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Zur familiären Sozialisation von eineiigen Zwillingen bis zu sechs Jahren

Zur familiären Sozialisation von eineiigen Zwillingen bis zu sechs Jahren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gertrud Schweer
  • Abgabedatum: Oktober 1987
  • Umfang: 156 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4790-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4790-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4790-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schweer, Gertrud Oktober 1987: Zur familiären Sozialisation von eineiigen Zwillingen bis zu sechs Jahren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Familie, Erziehung, Zwillingsforschung, Vorschulalter, Identität

Diplomarbeit von Gertrud Schweer

Einleitung:

Zwillinge gibt es, solange es Menschen gibt, nur in geringerer Zahl als Einlinge. Sie gehören statistisch gesehen zu Minoritäten der Gattung Mensch. Aber gerade darin begründet sich ihre Attraktivität. Denn alles, was selten und ungewöhnlich ist, ruft im allgemeinen Neugierde und Interesse beim Menschen hervor.

Die Existenz von Zwillingen wirft viele Fragen und Probleme auf, z.B. wie sie entstehen oder wie die Zwillingsschwangerschaft verläuft. Über die biologischen Bereiche (Genetik, Biologie, Medizin) im Zusammenhang von eineiigen und zweieiigen Zwillingen wurde schon viel geforscht und dazu Arbeiten verfaßt, dagegen aber weniger über den soziologischen, psychologischen und pädagogischen Hintergrund des Zwillingsdaseins.

Gerade deshalb möchte ich mich in meiner Diplomarbeit auf die besondere Erziehung in soziologischer, psychologischer und pädagogischer Hinsicht bei eineiigen Zwillingen von 0-6 Jahren im Unterschied zu einzelnen Kindern beziehen.

Von großer Bedeutung scheint mir die spezielle Problematik bei eineiigen Zwillingen, was besonders die psychische Zwillingsentwicklung und hier vor allem die Identitätsfindung betrifft, was sich gerade z.B. in der Namensgebung, Kleidung noch verstärkter (wie bei zweieiigen Zwillingen) bei eineiigen Zwillingen niederschlägt. Diesen Abschnitt behandele ich als Schwerpunkt. Da im allgemeinen eine Wechselwirkung zwischen Individuum, Familie und Gesellschaft besteht, werde ich näher auf diesen im Zusammenhang mit eineiigen Zwillingen eingehen, ebenso auf die eigene Erziehung der Eltern, weil diese wiederum gerade die Sozialisation der Säuglinge und Kleinkinder leicht beeinflußt.

Daß ich mich nur auf die Familiensituation von 0-6jährigen eineiigen Zwillingen beschränke, begründe ich damit, daß in diesem Lebensabschnitt, in dem Kinder meistens in einer Familie aufwachsen, davon der Mensch, wie auch schon inzwischen wissenschaftlich belegt ist, sehr stark in seiner Persönlichkeitsentwicklung geprägt wird, besonders von seinen Eltern und auch Geschwistern.

Eine weitere Motivation zu diesem Thema ist meine eigene Betroffenheit. Ich selbst bin wie eineiige Zwillinge aufgewachsen und habe die typische Zwillingserziehung hautnah positiv, aber auch negativ erfahren. Genau genommen bin ich Vierling. Ursprünglich wollte ich eine empirische Diplomarbeit zum Thema "Die Familiensituation von Mehrlingen (ab Drillinge) bis 6 Jahren" schreiben. Leider scheiterte mein Vorhaben am ABC-Club (= ein Club für Mehrlinge und deren Eltern in Darmstadt, wo ich auch war). D.h. aus diversen Gründen verweigerten mir die Hauptvertreter des Clubs ihre Mitarbeit für die Interviews für die empirische Arbeit.

