Die europäischen Wachstumsbörsen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Muchar
- Abgabedatum: Oktober 2000
- Umfang: 180 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3259-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3259-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3259-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Muchar, Thomas Oktober 2000: Die europäischen Wachstumsbörsen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Finanzierung, Internationalisierung, Technologieunternehmen, Wachstumsbörsen
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Diplomarbeit von Thomas Muchar
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit beschäftigt sich mit den europäischen Wachstumsbörsen als eine alternative Finanzierungsmöglichkeit für die Internationalisierung von Klein- und Mittelbetrieben. Zu diesem Zweck werden die wichtigsten Börsensegmente für mittelständische Unternehmen in Europa analysiert, und die an den Wachstumsbörsen gelisteten Gesellschaften anhand geeigneter Kriterien miteinander verglichen.
Basierend auf dieser Gegenüberstellung passender Unternehmenscharakteristika wird ein Instrumentarium entwickelt, welches bei der Auswahl des Börsenplatzes von einem Unternehmen als Entscheidungsbasis verwendet werden kann. Die Festlegung der Kriterien erfolgt logisch-deduktiv, wobei die verwendete Literatur sowie die Ergebnisse eines Fragebogens, der sich mit den Erfahrungen von Klein- und Mittelbetrieben bei ihrem Börsengang beschäftigt, als Grundlage dienen.
Die Kernaussage dieser Arbeit ist, dass es substantielle Differenzen zwischen den einzelnen Wachstumssegmenten in Europa gibt, und dass sich die einzelnen Börsenplätze unterschiedlich gut für eine Gesellschaft mit bestimmten Charakteristika eignen. Ein weiteres Ergebnis der Arbeit ist, dass der Neue Markt in Frankfurt momentan die erste Adresse für einen Börsengang eines Klein- und Mittelbetriebes ist, während andere Segmente - wie etwa die EASDAQ - von potentiellen Emissionsunternehmen als nicht attraktiv angesehen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | ||
| Teil A: Die internationalisierung österreichischer Klein- und Mittelbetriebe | ||
| 1. | Einleitung | |
| 2. | Motive für die Internationalisierung | |
| 2.1 | Sicherung des Unternehmenswachstums anhand der Ansoff-Matrix | |
| 2.1.1 | Marktdurchdringungsstrategie | |
| 2.1.2 | Markterweiterungsstrategie | |
| 2.1.3 | Produktdifferenzierungsstrategie | |
| 2.1.4 | Diversifikationsstrategie | |
| 2.2 | Sicherung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz anhand Porters „Diamanten“ | |
| 2.2.1 | Faktorbedingungen | |
| 2.2.2 | Nachfragebedingungen | |
| 2.2.3 | Verwandte und unterstützende Branchen | |
| 2.2.4 | Unternehmensstrategie, Struktur und Wettbewerb | |
| 2.3 | Motive zur Internationalisierung für Klein- und Mittelbetriebe nach Czinkota | |
| 2.3.1 | Aktive Gründe zur Internationalisierung | |
| 2.3.2 | Reaktive Gründe zur Internationalisierung | |
| 2.4 | Empirische Untersuchungen über Internationalisierungsmotive unter besonderer Berücksichtigung von KMUs | |
| 2.4.1 | Studie der OeNB | |
| 2.4.2 | UN-Studie über Auslandsinvestitionen | |
| 2.5 | Zwischenresumé | |
