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Die Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auf das Wirtschaftswachstum im subsaharischen Afrika

Die Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auf das Wirtschaftswachstum im subsaharischen Afrika
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Enrico Lovász
  • Abgabedatum: August 2006
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • Bibliografie: ca. 77
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0031-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0031-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0031-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lovász, Enrico August 2006: Die Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auf das Wirtschaftswachstum im subsaharischen Afrika, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wirtschaft, BIP, Afrika, Solow-Modell, HIV

Diplomarbeit von Enrico Lovász

Einleitung:

Ziel dieser Arbeit war es, den quantitativen Einfluss der HIV/Aids-Epidemie auf das Pro-Kopf-Bruttoinlandsproduktwachstum der Volkswirtschaften in der besonders stark betroffenen Region des subsaharischen Afrikas zu untersuchen. Hierfür sollte zum einen auf frühere Studien zurückgegriffen und zum anderen eine eigene Analyse durchgeführt werden.

Mithilfe des erweiterten Modells von Solow wurden die Hypothesen, dass ein negativer Zusammenhang zwischen der Epidemie und dem Wirtschaftswachstum besteht, empirisch überprüft. Das erweiterte Modell, das nur das Bildungskapital als Teil des Humankapitals beinhaltet, wurde in dieser Analyse um die Komponente Gesundheitskapital erweitert. Über die HIV-Prävalenzrate wurde das Gesundheitskapital operationalisiert. Damit die aus dem Modell erhaltenen Schätzergebnisse robuster sind, wurden weitere, in der Literatur diskutierte Determinanten des Wirtschaftswachstums einbezogen. Nach dem Aufbereiten der gesammelten Daten und unter Berücksichtigung von Autokorrelation und Heteroskedastizität wurden die Parameter des theoretisch fundierten Modells mittels des LSDV-Schätzers bestimmt. Im Vorfeld der empirischen Untersuchung wurde die Literatur, die sich mit den quantitativen Folgen der Epidemie auseinandersetzt, sondiert und kompakt zusammengefasst.

Die aufgestellten Hypothesen konnten nicht widerlegt werden. Somit besteht für den Zeitraum von 1997 bis 2003 für die Staaten des südlichen Afrikas ein signifikant negativer Einfluss der Epidemie auf das Wirtschaftswachstum. Dieses Ergebnis ist mit der vorherrschenden Meinung in der Literatur über die Folgen der Epidemie auf das Wachstum konsistent. Aus dieser Untersuchung ergibt sich durch die Epidemie eine durchschnittliche Senkung des PKE-Wachstums von mehr als zwei Prozent - im Vergleich zum Wachstum der letzten Jahre von 0,8 Prozent. Die Ergebnisse der weiteren Variablen im Modell liegen im Einklang mit den Überlegungen in der Literatur und erhöhten durch die Hinzunahme die Signifikanz des Parameters der HIV-Prävalenzrate.

