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Die k.u.k. Luftfahrtruppe - Die Entstehung, der Aufbau und die Organisation der österreichisch-ungarischen Heeresluftwaffe 1912-1918

Die k.u.k. Luftfahrtruppe - Die Entstehung, der Aufbau und die Organisation der österreichisch-ungarischen Heeresluftwaffe 1912-1918
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Reinhard Karl Boromäus Desoye
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 647 Seiten
  • Dateigröße: 92,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2914-0
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2914-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Desoye, Reinhard Karl Boromäus Januar 1999: Die k.u.k. Luftfahrtruppe - Die Entstehung, der Aufbau und die Organisation der österreichisch-ungarischen Heeresluftwaffe 1912-1918, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Luftwaffe, Österreich-Ungarn, Erster Weltkrieg, Flugzeug, Pilot

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Magisterarbeit von Reinhard Karl Boromäus Desoye

Zusammenassung:

Als im November 1918 Österreich-Ungarn sein abruptes Ende fand, ging mit ihm auch die alte Armee zu Grunde. Besonders schwer traf dabei das Schicksal seine jüngste Waffengattung: die k.u.k. Luftfahrtruppe.

Erst 1912 war die Fliegertruppe innerhalb der Luftschiffer-Abteilung, die der Verkehrstruppen-Brigade in Wien unterstand, gegründet worden, aber bereits 1917 war sie zu einem eigenen Wehrmachtsteil innerhalb des Heeres aufgestiegen. Im nun folgenden Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye wurde Restösterreich eine eigene Luftwaffe verboten und deren erste Ansätze drastisch unterbunden.

Erst siebzehn Jahre später, wurde in Österreich wieder mit dem Neuaufbau von Luftstreitkräften begonnen, der aber mit dem deutschen Einmarsch 1938 sein erneutes Ende fand.

Mit der Aufstellung des Österreichischen Bundesheeres 1955 wurde der dritte Anlauf für Luftstreitkräfte in Österreich unternommen - er hält bis heute an. Allen drei Luftstreitkräften war und ist eines gemeinsam, sie mußten und müssen mit einem minimalen Budget Maximales leisten!

Es ist der heutigen Generation leider größtenteils verborgen, welche große Tradition sich die österreichischen Luftstreitkräfte erworben haben, eine Tradition, die in nur wenigen Jahren kurz vor und während des Ersten Weltkrieges erworben wurde, als österreichische Flugpioniere Weltrekorde erwarben und als Piloten unser Vaterland gegen den Ansturm übermächtiger Gegner verteidigten.

In den wenigen Jahren, die die Fliegerwaffe in Österreich-Ungarn bestand, wurde mit großem Weitblick vieles geschaffen, das für die Zukunft sprach - einer Zukunft, die Österreich-Ungarn und der k.u.k. Luftfahrtruppe leider nicht vergönnt war.

Diese Arbeit hat den Aufbau, die Organisation und die Planungen für die Nachkriegszeit der österreichisch-ungarischen Fliegertruppe innerhalb des k.u.k. Heeres zum Inhalt.

