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Die gesetzliche Rentenversicherung

Mängel und Reformperspektiven

Die gesetzliche Rentenversicherung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jens Katzenberger
  • Abgabedatum: August 1997
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 6,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1103-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1103-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1103-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Katzenberger, Jens August 1997: Die gesetzliche Rentenversicherung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rentenreform, Rentenversicherung, Altersvorsorge, Lohnnebenkosten, Generationskonflikt

Diplomarbeit von Jens Katzenberger

Zusammenfassung:

Alterssicherung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die fast alle Felder politischen und gesellschaftlichen Handelns berührt. Demographische Aspekte müssen bei der Diskussion beachtet werden, wie die Situation in der Arbeitswelt. Veränderungen im familiären und soziologischen Aufbau (neue Rolle der Frauen) unserer Gesellschaft müssen ebenso berücksichtigt werden, wie finanzpolitische Zwänge. Soziale Aspekte, wie Solidarität und Armutsvermeidung einerseits und marktwirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Freiheit andererseits sollten sich die Waage halten. Jeder wird im Laufe seines Lebens mit dem System der Alterssicherung in Kontakt kommen. Während der aktiven Erwerbsphase trägt man als Beitragszahler zum Erhalt des Systems bei, um im Gegenzug Ansprüche an das System für die Zukunft zu erwerben. Im Alter gehört man dann zu den Leistungsempfängern. Auch als Kind ist man quasi schon Teil des Generationenvertrags, da das System für zukünftige Beitragszahlungen nicht in der Luft schwebt, sondern von einer nachwachsenden Generation getragen werden muß.

Zunächst soll in der vorliegenden Arbeit das bestehende System mit seiner wechselvollen Geschichte dargestellt werden. Die gesetzliche Rentenversicherung beinhaltet eine Fülle von unterschiedlichen Leistungen und Leistungsvoraussetzungen. Es ist daher anfangs wichtig, diese einzeln vorzustellen, bevor im zweiten Kapitel auf die Mängel des Systems eingegangen werden kann. Dabei wird deutlich werden, daß diese Problemlagen nicht nur im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rentenversicherung zu sehen sind, sondern sich auch auf die gesamte Gesellschaft beziehen (z.B. Armut, Arbeitslosigkeit, Lohnnebenkosten, Familie). Die aktuelle Diskussion um die Alterssicherung zeigt sich damit auch als ein Abbild der Werte unserer Gesellschaft.

Die Vorschläge einer radikalen Abkehr vom bestehenden System sollen Inhalt des darauffolgenden Kapitels sein. Chancen und Risiken zweier Alternativmodelle, des Kapitaldeckungsverfahrens und der Grundrente, werden dabei im Vergleich mit dem bestehenden System abgewogen. Sowohl sozialpolitische, als auch volkswirtschaftliche und fiskalische Aspekte werden dabei berücksichtigt.

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ist eine Diskussion um die Alterssicherung entbrannt. Daher erscheint es wichtig, im Rahmen dieser Arbeit einen Vergleich verschiedener Grundkonzeptionen von Alterssicherungssystemen zu versuchen. Möglicherweise lassen sich auch Lehren aus den Erfahrungen unserer Nachbarn ziehen.

Abschließend sollen Konzepte und Stellungnahmen, wie sie in der aktuellen Diskussion um die Alterssicherung in Deutschland aufgetaucht sind, dargestellt werden.

Gerade im Hinblick auf den letzten Punkt ist es wichtig, das Ziel der Arbeit genauer zu definieren. Ziel der Arbeit ist es nicht, allgemeingültige Antworten zu finden, sondern anhand fachlicher und neutraler Darstellung von Fakten und Konzepten einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion zu leisten.