Die Ergebnisse dieser Arbeit unterliegen einigen Einschränkungen. Kritisch betrachtet werden muss der kurze Beobachtungszeitraum von nur sieben Jahren. Diese Zeitspanne wurde noch durch den zeitverzögerten Einfluss der Prävalenzrate um zwei Jahre verkürzt, wodurch sich effektiv der Zeitraum auf fünf Jahre erstreckt. Außerdem beruhen die Daten auf Vergangenheitswerten und können daher nicht der uneingeschränkten Schätzungen der zukünftigen Entwicklung der Folgen der Epidemie dienen. Die Analyse wurde nur mit der HIV-Prävalenzrate als Proxy des Gesundheitskapitals durchgeführt, denkbar wären weitere Untersuchungen mit der Anzahl der AIDS-Toten oder den Gesundheitsausgaben bezogen auf das BIP als Operationalisierungsvariable. Aus diesen Einschränkungen können Forderungen an weiterführende Untersuchungen abgeleitet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Variablenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Hintergrund 1
1.2 Problemstellung 2
1.3 Vorgehensweise 3
2. Die HIV/Aids-Epidemie und die Wirtschaft 4
2.1 Der Verlauf der Epidemie im subsaharischen Afrika 4
2.2 Demografische Veränderung 9
2.3 Die Auswirkungen auf die Haushalte 11
2.4 Einflüsse der Epidemie auf den Staat 12
2.5 Folgen für die Unternehmen 14
2.6 Die ökonomische Lage und Entwicklung des BIP 15
2.7 Theoretische Determinanten des BIP-Wachstums 18
2.7.1 Arbeit 18
2.7.2 Kapital 19
2.7.3 Außenhandel 21
2.7.4 Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen 22
3. Modellierung des Einflusses von HIV/Aids auf das Wirtschaftswachstum 24
3.1 Überblick über verwendete Modelle 25
3.1.1 Das Solow-Modell 26
3.1.1.1 Grundmodell 27
3.1.1.2 Das erweiterte Solow-Modell mit Humankapital 32
3.1.2 Romer’s Modell 33
3.1.3 Aids Impact Model 35
3.1.4 Overlapping Generation Modell 36
3.1.5 Computable General Equilibrium Modell 38
3.2 Spezifizierung der Arbeitshypothesen 39
3.3 Modellwahl 40
3.4 Schätzung der Parameter 42
3.5 Operationalisierung der Hypothesen 51
4. Empirische Untersuchung 54
4.1 Deskriptive Statistik 54
4.2 Ergebnisse 59
4.2.1 Bivariate Analyse 61
4.2.2 Überprüfung der Hypothesen 64
5. Diskussion der Ergebnisse 68
5.1 Auswertung der Ergebnisse 68
5.2 Frühere Untersuchungen 72
5.3 Szenarien für die HIV/Aids-Epidemie in Afrika 74
6. Fazit 76
Literatur 78
Anhang 85

Textprobe:

Kapitel 4.2: Ergebnisse In diesem Abschnitt wird untersucht, ob f¨ur das gesamte subsaharische Afrika ein negativer Zusammenhang zwischen der HIV-Pr¨avalenzrate und dem Pro-Kopf-Bruttoinlandsproduktwachstum existiert. Wie das theoretische Modell vorgibt, wird die Untersuchung mit dem Modell mit zwei Fehlerkomponenten durchgef¨uhrt. Der Indikator HIV-Pr¨avalenzrate f¨ur das Gesundheitskapital gibt, eine zeitverz¨ogerte Sicht auf die Epidemie. Daher muss zun¨achst einmal die optimale zeitliche Verz¨ogerung dieses Indikators bestimmt werden. Wie in Gujarati (2003) beschrieben, ist dies eine empirische Frage, die am besten mit Hilfe von Modellselektionsindikatoren wie das Akaike Informationskriterium oder das Schwarz-Kriterium gel¨ost werden kann. Danach wird das aus Kapitel 3.3 gew¨ahlte Modell auf Autokorrelation, Heteroskedastizit¨at und ob fixe oder zuf¨allige Effekte vorliegen, untersucht. Beim Test auf fixe bzw. zuf¨allige Effekte wird neben dem Lagrange Multiplier-Test von Breusch und Pagan (1980) auch auf den Hausmann Test zur¨uckgegriffen. In einem weiteren Schritt werden die bivariaten Beziehungen zwischen den einzelnen Indikatoren des BIP-Wachstums aller vorliegenden Volkswirtschaften untersucht und die Hypothese H1 ¨uberpr¨uft. Zum Schluss steht als zentraler Punkt die zweite Arbeitshypothese im Raum, ob die HIV-Pr¨avalenzrate einen statistisch negativen Einfluss innerhalb der Modellgleichung.

Arbeit zitieren:
Lovász, Enrico August 2006: Die Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auf das Wirtschaftswachstum im subsaharischen Afrika, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wirtschaft, BIP, Afrika, Solow-Modell, HIV

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