Best Ager=Best Targets?
Kritische Betrachtung der Zielgruppe 50plus für das Marketing
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Yvonne Senf
- Abgabedatum: April 2007
- Umfang: 89 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Fachhochschule Wildau Deutschland
- Bibliografie: ca. 56
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1074-2
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Senf, Yvonne April 2007: Best Ager=Best Targets?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Best Ager, Marketing, Seniorenmarketing, Demographie, Zielgruppenmarketing
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Diplomarbeit von Yvonne Senf
Einleitung:
Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte und der zunehmenden Austauschbarkeit von Produkten wird es für Unternehmen immer bedeutsamer, sich signifikante Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Mitbewerbern zu sichern. Es gilt, neue und zukunftsträchtige Märkte zu erschließen und sich in diesen zu etablieren.Wie kaum ein anderer Bereich rückt dabei das Thema „Altern“ in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Auf Grund der sinkenden Geburtenrate und der steigenden Lebenserwartung zeichnet sich in Deutschland und anderen Industrienationen ein demographischer Wandel ab: die industrielle Gesellschaft altert. Die sich daraus ergebenden möglichen gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen werden derzeit umfassend diskutiert und problematisiert. Speziell in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften wird die Alterung der Gesellschaft als eine „Bedrohung“ der modernen Informationsgesellschaft gesehen. Man befürchtet, dass die Renten- und Pflegeversicherung von immer weniger jungen für eine wachsende Menge an älteren Menschen getragen werden muss. Dies gefährdet unsere wirtschaftliche Stellung ebenso wie der Rückgang an wirtschaftlichen Fachkräften. Gleichwohl wähnen viele Unternehmen ein lukratives Geschäft mit dem besagten demographischen Wandel, denn dieser soll, wie bereits erwähnt, eine aufsteigende Menge an älteren Menschen im „besten Alter“ mit sich bringen.
Man prognostiziert, dass sich diese zur wichtigsten Käufergruppe der Zukunft entwickeln werden. Die Marketingwissenschaft jedoch hat die so genannten „Best Ager“ als Forschungsziel seit nunmehr fast fünfzig Jahren aufgegriffen. Seit sich Robert D. Dodge im Jahre 1958 erstmalig in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung mit der Zielgruppe „Senioren“ auseinandersetzte, folgten eine kaum zu überblickende Anzahl von Artikeln, Untersuchungen und Handlungsanweisungen für das seniorenbezogene Marketing. In Deutschland durchgesetzt hat sich die Bedeutung reiferer Konsumenten für Unternehmen jedoch erst mit Beginn der 80er Jahre. Seit Beginn der 90er nimmt die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen charakteristisch zu. Es sollte in diesem Zusammenhang jedoch darauf hingewiesen werden, dass der Großteil der Untersuchungen lediglich auf theoretischer Ebene basiert. Die wenigen empirisch angelegten Studien verwenden Datenmaterial, welches teilweise aus englischsprachigen oder anderen wissenschaftlichen Untersuchungen stammt. Aber was ist wirklich dran an dem zunehmenden Interesse um eine Zielgruppe, die noch nicht einmal eine einheitliche Begriffsdefinition besitzt? Ältere Menschen gab es auch schon vor 30 Jahren, wenngleich ihr prozentualer Anteil an der Gesamtbevölkerung sicherlich geringer war. Dennoch sollte man sich die Frage stellen, ob es Sinn macht und zeitgemäß ist, eine Segmentierung nach lediglich einem Merkmal, dem Alter, vorzunehmen? Und sind die Best Ager in diesem Zusammenhang tatsächlich auch die Best Targets?
