Ist die gleitende Neuwertversicherung in ihrer heutigen Form noch zeitgemäß?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Opalka
- Abgabedatum: Juli 1997
- Umfang: 134 Seiten
- Dateigröße: 6,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3340-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3340-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3340-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Opalka, Stefan Juli 1997: Ist die gleitende Neuwertversicherung in ihrer heutigen Form noch zeitgemäß?, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Stefan Opalka
Einleitung:
Die Gleitende Neuwertversicherung ist eine spezielle Versicherungsform in der nicht industriellen Gebäudeversicherung, die den Versicherungsnehmer vor einer drohenden Unterversicherung - verursacht durch Baupreisveränderungen - schützen soll. Unter Zugrundelegung einer vertraglich fest vereinbarten Versicherungssumme, die dem Neubauwert des Gebäudes in Preisen des Jahres 1914 entsprechen soll, wird die Haftung des Versicherers von Jahr zu Jahr automatisch an die Baupreisentwicklung angepaßt. Die zu zahlende Versicherungsprämie wird entsprechend angeglichen. Die Idee der automatischen Haftungsanpassung des Versicherers, ohne daß es einer jährlichen Veränderung der Versicherungssumme bedarf, findet sowohl bei den Versicherungsnehmern als auch bei den Versicherungsunternehmen besonderen Anklang, da sie die Aktualität der Vertragsinhalte zur Gebäudeversicherung zu jeder Zeit gewährleistet. Die Art der Umsetzung dieser Idee in die Versicherungspraxis wird jedoch seit Einführung der Gleitenden Neuwertversicherung im Jahre 1950 kontrovers diskutiert. Aktuelle Ereignisse wie die geplante Einführung des EUROS und die Änderung von Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes (z. B. § 31 VVG) schufen gerade in den letzten Jahren einen neuen Nährboden für Diskussionen um die Frage, ob die Gleitende Neuwertversicherung in ihrer heutigen Form noch zeitgemäß ist.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Argumenten, die pro und contra einer Beibehaltung der bisherigen Versicherungstechnik in der Gleitenden Neuwertversicherung angeführt werden können, und zeigt mögliche alternative Versicherungskonzepte hierzu auf. Dabei soll nicht das Problem der korrekten Bestimmung des Neubauwertes eines Gebäudes betrachtet werden, da dies ein generelles Problem der Gebäudeversicherung und nicht speziell der Gleitenden Neuwertversicherung ist. Vielmehr soll die Frage diskutiert werden, ob die Umrechnung des Neubauwertes auf das Jahr 1914 sinnvoll oder aber entbehrlich ist und ob auf die Bestimmung einer Versicherungssumme generell verzichtet werden könnte oder es andere Möglichkeiten gibt, das Problem der automatischen Haftungsanpassung des Versicherers versicherungstechnisch einwandfrei zu lösen. Bei der Betrachtung der Gleitenden Neuwertversicherung soll die Wohngebäudeversicherung im Vordergrund stehen, da sie im Rahmen des Massengeschäfts den größten Anwendungsbereich für diese Versicherungsform darstellt. Die getroffenen Aussagen zur Wohngebäudeversicherung können aber durchaus auf die Geschäfts- und die landwirtschaftliche Gebäudeversicherung übertragen werden.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine schriftliche Fragebogenaktion durchgeführt. Der Fragebogen enthält 12 Fragen zur Gleitenden Neuwertversicherung, die dem Anhang I entnommen werden können. Auf die Ergebnisse der statistischen Auswertung der Fragen wird im Folgenden mehrmals Bezug genommen. Im Rahmen der Fragebogenaktion wurden 82 Versicherer angeschrieben, von denen 20 diesen Fragebogen in einer statistisch auswertbaren Form ausgefüllt und zurückgeschickt haben. Sofern sich diese Arbeit auf eine Auswertung „ des Fragebogens" bezieht, ist der im Anhang 1 angeführte Fragebogen gemeint.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | |
| 2. | Darstellung der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.1 | Die historische Entwicklung der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.2 | Die Anwendungsbereiche der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.3 | Die Generationen der Versicherungsbedingungen zur Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.4 | Die Versicherungstechnik der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.4.1 | Die Ermittlung der VSU 1914 | |
| 2.4.1.1 | Schätzung eines Bausachverständigen | |
| 2.4.1.2 | Bewertung der einzelnen Bauleistungen in Preisen des Jahres 1914 | |
| 2.4.1.3 | Bewertung nach umbautem Raum und Raummeterpreis 1914 | |
| 2.4.1.4 | Bewertung nach Wohnfläche und Ausstattungsmerkmalen | |
| 2.4.1.5 | Umrechnung des in Preisen eines anderen Jahres bekannten Versicherungswertes auf den Preisstand des Jahres 1914 | |
| 2.4.1.6 | Übernahme der VSU 1914 vom ehemaligen Monopolversicherer | |
| 2.4.2 | Die Anpassung der Haftung des Versicherers an die sich ändernden Baukosten | |
| 2.4.3 | Die Prämienberechnung in der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.4.4 | Die Entschädigungsberechnung in der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 2.4.5 | Die „Kündigung“ der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 3. | Argumente für eine Suche nach neuen Versicherungskonzepten | |
| 3.1 | Schwachpunkte der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 3.1.1 | Probleme bei der Bestimmung der VSU 1914 | |
| 3.1.2 | Rechtliche Problematik des gleitenden Neuwertfaktors | |
| 3.1.3 | Probleme bei der Entschädigungsberechnung | |
| 3.1.4 | Probleme bei der „Kündigung“ der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 3.1.5 | Berücksichtigung der Vorsteuerabzugsberechtigung des VNs | |
| 3.2 | Veränderte Rahmenbedingungen | |
| 3.2.1 | Konkurrenzdruck auf dem Gebäudeversicherungsmarkt | |
| 3.2.2 | Einführung des EUROS | |
| 3.2.3 | Öffnung des europäischen Marktes | |
| 4. | Argumente gegen eine Abkehr von der bisherigen Versicherungstechnik in der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 4.1 | Umstellungskosten | |
| 4.2 | Keine wesentliche Verbesserung der Versicherungswertbestimmung | |
| 4.3 | Wettbewerb über die Versicherungssumme | |
| 4.4 | Interessen des Versicherers | |
| 5. | Ansatzpunkte bezüglich der Entwicklung neuer Versicherungskonzepte | |
| 5.1 | Wahl eines gegenwartsnäheren Basisjahres | |
| 5.2 | VN-VR-Interessen | |
| 5.3 | Interessen Dritter | |
| 5.4 | Mögliche Ansätze für eine Reform der Gleitenden Neuwertversicherung | |
| 5.4.1 | Wohngebäudeversicherung nach m²-Wohnfläche unter Verzicht einer VSU-Bestimmung | |
| 5.4.2 | Dynamische Wohngebäudeversicherung durch jährliche Anpassung der VSU | |
| 6. | Umsetzung neuer Versicherungskonzepte in die Versicherungspraxis | |
| 6.1 | Anwendung der AVB aufs Neugeschäft | |
| 6.2 | Anwendung neuer AVB auf bereits bestehende Versicherungsverträge | |
| 7. | Zusammenfassung / Resümee | |
| Anhang | ||
| Abkürzungsverzeichnis | ||
| Literaturverzeichnis |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832433406
Arbeit zitieren:
Opalka, Stefan Juli 1997: Ist die gleitende Neuwertversicherung in ihrer heutigen Form noch zeitgemäß?, Hamburg: Diplomica Verlag
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