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Trends im Ernährungsverhalten in Bayern

Trends im Ernährungsverhalten in Bayern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Leila Lettovics
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 164 Seiten
  • Dateigröße: 2,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität München Deutschland
  • Bibliografie: ca. 19
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0187-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0187-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0187-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lettovics, Leila Dezember 2005: Trends im Ernährungsverhalten in Bayern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lebensmittelkonsum, Oecotrophologie, Übergewicht, Gesundheit, Ernährung

Diplomarbeit von Leila Lettovics

Einleitung:

In Deutschland als Industriestaat herrscht hinsichtlich der Nahrungsmittel ein reichhaltiges Angebot und eine ausreichende Versorgung mit exotischen Lebensmitteln ist zu jeder Jahreszeit gewährleistet, so dass der Konsument letztendlich nur vor einem Entscheidungsproblem hinsichtlich des Nahrungsmitteleinkaufes steht. Aber gleichzeitig leben wir in einer Zeit, die von Lebensmittelskandalen gekennzeichnet ist: BSE oder Schweinepest mit der Möglichkeit der Übertragbarkeit auf den Menschen und die mit allerlei Giften und gesundheitsgefährdenden Stoffen (z.B. mit Acrylamid) belasteten Nahrungsmittel – die schlechten Nachrichten über unsere Lebensmittel reißen nicht ab.

Durch die Medien, die dies in die Öffentlichkeit tragen, wird der Verbraucher noch mehr verunsichert. Zusätzlich heißt der Slogan von „Atkins-Diät“, „Low-Carb“, „Low-Fat“, Weight Watchers“, „Glyxdiät“, „Brigitte-Diät“, und vielen mehr, dass wir uns gesund bzw. richtig ernähren sollen. So wie es Hunderte von Diäten gibt, so stellen diese auch die unterschiedlichsten Verbote auf: Bei der einen Ernährungsform soll reichlich Fleisch und andere eiweißhaltige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen, bei einer anderen sind es wiederum reichlich Obst oder es wird das Verbot aufgestellt, Schokolade zu essen.

Wieder wird dem Verbraucher die Entscheidung schwer gemacht. Letztendlich schallt aus den Medien und in den öffentlichen Diskussionen die Warnung, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben, in der Dicksein allgemein verbreitet und kein Privileg für die Wohlhabenden mehr ist. Stimmt das oder ist das alles nur ein Gerücht? Angesichts dieser Entwicklungen, die uns und unsere Ernährung heute verstärkt betreffen, ist es interessant zu erfahren, wie die Realität aussieht: Welches Ernährungsverhalten weisen Menschen in Bayern auf? Welche Lebensmittel werden bevorzugt von männlichen und weiblichen Personen verschiedenen Alters verzehrt und welche Mengen werden dabei aufgenommen? Ist erkennbar, ob einige der oben genannten Entwicklungen Auswirkungen auf die Ernährung der bayerischen Bevölkerung haben? Beeinflussen individuelle Merkmale wie z.B. die berufliche Tätigkeit das Ernährungsverhalten? Gibt es gesundheitliche Auswirkungen durch das jeweilige Ernährungs-verhalten? Und schließlich: Ernähren sich „dicke Menschen“ tatsächlich anders als dünne?

Nicht zuletzt um diese Fragen zu beantworten, wurde in Bayern schon zum zweiten Mal das Verzehrsverhalten erkundet. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt nun darin, die beiden durchgeführten und für diese Arbeit vorliegenden Bayerischen Verzehrsstudien miteinander zu vergleichen. Ziel ist es dabei, durch den Vergleich der Verzehrsstudien Trends im Ernährungsverhalten bei der bayerischen Bevölkerung herauszuarbeiten.

Problemstellung:

Das Ziel dieser Arbeit war es, mit Hilfe eines Vergleichs der beiden Bayerischen Verzehrsstudien von 1995 und 2002/3 die Frage zu beantworten, welche Trends im Ernährungsverhalten der bayerischen Bevölkerung feststellbar sind. Es werden dabei Aussagen über den Lebensmittelverzehr getrennt nach Geschlechtern sowie nach verschiedenen Altersgruppe getroffen. Das Ernährungsverhalten wird außerdem in Abhängigkeit mit individuellen Merkmalen wie Body-Mass-Index (BMI), Familienstand, beruflicher Tätigkeit und beruflicher Stellung untersucht. Die durch statistisch Verfahren erarbeiteten Ergebnisse des Vergleichs werden als Trend beschrieben und hinsichtlich Ihrer Konsequenzen interpretiert.