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll analysiert werden, ob und wenn ja, welche Segmentierungsansätze mittels Alterseingrenzung bzw. sonstiger Kriterien sinnvoll sind, um die Zielgruppe 50plus klar und sinnvoll zusammenzufassen. Eine Herausforderung dabei stellt die generelle Definition und bestmögliche Altersbegrenzung der Best Ager dar. Anhand der Untersuchungen soll zudem verdeutlicht werden, dass sich das Gesamtbild dieser Zielgruppe im Vergleich zu den vorherigen Generationen von Älteren gewandelt hat. Resultierend aus den Ergebnissen ergeben sich dann folgende zentrale Fragestellungen der Arbeit: Welche Bedeutung kommt dieser Zielgruppe im Marketing in Zukunft zu? Ist es für die Anbieter von Produkten oder auch Dienstleistungen lohnenswert, die Best Ager bei möglichen Marketingentscheidungen separat zu berücksichtigen und dementsprechend spezielle Angebote und Leistungen für sie zu entwickeln? Gelten dann besondere Bedingungen hinsichtlich der Ausrichtung von Marketinginstrumenten auf das Best Ager- Segment?
Gang der Untersuchung:
Die Vorgehensweise zur Beantwortung dieser Fragen gliedert sich wie folgt: Zunächst geht es in Kapitel 2 um die theoretische Einführung in die Thematik. Sie beinhaltet die Begriffsdefinition und Abgrenzung sowie das Aufgreifen und Widerspiegeln verschiedener Bilder hinsichtlich des Alters. Denn bereits in diesem Bereich zeigt sich, dass keineswegs eine einheitliche Abhandlung existiert. Im Anschluss daran wird in Kapitel 3 die Altersverschiebung anhand der demographischen Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland dargestellt. An die Erläuterungen der zukünftigen Entwicklung der Altersstruktur schließt sich dann in Kapitel 4 die theoretische Betrachtung der Marktsegmentierung an. Hierbei wird auf die Kriterien der Marktsegmentierung eingegangen und deren Relevanz für marketingpolitische Aufgaben eingestuft. Im folgenden Kapitel 5 werden verschiedene Ansätze zur Abgrenzung eines Best Ager-Marktes aufgegriffen und näher betrachtet, um eine mögliche und vor allem sachliche Abgrenzung der reiferen Menschen von anderen Altersgruppen zu erreichen. Dabei werden das etwaige Potential der Zielgruppe 50plus anhand ausgewählter demographischer Merkmale geprüft, aber auch separate Segmentierungskriterien auf deren Tauglichkeit untersucht. In Kapitel 6 wird dann beispielhaft die Entwicklung verschiedener Typologieansätze nach aktuellen Studien dargestellt und analysiert sowie deren Eignung in der Praxis kritisch bewertet.
Anschließend befasst sich Kapitel 7 mit der Beurteilung des Involvements als Erklärungsvariable für das Kaufverhalten. Es wird diesbezüglich auch zu klären sein, ob sich mit zunehmendem Alter der Grad des Involvements ändert oder ob lediglich von einer Verschiebung dieser Variable zu sprechen ist. Mit der Vorstellung einiger ausgewählter und repräsentativer Exempel aus der Praxis soll schließlich in Kapitel 8 ein Einblick in die Aktivitäten von Unternehmen im Best Ager-Segment gegeben werden. Anhand ausgewählter Beispiele wird die Anwendung gezielter Marketingmethoden demonstriert und kommentiert. Hierbei wird besonders auf Branchen eingegangen, die sich schon heute musterhaft mit Produkten oder Marketingstrategien in besagtem Segment etabliert haben.
Abschließend wird in Kapitel 9 vertiefend auf verschiedene Punkte des Marketing-Mix eingegangen, bevor in Kapitel 10 eine zusammenfassende Schlussbetrachtung der Thematik sowie ein kurzer Ausblick auf die Relevanz der Zielgruppe 50plus in der Zukunft erfolgt.
