Interne Kommunikation als Erfolgsfaktor
- Art: Studienarbeit
- Autor: Oliver Westphal
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 43 Seiten
- Dateigröße: 511,7 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
- Bibliografie: ca. 50
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1119-0
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Westphal, Oliver März 2006: Interne Kommunikation als Erfolgsfaktor, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmenskommunikation, Erfolgsdeterminanten, Mitarbeiterkommunikation, Change Management, Kommunikationspolitik
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Studienarbeit von Oliver Westphal
Problemstellung:
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Umweltdynamik aufgrund von Globalisierungs- und Konsolidierungsprozessen und des hiermit einhergehenden erhöhten Wettbewerbdrucks sehen sich Unternehmen gezwungen, permanent Änderungsprozesse zu vollziehen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen bzw. zu erhalten. Diese Änderungsprozesse erfolgen sowohl auf der kulturellen als auch auf der strukturellen Ebene und haben in den vergangenen Jahren einen enormen Anstieg sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihren Ausmaßen erfahren. Zur erfolgreichen Durchführung dieser Wandlungsprozesse bedarf es der aktiven Mitgestaltung durch die Mitarbeiter. Erschwerend wirkt auf den Erfolg dieser Veränderungsprozesse die branchenübergreifend zu konstatierende rückläufige Identifikation von Mitarbeitern mit ihren Unternehmen ein. Diese und weitere Entwicklungen haben dazu geführt, dass die unternehmensinterne Kommunikation in den vergangenen Jahren eine zunehmende Bedeutung in der betrieblichen Praxis sowie der betriebswirtschaftlich orientierten Literatur beigemessen wurde.
Das Spektrum der für die unternehmensinterne Kommunikation angeführten Zielwirkungen reicht neben der Handlungskoordination derzeit von der Vermittlung relevanter Informationen und der positiven Beeinflussung der Motivation und des Unternehmensimages der Mitarbeiter bis hin zu Wirkungen auf der Handlungsebene in Form der Erzielung von Engagement, Leistungsbereitschaft sowie der mitarbeiterseitigen Unterstützung von Veränderungsprozessen. In diesem Kontext avancierte die unternehmensinterne Kommunikation in der Einschätzung einer Vielzahl von Autoren der betriebswirtschaftlichen Literatur zum strategischen Erfolgsfaktor.
Nichtsdestotrotz erfolgt jedoch die Beschäftigung mit den innerhalb eines Unternehmens stattfindenden kommunikativen Prozessen in Wissenschaft und Praxis oftmals mit einer der Bedeutung dieser Thematik nicht angemessenen Unschärfe. Abgesehen von quantitativen Aspekten, wie Häufigkeit und Richtung kommunikativer Aktivitäten finden viele kommunikationsrelevante Aspekte in der wissenschaftlichen Literatur sowie in der betrieblichen Praxis oftmals keine Berücksichtigung. Darüber hinaus erfährt die systematische Gestaltung der unternehmensinternen Kommunikation in der betrieblichen Praxis nach wie vor vielfach eine Vernachlässigung. Wenngleich vor dem Hintergrund des Einzugs von Kommunikations- und Informationstechnologien in die Organisationen die Diskussion der wirtschaftlichen Entscheidungsträger maßgeblich von der Frage nach einem effizienten und effektiven Einsatz und Gestaltung der Kommunikationsmedien geprägt ist, sind jedoch kommunikationsbezogene Herausforderungen von Organisationen nicht ausschließlich technologischer Natur. Vielmehr ist dem sozialpsychologischen Konstrukt Kommunikation in seiner Komplexität Rechnung zu tragen und zu berücksichtigen, dass weder die Zuweisung von einheitlicher Bedeutung zu einem Signal durch die Kommunikationsbeteiligten, noch die Akzeptanz des Botschaftsinhalts durch den Rezipienten, noch die Erzielung der intendierten Wirkungen auf kognitiver, affektiver und konativer Ebene als gegeben vorausgesetzt werden können. Dies wird jedoch implizit in einer Vielzahl von Publikationen unterstellt.