Die Luftstreitkräfte der k.u.k. Kriegsmarine und die Luftschiff- und Ballonverbände der k.u.k. Armee finden in dieser Arbeit nur so weit Erwähnung, als sie mit der Entwicklung der k.u.k. Luftfahrtruppe in Zusammenhang standen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 9
Vorwort 11
I. Die Entwicklung der militärischen Luftfahrt in Österreich bis zum Jahre 1912 13
1. Erste Kontakte und Versuche des österreichischen Militärs mit Ballons 13
2. Die Gründungen der k.u.k. Militäraeronautischen Anstalt und der k.u.k. Luftschifferabteilung sowie die Entwicklung der Ballonabteilungen bis zum Kriegsausbruch 14
3. Die kurze Episode der k.u.k. Luftschiffe 18
4. Der Beginn der Fliegerei in Österreich und in der k.u.k. Armee 22
II. Der Aufbau der Fliegertruppe im Frieden: Die Jahre 1911 bis 1914 31
1. Die Reorganisation der k.u.k. Luftschiffertruppe vom 1. Oktober 1911 und das „Zwölferjahr“ 31
2. Generalstabschef Franz Conrad von Hötzendorf: Treibende Kraft im Aufbau der Fliegerverbände des Heeres 39
3. Die finanzielle Situation der Heeresflieger und der „Verein zur Schaffung einer Luftflotte“ 45
4. Die Ausbildung der Militärpiloten 54
5. Das Flugmaterial: Flugzeugproduktion in Österreich-Ungarn und die Heeresverwaltung 59
6. Die ersten praktischen Erfahrungen im Frieden: Manöver-Einsätze, Libyen und der Balkan 1911 – 1913 65
7. Die geplante Kriegsgliederung und der Mobilmachungsplan für 1914 71
III. Der Erste Weltkrieg 75
1. Die materielle und personelle Ausstattung der k.u.k. Luftschifferabteilung und der Ballonabteilungen des k.u.k. Heeres und des k.u.k. Seeflugwesens zum Kriegsausbruch 1914 und die Mobilisierung 76
2. Die Entwicklung bis zum Kriegseintritt Italiens im Mai 1915 84
3. Die strategische Luftlage Österreich-Ungarns mit dem Kriegseintritt Italiens, und der Ausbau der Heeres-Fliegerkräfte bis zur Jahreswende 1917/18 93
4. Die k.u.k. Luftfahrtruppe bis Kriegsende 1918 110
5. Der Zusammenbruch und die Auflösung der k.u.k. Luftfahrtruppe 114
IV. Die technische und taktische Entwicklung des Luftkrieges während des Ersten Weltkrieges 117
1. Die verschiedenen Aufgabenbereiche der Heeresflieger und die Gliederung in spezielle Fliegerkompanien 119
2. Die Luftaufklärung: Von der „Etrich-Taube“ bis zum Fernaufklärer und Reihenbildner 122
3. Das Jagdflugzeug und die „Ritter der Lüfte“ 127
4. Die Schlachtflieger - Die Zusammenarbeit mit den Bodentruppen: die „Zwölfte Isonzoschlacht“und die“Schlacht an dem Piave“ 134
5. Der Aufbau von operativen/strategischen Bomberverbänden 1914 – 1918 142
6. Die Artillerieflieger 154
7. Die Entwicklung der Fliegerabwehrverbände und des Heimatschutzes 157
8. Der Wetterdienst im Dienste der k.u.k. Luftfahrtruppe 171
V. Der Ausbau der österreichisch-ungarischen Luftfahrtindustrie und die Zusammenarbeit mit der Heeresverwaltung 177
1. Der Ausbau der Luftfahrtindustrie während des Krieges 179
a. Die Flugzeugindustrie 182
b. Die Motorenindustrie 185
c. Die Zulieferindustrie 187
2. Die Auswirkung der Rohstoffknappheit auf die Flugzeugproduktion 196
3. Die Ergänzung der eigenen Flugzeugproduktion durch Flugzeugankäufe im Deutschen Reich 199
4. Bestimmungen und Normen für den Ankauf von Heeresflugzeugen 201
VI. Die Organisation der k.u.k. Luftfahrtruppe 1918 und die Planungen für die Friedensorganisation 204
1. Die Organisation und der Aufbau der k.u.k. Luftfahrtruppe zu Kriegsende 204
2. Die Ausbildung der Feldpiloten, Beobachtungsoffiziere und des Bodenpersonals der k.u.k. Fliegertruppe im Jahre 1918 209
3. Der „Conrad-Plan“ 1915 216
4. Die Heeresreorganisation 1917 218
VII. Das Resümee: Die k.u.k. Luftfahrtruppe im Vergleich mit den Luftstreitkräften anderer Mächte vor und während des Ersten Weltkrieges 227
Quellen- und Literaturverzeichnis 249
Abbildungsverzeichnis 286

Automatisiert erstellter Textauszug:

tung Balkan rollten, war das Durcheinander entsprechend.328 Zusätzlich zwang der Ausfall der bereits als unsichere Kantonisten eingestuften Bündnispartner Italien und Rumänien zu verstärkten 329 Grenzsicherungsmaßnahmen gegenüber diesen beiden Nachbarn. Ebenfalls am 1. August richtete Kaiser Franz Joseph an Zar Ferdinand von Bulgarien die Aufforderung zum Bündnisbeitritt gegen Serbien. Doch sah sich dieser in der augenblicklichen Situation seines Landes nach dem verlorenen 2. Balkankrieg dazu außerstande. Die deutsche Mobilmachung und Negierung der belgischen Neutralität führte schließlich auch zum französischen und britischen Kriegseintritt. Bis Jahresende folgten noch auf Ententeseite Japan und auf Seite der Mittelmächte das Osmanische Reich. Die Bündnisentwicklung stellt sich 330 anhand der einzelnen Kriegserklärungen wie folgt dar: 28.VII. 1.VIII. 3.VIII. 4.VIII. 6.VIII. 6.VIII. 7.VIII. 11.VIII. 13.VIII. 14.VIII. 23.VIII. 27.VIII. 28.VIII. 1.XI. 3.XI. 5.XI. 9.XI. Östereich-Ungarn an Serbien Deutschland an Rußland Deutschland an Frankreich Großbritannien, Belgien331 an Deutschland Österreich-Ungarn an Rußland Serbien an Deutschland Montenegro an Österreich-Ungarn Frankreich an Österreich-Ungarn und Montenegro an Deutschland Großbritannien an Österreich-Ungarn Persien an das Osmanische Reich332 Japan an Deutschland Österreich-Ungarn an Japan Österreich-Ungarn an Belgien Rußland an das Osmanische Reich333 Montenegro, Serbien an das Osmanische Reich Großbritannien, Frankreich an das Osmanische Reich Belgien an das Osmanische Reich [...]