Aufgabe dieser Arbeit ist es nicht, die Ergebnisse der einzelnen Studien erneut darzustellen und zu interpretieren. Für den interessierten Leser stehen die jeweiligen Abschlussberichte zur Verfügung. Es ist vielmehr das Ziel, Unterschiede oder auch Übereinstimmungen im Vergleich beider Studien zu ermitteln, um Trendaussagen bezüglich des Ernährungsverhaltens der bayerischen Bevölkerung treffen zu können. Die einschlägige wissenschaftliche Literatur hat dabei hauptsächlich die Aufgabe, die Diskussion der Ergebnisse zu unterstützen. Die hier dargestellten Ergebnisse bzw. Trends werden ausschließlich aus dem Vergleich der beiden Studien gewonnen.

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau der Arbeit gliedert sich wie folgt: Ausgehend von einer Klärung, wie wichtige Begriffe in dieser Arbeit verstanden werden (Kapitel 2), wird in Kapitel 3 ein kurzer Überblick über die beiden, der Arbeit zu Grunde liegenden Studien in der bereits vorliegenden Form gegeben.

Im Gegensatz dazu wendet sich Kapitel 4 der hier angewanden Methodik hinsichtlich des Vorgehens des Vergleichs der Studien zu. Dies ist zum Nachvollziehen der getroffenen Entscheidungen hinsichtlich der Auswertung notwendig.

Im Kapitel 5 werden die Ergebnisse des Vergleichs aufgegliedert nach Lebensmittelgruppen dargestellt. Dabei werden zum einen der Lebensmittelverzehr und zum anderen individuelle Merkmale betrachtet.

Aufbauend auf diesen Ausführungen werden im 6. Kapitel die gewonnen Ergebnisse besprochen. Zunächst setzt sich die Arbeit mit der Vergleichbarkeit der beiden Studien kritisch auseinander. Daran anschließend werden die Trends des Lebensmittelverzehrs dargestellt und hinsichtlich einer ausgewogenen Ernährung und eventueller gesundheitlicher Auswirkungen diskutiert. In einem weiteren Schritt werden die Resultate des Vergleichs der individuellen Faktoren in Verbindung mit dem Ernährungsverhalten präsentiert. Zum Abschluss der Diskussion werden die in dieser Arbeit entwickelten Ergebnisse denen anderen Studien gegenübergestellt, um zu vergleichen, ob die Trends des Ernährungsverhaltens in Bayern auch in Gesamtdeutschland zu finden sind.

Mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick endet diese Arbeit (Kapitel 7). Abschließend sei darauf hingewiesen, dass alle nach diesen Kriterien ausgewerteten Tabellen im Anhang aufgeführt sind. Die abgebildeten Tabellen und Abbildungen liegen dabei durchweg eigenen Auswertungen zugrunde. Außerdem werden in dieser Arbeit Ergebnisse und Aussagen mit aus diesen Tabellen entwickelten, prägnanten Abbildungen und Tabellen erläutert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit unterbleibt in diesen Fällen ein Verweis auf die Originaltabellen im Anhang.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen III
Verzeichnis der Tabellen IV
1. Einleitung 1
2. Begriffe 4
3. Datengrundlage 7
4. Methodik der Bearbeitung 9
4.1 Aufbereitung der Daten und Formatierung 9
4.2 Auswertung und Vergleichbarkeit der beiden Studien 10
5. Ergebnisse 15
5.1 Fleisch und Wurst 15
5.2 Fisch und Eier 22
5.3 Milch, Milchprodukte und Käse 24
5.4 Butter und Speisefette 28
5.5 Brot und Backwaren 31
5.6 Nährmittel und Kartoffeln 33
5.7 Gemüse und Obst 36
5.8 Marmelade, Zucker, Süßwaren und Gewürze 46
5.9 Getränke 51
6. Diskussion 59
6.1 Kritische Auseinandersetzung hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Studien 59
6.2 Lebensmittelkonsum 62
6.3 Individuelle Merkmale 71
6.4 Vergleich der Ergebnisse der Arbeit mit anderen Studien 76
7. Zusammenfassung 78
8. Literaturverzeichnis 81
9. Anhang 83

