Video on Demand
Eine Untersuchung zu den Potenzialen einer audiovisuellen Verbreitungstechnik auf dem deutschen Markt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia Ji
- Abgabedatum: Oktober 2007
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 6,4 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg Deutschland
- Bibliografie: ca. 38
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1030-8
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ji, Julia Oktober 2007: Video on Demand, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Video on Demand, Virtuelle Videothek, audiovisuell, Digital Rights Management, Übertragungsmedien
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Diplomarbeit von Julia Ji
Einleitung:
In unserem digitalen Zeitalter spielen multimediale Medien eine immer größere Rolle. Schon seit langer Zeit wird ein Mobilfunktelefon nicht mehr nur zum Telefonieren verwendet. Es ist ein unverzichtbares Medium mit Internetzugang, Terminplaner und Fotoapparat geworden.
Die multimediale Wandlung ist auch im Fernsehverhalten zu bemerken. Fernsehsender sowie Internetanbieter versuchen, die beiden Medien Fernsehen und Internet miteinander zu verbinden und auf diesem Wege neue Potenziale zu schaffen. Die audiovisuelle Verbreitungstechnik Video on Demand (VoD) ermöglicht die Zusammenführung dieser beiden Medien und eröffnet neue Möglichkeiten im Fernsehverhalten.
Schon vor geraumer Zeit wurde bereits prophezeit, dass sich das Fernsehen durch die Entwicklung des Internets verändern wird. Doch durch die langsamen, schmalbandigen Internetzugänge konnten Videos in der Vergangenheit nur in sehr schlechter Bildqualität und lediglich in der Größe einer Briefmarke übertragen werden. Durch die fortschreitenden technischen Entwicklungen und ganz besonders durch die schnelleren, breitbandigen und preisgünstigeren Internetzugänge ist VoD zu einem salonfähigen Thema geworden. Anbieter von VoD bieten ihren Kunden die Möglichkeit, den gewünschten Film per Mausklick schnell und unkompliziert aus dem Internet zu laden. Ob sich diese Technik unter den Gesichtspunkten Videoauswahl, Bild- und Tonqualität, Sicherheit und Preis durchsetzen wird, ist Inhalt der vorliegenden Diplomarbeit.
Zielsetzung der vorliegenden Diplomarbeit ist es, anhand eines ausführlichen Vergleichs von verschiedenen deutschen VoD-Anbietern die Marktreife der audiovisuellen Verbreitungstechnik VoD festzustellen. Weiterhin wird untersucht, ob VoD sich in Zukunft durchsetzen kann und somit die klassische Videothek ablösen wird.
Gang der Untersuchung:
In Kapitel 1 wird eine Einführung in die vorliegende Diplomarbeit gegeben. Neben der Darstellung der Thematik wird die Zielsetzung der Diplomarbeit erörtert. Des Weiteren werden die Vorgehensweise und die Gliederung der Diplomarbeit aufgeführt.
In Kapitel 2 werden die Grundlagen der Thematik dieser Diplomarbeit vermittelt. Hierzu gehören die Erläuterungen der Begriffe Multimedia und VoD sowie die Alternativen und die Eingrenzung der Thematik.
In Kapitel 3 wird die Entwicklung von VoD-Diensten in Europa thematisiert.
In Kapitel 4 erfolgt eine Beschreibung der technischen Umsetzung von VoD. Dazu gehören die verschiedenen Übertragungsmedien, die Problematiken eines VoD-Systems und der verwendete Kopierschutz Digital Rights Management (DRM).
In Kapitel 5 werden die relevanten rechtlichen Aspekte der Thematik dargelegt. Dies betrifft den Datenschutz, den Jugendschutz und das Urheberrecht.
Der Anbietertest wird anschließend in Kapitel 6 durchgeführt. Die fünf deutschen VoD-Anbieter werden unter verschiedenen Gesichtspunkten miteinander verglichen und bewertet.