Da es für eine Literaturarbeit zu diesem genannten Thema keine sozialpsychologische Literatur gab, entschloß ich mich für das jetzige Thema (Literaturarbeit). In meiner Diplom-Arbeit möchte ich aufzeigen, wie gezielt die ersten Erzieher bzw. Bezugspersonen, nämlich die Eltern im allgemeinen, auf eineiige Zwillinge einwirken können, um ihnen eine relativ unproblematische, eher an die Erziehung und Entwicklung von Einlingen angepaßte Erziehung zu ermöglichen für ihr weiteres Leben.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 6
1.1 Vorbemerkungen zum methodischen Vorgehen 7
2. SOZIOLOGISCHER HINTERGRUND 12
2.1 Klärung des Begriffes „Familie“ 13
2.2 Die Wechselwirkung zwischen Familie und Gesellschaft, Sozialisationstheorien der frühenKindheit 14
2.2.1 Die emotionale Sozialisation 14
2.2.1.1 Der lerntheoretische Ansatz 14
2.2.1.2 Der ichpsychologische Ansatz von Mahler und Bergmann 15
2.2.2 Die geschlechtsspezifische Sozialisation 18
2.2.2.1 Die lerntheoretischen Ansätze 22
2.2.2.2 Der psychoanalytische Ansatz 24
2.2.2.3 Der kognitive entwicklungspsychologische Ansatz 25
2.2.3 Die schichtenspezifische Sozialisation 27
2.2.3.1 Die Erziehungspraxis und Weltanschauung 28
2.2.3.2 Die Sprache 30
3. DIE FAMILIENKONSTELLATION DER EINEIIGEN ZWILLINGE 33
3.1 Die Erziehung der Eltern und deren Wirkung auf ihre Kinder 34
3.2 Die Eltern-Kind-Beziehung 44
3.2.1 Die Eltern-Zweikind-Beziehung 49
3.3 Die Geschwisterbeziehungen 54
4. DIE ENTWICKLUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN 59
4.1 Die geistige Entwicklung 59
4.1.1 Die Sprache - Die allgemeine Entwicklung 61
4.1.2 Das Verhältnis von Sprache, Denken und Wahrnehmen 64
4.1.3 Die Sprache der Zwillinge und deren Entwicklung - Die Paarsprache 67
4.1.4 Sprachentwicklungsverzögerungen bzw. Störungen 74
4.2 Die psychische und soziale Entwicklung 79
4.2.1 Die Persönlichkeitsentwicklung im Säuglings- und Kindesalter 80
4.2.2 Die Ichentwicklung und Identifikation Spiegelbild - Fremdbild 86
4.2.3 Die besondere psychische und soziale Beziehung der eineiigen Zwillinge untereinander 93
4.2.3.1 Die Paarverbundenheit 93
4.2.3.2 Die Rollenverteilung 99
4.2.4 Die soziale Beziehung der Zwillinge zu anderen Menschen, wie Verwandte, Bekannte und Freunde 105
5. DIE TYPISCHE ERZIEHUNG VON EINEIIGEN ZWILLINGEN UND BIOLOGISCH SEHR ÄHNLICH AUSSEHENDEN, GLEICHGESCHLECHTLICHEN ZWEIEIIGEN ZWILLINGEN, AUFGEZEIGT AN DEN FOLGENDEN WICHTIGSTEN GLIEDERUNGSPUNKTEN 109
Vorbemerkung: Exemplarische Erinnerungen aus meiner Kindheit bis zum 8. Lebensjahr - zur typischen Zwillingserziehung - dazu eine Analyse zur Literatur (bezogen auf die folgenden Gliederungspunkte) und zu meinen Zwillingserfahrungen
5.1 Die Namensgebung 110
5.2 Die Gleichbehandlung 112
5.3 Die Kleidung und Frisur 118
5.4 Zimmer und Ausstattung 124
5.5 Freizeit und Ferien 128
5.6 Ergänzung und Zusammenfassung zur Erziehung 132
6. RESÜMEE
6.1 Zusammenfassung
6.2 Verbesserungsvorschläge
6.3 Eigene Stellungnahme
Literaturverzeichnis

Arbeit zitieren:
Schweer, Gertrud Oktober 1987: Zur familiären Sozialisation von eineiigen Zwillingen bis zu sechs Jahren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Familie, Erziehung, Zwillingsforschung, Vorschulalter, Identität

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