Inhaltsverzeichnis:
| Aufgabenstellung | ||
| Bibliographische Beschreibung und Referat | 2 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Zielstellung der Diplomarbeit | 8 |
| 1.2 | Aufbau der Diplomarbeit | 8 |
| 2. | Theoretische Einführung | 10 |
| 2.1 | Begriffsdefinition | 10 |
| 2.2 | Begriffsabgrenzung | 11 |
| 2.3 | Altersbild in der Gesellschaft | 12 |
| 2.4 | Altersbild in den Medien | 13 |
| 2.5 | Altersbild in der Werbung | 14 |
| 3. | Demographische Entwicklung | 15 |
| 3.1 | Bevölkerungsentwicklung | 15 |
| 3.2 | Entwicklung der Altersstruktur | 17 |
| 3.3 | Konsequenzen für das Marketing | 18 |
| 4. | Marktsegmentierung | 19 |
| 4.1 | Begriff der Marktsegmentierung | 19 |
| 4.2 | Kriterien der Marktsegmentierung | 20 |
| 4.3 | Relevanz einer Segmentierung für Unternehmen | 22 |
| 5. | Möglichkeiten zur Abgrenzung eines Best Ager-Marktes | 23 |
| 5.1 | Abgrenzung anhand soziodemographischer Kriterien | 23 |
| 5.1.1 | Abgrenzung anhand wirtschaftlicher Kriterien | 24 |
| 5.1.2 | Abgrenzung anhand des chronologischen Alters | 26 |
| 5.2 | Abgrenzung anhand ausgewählter Einflussfaktoren auf den Alterungsprozess | 28 |
| 5.2.1 | Abgrenzung anhand biologischer Kriterien | 28 |
| 5.2.2 | Abgrenzung anhand psychologischer Kriterien | 30 |
| 5.2.2.1 | Lernen und Gedächtnis | 31 |
| 5.2.2.2 | Einstellungen | 32 |
| 5.2.2.3 | Motive und Bedürfnisse | 34 |
| 5.2.2.4 | Werteorientierung | 38 |
| 5.2.2.5 | Konsequenzen des Alterungsprozesses aus psychologischer Sicht | 40 |
| 5.2.3 | Abgrenzung anhand soziologischer Kriterien | 40 |
| 5.2.3.1 | Der Familienlebenszyklus | 41 |
| 5.2.3.2 | Phasen des Alterungsprozesses | 42 |
| 5.2.3.3 | Theorien zur Erklärung soziologischer Alterungsprozesse | 43 |
| 5.2.3.4 | Konsequenzen des Alterungsprozesses aus soziologischer Sicht | 44 |
| 5.3 | Zusammenfassende Relevanz der Ergebnisse | 45 |
| 6. | Abgrenzung nach lebensstilbezogenen Kriterien | 46 |
| 6.1 | Vorteile von Typologienbildung | 47 |
| 6.2 | Nachteile von Typologienbildung | 47 |
| 6.3 | Segmentierung anhand des Lebensstil nach aktuellen Studien | 48 |
| 6.3.1 | Infratest Sozialforschung | 48 |
| 6.3.2 | TNS Infratest anhand des Semiometrie Modells | 49 |
| 6.3.3 | GREY | 50 |
| 6.3.4 | Kritische Bewertung | 51 |
| 6.4 | Konsequenzen des Alterungsprozesses nach lebensstilbezogenen Kriterien | 53 |
| 7. | Involvement als Erklärungsvariable für das Kaufverhalten von Konsumenten | 55 |
| 7.1 | Begriffsklärung | 55 |
| 7.2 | Grad des Involvements | 56 |
| 7.2 | Involvement und die Wirkung auf den Kaufentscheidungsprozess | 57 |
| 7.3 | Besonderheiten des Involvements bei reiferen Menschen | 60 |
| 7.4 | Kritische Bewertung des Involvements als Erklärungsvariable | 62 |
| 8. | Produkte und Dienstleistungen - Beispiele aus der Praxis | 64 |
| 8.1 | Der Nahrungsmittelmarkt | 64 |
| 8.2 | Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik | 66 |
| 8.3 | Der Gesundheitsmarkt | 68 |
| 8.4 | Der Kosmetikmarkt | 69 |
| 8.5 | Die Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologie | 72 |
| 8.6 | Der Freizeitmarkt | 73 |
| 8.7 | Fazit | 74 |
| 9. | Ansätze für einen Best Ager-gerechten Marketing-Mix | 75 |
| 9.1 | Produktpolitik | 76 |
| 9.2 | Preispolitik | 79 |