Abschließend erfolgt in Kapitel 7 ein Ausblick auf die Zukunftschancen von VoD.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 5 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 5 | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 6 | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 6 | |
| 1. | EINLEITUNG | 8 |
| 1.1 | DARSTELLUNG DER THEMATIK | 8 |
| 1.2 | ZIELSETZUNG DER ARBEIT | 8 |
| 1.3 | VORGEHENSWEISE UND GLIEDERUNG | 9 |
| 2. | GRUNDLAGEN | 10 |
| 2.1 | BEGRIFF MULTIMEDIA | 10 |
| 2.1.1 | Medium | 10 |
| 2.1.2 | Multimedia | 12 |
| 2.1.3 | Anwendungsgebiete | 15 |
| 2.2 | BEGRIFF VIDEO ON DEMAND | 15 |
| 2.3 | ALTERNATIVEN UND EINGRENZUNG | 17 |
| 3. | VOD-ANBIETER | 21 |
| 3.1 | ÜBERSICHT | 21 |
| 3.2 | FRANKREICH | 23 |
| 3.3 | NIEDERLANDE | 24 |
| 3.4 | VEREINIGTES KÖNIGREICH GROßBRITANNIEN UND NORDIRLAND | 26 |
| 3.5 | DEUTSCHLAND | 27 |
| 4. | TECHNIK | 32 |
| 4.1 | EINLEITUNG | 32 |
| 4.2 | ÜBERTRAGUNGSMEDIEN | 33 |
| 4.2.1 | Breitbandkabelnetz | 33 |
| 4.2.2 | Satellitennetz | 34 |
| 4.2.3 | Telefonnetz | 35 |
| 4.2.4 | Terrestrisches Netz | 35 |
| 4.3 | PROBLEMATIK EINES VOD-SYSTEMS | 36 |
| 4.3.1 | Fehlende Möglichkeit der Reservierung von Datenübertragungskapazitäten im Internet | 36 |
| 4.3.2 | Heterogenität der Clientsysteme und derer Internetzugangstechnologien | 37 |
| 4.3.3 | Auswirkungen | 38 |
| 4.4 | LÖSUNGSANSÄTZE | 39 |
| 4.4.1 | Einsatz von lokalen Proxy Caches | 39 |
| 4.4.2 | Einsatz von anpassungsfähigen Streaming-Mechanismen | 44 |
| 4.5 | DIGITAL RIGHTS MANAGEMENT | 46 |
| 4.5.1 | Verschlüsselung | 47 |
| 4.5.1.1 | Symmetrische Verschlüsselung | 47 |
| 4.5.1.2 | Asymmetrische Verschlüsselung | 48 |
| 4.5.1.3 | Digitale Container | 49 |
| 4.5.2 | Kopierkontrollsysteme | 49 |
| 5. | RECHTLICHE ASPEKTE | 50 |
| 5.1 | DATENSCHUTZ | 50 |
| 5.1.1 | Telemediengesetz | 51 |
| 5.1.2 | Bundesdatenschutzgesetz | 51 |
| 5.1.3 | Folgen bei Verstößen | 57 |
| 5.2 | JUGENDSCHUTZ | 58 |
| 5.2.1 | Grundgesetz | 59 |
| 5.2.2 | Jugendschutz im Strafgesetzbuch | 60 |
| 5.2.3 | Rundfunkstaatsvertrag | 62 |
| 5.3 | URHEBERRECHT | 63 |
| 6. | ANBIETERTEST | 67 |
| 6.1 | TESTUMGEBUNG | 67 |
| 6.2 | TESTKRITERIEN | 68 |
| 6.2.1 | Geschäftsmodell | 68 |
| 6.2.2 | Videoauswahl | 69 |
| 6.2.2.1 | Titelanzahl | 69 |
| 6.2.2.2 | Familienangebot | 69 |
| 6.2.2.3 | Erotikangebot | 70 |
| 6.2.2.4 | Bonusmaterial | 70 |
| 6.2.2.5 | Sprachauswahl | 71 |
| 6.2.2.6 | Extras im Videoangebot | 71 |
| 6.2.2.7 | Anzeigevariante | 72 |
| 6.2.2.8 | Bild- und Tonqualität | 72 |
| 6.2.3 | Kundenseitige Voraussetzung | 75 |
| 6.2.4 | Registrierung | 76 |
| 6.2.4.1 | Datenschutz | 76 |
| 6.2.4.2 | Altersverifikation | 77 |
| 6.2.5 | Hilfefunktion | 78 |
| 6.2.6 | Preise | 79 |
| 6.2.7 | Zahlungswege | 79 |
| 6.2.8 | Kopierschutz | 80 |
| 6.3 | VERGLEICHSTABELLE | 81 |
| 6.4 | BEWERTUNG | 83 |
| 6.4.1 | Arcor VoD | 83 |
| 6.4.2 | In2Movies | 86 |
| 6.4.3 | Maxdome | 88 |
| 6.4.4 | One4Movie | 90 |
