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Die ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation am Beispiel der KTM 990 Duke

Die ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation am Beispiel der KTM 990 Duke
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Julia Willibald
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 169 Seiten
  • Dateigröße: 6,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Salzburg Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8282-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8282-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8282-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Willibald, Julia Mai 2004: Die ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation am Beispiel der KTM 990 Duke, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktforschung, Marke, Werbung, Verhaltensforschung, Motorrad

Diplomarbeit von Julia Willibald

Zusammenfassung:

Die KTM-Sportmotorcycle AG ist ein Motorradhersteller mit Sitz in Mattighofen/Österreich. KTM baut rennsporttaugliche Motorräder und hat sich durch zahlreiche Weltmeistertitel und Rallye Siege als weltweit erfolgreichste Motorradmarke im Offroad-Sport etabliert.

Um das Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre größter Motorradhersteller in Europa zu werden, zu erreichen, reicht allerdings ein Ausbau der weltweiten Marktführerschaft im racingorientierten Offroad-Segment nicht aus. Daher ist eine Ausdehnung der Produktpalette in Richtung sportives Straßensegment geplant.

Die Markteinführung der KTM 990 Duke im Modelljahr 2005 ist deshalb von besonderer strategischer Bedeutung für die KTM-Sportmotorcycle AG, weil es sich um das erste reinrassige Zweizylinder-Straßenmotorrad der Marke KTM handelt. In weiterer Folge kommt eine V2-Supermoto auf den Markt. Im Modelljahr 2007 folgt das Superbike KTM 990 RC8. Die KTM 990 Duke bildet also die Basis für die nachhaltige Etablierung der Marke im sportorientierten Straßensegment.

Da der Motorradmarkt weitgehend gesättigt und der Konkurrenzdruck sehr stark ist, ist eine aktive Gestaltung der Stellung der KTM 990 Duke auf dem Markt mittels eines ausgereiften Positionierungs- und Kommunikationskonzeptes unerlässlich.

Die Positionierung wird nicht zu Unrecht als die hohe Schule des Marketing bezeichnet. Unter Positionierung versteht man die Abgrenzung des eigenen Angebots gegenüber Mitbewerberangeboten. Sie ist darauf ausgerichtet, dass ein Produkt ein eigenständiges und unverwechselbares Profil gewinnt, das für die Konsumenten attraktiv ist und in der Folge dazu führt, dass sie das Produkt den Konkurrenzprodukten vorziehen.

Die Umsetzung der Positionierung erfolgt im Rahmen der Kommunikationsstrategie. Nach Auffassung der Marketingwissenschaft und –praxis ist im Kommunikationsbereich der Ansatz der integrierten Kommunikation maßgeblich. Unter integrierter Kommunikation versteht man die formale, inhaltliche und zeitliche Abstimmung der Kommunikationsmaßnahmen. Dadurch wird dem Kunden ein konsistentes Bild der Marke vermittelt und darüber hinaus können Synergieeffekte erzielt und Kostensenkungspotentiale realisiert werden.

Sowohl die Positionierung als auch die integrierte Kommunikation sind aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung und der erheblichen Investitionen mit denen die Umsetzung einer Positionierung einhergeht von großer Bedeutung für das Marketing. Die Neupositionierung eines Produktes muss besonders sorgfältig geplant werden, weil spätere Umpositionierungen kostspielig sind und zu negativen Reaktionen der Konsumenten führen können. Das macht eine Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation ex ante – also bereits vor der Einführung auf dem Markt – erforderlich.

Im Rahmen der Arbeit wurden Möglichkeiten der ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation untersucht. Dazu mussten zunächst Kriterien festgelegt werden, anhand derer eine Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation erfolgen soll. Die Relevanz für den Kunden und die Eigenständigkeit im Vergleich zu den Mitbewerbern wurden als maßgebliche Kriterien für die Beurteilung von Positionierungsstrategien identifiziert. Zur Beurteilung von Strategien der integrierten Kommunikation wurden die Kriterien Eigenständigkeit, Integrationsgrad und die Wirkungen, die die Kommunikation beim Konsumenten auslöst, herangezogen.