| 9.3 | Distributionspolitik | 80 |
| 9.4 | Kommunikationspolitik | 82 |
| 10. | Schlussbetrachtung | 86 |
| Literaturverzeichnis | 88 | |
| Selbständigkeitserklärung | 92 |
Textprobe:
Kapitel 5, Möglichkeiten zur Abgrenzung eines Best Ager-Marktes:
Die Planung von Best Ager-orientierten Marketingmaßnahmen ist nur dann zweckmäßig, wenn diese auch wirklich ein klar abgrenzbares Segment darstellen. Daher ist es erforderlich, den Typus „reiferer Konsument“ genau und klar zu definieren. Das Vorhandensein oder die Größe eines Marktes kann nur dann sinnvoll bestimmt werden, wenn bekannt ist, welche Konsumentengruppe diesem Markt zugerechnet werden können. Es stellt sich dazu die Frage, welche Merkmale am Besten geeignet sind, um diese Zielgruppe klar und eindeutig zu segmentieren. Versteht man unter einem Best Ager-Markt einen Markt älterer Menschen, so wäre eine Segmentierung nach dem Alter angebracht. Man würde hierbei unterstellen, dass das Konsumverhalten vom Alter der Person abhängt. Alle Personen, die ein bestimmtes Alter überschritten haben, gelten als Best Ager und würden als homogenes Segment betrachtet. Ist Altern nicht aber ein höchst individueller Prozess, das Ergebnis eines Lebens mit unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnissen, der einer eigenen Dynamik unterliegt?
Im Folgenden werden verschiedene Segmentierungsansätze geprüft, um festzustellen, ob Best Ager wirklich ein klar abgrenzbares Segment bilden und, resultierend daraus, mit einer expliziten Marketingstrategie bedient werden können oder sollten. Auf Grund der Komplexität des Themas erfolgt zusätzlich auch der Versuch einer Abgrenzung der Zielgruppe nach biologischen, psychologischen soziologischen sowie lebensstilbezogenen Kriterien. Diese sind für eine lückenlose Abgrenzung Voraussetzung und sollen dazu beitragen, einen mehrdimensionalen Überblick zu vermitteln. Sie sollen zudem Aufschluss bieten, ob die Segmentierung eines Best Ager-Marktes lohneswert sein kann oder Aufwand und daraus entstehender Nutzen nicht im Verhältnis stehen.
Abgrenzung anhand soziodemographischer Kriterien:
Soziodemografische Kriterien werden bevorzugt, weil sie sich leicht erheben lassen und von einem Zusammenhang zwischen einer Altersgruppe und ihren jeweiligen Eigenschaften auszugehen ist. Es stellt sich jedoch die Frage, ob sie als alleinige Indikatoren ausreichen oder man sie lediglich als wichtige Rahmenbedingung im großen Ganzen betrachten und letztendlich einordnen sollte. Dies gilt es in weiteren Ausführungen zu prüfen. Um den Rahmen der Diplomarbeit nicht zu überschreiten und die Konzentration auf das Wesentliche nicht zu verlieren, wird nur auf einige bezeichnende Kriterien bezüglich der Soziodemographie eingegangen.
Abgrenzung anhand wirtschaftlicher Kriterien:
Die Segmentierungsmethode anhand wirtschaftlicher Kriterien findet ihre Begründung mit Blick auf das Konsumentenverhalten. Man geht davon aus, dass das Konsumentenverhalten von Personen erheblich durch das zur Verfügung stehende Einkommen gelenkt wird. Es ist daher anzunehmen, dass ein geringeres Einkommen auch einen beschränkenden Effekt auf das entsprechende Kaufverhalten hat und generell die Kaufbereitschaft im Allgemeinen stark beeinflusst.