| 6.4.5 | T-Online VoD | 92 |
| 6.5 | FAZIT VERGLEICHSTEST | 93 |
| 7. | AUSBLICK | 96 |
| GLOSSAR | 99 | |
| VERWENDETE LITERATUR | 103 | |
| VERWENDETE INTERNETQUELLEN | 104 | |
| VERWENDETE TELEFON- UND E-MAIL AUSKÜNFTE | 105 |
Textprobe:
Kapitel 3.5., Deutschland:
In Deutschland ist die Anzahl an kostenlosen Fernsehsendern sehr groß. Je nach Region können durchschnittlich 30 bis 40 Fernsehprogramme empfangen werden. Bei den Fernsehsendern handelt es sich überwiegend um deutschsprachige, regionale und landesweite Sender. Aber auch fremdsprachige Sender sind im deutschen Fernsehprogramm zu finden.
In Deutschland erfolgt der Fernsehempfang vorwiegend über das analoge Kabelfernsehnetz. Etwa 90 Kabelnetzbetreiber sind auf dem deutschen Markt aktiv. Durch die Dominanz des analogen Kabelfernsehens hat sich das digitale Fernsehen nur langsam in Deutschland durchgesetzt. Ende 2005 hatten nur 26,4% der Haushalte einen Zugang zum digitalen Fernsehen.
Die Umstellung auf das digitale terrestrische Netz begann in Deutschland bereits im Jahr 2002 in der Region Berlin. Seitdem sind alle wichtigen Ballungsgebiete Deutschlands auf den digitalen Empfang umgestellt worden. Bis Ende 2007 planen die öffentlich-rechtlichen Sender die Umstellung in den restlichen Gebieten.
Marktführer beim Bezahlfernsehen sind die Sender Premiere und Arena. Premiere bietet ein breit gefächertes Angebot an Fernsehkanälen und Spielfilmen, die mit einem digitalen Receiver über Kabel oder Satellit empfangen werden können. Ende 2006 zählte Premiere 3,41 Millionen Abonnenten. Arena bietet überwiegend Übertragungen von Fußballspielen an und verfügte im November 2006 über mehr als eine Million Abonnenten. Arena kann mit Hilfe eines digitalen Receivers über das Satellitennetz empfangen werden.
Der VoD-Markt ist in Deutschland einer der am weitesten entwickelten in Europa. Eine zahlreiche Auswahl an verschiedenen VoD-Anbietern steht den Interessenten zur Verfügung. Die Akteure im VoD-Markt stammen aus unterschiedlichen Branchen wie der Telekommunikation, dem Filmverleih und den Rundfunkanstalten.
Das größte Videoangebot bieten die VoD-Dienste Arcor VoD, In2Movies, Maxdome, One4Movie und T-Online VoD. Alle fünf Anbieter nutzen das Internet als Übertragungsweg.
Das Unternehmen Arcor hat im Jahr 2001 als erster Anbieter in Deutschland einen VoD-Dienst über das Internet eingeführt. Unter dem Namen Arcor Video on Demand stehen über 500 Titel zum Einzelabruf, dem so genannten PPV, zur Verfügung. Der Pionier unter den VoD-Anbietern bietet seinen Kunden insbesondere Dokumentationen und Wissenschaftssendungen an. Arcor VoD konnte hierzu Exklusivverträge für Dokumentationen und Wissenschaftsprogramme der BBC aushandeln. Aber auch Inhalte aus den Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung sowie E-Learning-Videos stehen den Kunden zur Verfügung. Neben diesem Angebot bietet Arcor VoD zusätzlich Spielfilme aus den unterschiedlichsten Genres an.