Aus dem dargestellten Zusammenhang ergibt sich folgende Problemstellung, welche dieser Arbeit zu Grunde gelegt wird:
- Welchen Beitrag kann die unternehmensinterne Kommunikation zum Unternehmenserfolg leisten?
- Welche Erfolgstreiber bestehen für den Kommunikationserfolg?
- Welche Determinanten wirken auf den Kommunikationserfolg ein?
Gang der Untersuchung:
Wenngleich unter dem Begriff „interne Kommunikation“ semantisch die Gesamtheit organisationsinterner Kommunikation zu fassen ist, soll in dieser wissenschaftlichen Arbeit eine Fokussierung auf den Erfolgsbeitrag derjenigen Kommunikation erfolgen, welche sich innerhalb von Unternehmen ereignet. Diese Einschränkung erfolgt, um einen angemessene Bearbeitungstiefe der ausgewählten Aspekte zu ermöglichen und den Umfang des Referates nicht unnötig zu übersteigen.
Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse des Beitrags, welchen unternehmensinterne Kommunikation zum Unternehmenserfolg leisten kann. In diesem Zusammenhang werden ausgewählte Erfolgstreiber und Determinanten dargelegt, die auf den angestrebten Kommunikationserfolg Einfluss haben.
Der Aufbau des Referats gestaltet sich dabei wie folgt: In Kapitel 2 wird zunächst auf den Forschungsbereich Kommunikationswissenschaft eingegangen, welcher den Rahmen der möglichen theoretischen Ansätze zur Durchführung einer Analyse der unternehmensinternen Kommunikation aufspannt. Aus der Vielzahl der Ansätze wird der Interaktionsansatz unter Ergänzung einer neobehavioristischen Perspektive als geeignet für die vorzunehmende Analyse eingestuft und dargelegt. Daran anschließend erfolgt die Bestimmung des Begriffs unternehmensinterne Kommunikation. Im Kapitel 3 wird der Erfolgsbegriff bestimmt sowie die Erfolgsbeiträge der Zieldimensionen der unternehmensinternen Kommunikation erörtert. In Kapitel 4 erfolgt eine Darstellung der kommunikationspolitischen Ausrichtung und des Planungsprozesses der unternehmensinternen Kommunikation als Erfolgstreiber. In dem darauf folgenden Kapitel 5 werden wesentliche Determinanten des Kommunikationserfolges dargelegt, hierbei werden die Unternehmenskultur und die mitarbeiterseitigen intra-individuellen Größen herausgegriffen und in ihrer Wirkungsweise näher ausgeführt. In Kapitel 6 wird eine empirische Untersuchung interner Kommunikationswirkungen angeführt sowie einer kritischen Würdigung unterzogen. Kapitel 7 schließt diese Arbeit mit einer Zusammenfassung und einem Fazit ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | II | |
| Tabellenverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| 1. | Zu den Anforderungen an die interne Unternehmenskommunikation | 3 |
| 1.1 | Einführung in die Problemstellung | 3 |
| 1.2 | Ziele und Aufbau der Arbeit | 5 |
| 2. | Theoretische Grundlagen der unternehmensinternen Kommunikation | 7 |
| 2.1 | Die Kommunikationswissenschaft - Skizzierung eines Forschungsbereichs | 7 |
| 2.2 | Theoretische Fundierung der unternehmensinternen Kommunikation mittels des Interaktionsansatzes und der neobehavioristischen Perspektive | 9 |
| 2.3 | Begriffsbestimmung: Unternehmensinterne Kommunikation | 11 |
| 3. | Unternehmensinterne Kommunikation als Erfolgsfaktor | 13 |
| 4. | Die Gestaltung der Kommunikationspolitik als Erfolgstreiber der unternehmensinternen Kommunikation | 18 |
| 4.1 | Kommunikationspolitische Ausrichtung der unternehmensinternen Kommunikation | 18 |
| 4.2 | Planungsprozess der unternehmensinternen Kommunikation | 21 |
| 5. | Determinanten des Erfolges unternehmensinterner Kommunikation | 26 |
| 5.1 | Unternehmenskultur | 27 |
| 5.2 | Intra-individuelle Größen | 30 |