Für die Bewältigung der jeweiligen Aufgabenstellung war das Heer in drei Gruppen gegliedert: eine AStaffel, eine B-Staffel und eine Minimalgruppe Balkan. Letztere wurde aus 8 Infanterie- sowie 7 Landsturm- bzw. Marschbrigaden der Korps XIII (Agram), XV (Sarajevo) und XVI (Ragusa) gebildet und hatte unter allen Umständen die Front gegen Serbien zu bilden, dessen Gegnerschaft in jedem der drei Kriegsfälle vorausgesetzt wurde. Die aus 28 1/2 Infanterie- und 10 Kavalleriedivisionen sowie 21 Landsturmbzw. Marschbrigaden gebildete A-Staffel sollte als Hauptstreitmacht dem jeweiligen Hauptgegner, sprich Rußland oder Italien, entgegen gestellt werden. Die B-Staffel wurde aus den verbleibenden 12 Infanteriedivisionen, einer Kavalleriedivision und 6 Landsturm- bzw. Marschbrigaden gebildet. Ihre Aufgabe war variabel: Bei einem großen Konflikt sollte sie als Verstärkung der A-Staffel fungieren, sollte es der österreichischungarischen Diplomatie hingegen gelingen, Serbien und Montenegro zu isolieren, sollten sie im Rahmen des Aufmarschplanes B auf dem Balkan einge- Abb. 16: Armee-Kdt. FM Erzherzog Friedrich setzt werden - und genau dieses Szenario wurde am 25. Juli 1915 beschlossen!325 Zusätzlich zu den geplanten Kräften erfolgte die Mobilisierung des III. Korps (Graz), da man nach den Erfahrungen der Mobilmachung von 1912 ein erneutes Fernbleiben tschechischer Reservisten befürchtete, sowie zweier weiterer Kavalleriedivisionen. Doch folgten die Tschechen ebenso dem Rufe ihres Obersten Kriegsherren zu den Fahnen, wie die Serben der bosnisch326 herzegowinischen Regimenter! Mitten in den gegen den Balkan gerichteten Aufmarsch platzte die Nachricht der russischen Teilmobilisierung von vier, hauptsächlich gegen Österreich-Ungarn grenzenden Militärbezirken ab dem 29. Juli. Die folgenden österreichisch-ungarischen und deutschen Überlegungen waren von zwei konträren Leitlinien bestimmt: einerseits möglichst keine Rußland provozierenden Handlungen zu setzen und dieses möglichst aus dem Konflikt herauszuhalten, aber andererseits bei einem möglichen Krieg nicht durch eine verzögerte Mobilisierung in Nachteil zu geraten.327 So entschloß sich Kaiser Franz Joseph am 31. Juli zur Generalmobilmachung, die aber aus eisenbahntechnischen Gründen als 1. Mobilmachungstag den 4. August vorsah. Da auch schon Teile der B-Staffel Rich- [...]

Bled, Franz Joseph, Seite 536: Niemand wird je mit Sicherheit behaupten können, daß ein Krieg, der schon in den ersten Julitagen ausgebrochen wäre, nicht ausgeartet wäre. Es ist allerdings wahrscheinlich, daß das Risiko eines allgemeinen Weltenbrandes dann geringer gewesen wäre. Die österreichisch-ungarische Monarchie hätte den Überraschungseffekt auf ihrer Seite gehabt. Vor die vollendete Tatsache einer Invasion Serbiens gestellt, hätte Rußland es wahrscheinlich bei einem Protest belassen, vor allem falls die österreichisch-ungarische Armee einen schnellen Sieg erungen hätte. Hennings, Solange er lebt V, Seite 94: „So versäumte man“, nach Auffenbergs Meinung, „einen ganzen Monat, und gab damit den einzigen Vorteil aus der Hand, den man den Russen voraus und den man seit Dezennien als ausschlaggebend doziert hatte: die raschere Mobilisierung und Kriegsbereitschaft.“ [...]

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Arbeit zitieren:
Desoye, Reinhard Karl Boromäus Januar 1999: Die k.u.k. Luftfahrtruppe - Die Entstehung, der Aufbau und die Organisation der österreichisch-ungarischen Heeresluftwaffe 1912-1918, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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