Inhaltsverzeichnis:

0. EINLEITUNG 4
1. DAS JETZIGE MODELL DER GESETZLICHEN RENTENVERSICHERUNG - GESCHICHTE, SYSTEM UND FINANZIERUNG 6
1.1 DIE GESCHICHTE- DER GESETZLICHEN RENTENVERSICHERUNG 6
1.1.1 Die Gründung der gesetzlichen Rentenversicherung als eine Folge der industriellen Revolution 6
1.1.2 Die gesetzliche Rentenversicherung bis zur Rentenreform 1957 7
1.1.3 Die Einführung der dynamischen Rente 1957 9
1.1.4 Die Rente von 1957 bis heute 11
1.2 DAS JETZIGE SYSTEM - VERSICHERTE, LEISTUNGSVORAUSSETZUNGEN, LEISTUNGEN 12
1.2.1 Versichertenkreis 12
1.2.2 Die rentenrechtlichen Zeiten 13
1.2.3 Rentenberechnung 16
1.2.4 Die Gesamtleistungsbewertung 17
1.2.5 Die Leistungen der GRV 19
1.2.5.1 Die Rentenarten 19
1.2.5.2 Fremdrenten 23
1.2.5.3 Die rentenrechtlichen Zeiten, die in der ehemaligen DDR erworben wurden 27
1.2.5.4 Rehabilitation 28
1.3 FINANZIERUNG DES SYSTEMS 29
1.3.1 Die Einnahmen 30
1.3.1.1 Die Beitragszahlungen 30
1.3.1.2 Der Bundeszuschuß 32
1.3.2 Die Ausgaben 33
1.3.2.1 Rentenausgaben 34
1.3.2.2 Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und gesetzlichen Pflegeversicherung (GPV) der Rentner 34
1.3.2.3 Rehabilitationsmaßnahmen 35
1.3.3 Rückschlüsse aus der Finanzierungssituation der GRV 35
2. MÄNGEL DER BESTEHENDEN GESETZLICHEN ALTERSSICHERUNG 36
2.1 DEMOGRAPHISCHE VERÄNDERUNGEN ALS LANGFRISTIGE GEFÄHRDUNG DER GRV 36
2.1.1 Die bisherige Entwicklung des Gebärverhaltens (Fertilität), der Sterblichkeit (Mortalität) und der Migration 36
2.1.2 Die zukünftige demographische Entwicklung und die Auswirkungen auf die GRV 39
2.1.3 Gründe für die Entwicklung und Möglichkeiten einer Lösung 40
2.1.3.1 Erhöhung der Frauenerwerbsquote 42
2.1.3.2 Kontrollierte Einwanderung 42
2.1.4 Schlußfolgerungen aus der demographischen Entwicklung 43
2.2 MÄNGEL IM HINBLICK AUF ENTWICKLUNGEN IN DER ARBEITSWELT 44
2.2.1 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit 45
2.2.2 Auswirkungen der Änderungen des Erwerbsverhaltens auf die GRV und auf die Anwartschaften der Versicherten 47
2.2.3 Fazit aus der Entwicklung der Arbeitswelt 49
2.3 BENACHTEILIGUNG VON FRAUEN 50
2.3.1 Kindererziehung 50
2.3.2 Altersgrenzen 51
2.3.3 Benachteiligungen bei den Erwerbsunfähigkeitsrenten 52
2.3.4 Berechnung beitragsfreier Zeiten 53
2.3.5 Hinterbliebenenrecht 53
2.3.6 Fazit aus der frauenfeindlichen Ausgestaltung des Rentenrechts 54
2.4 SCHLECHTERSTELLUNG DER FAMILIEN 55
2.4.1 Zum Wesen des Familienlastenausgleichs 55
2.4.2 Der Familienlastenausgleich in der GRV 56
2.4.3 Zur Bewertung des Familienlastenausgleichs außerhalb der GRV 58
2.5 KANN DIE GRV ARMUT IM ALTER VERHINDERN? 62
2.5.1 Wie stellt sich Altersarmut dar? 62
2.5.2 Die Rolle der GRV bei der Entstehung und Bekämpfung von Altersarmut 65
2.5.3 Zur zukünftigen Entwicklung von Altersarmut 66
2.6 DIE BELASTUNG DER GRV DURCH DIE SOGENANNTEN "VERSICHERUNGSFREMDEN LEISTUNGEN" 67