In Zusammenhang mit der Zielgruppe 50plus kann gesagt werden, dass Armut und Alter heute nicht mehr automatisch in Bezug zueinander stehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sie nicht mehr gibt. Eine relativ kleine Minderheit – vor allem Frauen, die vor 1920/25 geboren sind ist finanziell so schlecht gestellt, dass das Wort „Altersarmut“ noch heute seine Berechtigung hat. Werden die Zahlen in Abb. 5 verglichen, so wird deutlich, dass die Gruppe der 45- bis 55-Jährigen mit 3.383 Euro das höchste Nettoeinkommen zur Verfügung hat, jedoch dicht gefolgt von den 55- bis 65-Jährigen mit einem Einkommen von 3.015 Euro pro Monat. Dieses liegt somit immer noch über dem Durchschnittsnettoeinkommen aller Haushalte. Absolut betrachtet, ist das Einkommen der Haushalte der 35- bis 45-Jährigen mit 3.166 Euro im Monat höher als das der 55- bis 65- und 65 bis 70-Jährigen. Jedoch sollte bedacht werden, dass Kostenfaktoren wie abzuzahlende Kredite, im Haushalt lebende Kinder, größere Anschaffungen wie Wohnungseinrichtungen etc. die Höhe des verfügbaren Einkommens bei den 35- bis 45-Jährigen erheblicher mindern können als bei den 55- bis 70-Jährigen. Somit sollte das Nettoeinkommen pro Monat nicht mit dem frei verfügbaren Einkommen der jeweiligen Altersgruppe verwechselt werden. Relativ gesehen, könnte man also davon ausgehen, dass das frei verfügbare Einkommen bei den Haushalten ab 55- bis 70-Jährigen höher ist als bei den 35- bis 45-Jährigen. Begründet liegt dies im geringeren Kostenaufwand der Zielgruppe, da oben genannte Faktoren entfallen: Abzuzahlende Kredite sind in den meisten Fällen bereits getilgt und zum Haushalt gehörige Kinder sind größtenteils erwachsen und stehen finanziell auf eigenen Beinen stehen.
Die folgenden Ausführungen zur finanziellen Situation reiferer Menschen sollten auch unter der Maßgabe betrachtet werden, dass heute viele wohlhabende Senioren von einer dynamischen Rentenanpassung sowie dem Ausbleiben großer Störungen beim Vermögensaufbau profitiert haben. In Hinblick auf die Unsicherheiten der zukünftigen Renten sollte man meinen, dass sich der Anteil dieser verringern könnte. Man kann zudem davon ausgehen, dass mit Eintritt in den Ruhestand den Best Agern nach heutigen Rentenbezügen nur noch 60% ihres Nettoeinkommens zur Verfügung stehen. Hierbei darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Generation, die in den nächsten Jahren in die Rente nachrückt, nicht nur überdurchschnittlich hohes Nettoeinkommen hat, sondern auch Vermögen besitzt. Dies ist u.a. in der Tatsache begründet, dass wir seit fast 100 Jahren eine Erbengeneration haben. Ausgeglichen wird dieser Verlust jedoch auch durch Auszahlung von Lebensversicherungen, sonstigen privaten Vorsorgen, Betriebsrenten, Einkünften aus Kapitalanlagen etc. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die zukünftigen „Senioren“ eine noch günstigere Einkommenssituation haben werden als die jetzigen.
Aus diesem finanziellen Blickwinkel betrachtet und anhand der o.g. Merkmale, die eine positive Konsumeinstellung theoretisch begünstigen müssten, kann man die Bedeutung der Zielgruppe für das Marketing vermutlich nicht absprechen. Exemplarisch und als interessant zu nennen wäre hier das Einkommen der Zielgruppe ab 55-65 Jahren.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836610742
Arbeit zitieren:
Senf, Yvonne April 2007: Best Ager=Best Targets?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Best Ager, Marketing, Seniorenmarketing, Demographie, Zielgruppenmarketing




