eine Mitarbeiterbefragung die aktuelle Situation und Zufriedenheit der Praxisteams festgestellt werden. So können gezielt Verbesserungsvorschläge angeboten werden.
Patienteninterviews sollen zeigen, an welchen Punkten es aus Sicht der Patienten, in der Praxis mangelt und wie zufrieden sie mit dieser sind. Anhand dessen sollen einige Vorschläge unterbreitet werden, wie die Patientenzufriedenheit und die Patientenbindung gesteigert werden könnte.
Im letzten Unterabschnitt, des dritten Kapitels, wird anhand der bisherigen Marketingaktivitäten der Praxis versucht, Vorschläge zu unterbreiten, was verbessert oder neu eingeführt werden kann.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 6 | |
| 1. | Zur Situation der niedergelassenen Ärzte im Gesundheitswesen | 7 |
| 1.1 | Das Untersuchungsziel | 13 |
| 1.2 | Methodisches Vorgehen | 15 |
| 1.3 | Zum Aufbau der Arbeit | 16 |
| 2. | Grundlagen: Die „ideale Arztpraxis“ als Sollkonzeption | 19 |
| 2.1 | Planung, Strategien und Ziele als Erfolgsfaktoren | 19 |
| 2.1.1 | Das Praxisleitbild als Ausgangspunkt | 20 |
| 2.1.2 | Keine Planung ohne Ziele! | 22 |
| 2.1.3 | Planungssteuerung und Überwachung | 23 |
| 2.2 | Die Rahmenbedingungen für sich nutzen und gestalten | 27 |
| 2.2.1 | Auswahl und Analyse des Praxisstandorts | 27 |
| 2.2.2 | Die Praxisräume Anordnung, Zugang und Gestaltung | 29 |
| 2.2.3 | Praxisausstattung | 31 |
| 2.3 | Praxisorganisation | 33 |
| 2.3.1 | Aufbauorganisation | 34 |
| 2.3.2 | Ablauforganisation | 35 |
| 2.3.3 | Methoden und Instrumente | 36 |
| 2.3.4 | Bestellsystem und Sprechstundenregelungen | 38 |
| 2.3.5 | Selbstorganisation des Arztes | 40 |
| 2.4 | Das Praxisteam, der Arzt und seine Mitarbeiter | 42 |
| 2.4.1 | Mitarbeiterauswahl | 43 |
| 2.4.2 | Mitarbeiterqualifizierung oder Personalentwicklung | 44 |
| 2.4.3 | Mitarbeiterführung | 45 |
| 2.4.4 | Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation | 47 |
| 2.5 | Patientenorientierung in der Arztpraxis | 51 |
| 2.5.1 | Der zufriedene Patient | 52 |
| 2.5.2 | Wie Patientenzufriedenheit gemessen wird | 53 |
| 2.5.3 | Patientengerechte Beratung und Information | 55 |
| 2.5.4 | Serviceleistungen für Patienten | 56 |
| 2.6 | Marketing in der Arztpraxis | 58 |
| 2.6.1 | Rechtliche Regelungen die zu beachten sind | 59 |
| 2.6.2 | Patientenorientierter Marketingmix | 63 |
| 2.6.3 | Corporate Identity | 65 |
| 2.6.4 | Internethomepage | 66 |
| 3. | Praxisbeispiel: Allgemeinarztpraxis M in Wetzlar | 69 |
| 3.1 | Planung, Strategien und Ziele, wie wird in der Praxis geplant? | 70 |
| 3.1.1 | Verbesserungsvorschläge | 71 |
| 3.1.1.1 | Stärken und Schwächen erkennen (SWOT-Analyse) | 71 |
| 3.1.1.2 | Ein Leitbild erarbeiten | 72 |
| 3.1.1.3 | Ziele regelmäßig definieren und kontrollieren | 75 |
| 3.2 | Rahmenbedingungen der Arztpraxen | 78 |
| 3.2.1 | Optimierungsvorschläge zu den Rahmenbedingungen | 79 |
| 3.2.1.1 | Analyse des Standorts | 79 |
| 3.2.1.2 | Verbesserung des Zugangs für behinderte und älterePatienten | 80 |