Anschließend wurde eine Reihe qualitativer und quantitativer Marktforschungsmethoden diskutiert, die eine Beurteilung anhand dieser Kriterien ermöglichen.

Im empirischen Teil der Arbeit wurden ausgewählte Methoden auf das Praxisbeispiel KTM 990 Duke angewendet. In einem ersten Schritt wurde eine Online-Befragung durchgeführt, um die Relevanz und Eigenständigkeit der Positionierung aus Konsumentensicht zu erheben. Der Fragebogen für die Online-Befragung wurde auf Basis einer qualitativen Voruntersuchung entwickelt. Als Untersuchungsgebiet für die Hauptuntersuchung wurde Deutschland festgelegt, weil es sich dabei um den wichtigsten Absatzmarkt für KTM Motorräder in Europa handelt. Um die Zielgruppe zu erreichen und zur Teilnahme an der Befragung zu motivieren wurden E-Mails an 158 deutsche Motorradclubs verschickt. Darüber hinaus erfolgten Einträge in 43 deutschen Motorrad- und Naked Bike-Diskussionsforen. Die Online-Befragung wurde von 1143 Personen vollständig ausgefüllt.

Darüber hinaus wurden inhaltsanalytische Untersuchungen von Werbeanzeigen der Mitbewerber sowie der bestehenden KTM Markenkommunikation durchgeführt. Diese sollten Anhaltspunkte für die eigenständige und integrierte Gestaltung der Kommunikation für die KTM 990 Duke geben.

Insgesamt konnte festgestellt werden, dass die gängigen Marktforschungsmethoden erhebliche Schwächen in Hinblick auf die ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation aufweisen. Die wesentlichsten Kritikpunkte beziehen sich auf unrealistische Grundannahmen, auf denen manche Verfahren basieren, spezifische Probleme bei der Messung verhaltenswissenschaftlicher Größen und die vorwiegend verbale Ausrichtung der meisten Methoden.

Inhaltsverzeichnis:

A. EINLEITUNG 1
I. Die Problemstellung 1
II. Ziel der Arbeit 3
III. Aufbau der Arbeit 4
B. THEORETISCHER TEIL 7
I. Begriffsabgrenzungen und wissenschaftliche Einordnung 7
1. Die Positionierung 7
2. Die integrierte Kommunikation 9
3. Der Zusammenhang zwischen Positionierung und integrierter Kommunikation 10
4. Positionierung und integrierte Kommunikation im Rahmen der Marketingstrategie 11
5. Die Notwendigkeit der ex ante Beurteilung 13
II. Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen 15
1. Aktivierende psychische Prozesse 15
1.1 Aktivierung und Involvement 15
1.2 Emotion, Motivation, Einstellung und Image 18
2. Kognitive psychische Prozesse 19
2.1 Die Wahrnehmung 20
2.2 Schematheorie und Imagery 21
III. Die Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation 23
1. Beurteilungskriterien von Positionierungsstrategien 23
2. Beurteilungskriterien von Strategien der integrierten Kommunikation 24
3. Methoden zur Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation 24
3.1 Quantitative vs qualitative Marktforschung 25
3.2 Qualitative Methoden 27
3.2.1 Das qualitative Interview 28
3.2.2 Die Gruppendiskussion 29
3.2.3 Die indirekte Befragung 30
3.2.3.1 Allgemeine projektive und assoziative Techniken 31
3.2.3.2 Die „Zaltman Metaphor Elicitation Technique“ 31
3.2.3.2.1 Das Grundkonzept von ZMET 31
3.2.3.2.2 Das ZMET-Interview 33
3.2.3.2.3 Die ZMET-Analyse 35
3.2.3.2.4 Einsatzmöglichkeiten von ZMET 36
3.2.3.2.5 Stärken und Schwächen von ZMET 37
3.2.4 Die Inhaltsanalyse 37
3.2.4.1 Grundlegende Analyseverfahren 39
3.2.4.2 Das inhaltsanalytische Kategoriensystem 40
3.2.4.3 Einsatzmöglichkeiten der Inhaltsanalyse 41
3.2.4.4 Stärken und Schwächen der Inhaltsanalyse 42
3.3 Quantitative Methoden zur Beurteilung von Positionierungsstrategien 43
3.3.1 Imageprofile 44
3.3.2 Positionierungsmodelle 45
3.3.2.1 Perceptual Maps 46
3.3.2.1.1 Perceptual Maps auf Basis der Faktorenanalyse 47
3.3.2.1.2 Perceptual Maps auf Basis der Multidimensionalen Skalierung 50
3.3.2.2 Joint Space Maps 52
3.3.2.2.1 Interne vs externe Präferenzanalyse 52
3.3.2.2.2 Idealpunkt-Modell vs Idealvektor-Modell 53
3.3.3 Die „Wettbewerbs-Image-Struktur-Analyse“ 55
3.3.3.1 Durchführung einer WISA 55
3.3.3.2 Stärken und Schwächen der WISA 57
3.4 Quantitative Methoden zur Beurteilung von Strategien der integrierten Kommunikation 58
3.4.1 Messung der Eigenständigkeit und Integration 59
3.4.2 Messung der Wirkungen integrierter Kommunikation 62
3.4.2.1 Bereiche der Werbewirkung 62
3.4.2.2 Messverfahren in der Werbewirkungsforschung 63
3.4.2.2.1 Verbale Skalen 64
3.4.2.2.2 Nonverbale Skalen 65
C. EMPIRISCHER TEIL 67
I. Das Praxisbeispiel KTM 990 Duke 67
1. Die Marke KTM 67
2. Das Modell KTM 990 Duke 69
II Online-Befragung zur Relevanz und Eigenständigkeit der Positionierung 71
1. Qualitative Voruntersuchung 71
2. Aufbau und Ablauf der Hauptuntersuchung 73
3. Ergebnisse der Hauptuntersuchung 75
3.1 Allgemeine Ergebnisse 75
3.2 Ergebnisse zur Relevanz der Positionierung 78
3.3 Ergebnisse zur Eigenständigkeit der Positionierung 79
4. Empfehlungen 82
5. Einschränkungen und Kritik 83
III. Inhaltsanalytische Untersuchungen 85
1. Inhaltsanalyse zur Integration der Kommunikation 85
1.1 Untersuchungsziele 85
1.2 Auswahl der Untersuchungsmaterialien 85
1.3 Das Kategoriensystem 85
1.4 Ergebnisse zur Integration der Kommunikation 87
1.4.1 Allgemeine Ergebnisse 87
1.4.2 Ergebnisse zur formalen Integration 87
1.4.3 Ergebnisse zur inhaltlichen Integration 88
2. Inhaltsanalyse zur Eigenständigkeit der Kommunikation 91
2.1 Untersuchungsziele 91
2.2 Auswahl der Untersuchungsmaterialien 91
2.3 Das Kategoriensystem 92
2.4 Ergebnisse zur Eigenständigkeit der Kommunikation 92
2.4.1 Allgemeine Ergebnisse 92
2.4.2 Ergebnisse zur formalen Gestaltung 93
2.4.3 Ergebnisse zur inhaltlichen Gestaltung 94
3. Empfehlungen 95
4. Einschränkungen und Kritik 97
D. SCHLUSS 99
I. Zusammenfassung der Erkenntnisse 99
II. Ausblick 103
Literaturverzeichnis 105
Anhang 1: Interview-Leitfaden 116
Anhang 2: Auswertung Interviews 117
Anhang 3: Online-Befragung 118
Anhang 4: E-Mail + Forumseintrag 126
Anhang 5: Auswertungen zur Relevanz 132
Anhang 6: Auswertungen zur Eigenständigkeit 136
Anhang 7: Liste Motorradmagazine 146
Anhang 8: Kodierleitfaden Integration 147
Anhang 9: Kodierleitfaden Eigenständigkeit 154

Arbeit zitieren:
Willibald, Julia Mai 2004: Die ex ante Beurteilung von Positionierungsstrategien und Strategien der integrierten Kommunikation am Beispiel der KTM 990 Duke, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktforschung, Marke, Werbung, Verhaltensforschung, Motorrad

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