In2Movies GmbH stammt aus einer Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Warner und Arvato Mobile. Der VoD-Dienst von In2Movies wurde im April 2006 gestartet und ist für jeden zugänglich. Das Besondere an diesem Dienst ist die Peer-to-Peer Technik (P2P). Durch diese Technik werden die Videos nicht ausschließlich von einem zentralen Server herunter geladen, sondern auch von den Endgeräten anderer Kunden. So können die Verfügbarkeit des Videoangebotes und die Geschwindigkeit des Downloads erhöht werden, da die Videos nicht mehr nur von einem zentralen Server herunter geladen werden. Benutzt wird hierzu eine spezielle Software und die Download-Plattform GNAB von Arvato Mobile. Das Angebot verfügt über 1000 Titel, die aus den Katalogen von Warner, WVG Medien, Universum Film und Cartoon Network stammen. Neben Spielfilmen werden auch einzelne Episoden von Serien angeboten. In2Movies hat sich auf den Verkauf von Videos spezialisiert, dem so genannten Download-to-Own (DTO). Es stehen aber auch Videos als PPV zur Verfügung.
Der VoD-Dienst von Maxdome stammt aus der Mediengruppe ProSiebenSat.1 Media AG, welcher vom Tochterunternehmen Sevensenses GmbH betrieben wird. Das Angebot existiert seit Juli 2006 und ist für jeden zugänglich. Maxdome verfügt mit über 5000 Titeln über das größte VoD-Angebot in Deutschland. Das Angebot reicht von aktuellen Spielfilmen und Serien bis hin zu Sendungen aus den verschiedenen Sendern der Mediengruppe, die als PPV oder als Abonnement wahrgenommen werden können. Die Spielfilme stammen aus den Katalogen von Paramount, Constantin Film, Kinowelt, Sony Pictures Television und auch Disney Buena Vista. Die Erfolgsserien Desperate Housewives und Lost, die der Sender Pro7 ausgestrahlt, werden von der Mediengruppe auf eine besondere Weise vermarktet. Die neuen Folgen dieser Serien sind eine Woche vor der Ausstrahlung im Fernsehen auf Maxdome abrufbar.
Die 4Friends Verlagsgesellschaft startete 2004 den VoD-Dienst One4Movie. Das Tarifmodell von One4Movie basierte zu Beginn auf dem Abonnement, wurde aber Anfang 2006 durch den Abruf einzelner Titel als PPV ergänzt. Der Dienst von One4Movie ist für jeden zugänglich und bietet mit über 500 Titeln ein umfangreiches Angebot an Spielfilmen, Trickfilmen und Dokumentationen. Die Lizenzen für die Spielfilme hat One4Movie von CLA, Constantin, Splendid, Highlight-Film und Euro Arts erworben.
Die Deutsche Telekom bietet über die Tochtergesellschaft T-Online ihren VoD-Dienst T-Online Video on Demand an. Seit 2003 steht dieser VoD-Dienst zur Verfügung, jedoch können nur die Abonnenten eines Internetzugangs von T-Online diesen Dienst in Anspruch nehmen. Das Angebot an Videos beträgt über 1900 Titel und besteht überwiegend aus aktuellen Spielfilmen, Serien und Dokumentationen. T-Online VoD unterzeichnete zahlreiche Verträge mit internationalen und nationalen Rechteinhabern wie zum Beispiel Fox, Universal und Dreamworks, um das Angebot an Titeln stetig erweitern zu können. Seit April 2007 bietet T-Online VoD seinen Kunden neben dem PPV auch das DTO an. Ausgewählte Videos können hierbei vom Kunden herunter geladen und auf eine DVD gespeichert werden. Dieser Service ist nicht auf T-Online Kunden beschränkt, sondern steht allen Internetnutzern zur Verfügung.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836610308
Arbeit zitieren:
Ji, Julia Oktober 2007: Video on Demand, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Video on Demand, Virtuelle Videothek, audiovisuell, Digital Rights Management, Übertragungsmedien