| 3.2.1.3 | Einführung eines Pendelsystems | 81 |
| 3.2.1.4 | Regelmäßige Wartung der Geräte | 82 |
| 3.2.1.5 | Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit den Geräten | 82 |
| 3.2.1.6 | Bestehende Praxissoftware optimal nutzen | 83 |
| 3.2.1.7 | Nützliche Computerprogramme einsetzen | 84 |
| 3.3 | Verbesserungsvorschläge zur Organisation der Arztpraxis | 86 |
| 3.3.1 | Aufbauorganisation der Arztpraxis | 87 |
| 3.3.1.1 | Erstellen eines Organigramms | 88 |
| 3.3.1.2 | Arbeitsplatzbeschreibungen | 89 |
| 3.3.1.3 | Ernennung einer Erstkraft/ Praxismanagerin | 91 |
| 3.3.2 | Ablauforganisation der Arztpraxis | 91 |
| 3.3.2.1 | Standardisieren der Abläufe | 92 |
| 3.3.2.2 | Flussdiagramme zur Visualisierung | 93 |
| 3.3.2.3 | Checklistenmethode | 95 |
| 3.3.2.4 | Clusterbildung um Zeit zu sparen | 97 |
| 3.3.2.5 | Einführung eines Anamnesebogens | 98 |
| 3.3.3 | Sprechstundenregelungen in der Praxis | 99 |
| 3.3.3.1 | Gestaltung der offenen Sprechstunden | 101 |
| 3.3.3.2 | Einführung terminierter Sprechstunden | 102 |
| 3.3.3.3 | Einführung einer Telefonsprechstunden | 103 |
| 3.3.4 | Das Selbst- und Zeitmanagement des Arztes | 104 |
| 3.3.4.1 | Anwendung einfacher Regeln um Zeit zu sparen | 105 |
| 3.3.4.2 | Delegieren von Aufgaben | 107 |
| 3.4 | Das Praxisteam | 109 |
| 3.4.1 | Wie in Zukunft der richtige Mitarbeiter gefunden werden kann | 110 |
| 3.4.2 | Gezielte Qualifizierung einzelner Mitarbeiter | 112 |
| 3.4.3 | Optimierung der Mitarbeiterführung und Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung | 113 |
| 3.4.3.1 | Regelmäßige Teambesprechungen | 117 |
| 3.4.3.2 | Einführung eines betrieblichenVorschlagswesen | 119 |
| 3.4.3.3 | Situativ und Kooperativ Führen mit Zielvereinbarungen | 120 |
| 3.4.4 | Die Mitarbeiterzufriedenheit steigern und festigen | 123 |
| 3.4.4.1 | Leistungsanreize schaffen | 124 |
| 3.4.4.2 | Annerkennung und konstruktive Kritik | 125 |
| 3.4.4.3 | Job Rotation, Job Enrichtment und Job Enlargement | 127 |
| 3.5 | Die Patientenorientierung in der Arztpraxis | 129 |
| 3.5.1 | Ergebnisse der Patienteninterviews | 130 |
| 3.5.2 | Patientenzufriedenheit steigern | 133 |
| 3.5.2.1 | Regelmäßige Patientenbefragungen | 133 |
| 3.5.2.2 | Einführung eines Beschwerdemanagements | 134 |
| 3.5.2.3 | Kommunikationsschulung | 136 |
| 3.5.2.4 | Das Wartezimmer gestalten | 138 |
| 3.5.2.5 | Recallservice | 140 |
| 3.5.2.6 | Serviceangebote für Patienten im Internet | 142 |
| 3.6 | Das bisherige Marketing der Praxis | 146 |
| 3.6.1 | Wie das Marketing optimiert werden kann | 147 |
| 3.6.1.1 | Individuelle Patientenbroschüren/ -informationen | 147 |
| 3.6.1.2 | Einführung einer Corporate Identity | 149 |
| 3.6.1.3 | Aufbau einer Homepage | 150 |
| 3.6.1.4 | Public Relation und Werbung | 153 |
| 4. | Ergebnisse und Ausblick | 155 |
| 4.1 | Beantwortung der Fragen des Untersuchungsziels | 155 |
| 4.2 | Ausblick auf die zukünftige Entwicklung | 159 |
| Quellenverzeichnis | 161 | |
| Anhang | 172 |
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