| 6. | Empirische Untersuchung interner Kommunikationswirkungen von Kuntscher | 34 |
| 6.1 | Kritische Würdigung der Untersuchung | 35 |
| 7. | Zusammenfassung und Fazit | 36 |
| Literaturverzeichnis | 38 |
Textprobe:
Kapitel 4, Die Gestaltung der Kommunikationspolitik als Erfolgstreiber der unternehmensinternen Kommunikation:
Kommunikationspolitische Ausrichtung der unternehmensinternen Kommunikation:
Hinsichtlich der Erscheinungsformen der unternehmensinternen Kommunikation lässt sich in der Unternehmenspraxis ein weites Spektrum antreffen, welches von schlichten Formen der Umsetzung gesetzlich vorgeschriebener Informationspflichten bis hin zu systematisch-interaktiven Konzepten reicht. Die damit verbundene grundsätzliche Ausrichtung der Kommunikationspolitik ist als Resultat der Grundhaltung der Unternehmensleitung bezüglich der Ausgestaltung der unternehmensinternen Kommunikation zu betrachten und ist maßgeblich abhängig von der Bedeutsamkeit, welche der unternehmensinternen Kommunikation von der Unternehmensleitung beigemessen wird. Grundsätzlich kann zwischen den idealtypischen Erscheinungsformen der „klassischen unternehmensinternen Kommunikation“, der „feedbackorientierten unternehmensinternen Kommunikation“ und der „systematischen unternehmensinternen Kommunikation“ unterschieden werden.
Die klassische unternehmensinterne Kommunikation lässt sich durch die Dominanz von abwärtsgerichteten Einweginformationen charakterisieren. Es besteht lediglich ein geringes Aufkommen direkter Interaktionen und damit eine nicht vorhandene bis schwach ausgeprägte Dialogorientierung. Ferner ist die Anzahl der eingesetzten Medien gering sowie die Ausrichtung der Kommunikation weitestgehend zielgruppenunspezifisch.
Die feedbackorientiert gestaltete unternehmensinterne Kommunikation lässt sich durch eine mäßig starke Ausprägung hinsichtlich Dialogorientierung und Integrationsgrad kennzeichnen. Hierbei besteht grundsätzlich für Mitarbeiter die Möglichkeit der aufwärtsgerichteten Kommunikation, die tatsächliche Einbindung der Mitarbeiter ist jedoch ebenso wie die zielgruppenspezifische Gestaltung der internen Kommunikationsmaßnahmen nur mäßig ausgeprägt. Weit verbreitet in der Unternehmenspraxis sind Zwischenformen der feedbackorientierten unternehmensinternen Kommunikation, wobei aufwärtsgerichtete Kommunikation möglich ist, jedoch von der Unternehmensleitung nur unzureichend Berücksichtigung findet.
Den Gegenpol des Kontinuums zur klassischen unternehmensinternen Kommunikation stellt die systematische unternehmensinterne Kommunikation dar. Hierbei werden die eingesetzten kommunikativen Maßnahmen zielgruppenspezifisch ausgerichtet sowie ein hohes Maß an Mitarbeiterpartizipation, Dialogorientierung und Integration angestrebt. Diese Ausrichtung erschließt die größtmögliche Ausschöpfung des Erfolgspotenzials der unternehmensinternen Kommunikation, da hierdurch ein hohes Maß an Konsistenz, Relevanz und Verständlichkeit kommunizierter Inhalte für die jeweiligen Zielgruppen sowie eine Erhöhung der Mitarbeitermotivation erzielt werden kann. Diese Ausrichtung geht allerdings mit einer hohen koordinativen Komplexität einher. Nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die dargestellten Erscheinungsformen der unternehmensinternen Kommunikation.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836611190
Arbeit zitieren:
Westphal, Oliver März 2006: Interne Kommunikation als Erfolgsfaktor, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmenskommunikation, Erfolgsdeterminanten, Mitarbeiterkommunikation, Change Management, Kommunikationspolitik