2.6.1 Versuch einer Definition - Was sind versicherungsfremde Leistungen? 67
2.6.2 Die versicherungsfremden Leistungen im einzelnen 68
2.6.3 Umfang der versicherungsfremden Leistungen und die Abdeckung durch den Bundeszuschuß 70
2.6.4 Rechtliche und soziale Beurteilung der bisherigen Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen 71
3. MÖGLICHE ALTERNATIVEN AN STELLE DES BESTEHENDEN SYSTEMS 74
3.1 DAS KAPITALDECKUNGSVERFAHREN 74
3.1.1 Demographische und wachstumsfördernde Argumente 75
3.1.2 Das Kapitalanlageproblem 76
3.1.3 Politische und soziale Gegenargumente 77
3.2 DIE GRUNDRENTE 79
3.2.1 Argumente für die Einführung einer Bürgerrente 80
3.2.2 Kritische Betrachtungen des Grundrentenmodells 81
3.3 DIE- ALTERNATIV-MODELLE ALS REFORMANSTÖSSE 83
4. ALTERSSICHERUNG IN EUROPA 85
4.1 ALTERSSICHERUNGSYSTEME IM VERGLEICH 85
4.2 DIE ALTERSSICHERUNG IN DER SCHWEIZ 88
4.2.1 Darstellung des schweizerischen Modells 88
4.2.2 Beurteilung des schweizerischen Modells 90
4.3 DIE STAATLICHE ALTERSVORSORGE IN GROSSBRITANNIEN 91
4.3.1 Darstellung des Systems der staatlichen Altersvorsorge in Großbritannien 91
4.3.2 Beurteilung des Systems der staatlichen Altersvorsorge in Großbritannien 93
5. DIE AKTUELLE DISKUSSION 94
5.1 DIE VORSCHLÄGE DER KOMMISSION "FORTENTWICKLUNG DER RENTENVERSICHERUNG" 94
5.1.1 Grundentscheidungen 95
5.1.2 Die Vorschläge der Kommission im einzelnen 96
5.1.3 Die erwarteten Finanzwirkungen der Vorschläge der Kommission 98
5.1.4 Beurteilung der Vorschläge der Kommission 99
5.2 STELLUNGNAHMEN DER REGIERUNGSKOALITION UND DER OPPOSITIONSPARTEIEN 100
5.2.1 Der Gesetzentwurf vom 18. Juni 1997 als Stellungnahme der Regierungskoalition 100
5.2.2 Stellungnahme der Alterssicherungskommission der SPD - "Strukturreform statt Leistungskürzungen" 101
5.2.2.1 Einschätzungen und Reformvorschläge der Kommission 102
5.2.2.2 Kritische Betrachtung der Vorschläge 107
5.2.3 Vorschläge von Bündnis '90/Die Grünen -"Den Generationenvertrag neu verhandeln" 108
5.2.3.1 Die Reformvorschläge von Bündnis '90/Die Grünen im einzelnen 109
5.2.3.2 Kritische Betrachtung der Vorschläge 112
5.3 WEITERE STELLUNGNAHMEN VERSCHIEDENER GESELLSCHAFTLICHER GRUPPEN 113
5.3.1 Stellungnahme des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes 113
5.3.2 Stellungnahme des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 115
5.3.3 Eine Studie des IW als Stellungnahme von Arbeitgeberseite 117
5.3.3.1 Die Eckpunkte einer Reform der Alterssicherung nach Ansicht des IW 118
5.3.3.2 Kritische Betrachtung der Vorschläge 120
6. SCHLUSSBEMERKUNGEN 121
7. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 122
8. LITERATURVERZEICHNIS 123

Arbeit zitieren:
Katzenberger, Jens August 1997: Die gesetzliche Rentenversicherung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rentenreform, Rentenversicherung, Altersvorsorge, Lohnnebenkosten, Generationskonflikt

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