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen III
Verzeichnis der Tabellen IV
1. Einleitung 1
2. Begriffe 4
3. Datengrundlage 7
4. Methodik der Bearbeitung 9
4.1 Aufbereitung der Daten und Formatierung 9
4.2 Auswertung und Vergleichbarkeit der beiden Studien 10
5. Ergebnisse 15
5.1 Fleisch und Wurst 15
5.2 Fisch und Eier 22
5.3 Milch, Milchprodukte und Käse 24
5.4 Butter und Speisefette 28
5.5 Brot und Backwaren 31
5.6 Nährmittel und Kartoffeln 33
5.7 Gemüse und Obst 36
5.8 Marmelade, Zucker, Süßwaren und Gewürze 46
5.9 Getränke 51
6. Diskussion 59
6.1 Kritische Auseinandersetzung hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Studien 59
6.2 Lebensmittelkonsum 62
6.3 Individuelle Merkmale 71
6.4 Vergleich der Ergebnisse der Arbeit mit anderen Studien 76
7. Zusammenfassung 78
8. Literaturverzeichnis 81
9. Anhang 83

Textprobe:

Kapitel ‚Süßwaren’: Der Süßwarenkonsum hat sich nach Tabelle A.7 bei männlichen und weiblichen Personen jeden Alters nicht signifikant geändert. Ebenso wie in der BVS I verringert sich der Verzehr in der 2. Studie mit steigendem Alter. In der 1. Studie lagen die Verbrauchsmengen von Süßwaren in der Regel beim männlichen Geschlecht höher als beim weiblichen. Junge weibliche Personen verzehren jedoch mittlerweile viel mehr Süßwaren als männliche Personen vergleichbaren Alters.

Bei den anderen Altersgruppen befindet sich der Verbrauch etwa auf dem gleichen Niveau Bei Betrachtung der einzelnen Lebensmittelgruppen innerhalb der Süßwaren fallen folgende Entwicklungen auf: Unverändert in allen Altersstufen zeigt sich der Verzehr von Kakaoerzeugnissen (Kakaopulver und Ovomaltine), Speiseeis (Milcheis, Fruchteis und Kunstspeiseeis) und Honig. Schokolade und Schokoladenerzeugnisse, Zuckerwaren (Gummibonbons, Marzipan, Kaugummi, Lakritze, o. ä.) und sonstiger süßer Brotaufstrich (Nuss-Nougat-Creme, Melassesirup, Fruchtsirup) werden im Vergleich zur 1. Studie im Allgemeinen ebenfalls in konstant gebliebenen Mengen verzehrt, vereinzelt ergeben sich hier allerdings signifikante Unterschiede.

Der Konsum von Schokolade und Schokoladenerzeugnissen hat bei über 50jährigen Männern abgenommen, wohingegen weibliche Personen zwischen 14 – 24 Jahren Zuckerwaren und 25 – 50jährige Männer sonstigen süßen Brotaufstrich in signifikant höheren Mengen verzehren als 1995. Auch bei den einzelnen Süßwarenarten nimmt der Konsum in der Regel auch weiterhin mit zunehmendem Alter ab. Zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht gibt es ebenso wie in Studie I keine Unterschiede bezüglich der Verzehrsmengen.

Ein hoher Verzehr von Süßwaren lässt sich in beiden Studien bei untergewichtigen weiblichen Personen feststellen. Bei zusätzlicher Einteilung in Altersgruppen ist dieser Trend jedoch nur in der mittleren Altersgruppe erkennbar, denn bei den 14 – 24jährigen sind es übergewichtige weibliche Personen, die den höchsten Verzehr aufweisen. Bei männlichen Personen ist ein in beiden Studien erkennbar hoher Verzehr bei Untergewichtigen zwischen 25 – 50 Jahren erkennbar. Bei beiden Geschlechtern verzehren Ledige im Mittel hohe und Geschiedene bzw. getrennt Lebende geringe Mengen an Süßwaren pro Tag.

Sowohl männliche als auch weibliche Schüler und Studenten sowie männliche Freiberufler verzehren vergleichsweise am meisten Süßwaren in beiden Studien. Rentnerinnen und selbständige Frauen haben den geringsten Konsum innerhalb des jeweiligen Merkmals.

Arbeit zitieren:
Lettovics, Leila Dezember 2005: Trends im Ernährungsverhalten in Bayern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lebensmittelkonsum, Oecotrophologie, Übergewicht, Gesundheit, Ernährung

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