| 3. | Internationalisierung durch ausländische DirektInvestitionen als Markteintrittsvariante | |
| 3.1 | Motive für die Durchführung von Direktinvestitionen | |
| 3.2 | Ausprägungsformen von Direktinvestitionen | |
| 3.2.1 | Joint Venture vs. 100-%-Tochtergesellschaft | |
| 3.2.2 | Neugründung vs. Akquisition | |
| 3.3 | Erklärungsansätze für ausländische Direktinvestitionen | |
| 3.3.1 | Eigentumsvorteile | |
| 3.3.2 | Internalisierungsvorteile | |
| 3.3.3 | Standortvorteile | |
| 3.4 | Ausmaß der österreichischen Direktinvestitionen im Ausland | |
| 3.5 | Zwischenresumé | |
| 4. | Finanzierung ausländischer Direktinvestitionen | |
| 4.1 | Finanzierungsquellen für KMUs zur Durchführung von Direktinvestitionen im Ausland | |
| 4.2 | Bedeutung von Eigenkapital im Rahmen der Unternehmensfinanzierung | |
| 4.2.1 | Funktionen des Beteiligungskapitals | |
| 4.2.2 | Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital | |
| 4.3 | Aktienemission als Form der Eigenfinanzierung | |
| 4.3.1 | Gründe für ein Going Public | |
| 4.3.2 | Probleme von KMUs bei der Beschaffung von Kapital über die Börse | |
| 4.3.3 | Voraussetzungen für einen Börsengang | |
| 4.3.3.1 | Rechtliche Voraussetzungen | |
| 4.3.3.2 | Wirtschaftliche Voraussetzungen | |
| 4.3.4 | Durchführung eines Going Public | |
| 4.4 | Zwischenresumé | |
| 5. | Abschließende Bemerkungen zu Teil A | |
| Teil B: Die europäischen Wachstumsbörsen im Vergleich | ||
| 1. | Einleitung | |
| 2. | Mitgründe für das Entstehen von Wachstumsbörsen in Europa | |
| 2.1 | Scheitern der zweiten Börsensegmente an den europäischen Börsen | |
| 2.2 | Vorbildwirkung des nordamerikanischen NASDAQ-Marktes | |
| 3. | Die neuen Marktsegmente in Europa im Vergleich | |
| 3.1 | Gründung und bisherige Entwicklung der europäischen Wachstumsbörsen | |
| 3.1.1 | AIM | |
| 3.1.2 | EASDAQ | |
| 3.1.3 | EURO.NM | |
| 3.1.4 | AGM | |
| 3.1.5 | Zwischenresumé | |
| 3.2 | Charakteristika der europäischen Wachstumsbörsen | |
| 3.2.1 | AIM | |
| 3.2.2 | EASDAQ | |
| 3.2.3 | EURO.NM | |
| 3.2.4 | AGM | |
| 3.2.5 | Zwischenresumé | |
| 3.3 | Zulassungsvoraussetzungen, Publizitätspflichten und Gebührenordnungen an den Wachstumsbörsen in Europa | |
| 3.3.1 | AIM | |
| 3.3.1.1 | Zulassungsvoraussetzungen und Publizität | |
| 3.3.1.2 | Gebührenordnung | |
| 3.3.2 | EASDAQ | |
| 3.3.2.1 | Zulassungsvoraussetzungen und Publizität | |
| 3.3.2.2 | Gebührenordnung | |
| 3.3.3 | EURO.NM | |
| 3.3.3.1 | Zulassungsvoraussetzungen und Publizität | |
| 3.3.3.2 | Gebührenordnung | |
| 3.3.4 | AGM | |
| 3.3.4.1 | Zulassungsvoraussetzungen und Publizität | |
| 3.3.4.2 | Gebührenordnung | |
| 3.3.5 | Zwischenresumé | |
| 4. | Abschließende Bemerkungen zu Teil B | |
| Teil C: Die Unternehmen an den europäischen Wachstumsbörsen | ||
| 1. | Einleitung | |
| 2. | Unternehmensmerkmale und Erfahrungen beim Börsengang von Klein- und Mittelbetrieben | |
| 2.1 | Inhalt und Aufbau des Fragebogens | |
| 2.2 | Auswertung des Fragebogens | |
| 2.2.1 | Auswertung der allgemeinen Unternehmensdaten | |
| 2.2.2 | Auswertung der Börsendaten der Unternehmen | |
| 2.2.3 | Auswertung der Fragen zu den Erfahrungen der Unternehmen hinsichtlich des Börsenganges | |
| 3. | Scoring-Modell zur Ermittlung der idealen Börse für ein bestimmtes Unternehmen | |
| 3.1 | Inhalt und Aufbau des Modells | |
| 3.2 | Analyse der Unternehmens- und Börsenmerkmale | |
| 3.3 | Transformationsmatrix zum Modell | |
| 3.4 | Scoring-Modell zur Ermittlung der idealen Wachstumsbörse | |
| 4. | Attraktivität der Wachstumsbörsen in Europa für die Unternehmen in den jeweiligen Heimatländern | |
| 5. | Abschließende Bemerkungen zu Teil C | |
| Erkenntnisse der Arbeit und Ausblick |
Der erste Schritt in Richtung eines europäischen Netzwerkes von Wachstumsbörsen wurde im Februar 1996 mit der Gründung des Nouveau Marché in Paris getätigt. Bereits im März des gleichen Jahres wurde der EURO.NM in der Form einer EEIG (European Economic Interest Grouping) errichtet, mit dem Ziel, einen pan-europäischen Aktienmarkt für Klein- und Mittelbetriebe zu schaffen. Mit dem Entstehen des Neuen Marktes in Frankfurt, des NMAX in Amsterdam und des EURO.NM Belgium in Brüssel im Frühjahr 1997 sowie deren Integration in den Verbund von Wachstumsbörsen wurde dieses Vorhaben realisiert. Ein weiterer Meilenstein des EURO.NM wurde im Jänner 1998 mit dem Start des EURO.NM All-share Index gesetzt. Das jüngste Mitglied dieses Netzwerkes ist der Nuovo Mercato in Mailand, der im Jänner 1999 dem Börsenverbund beitrat. Für die nähere Zukunft kann mit einer weiteren Expansion des EURO.NM gerechnet werden, da bereits sechs weitere Märkte23 ihr Interesse bekundet haben, sich dieser Kooperation der europäischer Wachstumsbörsen anzuschließen.24 [...]
prüfen. Im November des gleichen Jahres wurde in London eine Konferenz abgehalten, bei der die Resultate dieser Studien präsentiert wurden. Als Ergebnis wurde von den Teilnehmern die Gründung der European Association of Securities Dealers (EASD) beschlossen, die mit der Schaffung eines eigenständigen Börsenplatzes betraut wurde. Im März 1995 wurde in Genf die erste Generalversammlung der EASD abgehalten, bei der die Satzung der Vereinigung beschlossen und der Vorstand gewählt wurde. Per königlichem Dekret von Albert II von Belgien wurde die EASD schließlich am 8. November 1995 in eine internationale Non-ProfitGesellschaft mit Sitz in Brüssel20 übergeführt.21 Der Börsenhandel wurde allerdings erst ein Jahr später aufgenommen.22 [...]
Der Startschuß für die Gründung des EASDAQ-Marktes fiel am 14. Juni 1993. Als Reaktion auf die erfolgreiche Performance des NASDAQ-Markt in den USA bekam die Europäische Kommission an diesem Tag vom Rat den Auftrag, Förderungsmaßnahmen für Kapitalmärkte, über die sich in erster Linie Klein- und Mittelbetriebe mit Eigenkapital ausstatten können, zu entwickeln.19 Im selben Jahr wurde von der EVCA (European Venture Capital Association) ihr sogenanntes „Exit Committee“ ins Leben gerufen. Dieses Komitee sollte sich mit den Problemen von Venture-Capital-Gesellschaften auseinandersetzen, die im Zuge des Ausstiegs aus ihren Investitionen entstehen. In weiterer Folge wurde 1994 von der EVCA das „Capital Markets Working Committee“ gegründet, dessen Aufgabe es war, die europäischen Kapitalmärkte hinsichtlich ihrer Funktionserfüllung für die Mitglieder dieser Vereinigung zu über16 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432591
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Finanzierung, Internationalisierung, Technologieunternehmen, Wachstumsbörsen



